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Interviewpartner: Jörgen Sandström

Dieser Tag stand von Anfang an schon unter keinem guten Stern. Mein Kollege und ich waren eigentlich vom Tourmanagement eingeplant, heute Interviews führen zu können. Doch davon wollte man dann später nichts mehr wissen. Trotzdem konnte ich mir (während Nine gerade alles in Grund und Boden trümmerten) Entombed-Basser Jörgen Sandström schnappen, um ihm ein paar Antworten zu entlocken.

Cannibalgod: Zuerst einmal zu „Inferno“, der neuen Platte. Ist es nicht ungewöhnlich für eine Band wie Entombed, eine Platte im Atlantis-Studio mit Per Gunnnerfeld als Produzenten einzuspielen, wo ja schließlich auch Gestalten wie Lenny Krawitz oder The Hives aufnehmen?

Jörgen: Da wir die letzten Scheibe mit Tomas Skogsberg 1997 aufnahmen, probieren wir immer etwas anderes aus. Letztendlich ist das Atlantis ein gutes Studio mit gutem Equipment, einer netten Atmosphäre und fähigen Leuten.

Cannibalgod: Hattet ihr keine Angst, einen Sound verpasst zu bekommen, der nicht zu Euch passt?

J: Nein, auf gar keinen Fall! Wir wissen ganz genau was wir wollen, hahaha!

Cannibalgod: Nach „Same Difference“, „Uprising“ und „Morning Star", wie siehst Du „Inferno“ in dieser Reihenfolge?

J: Ich denke, dass „Inferno“ die bisher dunkelste und ursprünglichste Platte ist, die wir bisher aufgenommen haben. Wir haben alles live eingespielt, deshalb ist die Produktion sehr natürlich und roh ausgefallen. Manche Parts klingen daher auch sehr doomig...

Cannibalgod: Ist im Songwriting-Prozess bei Euch jeder gleichberechtigt?

J: Im Proberaum arbeiten wir als Band zusammen. Jeder kommt mit neuen Ideen an, die wir dann zusammen ausarbeiten. Ich denke, dass es wichtig für die Band ist, gemeinsam zu arbeiten und dass es keinen „Banddiktator“ gibt... Die meisten Texte steuern aber Alex (Hellid, Git., Anm. d. Verf.) und ich bei.

Cannibalgod: Sind die Lyrics von „That`s When I Became A Satanist“oder “Flexing Muscles” eher ironisch gemeint?

J: Nun, ich probiere, nicht allzu viel über die Texte von anderen zu sagen, weil diejenigen, die sie geschrieben haben, sich besser dazu äußern können. But Alex and me write them in a satanical, horrible way (ach so, d. Verf.). Wie in einem Horrorfilm…

Cannibalgod: Prangert Ihr die gesellschaftlichen Missstände an?

J: Wenn, dann ist die Kritik eher versteckt. Ich finde, dass unsere Fans selber dass heraushören sollen, was sie meinen, was richtig ist und ihre Gefühlswelt wiederspiegelt...

Cannibalgod: Die nächste Frage hast Du wahrscheinlich schon öfters gehört, aber ich möchte sie dennoch aufgreifen : Wieso habt Ihr auf dem „Fuck The Commerce“ (einem Undergroundfestival aller erster Güteklasse) nicht gespielt, wo Ihr als Headliner gebucht wart, dafür aber auf dem WFF irgendwann am frühen Nachmittag?

J: Das war unsere eigene Entscheidung. Uns wurde halt ein Ultimatum gestellt, ob wir entweder auf dem Force oder auf Fuck The Commerce spielen wollen. Letztendlich haben wir uns fürs WFF entschieden, da wir dort schon öfters gezockt haben, die Atmosphäre cool ist und wir dachten, dort seien wohl die meisten Fans.

Cannibalgod: O.K., belassen wir es hierbei und kommen mal auf Threeman Records zu sprechen. Das Logo existiert ja schon seit „To Ride...“. Was hat es genau mit diesem Label auf sich?

J: Die Idee dahinter war, dass wir unsere Platten auf unserem eigenen Label vertreiben können, und nicht immer so einen Stress mit Lizenzrechten zu haben. So haben wir einfach mehr Kontrolle über das Artwork und solche Dinge. Letztendlich ist es für uns ja am besten, wenn wir alle Rechte an den Platten behalten können. Ausserdem können wir über Threeman auch mehr Vinyl vertreiben, was wir sehr gut finden.
Dieses Jahr haben wir dann angefangen, Threeman als Plattenfirma zu betreiben. Die neue Murder Squad und Project Hate sind zum Beispiel über dieses Label heraus gekommen. Und natürlich auch die Live-Aufnahmen und Demos von Project Hate. So langsam fangen wir auch an, andere Bands zu signen, die wir mögen. Es geht uns nicht ums Geld, sondern um uns und anderen zu ermöglichen, weitgehend unabhängig zu bleiben. Wir haben halt einfach gern selber die Fäden in der Hand.

Cannibalgod: Bleibt mit Project Hate und Krux für Dich noch genügend Zeit für Entombed?

J: Entombed ist ganz klar meine Hauptband. Das verstehen auch alle anderen. Im Moment bin ich mit Entombed auch voll und ganz ausgelastet, weshalb Project Hate und Krux erst mal zurück stecken müssen. Aber wenn die Tour mit Entombed zu Ende ist, werde ich schauen, auch mit den anderen Bands ein paar Gigs spielen zu können.

Cannibalgod: Geht einem das ganze Getoure nicht irgendwann auf den Keks?

J: Nein, ich liebe es, jeden Abend auf der Bühne zu stehen! Dafür lebe ich, Mann! Aber das Touren an sich ist schon ziemlich langweilig (lacht). Die meiste Zeit ist man nur damit beschäftigt, auf diesen oder jenen Scheiß zu warten. Das kotzt einen nach all den Jahren schon ziemlich an...Aber jede Show ist geil und irgendwie anders und das entschädigt einen schon für die Sachen, die nerven.

Cannibalgod: In ca. einer Woche tourt Ihr durch die USA. Was erwartet Ihr von dieser Zeit? Habt ihr viele Fans in Amerika?

J: Ich weiß auch nicht genau, wir waren seit 1997 nicht mehr dort, viele Platten verkaufen wir dort auf jeden Fall nicht, hahaha. Aber wir eröffnen für King Diamond und deshalb werden hoffentlich ein paar Leute dort auftauchen.

Cannibalgod: Und was ist mit Südamerika?

J: Wir würden wirklich sehr gern dort spielen, aber bisher ist immer irgend etwas dazwischen gekommen (der Putsch in Argentinien, zum Beispiel). Die Fans sind dort auf jeden Fall echte Maniacs.

Cannibalgod: Wo habt Ihr die größte Fanbasis?

J: Das hört sich zwar komisch an, aber die meisten haben wir in Skandinavien. Das ist ziemlich ungewöhnlich, weil die meisten schwedischen Bands eher Exportschlager sind, wenn man das so nennen darf. Aber wir ziehen am meisten Leute in Schweden, denke ich.

Cannibalgod: Ihr seid ja eine grandiose „Coverband“. Welche Covers spielt ihr live am häufigsten?

J: Ganz klar „Night Of The Vampire“ und „Scottish Hell“, unsere Lieblingsstücke.

Cannibalgod: Zum Abschluss noch etwas Politik. Was hältst Du von George Bush und seiner Irakpolitik?

J: Ich bin ehrlich und gebe zu, dass ich mich mit Politik nicht sonderlich auseinander setze. Aber die großen „Führer“ dieser Welt sind alles Arschlöcher. Das war schon immer so und wird wohl leider auch so bleiben. Ich glaube nicht, dass ich etwas dagegen tun kann.

Cannibalgod: Was denkst Du über die Grave-Reunion (Jörgen war Sänger bei Grave und heuerte zu „To Ride...“ Zeiten bei Entombed an, d. Verf.)?

J: Die haben sich ja nie richtig aufgelöst, sondern haben einfach keinen Drummer gefunden. Jetzt haben sie endlich einen und das freut mich sehr für die Jungs. Grave fucking rule!

Cannibalgod: Alles klar, vielen Dank für die Zeit, die Du dir genommen hast.

Cannibalgod

Autor: [] | 30.09.2003 | 23:23 Uhr

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