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Interviewpartner: Helmuth

Nur knapp mehr als ein Jahr nach der Veröffentlichung von „Walpurgis Rites – Hexenwahn“ und trotz etlicher Live-Auftritte melden sich die österreichischen Black/Deather BELPHEGOR bereits mit ihrem nächsten starken Langeisen zurück: „Blood Magick Necromance“. Sänger und Gitarrist Helmuth gibt im Metalnews-Interview gewohnt charismatisch Auskunft zu den Hintergründen sowie der Entstehung von „Blood Magick Necromance“ und beantwortet zudem einige Leserfragen.




Hi Helmuth! Wie geht’s? „Blood Magick Necromance“, eure neue Scheibe, erscheint im Januar. Hat sich etwas im Vergleich zum Songwriting für die Vorgänger geändert? Wie lange habt ihr am Material gefeilt und gearbeitet?

Alles klar, danke. Grad von zwei starken Shows heimgekommen und bereiten uns auf die fünf Dates mit GORGOROTH vor. Auch ist das gerade mein 82. Interview zum neuen Album, und das Feedback ist enorm und großartig.
Wie auch immer, wir haben ca. 15 Monate an den Songs intensiv arrangiert/geprobt. Am 14. Jänner wird es krachen in Europa, die Geburt von „Blood Magick Necromance“.
Haben viele neue Einflüsse für uns aufgesogen, viele neue Strukturen hinzugefügt, um BELPHEGOR eben epischer und frischer sounden zu lassen. Krass. Der Energiefluss ist brachial.


Der Vorgänger war ja ein Konzeptalbum zum Thema Hexen; wie sieht dies nun aus? Ist „Blood Magick Necromance“ ebenfalls eine Art Konzeptscheibe, oder warum gerade nicht? Worum geht es?

Es zieht sich ein blutiger Strick durch das gesamte Liedgut; wir haben diesmal kein Konzept gewählt. Ich will hier aber nichts zerreden, da vieles immer falsch interpretiert wird und von einigen Schafen immer sinnlos aufgebauscht wird.
Musick steht an erster Stelle. Alle Tracks haben ihre Momente und sind auf ihre Art und Weise verbunden. Der Albumtitel sagt alles. Wir haben diesmal zu vielen Tracks auch Epiloge im Booklet verfasst, um denjenigen, die es wirklich interessiert, mehr Einsicht zu gewähren.


Das Material wirkt an manchen Stellen epischer, bombastischer und ‚orchestraler’, was für zusätzliche Abwechslung sorgt. Was meinst du dazu?

Perfeckt. „Blood Magick Necromance“ ist das intensivste BELPHEGOR-Album. Wir klingen genau so, wie wir eben 2011 sounden wollen.
Schwer – brachial – majestätisch. Der Masterplan war, eine quälende, dominante Ritualatmosphäre zu erschaffen. Darum ist das Liedgut auch sehr lang, um morbide Stimmungen aufzubauen. Ja, wir haben erstmals mit einem gewissen Sebastian Lanser zusammengearbeitet, der uns einige Orchestrations zauberte. Was vielen Tracks extra Kraft und Kälte verleiht; natürlich haben wir die alle eher hinten gelassen im Mix, eben nicht zu weit nach vorne geholt, die Drums/Gitarre müssen nach wie vor alles wegshreddern. Aber war wieder was Neues und eine riesige Herausforderung, eigentlich das ganze Album.




Ihr habt diesmal bei Peter Tägtgren in Schweden aufgenommen. Wieso nicht wieder bei Andy Classen? Wolltet ihr bewusst etwas Neues ausprobieren? Wie verlief die Arbeit mit Peter, der ja auch schon ewig in der Szene unterwegs ist? Die Produktion ist übrigens klasse und schön erdig/organisch geworden!

Danke. Ja, es war Zeit für einen Change, eine neue fleischige Soundwand. Und so zogen wir gen Schweden, um in den Abyss Studios in vier Sessions das Album einzutrümmern. Das war wichtig für die Truppe und eine bewusste Entscheidung. „Blood Magick Necromance“ präsentiert uns genau so, wie wir 2011 sounden wollen. Peter hat ganze Arbeit geleistet.


Das Artwork und die Gestaltung wurden von Helmut Wolech und Joachim Luetke übernommen. Was kannst Du uns zum Entstehungsprozess, der Zusammenarbeit und dem Resultat berichten?

Das Artwork ist Beiwerk; die Musick ist es, um die es geht, und die throned über allem. Wir wollten eben auch hier weg von diesen Photoshop-Programmen, die jede/r Band/Grafiker heutzutage bis zum Erbrechen benutzt; kann/will doch keiner mehr sehen.
Eben was anderes. Nur Tote Fische schwimmen mit dem Strom... Mit Helmut Wolech und Joachim Luetke haben wir uns ein kongeniales Team ins Todesgeschwader geholt.


Ihr seid ja bekannt für eure Special Editions, z.B. die Kampftasche oder auch die Handgranate. Was wird es für „Blood Magick Necromance“ für die Fans geben? Sind die Special Editions Deiner Meinung nach heute wichtig, damit die Leute auch wirklich einen Anreiz haben, das Album kaufen und es eben nicht einfach herunterzuladen?

Downloads machen viel kaputt. Die Musick throned über allem und hat absolute Priorität. Special Editions sind für Sammler, und das finde ich auch wichtig.


Für „Hexenwahn“ habt ihr einen Videoclip für „Der Geistertreiber“ gedreht. Welcher Song wird es vom neuen Album sein, der verfilmt wird? Wisst ihr schon Genaueres?

Wir haben ein düsteres, punkiges Art-Video zu „Impaled Upon The Tongue Of Sathan“ gemacht. Inspiriert von Viennese Actionists wie Hermann Nitsch und Gunter Brus. Der Zweitagesdreh war ein Ritt in die Hölle – eine Art Katharsis, 80 Liter Blut, Schüttungen... eine makabre Fleischorgie. Die Premiere ist in der ersten Jännerwoche auf einer amerikanischen Horror-Site, da bei Zensurformaten wie You Tube/MySpace der Clip kein langes Leben gehabt hätte.


Habt ihr schon darüber nachgedacht, mal eine Live-DVD zu veröffentlichen? Genug Touren und Festivalauftritte habt ihr ja auf alle Fälle absolviert. Was muss Deiner Meinung nach auf einer guten DVD enthalten sein, um aus der Masse herauszustehen?

Fukk die Herde. Wir sind eine der letzten Bands, die noch keine DVD am Start haben. Anfragen haben wir genug, das Problem ist eher die Zeit. Vielleicht schaffen wir’s ja 2011. Ich meine, ich gehe lieber auf Tour, anstatt mich durch massig Videos zu wühlen, wochenlang. Aber wenn wir das angehen, muss das was Spezielles werden; wir wollen immer, dass die Demons, die BELPHEGOR supporten und ihr hart verdientes Geld investieren, einen maximalen Gegenwert dafür bekommen. Das ist uns wichtig, genau diese Damen und Herren sind es, die es ermöglichen, dass unser Geschwader auf Maximum rotiert.


Wie sieht es mit den Tour- und Festivalplänen im Zuge von „Blood Magick Necromance“ aus? Ihr spielt ja zum Beispiel das Party.San 2011… Was steht neben der nun angekündigten Tour mit GORGOROTH noch an?

Wir spielen ständig und bereisen die Welt – BELPHEGOR sind eine Kampftruppe, für den Live-Einsatz geschaffen. Im Feb/März trümmern wir North America mit DEICIDE und im April/May mit SEPULTURA. Dann Sommer Open Airs etc. und September, denk ich, eine lange Südamerika-Tour, um danach hoffentlich wieder Europa in die Mangel zu nehmen.


Bonus-Frage: Was wäre, wenn man die Musik von BELPHEGOR verfilmen würde? Welcher bestimmte Film oder welches Genre könnte das sein? Wer müsste Regie führen?

Starke Frage, Alex; natürlich „The Texas Chainsaw Massacre“.


------- Leserfragen -------


– Colin K. aus Leer:

Wie schafft ihr das zur Hölle, in so kurzen Zeitabständen immer eine geile Platte nach der nächsten zu veröffentlichen?

Die Truppe, das Instrument, die Musick steht an erster Stelle. Das Feuer brennt, die Motivation, der Wille, brachiale Musick zu erschaffen, ist noch immer eine Leidenschaft, die mittlerweile in Besessenheit ausgeartet ist.


– Micha B. aus Wien:

Ihr gehört zu den Bands im Extrem-Metal-Bereich, deren Line-Up sich von Album zu Album, ja fast schon von Tour zu Tour ändert. Macht das für dich mittlerweile den gewissen Reiz BELPHEGORs aus? Woran scheitert es meistens, dass sich neues Personal rasch wieder verzieht?

Der Core ist solide und bereit, alles wegzushreddern, was sich in den Weg stellt, egal, wo wir einmarschieren. BELPHEGOR besteht aus zwei Leuten, für Touren rekrutieren wir Session-Musick-er, um intensive Shows zu garantieren. Das wird sich auch nicht ändern; es ist perfeckt so, wie es ist.


„Possessed Burning Eyes“ zitiert einige Lieder aus dem Album „Blutsabbath“. Wie kam die Idee zu dieser textlichen Verbeugung und wie stehst Du „Blutsabbath“ mehr als 13 Jahre nach dessen Veröffentlichung gegenüber?

Yeah, ein Medley in Sachen Verse, harrrr, gewidmet ist das Liedgut Mr. Sigurd, dem wichtigsten Menschen an meiner Seite in Sachen BELPHEGOR.
„Blutsabbath“ war ein solides Album, das immerhin schon 1996 entstand/geschrieben/recordet wurde. Beim Recording, Mix, Mastering ging einiges schief, auch haben wir uns musikalisch etwas übernommen, waren einfach noch nicht ganz so weit – speziell das Drumming ist zum Scheißen, harrr.


– Anna E. aus Schweinfurt:

Worin siehst Du die Schwierigkeit und die Herausforderung, den Mix aus Black und Death Metal ständig weiterzuentwickeln, ohne auf Dauer vorhersehbar zu wirken?

Anna, ich denke wir haben den nächsten Level erreicht. „Blood Magick Necromance“ ist die Antwort.


– Frank K. aus Hamburg:

Mit welchem Produzenten, den ihr bislang noch nicht rekrutieren konntet, würdest Du gerne mal zusammenarbeiten, und warum?

Mal sehen, was die Zukunft bringt; im Moment bin ich mehr als überzeugt von der organischen Soundwall, die uns Peter Tägtgren geschmiedet hat. Scott Burns ist natürlich ein Name oder Colin Richardson...


– Carla F. aus Herne:

Hat eure Plattenfirma euch mal nicht gestattet, ein Albumcover zu verwenden? Habt ihr als Band völlige künstlerische Freiheit?

Auf „Blood Magick Necromance“ konnten wir die zwei Verse von „Discipline Through Punishment“ nicht ins Booklet nehmen, fukk. Da ich bei diesen beiden Parts sehr auf die Aussprache geachtet habe, kann man aber gut hören, dass es extrem zur Sache geht. In diesem Track hörst du Marquis-de-Sade-Ergüsse; Poesie gemischt mit tobender Ketzerei.


– Simon C. aus Weimar:

In der Vergangenheit gab es ja einige Male Ärger mit der Kirche bzw. mit den Obrigkeiten, auch bezüglich von Auftritten – ist dieses Thema nun erledigt oder müsst ihr euch immer mal wieder mit engstirnigen Instanzen herumärgern?

Dieses Thema hört wohl nie auf. Speziell in Deutschland haben/hatten wir da eine Menge Theater mit gewissen Institutionen. Wir sehen uns aber „nicht“ in der Opferrolle und starten ein Drama, wie schlimm die nicht alle sind. Im Gegenteil – ‚Fukk you, kiss ma ass’ ist die Attitude/Message an diese Moralisten. Noch mal, fukk Zensur-Nazis, die Freiheit der Sprache muss gewährleistet bleiben.


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Vielen Dank für das Interview und für Deine Zeit, Helmuth! Möchtest Du abschließend noch etwas an unsere Leser loswerden?

Heftigen Gruß an die Metalnews-Leserschaft. Pre-ordert das neue Album „Blood Magick Necromance“, in Europa ab 14. Jänner erhältlich.
Betretet die Hölle – An Honor, This Horror.


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 23.12.2010 | 10:22 Uhr

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