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Reviews von Shining [NOR]
CD Review: Shining [NOR] - International Blackjazz Society

Shining [NOR]
International Blackjazz Society


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Interviewpartner: Jørgen Munkeby

Metal und Free Jazz gehören zusammen. Finden zumindest die Norweger SHINING, die gerade ihr neues Album „International Blackjazz Society“ auf die Welt losgelassen haben. Vokalist, Gitarrist und Saxofonist Jørgen Munkeby stellt sich Fragen zum neuen Album, Besetzungswechseln, irrwitzigen Videodrehs und Fischrezepten. Außerdem haut er den Teufel übers Ohr. Viel Spaß!






Hallo da drüben, Grüße aus Deutschmark und willkommen zu diesem Interview. Ich hoffe, für euch läuft's soweit gut. Lass uns anfangen!

Hi! Ja, lass uns anfangen!


Glückwunsch zu eurem neuen Album!„International Blackjazz Society“ ist seit einer Weile draußen – wie sind bis dato die Rückmeldungen?

Danke! Das Album wurde bisher rundrum super aufgenommen; es ist schön, das zu sehen! Wenn man Musik macht die so noch nicht zu hören war, ist es eigentlich üblich nicht nur gute, sondern auch ein paar schlechte Kritiken zu haben. Aber dieses Album scheinen alle zu mögen!


Bitte beschreibe den Songwriting-Prozess für das neue Album. Wann habt ihr angefangen, was hat am meisten Aufmerksamkeit beansprucht? Wie arbeitet die Band SHINING?

Diesmal waren wir so viel auf Tour, dass wir währenddessen und zwischen kürzeren Touren schreiben und aufnehmen mussten. Der ganze Vorgang hat sich also etwas mehr gezogen als üblich. Das Gute daran war aber, dass wir zwei, drei Songs fertigmachen und dann auf Tour gehen konnten, um etwas Abstand zur neuen Musik zu gewinnen, und anschließend wieder ins Studio zurück um mehr Musik zu machen. Auf diese Weise kannst du dafür sorgen, dass alle Songs, die du für ein Album schreibst, gut zusammenpassen, und es macht es auch wahrscheinlicher, dass du bessere Songs schreibst.




Blackjazz ist das was man googelt, wenn man die norwegischen SHINING finden will – in dieser Hinsicht ist es sozusagen euer „eigentlicher“ Bandname. Das ist aber sicher nicht alles, was dahintersteht, oder? Was ist eigentlich Blackjazz?

Ich glaube, da hast du vollkommen Recht! „Blackjazz“ ist ein viel klarerer und stärkerer Markenname und Wahrzeichen als „Shining“, da „Shining“ nicht nur ein verbreitetes Wort ist, sondern auch von mehreren Bands und einem riesigen, bekannten Film von Stanley Kubrick basierend auf einem Buch von Stephen King verwendet wird, alle unter dem gleichen Namen. Als wir also auf den Begriff „Blackjazz“ kamen fühlte es sich passend an, ihn auch für die Abgrenzung unserer Band zu verwenden.
Aber ganz am Anfang ging es vor allem darum, einen cool klingenden Albumtitel zu haben, der auch unsere Musik beschreiben kann. Als wir an unserem Album gearbeitet haben, das letztlich 2010 herauskam, war uns klar, dass wir Metal und Jazz verbinden wollten, um genauer zu sein Free Jazz und harten, dunklen Metal. Also nahmen wir einen Teil von ORNETTE COLEMANs Album „Free Jazz“, das 1961 herauskam, und den anderen Teil von VENOMs Album „Black Metal“, das 1982 herauskam, und kombinierten sie zu dem Titel „Blackjazz“. Wir fanden, dass das ein sehr cooler Albumtitel war und unsere Musik gut beschrieb, also haben wir's einfach gemacht. Erst später ist uns aufgefallen, wie gut das Wort und der Begriff von Fans, Musikern und Journalisten gleichermaßen angenommen wurde, von uns selbst ganz zu schweigen, was uns darauf brachte, ihn mehr zu benutzen. Und wie du schon sagst, mittlerweile ist er wahrscheinlich wichtiger für uns als unser Bandname SHINING.


Vor einiger Zeit habt ihr ein Konzert auf dem malerischen Trolltunga-Felsvorspruch gespielt, wobei ein beeindruckendes Musikvideo herausgekommen ist. Wessen Idee war das? Wer hat den Helikopter geflogen? Wird es das restliche Material eines Tages zu sehen geben? Habt ihr euch mit irgendwelchen Geologie-Experten zusammengetan, ehe ihr mehrere Tonnen Ausrüstung und eine Horde Metalfans auf eine Felszunge über einem Abgrund von 700 Metern geladen habt? Oder habt ihr einfach darauf vertraut, dass euch die norwegische Natur schon nicht im Stich lässt?

Ja, das war ein ziemlicher Aufklapp und es ist ein ziemlich heftiges Video geworden! Die Idee kam übrigens ursprünglich von einem Typen aus der Gegend, der uns vermutlich von seiner früheren Arbeit als Festivalproduzent kannte. Er nahm mit uns Kontakt auf und wollte wissen ob wir daran interessiert wären, das erste Konzert überhaupt auf der Spitze des Trolltunga-Kliffs zu spielen, und das waren wir definitiv! Problematisch war bloß, dass es nicht nur spektakulär war – es war auch krass teuer, extrem gefährlich und würde einen irrsinnigen Planungsaufwand erfordern, es durchzuziehen. Aber wir haben uns entschlossen es trotzdem zu machen, vor allem weil wir hofften, dass wir es filmen und aufnehmen könnten, damit Leute auf der ganzen Welt es sehen können, nicht nur die 300 Leute die den fünfstündigen Aufstieg und den vierstündigen Abstieg auf sich genommen haben, um zum Konzert zu kommen.
Leider hat keiner aus der Band einen Hubschrauber oder weiß auch nur wie man mit einem umgeht, darum mussten wir Helikopter und Piloten von einer Heli-Firma anheuern. Die waren unerlässlich, weil Trolltunga sich am Gipfel und mitten in den verschneiten norwegischen Bergen befindet und es ohne Helikopter schlicht unmöglich ist, das ganze Zeug da raufzukriegen. Es sollte eine komplette Show sein, also mussten wir das PA-System dort hochfliegen, genau wie Instrumente, Backline und Verstärker, Kabelage, Stromgenerator, Aufnahme-Equipment, Kameras, Material um einen Drumriser zu bauen damit die Trommeln nicht einfach über den Rand kullern und unseren Schlagzeuger mitnehmen würden, außerdem auch sonst alles, was wir irgend an Reserve brauchen könnten, eine Reserver-Snare zum Beispiel. Wir würden nichts zweimal spielen und das Konzert musste innerhalb von 15 Minuten nach der geplanten Zeit anfangen, wir brauchten also Notfallpläne für alles inklusive kaputter Ausrüstung, Regen, Nebel, Wind, Sturm, Schnee und was auch immer dir sonst noch einfallen mag.
Da wir ein ganzes Konzert gespielt haben, haben wir Audio- und Videoaufnahmen von der ganzen Show, also ist es definitiv möglich, dass wir mehr von diesem Tag veröffentlichen; vielleicht sogar das komplette Konzert. Aber es dauert seine Zeit, es für die Veröffentlichung aufzubereiten, besonders der Videoschnitt, und bisher hatte ich nur die Zeit für einen Song.
Es war nicht bloß gefährlich so dicht an der Kante zu stehen, wo ein kleiner Fehltritt in einem Wimpernschlag den sicheren Tod bedeuten konnte, es gab auch die gefährliche Möglichkeit, dass der ganze Fels durch all das Equipment, die Lautstärke und die starken Bassfrequenzen brechen würde. Es gab keine Möglichkeit wirklich sicherzugehen und irgendwelche Garantien zu bekommen, dass der Stein das aushalten würde, also mussten wir einfach das Beste hoffen und unser Leben einsetzen in der Hoffnung, dass der Fels die Blackjazz-Prügel aushalten würde. Und das hat er! Und niemand ist an dem Tag gestorben, was am allerwichtigsten ist. Aber wir haben auch sämtliche Audiospuren aufnehmen können, konnten das ganze Konzert spielen und hatten außerdem noch soviel Glück, dass alle Kameras bis auf zwei unwichtigere funktioniert haben, sodass wir mit Festplatten voller Audio und Video aus den Bergen abrücken konnten!



SHINING Ende 2015 haben ein recht verschiedenes Lineup als zur Zeit der Veröffentlichung von „One One One“. Wie kam es dazu dass Tor Egil Kreken [Bass], Knut Løchsen [Keyboards, Synthesizers] und Torstein Lofthus [Schlagzeug] alle innerhalb einer so kurzen Zeit gingen? Lofthus war auch einer der Bandgründer. Wie haben SHINING die neuen Mitglieder gefunden? Gibt es überhaupt schon einen Ersatz für Kreken?

Obwohl es ein Jammer ist die drei Bandmitglieder verloren zu haben, weil sie alle großartige Musiker sind und es super war, sie in der Band zu haben, scheint sich unsere Rate bei Besetzungswechseln seit 2005 einermaßen konstant zu halten. Wir alle finden Besetzungswechsel scheiße, aber wenn es dazu kommt ist es immer aufgrund praktischer Erwägungen, zum Beispiel das ein Bandmitglied sich auf eine andere Band oder eine andere Art von Musik konzentrieren will oder das jemand keine Zeit für die Anzahl an Konzerten hat, die wir spielen müssen. Und wie gesagt, es zieht alle runter wenn das passiert, aber wenn man dann jemand neues findet wendet es sich immer zum Guten, weil der Neue sogar noch besser zu der Musik passt die wir zu dem Zeitpunkt spielen. Und neue Mitglieder sind außerdem voller Enthusiasmus und Energie, was allen anderen in der Band und in unserem System ebenfalls Anschub gibt.
Kreken war der letzte den wir verloren haben, aber wir haben schon jemanden für ihn gefunden. Unser neuer Bassist heißt Ole Vistnes [u.a. ex-GREEN CARNATION, TRISTANIA Anm.d.Verf.] und er ist ein großartiger Basser und ein toller Tourgefährte. Er hat diesen Sommer angefangen und war auch bei der Trolltunga-Show dabei, die sein drittes Konzert war. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir Ole gefunden haben und er in der Band sein wollte!


Ihr habt gerade eine Headliner-Tour durch Europa gem acht – wie ist die Reise gelaufen?

Wir sind tatsächlich gerade von dieser Europatour nach Hause gekommen die vier Wochen gedauert hat, mit Konzerten jeden Tag bis auf einen freien Tag. Es ist prima gelaufen! Sogar besser als erwartet! Die Band hat super geklungen und es gab viele Städte und Publika, die uns echt umgehauen haben. Die außergewöhnlichste Show war vermutlich unser Konzert in Paris, nur fünf Tage nach dem grässlichen Terrorangriff. Wir haben recht schnell entschieden, dass wir das Konzert spielen wollen, wussten aber nicht, ob man es dem Publikum anmerken würde. Aber es erwies sich nicht nur als die verrückteste und emotionalste Show die wir je gespielt haben – es war auch einer der Orte mit dem größten Publikum. Und sie sind vollkommen ausgeflippt. Es war eine Mordsfeier von Leben und Freiheit!


Allright, willkommen in der Bonusabteilung! Los geht’s!

Was ist deine Lieblingsfarbe? Warum?

Schwarz natürlich! Weil Blackjazz schwarz ist! Aber Scherz beiseite, schwarz und gelb war tatsächlich meine liebste Farbkombination als Kind. Und darum bin ich extraglücklich mit dem Artwork für unser neues Album „International Blackjazz Society“, weil's genau das ist: schwarz und gelb!


Wenn SHINING ein Film wären, was für ein Film wäre das?

Hmmm, vielleicht könnte es eine Art Horrorfilm mit künstlerischem Einschlag sein. Vielleicht noch etwas stimmungsvolle zeitgenössische Klassik, beispielsweise von Bartok, und das ganze in den Bergen spielen lassen? Dazu noch eine coole Hauptfigur gespielt von Jack Nicholson und noch ein paar Geister und so'n Zeug, dann kann es glaube ich ein Hit werden!



Du triffst an der vielbeschworenen Kreuzung auf den Teufel. Wie sich herausstellt ist er heruntergekommen und halbverhungert und interessiert sich nicht für deine Seele. Stattdessen bietet er dir eine perfekte Fähigkeit im Tausch gegen, sagen wir mal, deinen linken Fuß. Wofür entscheidest du dich und warum?

Okay, er kann meinen Fuß haben solange ich dafür meinen Fuß zurückbekomme und mir zwei Wünsche erfüllt werden. Dann kann ich das immer wieder machen und habe so unendlich viele Wünsche frei. Yeah! Wär aber ein mieses Geschäft für Satan.


Zugegebenermaßen ist Kreativität momentan nicht meine Stärke, die gleiche Frage habe ich euren Landsleuten VREID gerade gestellt. Jetzt bist du dran: Was ist dein Lieblings-Fischrezept?

Ich schmeiße Fisch normalerweise einfach nur in die Bratpfanne und verwende ordentlich Salz und Pfeffer. Das ist ein sicherer Weg für guten Fisch. Viel mehr braucht man einfach nicht. Vielleicht noch ein paar Kartoffeln oder ein Gurkensalat und fertig ist die Laube!


Das ist für den Augenblick alles, vielen Dank für eure Zeit und Geduld. Die letzten Worte gehören dir:

Danke für das Interview. Hoffe, man trifft sich wenn wir im Sommer auf einem Festival in eurer Nähe spielen. Wenn nicht, dann trifft man sich hoffentlich wenn wir wieder auf einer Club-Tour in Europa sind!

grim_rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 18.12.2015 | 00:38 Uhr

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