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Interviewpartner: Herman Li

Spätestens mit der Veröffentlichung ihres dritten Albums „Inhuman Rampage“ haben die britischen Power Metaller DRAGONFORCE den internationalen Durchbruch geschafft – bei keiner anderen Band gibt es derart aberwitzige Gitarrenduelle bei atemberaubendem Tempo und auch ansonsten scheinen die Briten nichts als den Superlativ zu kennen. Mit dem passend betitelten „Maximum Overload“ präsentieren die Londoner ihr zweites Album mit ihrem neuen Sänger Marc Hudson, der ZP Theart vor vier Jahren ablöste. Aus gegebenem Anlass schlossen wir uns mit Gitarrist Herman Li kurz, der uns alles über das neue Album und das Leben als alternder Rockstar erzählte.






Hallo Herman und vielen Dank für dieses Interview! Es ist etwa zweieinhalb Jahre her, dass Euer letztes Album erschienen ist. Was habt Ihr seither getrieben?

Natürlich haben wir einen ganzen Haufen Konzerte gespielt. Wir haben dieses Mal öfter in Deutschland gespielt, als jemals zuvor. Die Tour, die wir für „The Power Within“ in Deutschland absolviert haben, hat uns die besten Reaktionen der Fans überhaupt beschert. Das hat uns sehr überrascht, aber es war natürlich auch total cool! Anschließend haben wir das neue Album aufgenommen und nun hoffen wir, dass es wieder so gut läuft…

Mit „Maximum Overload“ wird Euer nächstes Album in Kürze erscheinen – wie würdest Du die Platte beschreiben?

Ich würde sagen, dass wir auf diesem Album all das miteinander kombiniert haben, was uns am Metal am besten gefällt. Es ist aber auch ein bisschen schwierig zu beschreiben. Vom Stil her agieren wir auf dieser Platte sicherlich vielfältiger, als wir es bisher getan haben.


Ja, Ihr habt die bekannte DRAGONFORCE-Formel etwas verändert – die Songs fallen oftmals langsamer und härter aus. Wie kam das?

Ich denke, dabei handelt es sich um die natürliche Weiterentwicklung unseres Songwritings. Manche Songs sind jetzt schneller und heavier und andere langsamer, aber dennoch härter – das finde ich auch ein bisschen schräg, denn ich dachte immer, dass mehr Schnelligkeit auch mehr Härte bedeutet. Aber anscheinend geht das auch andersherum. Wir wollten zeigen, dass wir noch mehr drauf haben, als wir bereits auf den vorangegangenen Alben gemacht haben.


Matt Heafy von TRIVIUM taucht auf „Maximum Overload“ als Gastmusiker auf. Wie hat sich das ergeben?

Ja, das stimmt! Er ist in „The Game“, „No More“ und in „Defenders“ zu hören. Letztendlich war diese Zusammenarbeit ein glücklicher Zufall. Wir hatten gar nicht über irgendwelche Gastmusiker nachgedacht, aber als wir während der Aufnahmen in das Album reingehört haben, hatten wir den Eindruck, dass da noch irgendetwas fehlte. Matt ist ein guter Freund von uns, also haben wir ihn gefragt. Er hat dann bei sich etwas aufgenommen und uns zugesendet und wir waren echt beeindruckt. Ich konnte nicht aufhören zu lachen, das war schon sehr cool [lacht].


Wie funktioniert das Songwriting bei DRAGONFORCE?

Wir verändern diesen Prozess jedes Mal ein bisschen – natürlich nicht vollkommen, aber zumindest die Art, wie wir das Songwriting strukturieren. Diesmal hat unser Bassist Fred [Leclercq, Anm. d. Red.] einen Großteil übernommen. Er war zu diesem Zeitpunkt gerade in Frankreich und kam dann später nach London, wo wir gemeinsam an den Ideen gebastelt haben. Das war sehr spannend, denn bis zum letzten Album war Fred nie wirklich an diesem Prozess beteiligt. Es war sehr gut, seinen Input zu bekommen und so ist jedes Bandmitglied beteiligt.






Wie liefen die Aufnahmen zu „Maximum Overload“ ab?

Wir haben dieses Mal erstmals mit einem Produzenden gearbeitet - in der Vergangenheit haben wir den Teil immer selbst übernommen. Wir haben uns dafür Jens Bogren aus Schweden geholt. Er ist für seine Arbeit mit AMON AMARTH oder DEVIN TOWNSEND PROJECT bekannt. Das ist nicht unbedingt unser Musikstil, aber dieser frische Wind war sicher nicht verkehrt. Die Aufnahmen haben also in Schweden und England stattgefunden und teilweise sogar in Los Angeles. Ich habe zwei Soli auf dem Album, das von „The Game“ und das von „City Of Gold“, auf der Yacht von Zoltan Bathory von FIVE FINGER DEATH PUNCH aufgenommen. Wir waren mit dem Boot unterwegs und ich habe die Soli während der Fahrt eingespielt. Das war ziemlich witzig – ich kam mir vor wie ein alternder Rockstar [lacht].


Musstest Du also dein Spiel an den Seegang anpassen?

Ja, ich durfte zum Beispiel dabei nicht aufstehen. Normalerweise laufe ich beim Spielen immer ein bisschen durch die Gegend, aber das war diesmal natürlich nicht möglich [lacht]. Aber es hat natürlich auch eine andere Atmosphäre als bei gewöhnlichen Aufnahmen geschaffen und das hat sehr viel Spaß gemacht.


Wie war es, das erste Mal mit einem externen Produzenten zu arbeiten?

Wir haben dabei eine ganze Menge gelernt. Und um ehrlich zu sein waren dies die einfachsten Aufnahmen, die wir je gemacht haben – die Anwesenheit von Jens hat dabei sehr geholfen. Zudem hat Marc [Hudson, Vocals, Anm. d. Red.] seit „The Power Within“ sehr viel Erfahrung gesammelt und ich finde, er klingt auf „Maximum Overload“ schlicht großartig. Er hat diesmal sogar einen Teil der Aufnahmen im Alleingang durchgezogen.


„Maximum Overload“ ist Euer zweites Album mit Marc. Wie ist er seit der letzten Platte in die Band hineingewachsen?

Ich versuche mal, das so zu erklären: „The Power Within“, war die schwierigste Platte, die wir je gemacht haben. Da „Maximum Overload“ das einfachste Album ist, das DRAGONFORCE je aufgenommen haben, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, wie sehr Marc sich seither in die Band eingefügt hat. Er hat wirklich sehr schnell sehr viel gelernt und ist mit der Band zusammengewachsen. Zudem kommen wir auch menschlich sehr gut mit ihm aus – das macht die Zusammenarbeit natürlich sehr einfach. Vor der Tour haben wir sehr viel zusammen geprobt, das hat den Zusammenhalt natürlich auch noch gestärkt.


Was verbirgt sich hinter dem Titel „Maximum Overload“?

Der Titel ist zweideutig. Einerseits finde ich, dass „Maximum Overload“ ein typischer DRAGONFORCE-Titel ist. Das, was wir machen, haut Euch um und es besteht die Gefahr, dass Eure Gehirne dabei überladen werden könnten. Solche Albentitel haben bei uns Tradition, schließlich hießen unsere Platten u.a. „Ultra Beatdown“ und „Inhuman Rampage“. Gleichzeitig steckt ein Aspekt des Titels aber auch im Artwork: All die Informationen, die wir heute über das Fernsehen, das Internet und unsere Smartphones erhalten, können schon recht schnell den „Maximum Overload“ verursachen. Die Menschen haben Schwierigkeiten, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.


Erlebst Du das auch selbst?

Ja, auf jeden Fall. Ich meine, ich bekomme sogar in diesem Moment Emails auf mein Telefon – das ist vollkommen irrsinnig [lacht]!


Dreht sich der Song „Symphony Of The Night“ eigentlich um das Videospiel „Castlevania“?

Ja, natürlich! Der Text ist auf jeden Fall von „Castlevania“ inspiriert, aber auch die Musik geht in die japanische Richtung. Mich erinnert der Song ein bisschen an X-JAPAN.


Spielt Ihr in der Band viele Old School-Videospiele?

Die alten Spiele gefallen uns allen jedenfalls besser. Fred ist ein ziemlicher „Castlevania“-Fan, weshalb er auch den Song „Symphony Of The Night“ geschrieben hat. Aber da hört es nicht auf: Der Song „Extraction Zone“ hat auf dem Album einen anderen Text, aber als wir das Demo geschrieben haben, ging es darin noch um den Film „King Of Kong“. Das ist eine Dokumentation über professionelle Videospieler mit Fokus auf das Spiel „Donkey Kong“. Das haben wir auf dem Album zwar gestrichen, aber die Musik erinnert immer noch stark an die aus Computerspielen – in der Mitte sind da ja auch diese 8-Bit-Effekte drin.






So etwas wie die unverzerrten Gitarren in „The Sun Is Dead“ gab es bei Euch früher noch nicht, richtig?

Naja, wir haben so etwas Ähnliches schon mal auf dem zweiten Album in „Prepare For War“ gemacht, aber die Leute kennen uns eher als Shredder, weshalb das wohl unerwartet kommt [lacht]. Aber der Song macht richtig Spaß – mal sehen, ob wir das auch live umsetzen werden.


Mit „Ring Of Fire“ habt Ihr ein JOHNNY CASH-Cover aufgenommen. Wie habt Ihr Euch für diesen Song entschieden?

Wir dachten, nachdem wir noch nie ein Cover aufgenommen haben, dass es für DRAGONFORCE originell wäre, mal eine Coverversion aufzunehmen. Generell ist so etwas natürlich nichts neues, aber wir haben das eben noch nie gemacht. Wir haben dann nach einem Song gesucht, den wir gut für DRAGONFORCE umbauen könnten und den die Leute lieben würden, auch wenn ihnen das Original vielleicht gar nicht gefällt. Sam [Totman, Gitarre, Anm. d. Red] saß irgendwann vor dem Fernseher und hat dort „Ring Of Fire“ gehört. Er hatte dann eine Vision, daraus eine schnelle DRAGONFORCE-Nummer zu machen und so kam es dann auch.


Könntet Ihr Euch vorstellen, mal eine Live-DVD aufzunehmen?

Um ehrlich zu sein haben wir darüber schon oft gesprochen. Bisher waren die Umstände dafür nie wirklich gegeben, aber wir diskutieren das noch immer. Vielleicht bekommen wir ja auf der kommenden Tour die Möglichkeit. Ich mag Live-DVDs auch eigentlich recht gerne, aber ich muss zugeben, dass ich sie mir normalerweise nicht bis zum Ende ansehe [lacht]. Bei DRAGONFORCE besteht zudem das Problem, dass wir alle die ganze Zeit herumhampeln, weshalb der Kameramann wahrscheinlich gar nicht wüsste, wen er denn jetzt filmen soll.


Wie sieht es mit Euren anstehenden Tourplänen aus?

Im Moment sind bereits fünf Deutschland-Konzerte zusammen mit EPICA für den kommenden Januar bestätigt: Bochum, Hamburg, Leipzig, München und Köln.


Damit sind wir am Ende angekommen – möchtest Du gerne noch etwas hinzufügen?

Es hat ewig gedauert, aber das neue Album ist endlich fertig! Die letzte Platte kam in Deutschland wirklich gut an und wir hoffen, dass Euch „Maximum Overload“ genauso gut gefallen wird, damit wir endlich mehr Konzerte in Deutschland spielen können!


Vielen Dank!

M

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 14.08.2014 | 14:48 Uhr

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