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Interviewpartner: Guðmundur

Zwei Jahre nach ihrem letzten Album „Köld“ melden sich die selbsternannten „antichristlichen isländischen heidnischen Bastarde“ SÓLSTAFIR mit ihrem neuen Album „Svartir Sandar“ zurück. Allemal Anlass ein paar Fragen in Richtung Reykjavík zu stellen. Guðmundur „Gummi“ Óli Pálmason nimmt unter anderem Stellung zu „Svartir Sandar“, Labelwechsel, isländischen Texten und speziellen Fischgerichten. Viel Spaß!






Hi, Grüße aus Deutschland und willkommen zu diesem Interview. Los geht’s!

Nun, wie ist die Stimmung im SÓLSTAFIR-Lager? Habt ihr den Sommer genossen, oder gab es keinen, welcher der Rede wert gewesen wäre?


Der Sommer war gut. Wir haben nicht viel live gespielt, nur eine Handvoll Shows, aber wir haben unsere Zeit den Aufnahmen zu „Svartir Sandar“ gewidmet und es veröffentlichungsfertig gemacht.


Euer neues Album „Svartir Sandar“ kommt bald heraus. Zunächst einmal das Übliche: wie sind bisher die Rückmeldungen?

Die Reaktionen waren phänomenal gut. Bisher keine Kritik unter 95 % und meist sogar volle Punktzahl.


Ihr seid in den letzten Jahren ziemlich viel getourt, oder? Man könnte zumindest manchmal den Eindruck gewinnen, dass ihr von Island verbannt worden seit und nun durch die Welt ziehen müsst – gibt’s irgendwelche Geschichten von der Straße, die du erzählen kannst?

Haha, es gibt so viele Geschichten, von denen wir einige aus Gründen der Legalität nicht erzählen dürfen. Bandmitglieder sind auf Feldern von der Polizei geweckt worden, zehn Kilometer von der nächsten Stadt entfernt und ohne jede Erinnerung daran, wie sie dort hingekommen sind. Ein Bass wurde zertrümmert in Wut darüber, keinen Döner serviert zu bekommen.


“Svartir Sandar“ ist ein langes Album. Warum habt ihr euch entschieden, ein Doppelalbum daraus zu machen? Da die Gesamtlänge auf eine CD passen dürfte, wittere ich dahinter eine künstlerische Entscheidung. War das von Anfang an geplant, gibt es ein Konzept dahinter? Falls ja, erläutere es doch ein wenig!

Wir haben überhaupt nicht vorgehabt, ein Doppelalbum zu machen, aber als wir mit den Aufnahmen anfingen befürchteten wir, dass es zu lang für eine CD sein könnte. Und dann wurde „Kukl“ im Studio geboren, auf halbem Wege der Aufnahmen. Als wir Season of Mist erzählt haben, wie lang das Album ist, sagten sie nur: „Kein Problem. Dann ist es also ein Doppelalbum.“ Wir waren etwas überrascht, da wir damit gerechnet hatten, einen Song weglassen zu müssen.
Wir haben uns nie vorgenommen Konzeptalben zu schreiben und es auch nie getan, aber im Nachhinein sehen wir immer einen roten Faden, der sich durch unsere Alben zieht. Obwohl die Texte sowohl von mir als auch von Aðalbjörn geschrieben werden und wir niemals über irgendwelche Konzepte sprechen, scheinen wir immer auf der gleichen Wellenlänge zu sein, wenn es ans Schreiben geht. Unsere ersten Alben handelten in erster Linie vom Heidentum, „Masterpiece Of Bitterness“ hatte dieses Ding mit Licht und Feuer und „Köld“ ist ein Album voller verfickter Liebeslieder.
Das „Konzept“ von „Svartir Sandar“ ist eine verlorene Seele, die durch die kalte, schwarze vulkanische Wüste wandert, voller Reue und vielleicht sogar Schuld aus der Vergangenheit. Davon gibt es natürlich Abweichungen und dies ist nur, wie man das Album als Ganzes lose interpretieren könnte.


Diesmal sind alle Texte auf Isländisch verfasst. Wenn ich nicht falsch liege, ist dies euer erstes Album mit ausschließlich isländischen Texten – wie kam es zu der Entscheidung?

Unsere ersten Veröffentlichungen waren alle in Isländisch, aber dann sind wir Stück für Stück zum Englischen gewechselt. Diesmal fühlte es sich für uns alle nach dem richtigen Weg an; es passt zur Musik.
Ich persönlich bin es auch verdammt leid, wenn isländische Bands die ganze Zeit auf Englisch singen. Und eine große Mehrheit von ihnen erreicht nicht einmal je ein Publikum außerhalb Islands. Wo liegt also der Sinn? Obwohl ironischerweise der Großteil unseres Publikums nicht isländisch ist.






Wer hat das Artwork gemacht?

Sein Name ist Kim Holm und er ist ein norwegischer Künstler. Wir haben ihn getroffen, als wir in Bergen spielten und er kam, um Zeichnungen vom Konzert zu machen. Wir waren von der Qualität seiner Arbeit tief beeindruckt und sahen, wie schnell er arbeiten konnte, und wussten einfach, dass sein Stil perfekt zur Musik passen würde.


“Köld“ kam über Spinefarm Records heraus. Wie endete der Vertrag mit ihnen und wie seit ihr in Kontakt mit Season of Mist gekommen?

Wir haben darum gebeten, aus unserem Vertrag mit Spinefarm entlassen zu werden, da sie immer noch die Option auf ein Album von uns hatten und wir uns von ihnen komplett ignoriert vorkamen. Anfangs wollten sie uns nicht gehen lassen, obwohl sie andererseits auch nichts für uns tun wollten. Aber dann haben sie den Firmenchef gewechselt und der neue Boss ist ein echt guter Mann von ich wirklich glaube, dass er Spinefarm zum Ruhm vergangener Tage zurückführen kann, doch für uns war es einfach zu spät. Wir hatten schon Interesse bei anderen Plattenfirmen geweckt, darunter auch Season of Mist.
Zuletzt haben wir mit drei Firmen verhandelt, zwei davon sogar größer als Season of Mist, aber Season of Mist haben den meisten unserer Forderungen zugestimmt. Außerdem sind sie ein Label, das konstant wächst und anscheinend haben sie die anständige Einstellung, in erster Linie gute Bands unter Vertrag zu nehmen, was man nicht von allen Plattenfirmen behaupten kann. Am Ende waren sie einfach eine klare Wahl für uns.


Ihr habt damals ein ziemlich schräges Video zu „She Destroys Again“ herausgebracht – wird es Videos zu Songs von „Svartir Sandar“ geben?

Ja, wir arbeiten gerade an einem Video zu „Fjara“, welches Ende Oktober fertig sein wird. Und es könnte sein, dass wir später mehr Videos machen.


Sólstafir - She Destroys Again von MyeshaHefner



Klangtechnisch habe ich den Eindruck, dass „Svartir Sandar“ einen Schritt zurück vom „moderneren“ Sound von „Köld“ darstellt. Das Album hat auch eine ziemlich große dynamische Bandbreite. Wo und wie habt ihr aufgenommen? Seltsamerweise scheinen die sanfteren Songs einen volleren und wärmeren Klang zu haben – habt ihr Stücke wie „Ljós í stormi“ und „Fjara“ auf verschiedene Weise aufgenommen? Oder habt ihr sie mit den exakt gleichen Einstellungen und Instrumenten aufgenommen, die mehr auf eure sanftere Seite ausgerichtet waren? Was ist eure Philosophie zu Sound, falls es eine gibt?

Wir wollten einen warmen, natürlichen, analogen Klang haben. Wir alle sind überproduzierte Alben verdammt leid.
Wir haben uns für das knapp außerhalb von Reykjavík gelegene "Studio Sundlaugin" wegen seiner großartigen Atmosphäre entschieden. Der Aufnahmeraum ist ein altes Hallenschwimmbecken.
Wir hatten eine sehr klare Vorstellung davon, wie das Album klingen sollte, und Sundlaugin schien uns der Ort zu sein, wo wir diesen Sound kriegen konnten, mit seiner tollen Stimmung und dem alten, analogen Mischpult.
Es gibt Variationen für jeden Song um den Charakter zu erhalten, von dem wir finden, dass er zum jeweiligen Song am besten passt.


Wer hatte eigentlich diese Idee mit dem Digipak mit den SÓLSTAFIR-Schnapsgläsern? Ich finde sie zwar ziemlich cool, aber haben sich nicht Leute bei euch beschwert, dass es der Vorstellung vom Isländer als depressivem Alkoholiker neues Futter gibt?

Wir sind alle depressive Alkoholiker, haha! Die Idee kam vom Label. Wir waren uns anfangs nicht so sicher, aber ich hoffe, es wird cool aussehen.





Wie sehen die zukünftigen Pläne für SÓLSTAFIR aus? Mehr Alben, mehr Touren, Nebenprojekte, Schnapsbrennereien, wie auch immer – was kommt auf uns zu?

Es scheint als würde 2012 unser bisher beschäftigtestes Jahr werden, was Touren und Festivals angeht.


Nun gut, Zeit für die Bonusabteilung!

Wenn SÓLSTAFIR ein Film wäre, was für ein Film wäre das?


Ich glaube, wir wären ein sich langsam aufbauender isländischer Film mit epischen Landschaften und einer Spur Psychedelia. „Börn náttúrunnar“ von Friðrik Þór Friðriksson vielleicht.
Das oder „Spinal Tap“.


Was ist das Beste und was das Schlimmste daran, in einem Gebiet mit vulkanischer Aktivität zu leben?

Erdbeben, Ascheregen, gestrichene Flüge, glaziale Fluten ...es gibt überhaupt nichts Schlechtes daran!


Wenn SÓLSTAFIR ein traditionelles isländisches Gericht wären [du weißt schon, von der Art wie sie während Þorrablót serviert werden], welches wäre es?

Fermentierter Haifisch mit einem Kurzen Brennivín! Etwas für Kenner!


Bitte erzähl’ uns einen Witz über eine der folgenden Nationalitäten: Deutsche oder Amerikaner oder Isländer oder Färinger!

Ich kenne wirklich keine Witze über eine dieser Nationen, Aber wir machen uns über Amerikaner lustig, weil sie ungebildet sind, über deutsche Touristen, weil sie geizig sind und sich ihr eigenes Essen aus Deutschland mitbringen, über die Isländer, weil sie immer glauben, alles am Besten zu können und über die Färinger, weil sie megachristlich sind und eine lustige Sprache haben, die sich anhört, als ob ein Zurückgebliebener Isländisch spricht, hahaha!
Aber ich habe viele gute Freunde aus all diesen Ländern, das alles trifft also glücklicherweise nicht immer zu.


Das ist für den Augenblick alles, takk fýrir! Die letzten Worte gehören dir:

Danke für dieses Interview und die Unterstützung! Kauft unser Album, unser Label-Promoter braucht etwas Geld um sich den Bart stutzen zu lassen!

Grim_Rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 10.10.2011 | 21:38 Uhr

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