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Interviewpartner: Henjo Richter

Erst kürzlich konnten die Hanseaten GAMMA RAY mit ihrem, provokant mit "Land Of The Free II" betitelten, neuen Album überzeugen. Wir trafen Gitarrist Henjo Richter im Dezember beim Konzert in Kaufbeuren, wo uns der sympatische Hamburger alles über die Tour mit HELLOWEEN und den Label-Wechsel erzählte und obendrein gleich noch erklärte, warum bezüglich des Titels sowieso alles ganz anders ist.




Gleich die erste Frage: Wie ist die Tour denn bisher gelaufen?

Die Tour ist bisher eigentlich sehr gut gelaufen. Wir sind jetzt etwa vier Wochen unterwegs und bisher war eigentlich jeder Laden voll und überall war gute Stimmung – sicherlich mal mehr oder weniger, aber insgesamt ist die Tour sehr gut gelaufen.

Wo habt Ihr angefangen?

Angefangen haben wir in Budapest in Ungarn, hatten vorher allerdings noch mal eine Vorproduktion in Wezla bei der PA-Firma, wo Alles einmal aufgebaut und gecheckt wurde damit auch Alles funktioniert, weil es ja doch eine ganze Menge Teile sind, die wir so mit haben. Das war also die Vorproduktion und dann am 16. [November, Anmk. D. Verf.] sind wir dann in Budapest aufgetreten.

Und das neue Material kommt gut an?

Unterschiedlich. Eigentlich durchweg gut, aber man merkt schon, dass es sich wie immer bei neuem Material verhält: Gerade am Anfang, als die CD noch nicht überall veröffentlicht war, gab es Leute, die sie wirklich noch nicht kannten. Viele hatten vielleicht das Video zu „Into The Storm“, den wir ja auch spielen, schon bei YouTube gesehen und kannten es daher. Aber ansonsten kommt das neue Material eigentlich wunderbar an. Gerade in letzter Zeit, wo wir wissen, dass die Leute die Scheibe auch schon haben, fällt das nicht mehr auf. Etwa ab Bremen wurde es richtig deutlich, dass das neue Material bei den Leuten ankommt.

Dann stelle ich die wohl wichtigste Frage gleich am Anfang: Es schlägt ja wirklich ein, dass „Land Of The Free II“ gerade jetzt erscheint. Wieso nicht 1997 oder zumindest kurze Zeit nach Erscheinen des ersten Teils?

Da muss ich jetzt ein wenig ausholen. Eigentlich liegt es, oder lag es daran, dass wir „Majestic“ zu einer Zeit gemacht haben, in der wir beispielsweise unser altes Studio verlassen mussten und alle so unsere Problemchen hatten. Dementsprechend ist dieses Album ja auch nicht so fröhlich ausgefallen, wie man es von GAMMA RAY kennt, sondern ein bisschen ernster und düsterer. Das fiel dann ja auch auf und es gab einige Pressestimmen und auch Fans, die das bemerkten. Wir sind dann eben in ein neues Studio umgezogen, mit Tageslicht, das alte befand sich im Bunker. Es war fast ein bisschen schade, denn das Alte war sehr gemütlich, wir haben allerdings sehr schöne, helle neue Räume gefunden, was auch einen kleinen Neuanfang für uns bedeutet. Für die neue Scheibe brauchten wir also einen roten Faden. Wir wollten kein Konzeptalbum machen, aber wir waren uns einig, dass die neue CD wieder GAMMA RAY-typischer werden sollte. Deswegen meinte Kai, dass wir „Land Of The Free“ zwar nicht als „Marschrichtung“, aber doch als Orientierungspunkt nehmen sollten, weil das ja ein für uns sehr typisches und auch nach wie vor sehr starkes Album ist.



„Land Of The Free“ war also der Fixpunkt, um wieder zu GAMMA RAY zurück zu kehren, nachdem ihr Euch mit „Majestic“ den Stress weg gespielt hattet?

Ja, so kann man das sagen. Die CD sollte auch eigentlich gar nicht „Land Of The Free II“ heißen, das war zuerst nur der Arbeitstitel. Dass es letztendlich doch so gekommen ist hat verschiedene Gründe, u. a. dass Kai es mal auf einer Pressekonferenz in den Raum geworfen hat, das war 2005 in Wacken. Oder war es 2006? Nee, 2005… Damit war das schon publik, die Leute haben darüber geschrieben und wir haben dann auch auf unserer Homepage ein Fan-Voting gemacht und die Leute fanden das zumindest zu zwei Dritteln alle ganz gut. Wir dachten da zwar immer noch, dass wir noch einen anderen Titel finden würden, aber irgendwann haben wir uns dann damit arrangiert, da ja auch die Grundstimmung vorhanden ist. Es gibt ein paar Parallelen zu „Land Of The Free“, aber letztendlich ist der zweite Teil doch ein ganz eigenständiges Album geworden.

Knüpft ihr dann auch textlich an den ersten Teil an? „Land Of The Free“ war ja fast ein Konzeptalbum…

Joa, das sagt man immer so… Ich bin zu diesem Zeitpunkt ja erst in die Band eingestiegen, habe das Album also gar nicht mitgespielt. Deswegen weiß ich nicht genau, wie das entstanden ist. Es ist weniger so, dass wir direkt an irgendeine Geschichte anschließen, sondern viel mehr an das Gros.

Die „Message“ also?

Ja genau, das kann man sagen.

Gerade beim Song „Insurrection“ kommt es mir so vor, als sei er an „Rebellion In Dreamland“, den Opener des ersten Teils, angelehnt.

Das ist vollkommen richtig. Es gibt –logisch- ein paar versteckte und auch augenscheinliche Zitate, aber doch recht wenige.

Ich habe insgesamt das Gefühl, dass die Platte deutlich erdiger, rockiger ist als „Land Of The Free“.

Ja. Es gibt zwar auch Stellen, die etwas pompöser angelegt sind, aber im Prinzip hast Du Recht.

Gerade wenn man den Opener „Into the Storm“ habe ich das Gefühl, dass er sehr auf den Punkt gespielt ist. Er ist nur drei Minuten und 15 Sekunden oder so lang und bietet „No Bullshit“.

Ja, klar. Das ist „GAMMA RAY rockt“.

Ihr habt ja auch gerade das Label gewechselt. Wann war das? Im September?

Das ist jetzt gerade erst passiert. Es hat sich aus verschiedenen Gründen so ergeben: Wir waren ja bei Century und waren damit zum Schluss nicht mehr zufrieden, auch was die letzte Veröffentlichung, also „Majestic“ anging. Die Platte wurde schlecht promoted, uns passierte da zu wenig. Das lag unter Anderem daran, dass es ja einen Berlin-Ableger gab. Das Büro in Berlin war auch unsere ehemalige Plattenfirma, also das, was mal mit Noise losging. Da sind dann die Leute zum Teil gegangen und auch „gegangen worden“, dann kamen Neue und es war einfach keine gute Kommunikation mehr da. Zum Jahreswechsel letzten Jahres wurde das Büro dann komplett aufgelöst und dann fand halt gar nichts mehr statt. Irgendwann hatten wir dann überhaupt keinen Kontakt mehr und auch keine richtigen Ansprechpartner und dachten uns, wenn es mit dem nächsten Album genauso läuft, dann können wir das vergessen. Wir hatten eigentlich die Auflage, noch eine Scheibe bei Century zu machen, aber nachdem die ja von Universal aufgekauft wurden, haben sie uns freigegeben. Das lief auch ohne größere Probleme. Ich weiß nicht, ob SPV eine Ablöse zahlen musste, aber zumindest hat uns das die Möglichkeit gegeben, „Land Of The Free II“ bei einer anderen Plattenfirma raus zu bringen.

Meinst Du, dass die Platte anders ausgefallen wäre, wenn Ihr noch bei Century gewesen wärt?

Nö, das sicher nicht…



Ich habe auf Eurer Website gelesen, dass mit dem Labelwechsel auch die MySpace-Seite dazu kam. Das hat mich um ehrlich zu sein ein bisschen gewundert, da ich eigentlich dachte, dass eine etablierte Band wie GAMMA RAY schon lange eine MySpace-Seite hat, um sich dort zu promoten. Zumal das Internet ja heutzutage eine wichtige Plattform für Bands und Musiker ist. Habt Ihr das bisher nicht für nötig gehalten?

Na ja, es muss ja auch jemand machen. Ich meine sogar, dass wir eine hatten, auch ziemlich zu Anfang, aber die war wohl nicht so richtig groß und fett aufgemacht. Für mich ist das auch relativ neu, ich bin nicht so ein Vielsurfer. Letztendlich muss es einfach jemand machen und wir hatten so viel Anderes zu tun, dass wir das nicht in die Wege geleitet haben.

Das haben dann also jetzt die Label-Leute für Euch gemacht?

Ja, genau. Ich meine sogar, dass die Seite vom amerikanischen SPV-Ableger ins Netz gestellt wird. Auf jeden Fall vom neuen Label.

Internet und Musik ist ja sowieso so eine Sache, schon wegen der illegalen Downloads. Wie geht Ihr damit um, dass Eure CD wahrscheinlich bereits einen Monat vor Release im Internet stand?

Das stört einen natürlich immer, klar. Aber letztendlich hat ja noch niemand einen Weg gefunden, um das zu umgehen. Wenn Du in die Zeitung rein willst und Deine CD auch besprochen haben willst, dann musst Du eben vorher was rausgeben. Wir haben das auch mal so gemacht, dass wir Störgeräusche oder so was drauf hatten, aber das mag dann auch kein Redakteur wirklich hören, weshalb sich das dann auch eher negativ auf die Bewertung auswirkt. Wir hatten dann auch schon den Fall, dass jemand sagte, er wolle die CD so nicht beurteilen. Und wenn man die Songs nur anspielt kann die Platte auch nicht besprochen werden, also muss man’s machen. Auch wenn gerade diese Leute ja wissen sollten, dass das für die Band scheiße ist. Irgendwo gerät sie dann halt mal ins Netz, da kann man sich nicht gegen wehren. Da muss der Fan dann selber entscheiden, ob er das vorher schon hören will. Ich hätte immer gewartet. Das ist genau wie mit Filmen: Ich kann nicht verstehen, wieso man sich Filme aus dem Netz holt, die irgendwo in Amerika im Kino von der Leinwand abgefilmt wurden, also auch noch relativ schlechte Qualität haben, nur um einen Film vorher zu sehen. Da würde ich auch immer warten, bis ich den vollen Genuss hab und ins Kino gehen. Genauso ist es mit einer CD, das muss Jeder für sich entscheiden.

Habt Ihr als Band das Gefühl, dass sich das auf Euren Verdienst auswirkt?

Bestimmt. Aber das geht ja schon über Jahre so, seitdem CDs gebrannt werden können. Früher haben wir das halt auf Kassetten aufgenommen, da war die Qualität dann auch nicht so toll, man hat das also nur gemacht, wenn man sich irgendwas sowieso nicht gekauft hätte. Klar, seit der „Consumer“ das zuhause brennen kann hat die ganze Branche natürlich sehr darunter gelitten und am Ende natürlich auch wir. Dessen sollte sich der Fan auch bewusst sein, denn das merken wir schon deutlich. Die goldenen Jahre sind vorbei [lacht]. Da muss man schon so groß ein, dass man weltweit zig Millionen verkauft, dass einen das nicht mehr interessiert.

Gut, zurück zu was Aktuellerem: Die Tour mit HELLOWEEN. Das ist Eure erste gemeinsame Tour, oder?

Ja, klar.

Das wundert einen, es passt doch so gut zusammen… Wie ist das zustande gekommen?

Ich finde auch, dass das absolut gut zusammen passt. Die Idee ist auch sicher nicht so neu. Zustande gekommen ist das über eine Session, die wir mal zusammen gemacht haben. Wir haben das Gods Of Metal zusammen gespielt, beide Bands waren im gleichen Hotel und man hat sich auch gut verstanden und abends bei einem Bierchen zusammen gesessen. Ich würde sagen, die alten Geschichten sind vorbei. Diese Querelen sind ja auch dadurch angeleiert worden, dass Kai damals HELLOWEEN verlassen hat und dann war erstmal Keiner gut auf den Anderen zu sprechen, es wurde schmutzige Wäsche gewaschen und man hat eigentlich keinen Kontakt gehabt. Das hat sich dadurch ein bisschen entspannt, dass ich bei GAMMA RAY eingestiegen bin, weil ich vorher eigentlich mit HELLOWEEN zusammen hing. Ich war Weiks bester Freund, war bei den Produktionen dabei und wir hingen jeden Abend zusammen und dann kam ich ins „Feindlager“ [lacht]. Das war natürlich erstmal komisch und ich saß total zwischen den Stühlen, aber ich konnte eben auch ein bisschen vermitteln, da ich sowohl mit den Einen als auch mit den Anderen zu tun hatte. Das war der Anfang der Annäherung. In der Tschechei kam dann das Masters Of Rock-Festval, wo wir direkt hintereinander gespielt haben und auch eine Session zusammen gemacht haben. Das war im Vorfeld aus einer Laune heraus geplant, mal zwei HELLOWEEN-Sachen zusammen zu spielen, denn auch der Promoter fand das klasse. Das lief auch einfach geil, es hat tierisch Spaß gemacht und war auch ein bisschen chaotisch, aber wir können die Songs ja spielen, sie sind ja auch in unserem Set drin. Dirk und Weik haben sich dann nach der Show noch ewig hingesetzt und geredet, das war dann eigentlich der Start und der Rest ist Geschichte. Klar, dann kam das Management mit dem ganzen Vertragskram bis jeder so zufrieden war, dass er sagte „Ok, machen wir.“ Es war schon irgendwo klar, dass HELLOWEEN dann der „große Käse“ ist und wir der Kleinere, aber wir wollten es so, dass wir auch gut aussehen. Das haben wir ja auch geschafft, wir haben eine große Bühne und können und prima darstellen. Es klappt auch wirklich wunderbar, wir sind eine große Familie, haben eine tolle Crew, es macht total Spaß, wenn wir nicht immer alle krank werden würden [lacht] kann man nur „herrlich“ dazu sagen.



Ich will mir ja eigentlich die Überraschung nicht kaputt machen, aber steht auf dem Programm auch ein gemeinsamer Auftritt mit HELLOWEEN?

Was wir jetzt auf der Tour machen? Das ist doch allgemein bekannt, weil wir das ja eigentlich jeden Abend machen. Es ist wie beim Masters Of Rock, dass wir eben vor HELLOWEEN auftreten und dann ganz am Ende, nach der HELLOWEEN-Show, als letzten Zugabenteil dann noch mal zwei Songs alle gemeinsam spielen. Das heißt bis auf Daniel, weil es technisch nicht möglich ist, auf die Schnelle noch ein zweites Schlagzeug auf die Bühne zu stellen und der würde sich als Schlagzeuger ja auch einigermaßen präsentieren wollen. Da ergeben sich dann von Abend zu Abend immer neue Performance-Geschichten…

Und wie sieht es Festival-mäßig aus? Ist Wacken nächstes Jahr drin?

Das weiß ich jetzt noch nicht. Es ist auf jeden Fall geplant, dass dieses Package auch auf diverse Festivals geht. Ob das jetzt Wacken wird, da weiß ich noch nichts drüber, aber das kann schon gut sein, das wäre ja jetzt mal wieder an der Reihe. Man spielt da ja in gewissen Abständen und nachdem beide Bands im letzten Jahr nicht dort waren, wäre das durchaus denkbar.

Jetzt wollte ich noch einen etwas heikleren Punkt ansprechen: Ich habe mir im Internet diverse Kritiken durchgelesen und auch selbst eine –durchweg positive- geschrieben. Wenn eine Band nun, wie es auch HELLOWEEN mit „Keeper III“ gemacht haben, an ein Album, das als „Meilenstein“ bezeichnet wird, anknüpft, gerät sie aber schnell in den Verdacht, das nur wegen des Geldes zu tun. Wie geht ihr damit um?

Wie ich ja am Anfang bereits gesagt habe, war das nur der Arbeitstitel. Wir waren uns am Ende natürlich bewusst, dass das ein bisschen blöd aussieht, gerade weil auch HELLOWEEN das gemacht haben. Aber letztendlich hat das mit Geld überhaupt nichts zu tun, man bekommt ja nicht mehr oder weniger Geld dafür, dass man einen bestimmten Titel verwendet. Dadurch stellt man natürlich Erwartungen auf und man würde sich keinen Gefallen damit tun, wenn man so verfährt und sich nicht sicher ist, dass es auch gut geht. Filme sind hier das beste Beispiel: Du guckst Dir den „Weißen Hai I“ an und wenn Du den dritten Teil siehst, stellst Du fest, dass das totaler Scheiß ist und mit dem Ersten auch nichts zu tun hat. Da sollte man dann lieber irgendeinen Namen nehmen, da es sonst nach hinten losgeht. Ich würde auch nicht sagen, dass das groß hilft, es ist mehr ein Risiko als eine Hilfe.

Vielen Dank für Deine Zeit!

Ja, kein Problem.

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 14.01.2008 | 14:57 Uhr

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