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"Voll auf den Punkt"
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Interviewpartner: JB

Der gute Name der Schweden GRAND MAGUS kommt nicht von ungefähr, denn schlechte Musik haben sie noch nie abgeliefert. Mit dem neuen Werk „Iron Will“ hat es das Trio geschafft, abermals eine Schippe drauf zu legen. Gitarrist und Sänger JB äußerte sich ausgesprochen prompt und zumeist sehr auf den Punkt zu eisernem Willen, dem neuen Schlagzeuger, Schnaps und schwedischen Leckereien.




Hej, wie ist die Lage? Grüße aus Deutschland. Dies hier ist eine Premiere für mich, da es das erste Interview ist, das ich auf Schwedisch mache. Ich hoffe es sind nicht allzu viele Fehler drin. Aber lasst uns direkt anfangen!

JB: Hej, alles gut hier. Sehr imponierendes Schwedisch, haha! [Ob das nun ironisch gemeint war?Immerhin kam der Sinn der Fragen offenbar rüber. Anm. d. Verf.]


Herzlichen Glückwunsch zu eurer neuen Scheibe „Iron Will“ die absolut großartig ist. Zumindest ist das meine Meinung, hehe. Wie gefällt sie anderen Leuten bisher?

JB: Danke! Ja, es scheint als ob die meisten die Scheibe sehr gut finden. Wir haben es unter anderem geschafft, das Album des Monats im Rock Hard und im Metal Hammer in Deutschland zu stellen. Wir haben auch von anderen Stellen viele positive Kommentare bekommen.


“Iron Will“ klingt sehr durchdacht, jedes Riff hat seinen Platz. Wer hat die Lieder geschrieben? Ihr als Band oder gibt es jemanden, der die Hauptarbeit macht?

JB: Es ist ein kollektiver Prozess, wir schreiben das Meiste im Proberaum. Danach feile ich zu Hause daran herum und wir ändern möglicherweise den einen oder anderen Teil. Aber alle sind an der Musik beteiligt. Ich schreibe jedoch die Texte.


Wie und wo wurde „Iron Will“ eingespielt? Der Klang ist ziemlich warm. Was habt ihr für Technik verwendet, digitale oder analoge?

JB: Es wurde im Ramtitam Studio in Stockholm eingespielt. Die Aufnahme ist digital, aber das hat heutzutage eigentlich keine Bedeutung mehr für den Klang. Man kann da kaum mehr einen Unterschied hören. Solange man zusammen einspielt und einen natürlichen, einfachen Sound anstrebt, spielt es keine Rolle, ob es digital oder analog gemacht wird. Wir benutzen keine Trigger, Plugins und dergleichen.


Ihr habt ein spezielles Releasekonzert im Club Rocks in Stockholm gespielt. Leider konnte ich nicht dabeisein. Wie lief es? Habt ihr nur neue Stücke gespielt oder auch alte „Evergreens“? Warum musste man 20 Jahre alt sein, um eingelassen zu werden?

JB:Wir haben nicht gespielt, wir haben nur Schnaps getrunken. So laufen alle unsere Releasepartys ab, haha! Der Club hat anscheinend einfach diese Alterbeschränkung, I don't know why!


Ihr habt einen neuen Schlagzeuger, Seb. Wie habt ihr ihn getroffen und warum hat Trisse GRAND MAGUS verlassen? Die Band besteht ja nur aus drei Mann – fühlt es sich sehr verändert an? Euer Spiel ist absolut „tight“ [Ich kenne das schwedische Wort für tight nicht und glaube, dass ein deutsches dafür nicht einmal existiert, hehe].

JB: Wir kennen Seb seit vielen Jahren. Sogar seit GRAND MAGUS begannen. Ich war immer der Ansicht, dass er einer der besten Schlagzeuger der Welt in diesem Stil ist und konnte nie auch nur davon träumen, dass er eines schönen Tages ein Mitglied von GRAND MAGUS werden würde. Wir hatten sowohl musikalische als auch persönliche Konflikte mit Trisse, so etwas passiert halt nach vielen Jahren. Ich denke die Band ist nun auf allen Ebenen stärker und sehe der Zukunft sehr positiv entgegen. Ich will, dass uns alle jetzt live sehen.




“Iron Will“ ist schneller als „Wolf's Return“. Es scheint mehr von Heavy Metal und Hard Rock beeinflusst zu sein als von Doom. Ist das nur mein Eindruck?Was sagt ihr?

JB:Das stimmt. Wir haben uns selbst jedoch nie als eine richtige Doom-Band gesehen. Es ist immer Heavy Metal gewesen, was das Grundgerüst ausgemacht hat, aber es ist wohl noch nie so deutlich gewesen wie auf „Iron Will“. Das Doom-Element wird jedoch immer erhalten bleiben.


Wer hat einen eisernen Willen? Ihr als Band? Wie kann man den Titel verstehen?

JB: Das ist eine Deutung. Wir machen niemals Kompromisse in unserer Musik.


Wovon handeln die Texte auf „Iron Will“?Ihr habt wieder ein kurzes Instrumentalstück mit schwedischem Titel, „Hövding“ [Häuptling, Anm. d. Verf.] Warum macht ihr keine schwedischen Texte?

JB: Ich diskutiere den Inhalt der Texte nie im Detail, da ich will, dass die Hörer ihre Bedeutung selber herausfinden. Auf diese Weise haben sie einen stärkeren Effekt. Schwedische Texte würden verlangen, dass ich auf Schwedisch singe, wovon ich nicht glaube, dass ich es besonders gut mache. Darüber hinaus würden sie viele ja nicht verstehen.


Was ist das für ein Wesen auf dem Cover? Ein Werwolf? Warum habt ihr euch für das Bild entschieden und wer hat es gemacht?

JB: Das Bild ist ein Auftragskunstwerk für das Album, angefertigt von einem amerikanischen Künstler, der Arik Roper heißt. Er hat unter anderem Cover für HIGH ON FIRE gemacht. Ich habe mit Arik gemailt und besprochen, wie ich mir dachte, dass das Cover aussehen sollte, sehr einfach. Er schickte mir einen Entwurf und es war perfekt. Als ich das fertige Ergebnis gesehen habe, wäre ich fast in Ohnmacht gefallen! Es sah exakt aus wie ich es in einem Traum vor einigen Jahren gesehen hatte, es gab da Details über die ich nie mit ihm gesprochen habe. Es war magisch.




Plant ihr, bald auf Tour zu gehen?

JB:Ja, im Herbst. Wir haben noch keine exakten Daten, aber das wird wohl bald geklärt.


OK, jetzt habe ich nur noch ein paar dumme Bonusfragen über:

Wenn GRAND MAGUS ein Film wäre, was für ein Film wäre das?


JB: Hrafninn flygur[isländischer Wikingerfilm, Anm. d. Verf.]


Köttbullaroder Kanelbullar

JB:Köttbullar!


Ein dänischer Musiker hat mal die Theorie aufgestellt, dass schwedische Bands aufgrund der hohen Alkoholpreise in Schweden so gut wären. Was denkt ihr?

JB:Haha! Das würde jedenfalls erklären, warum es keine vernünftigen dänischen Bands gibt, weil sie so billigen Schnaps haben...


Das wäre soweit alles, vielen Dank und alles Gute! Ich hoffe, man sieht sich bald. Die letzten Worte gehören euch:

JB:Hört „Iron Will“, ihr werdet nicht enttäuscht werden. Denkt immer daran, dass ein Opfer ein Opfer verlangt.

Grim_Rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 18.06.2008 | 15:58 Uhr

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