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Band: Metalnews nach 'Angelus Apatrida' durchsuchen Angelus Apatrida
Interviewpartner: Guillermo Izquierdo

Obwohl eigentlich schon seit mehr als zehn Jahren aktiv erschienen die spanischen Thrash Metaller ANGELUS APATRIDA erst vor zwei Jahren auf der internationalen Bildfläche – da sicherten sich die Mannen nämlich einen Vertag mit Century Media Records und veröffentlichten mit ihrem dritten Langspieler „Clockwork“ eines der besten Alben der derzeit brodelnden Thrash-Szene. Wenngleich die Spanier die letzten zwei Jahre nahezu ununterbrochen auf Tour waren, hat sie das doch nicht daran gehindert, ein weiteres Album aufzunehmen, welches erst kürzlich in Form von „The Call“ erschien und ziemlich genau da anknüpft, wo sein Vorgänger aufhörte. Wir setzten uns mit der Band in Verbindung und kamen in den Genuss eines Interviews mit Frontmann Guillermo Izquierdo.






Hallo Guillermo und vielen Dank für dieses Interview! Als Ihr Euren aktuellen Vertrag mit Century Media Records unterschrieben habt, ward Ihr bereits zehn Jahre im Geschäft. Was hat sich damit für Euch geändert?

Alles hat sich geändert! Unsere Arbeitsweise, die Art, wie man Musik und die damit verbundenen Karrieremöglichkeiten betrachtet, unser Alltagsleben und unsere persönliche Situation… Wir finanzieren uns hier in unserem Heimatland komplett selbst und hatten damit auch Erfolg, aber mit einem Label, das so groß ist wie Century Media Records, arbeiten zu können wahr natürlich die Erfüllung eines Traums. Das ist alles bei einem Konzert in Madrid passiert, zu dem auch zwei Leute vom Label gekommen waren und anschließend kamen sie zu uns, sagten, dass ihnen die Band gefällt und fingen an, über eine mögliche Geschäftsbeziehung zu sprechen – wie gesagt: Ein Traum wurde für uns wahr!


Wann habt Ihr mit dem Songwriting für „The Call“ begonnen?

Wir hatten nicht genug Zeit, um so an neuem Material zu arbeiten, wie wir es sonst tun, weil wir in den vergangenen zwei Jahren damit beschäftigt waren, durch ganz Europa und dann durch Spanien zu touren. Also haben wir jede Idee, die wir unterwegs, beim Soundcheck oder im Backstage-Bereich hatten, festgehalten und dann im Proberaum damit gearbeitet. Ich denke, man kann sagen, dass wir im Sommer 2011 wirklich mit den Arbeiten am neuen Album begonnen haben.


Wie läuft das Songwriting bei Euch ab?

Normalerweise haben wir eine Grundidee, mit der wir dann zu improvisieren beginnen – dabei vertrauen wir ganz auf unsere Kreativität und lassen den Rest einfach fließen. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir etwas erreicht haben, das gut genug für uns ist, arbeiten wir es mit allen Details aus und gucken dann, was im Studio mit dem Produzenten daraus wird, denn dort wird jeder Song fertig gestellt.


Mit „The Call“ habt Ihr gerade ein neues Album veröffentlicht – wie würdest Du die Platte beschreiben und wo liegen Deiner Meinung nach die Unterschiede zu „Clockwork“?

Es ist immer hart, eine neue Platte zu machen – das haben wir bei „Evil Unleashed“ und „Give ’Em War“ gemerkt, aber „The Call“ übertrifft sämtliche vorangegangenen Alben. Der größte Unterschied, den ich sehe, ist unsere gestiegene Professionalität und Erfahrung, die wird durch das lange Touren erworben haben – man kann die Essenz und Kraft dieser Band auf der neuen Platte sehr deutlich hören. Ich würde sagen, dass „The Call“ die Melodien von „Evil Unleashed“, die Frisch von „Give ’Em War“ und die Power von „Clockwork“ hat.


Welche Themen behandelt Ihr in den Texte von „The Call“?

Schaltet einfach den Fernseher ein oder lest in der Zeitung, was dort über Politiker und Regierungen geschrieben wird… In den letzten fünf Jahren ist Spanien wirklich vor die Hunde gegangen und jetzt ist sozial, politisch und wirtschaftlich alles schlimmer denn je. Und es anscheinend ist das den Leuten vollkommen egal! Ich schreibe also über Wut, Gewalt und die Unfähigkeit, all diesen Scheiß zu erkennen sowie darüber, dass es nur eine verschwindend geringe Anzahl an Menschen gibt, die sehen, wie schrecklich alles in Wirklichkeit ist! Zudem habe ich vor sechs Monaten eine ziemlich schlimme Zeit durchgemacht und ich musste einfach einen Song darüber schreiben, um nicht irre zu werden [lacht]. Der Kern unserer Texte wird also von sozialen Betrachtungen, persönlichen Erfahrungen und hin und wieder auch guten Erlebnissen wie in „Fresh Pleasure“ gebildet – dieser Song handelt von dem Spaß, den man auf Konzerten hat, vom Headbangen und vom Biertrinken.


Wie liefen die Aufnahmen zum Album ab?

Wir haben unseren Produzenten Daniel Cardoso vor ein paar Jahren kennen gelernt, als wir nach einem Produzenten für unser damaliges Album „Clockwork“ gesucht haben. Sowohl die Band als auch Century Media waren mit dem Sound der Platte zufrieden, also haben wir uns dafür entschieden, mit Cardoso weiterzumachen – diesmal waren wir allerdings in dem neuen Studio, das er in Moita, einem kleinen Dorf in der Nähe von Lissabon, eröffnet hat. Diesmal hat Daniel das Album zu seinem persönlichen Projekt erklärt, weshalb seine Hingabe umso größer war! Ich denke, dass die Produktion locker mit den Arbeiten berühmter Studios mithalten kann…


Außerhalb von Spanien ist noch nicht allzu viel von ANGELUS APATRIDA bekannt. Was muss man über Euch wissen?

Es hat alles im März 2000 angefangen, als zwei Bands, die sich den gleichen Proberaum teilten, beschlossen haben, sich zu einer beständigen Gruppe zu formieren. Dann haben wir angefangen, unsere ersten Songs zu schreiben, Konzerte in der Gegend zu spielen und bekamen schließlich die Möglichkeit, unser erstes Album „Evil Unleashed“ aufzunehmen. Die aktuelle Besetzung besteht seit 2002, weil wir damals den Drummer und den Sänger ausgewechselt haben, allerdings sind wir in gewisser Weise alle ehemalige Mitglieder, denn Victor [Valera, Drums, Anm. d. Red.] war unser erster Basser und ich haben schon immer in der Band Gitarre gespielt.


In Eurer Musik verbindet ihr traditionellen Thrash Metal mit moderneren Elementen – welche Bands und Stilrichtungen beeinflussen Euch?

Die Liste ist endlos… hauptsächlich sind wir wohl von der NWOBHM, dem Bay Area Thrash Metal, europäischem Thrash Metal, U.S. Metal, Death Metal und Hardcore beeinflusst. Als Bands haben uns am meisten Formationen wie IRON MAIDEN, TESTAMENT, PANTERA, OVERKILL, METALLICA, ANTHRAX und MEGADETH inspiriert.


Wie bereits erwähnt macht Ihr schon seit über zehn Jahren Musik, aber erst in jüngeren Jahren ist der Thrash Metal wieder populär geworden. Wie beurteilst Du die derzeitige Metal-Szene?

Ich denke, dass wir in einem zweiten „goldenen Zeitalter“ des Thrash Metal leben und es gibt zur Zeit haufenweise wirklich gute Bands, die alle ihre eigene Interpretation der Musik spielen! Hier ein paar Bands, die ich besonders mag: WARBRINGER, HAVOK, MUNICIPAL WASTE und EVILE! ANGELUS APATRIDA sind gerade dabei, in dieser Szene Fuß zu fassen – ich weiß nicht genau, wie weit wir damit sind, aber viele Metalheads nennen unseren Namen, wenn sie nach neuen europäischen Thrash Metal-Bands gefragt werden!


2011 ist vor nicht allzu langer Zeit zu Ende gegangen – war es ein gutes Jahr für Euch?

Yeah! Es war ein sehr gutes und sehr geschäftiges Jahr! Wir sind zum zweiten Mal durch Europa getourt, haben zum ersten Mal für MEGADETH oder SLAYER in Spanien eröffnet und auf ein paar der wichtigsten Festivals wie dem „Sonisphere“ gespielt – auf jeden Fall ein tolles Jahr!


Und wie sieht es mit Euren anstehenden Tourplänen aus?

Wir werden in diesem Monat vom 5. bis zum 27. durch Europa touren und sind dabei mit 3 INCHES OF BLOOD, GOATWHORE und HAVOK unterwegs. Die Deutschland-Termine könnt Ihr auf unserer Facebook-Seite nachgucken, jedenfalls geht es am Samstag, dem 5. Mai in Essen im „Turock“ los und es wird unglaublich!


Damit sind wir schon fertig – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Vielen Dank für das Interview und ich hoffe, dass wir all die deutschen Metalheads auf Tour sehen werden! METAL!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 03.05.2012 | 11:30 Uhr

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