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Interviewpartner: Jackie Slaughter

Seit die kanadischen Speed Metaller SKULL FIST den „Rock The Nation“-Wettbewerb für sich entscheiden konnten, ist schon einige Zeit vergangen, allerdings haben sich die Jungspunde seither keinesfalls auf ihrem Erfolg ausgeruht: Nachdem die Truppe für ihre von Noise Art Records neu aufgelegte EP „Heavier Than Metal“ schon einige Vorschusslorbeeren ernten konnte, bewiesen Jackie Slaughter und seine Mitstreiter auf der folgenden Tour mit BULLET und ENFORCER, dass sie auch als Live-Band nicht zu unterschätzen sind. Als sei das noch nicht genug, veröffentlichen SKULL FIST in diesem Monat auch noch ihr Album „Head Öf The Pack“, weshalb wir Gitarrist und Sänger Jackie Slaughter zum Interview baten…






Hallo Jackie und vielen Dank für Deine Zeit! Das brisanteste zuerst: Ihr habt Euren Auftritt beim diesjährigen „Headbangers Open Air“ in letzter Minute abgesagt – was war da los?

Naja, wir haben das ja eigentlich anderthalb Wochen vor dem Festival bekannt gegeben, aber das ist wohl untergegangen… Ich wollte unbedingt dort spielen, aber das hat einfach nicht geklappt: Auf der letzten Tour waren wir dermaßen tight, unsere Schlagzeugerin war großartig und wir konnten uns als eine solide Band präsentieren. Nun haben wir einen neuen Schlagzeuger, der erst vor etwa einem Monat hierher gezogen ist und obwohl wir alles versucht haben konnten wir einfach nicht genug Songs mit ihm einüben. Ich wollte einfach nicht auf diesem Festival spielen und dann nicht in der Lage sein, alles zu geben. So wären wir „Half Fist“ anstatt „Full Fist“ gewesen [lacht]. Die Jungs vom „Headbangers Open Air“ sind jetzt auch ganz schön angepisst und antworten nicht mehr auf meine Emails. Aber es gab einfach keine andere Möglichkeit: Unsere Schlagzeugerin ist ausgestiegen und wir haben erst anderthalb Wochen vor dem Festival einen würdigen Ersatz gefunden.


Ezähl uns doch mehr über den Split! Warum ist Eure Schlagzeugerin abgesprungen?

Naja, manche wollen rocken und andere eben nicht. Das ist wie in dem ACE FREHLEY-Somg:“Rock Soldiers Come, Rock Soldiers Go. Some Hear The Drum, Some Never Know.“


Sehr poetisch… Auf dem „Headbangers Open Air“ sind ja dann Eure Kumpels von STRIKER für Euch eingesprungen…

Ja, das sind richtig gute Freunde von uns, mit denen wir ständig rumhängen. Auf ihrer letzten Tour haben sie ungefähr eine Woche bei mir gewohnt… Wenn es irgendeine Band gibt, vor der ich im Wettbewerb wirklich Angst hätte, dann sind das STRIKER. Wir spielen hin und wieder mit ihnen und wann immer eine Show mit den Jungs ansteht, bereiten wir uns besonders gut vor, weil wir sonst ziemlich alt aussehen würden. STRIKER sind wirklich eine ziemlich geile Band – jeder von ihnen beherrscht sein Instrument außerordentlich gut und ihr Sänger Dan ist umwerfend. Er klingt wie Neil Turbin [ANTHRAX], nur viel besser [lacht]!


Wie fühlt es sich an, endlich ein volles Album zu veröffentlichen?

Ich habe das Gefühl, dass ich meinen Eltern nun endlich ins Gesicht sehen kann, um ihnen zu sagen: “Ich hab’ Euch doch gesagt, dass ich meine Zeit nicht verschwende!“ Überhaupt kann ich jetzt zu ziemlich vielen Leuten “hab ich doch gesagt“ sagen… Nein, mal im Ernst: Es ist natürlich großartig, schließlich hat es uns fast sechs Jahre gekostet, diesen Punkt zu erreichen. Somit wird mir natürlich eine große Last von den Schultern genommen – ich muss mich jetzt nicht mehr um diese Songs kümmern, weil sie ja nun aufgenommen und auf CD gebannt sind. Jetzt kann ich mich auf neues Material konzentrieren. In den letzten Jahren hatten wir nicht wirklich die Möglichkeit, allzu viele neue Songs auszuprobieren, weil wir ja noch nichts veröffentlicht hatten. Wir haben einen ganzen Schrank voller Songs, mit denen wir bisher nichts anfangen konnten, aber das ändert sich ja jetzt zum Glück…


Ihr habt also noch unveröffentlichtes Material auf Lager?

Um ehrlich zu sein liegen bei mir zuhause etwa genug Songs für zwei weitere Alben rum [lacht]. In den vergangenen fünf Jahren ist die Band die Hälfte der Zeit nahezu zerbrochen und Leute kamen und gingen. Wann immer wir in der Schwebe hingen habe ich so viele Songs wie möglich geschrieben – die meiste Zeit hatte ich nicht mal einen Job, also bin ich zuhause rum gehangen und habe Gitarre gespielt. Daher sitzen wir jetzt auf einem Haufen Material und können immer mal wieder einen schnellen, rockigen oder sonst wie gearteten Song rausnehmen, wenn wir ihn brauchen. Natürlich treffen wir uns immer noch zu Jam-Sessions und schreiben neue Nummern, aber wir haben jetzt diesen Heavy Metal-Tresor, aus dem wir uns bedienen können.


Klingt nach einem Luxusproblem, so viel Material zur Verfügung zu haben, dass man nicht weiß, wohin damit…

Klar, je mehr Songs man geschrieben hat, umso weniger Sorgen muss man sich machen… Ich glaube, wenn wir die nächsten drei Jahre keinen einzigen Ton schreiben würden, hätten wir immer noch genug Material auf Lager, darum ist jetzt erstmal Party angesagt [lacht]!


Und obwohl ihr so viele Songs in der Hinterhand habt, befinden sich auf „Head Öf The Pack“ zwei Songs, die auch schon auf der im Vorfeld veröffentlichten EP zu hören waren. Wie fiel die Entscheidung, die Songs neu aufzunehmen?

Wir haben überlegt, welche Songs von der EP uns am wenigsten gefallen und da wir „Heavier Than Metal“ ohnehin nicht wählen konnten, weil es ja schließlich der Titel der EP ist und es daher nicht auf dem Album auftauchen sollte, haben wir dann beschlossen „Ride The Beast“ und „No False Metal“ zu nehmen. Eigentlich sollte es „Blackout“ werden, aber als ich ihn mir noch mal angehört habe, dachte ich, dass es so, wie es ist, gut klingt und ich das nicht kaputt machen wollte. „Ride The Beast“ habe ich vor langer Zeit geschrieben und ich wollte nicht, dass es untergeht, sondern ein fester Bestandteil unserer Alben wird. Was „No False Metal“ angeht, so hasse ich die Version, die sich auf der EP befindet, also haben wir einfach diese beiden Songs überarbeitet. Wir haben vermutlich zwei Monate darüber diskutiert, ob wir nun neue Songs nehmen würden oder zwei von der EP, aber am Ende habe ich meinen Kopf durchgesetzt.

Wie war es, „Head Öf The Pack“ aufzunehmen?

Es war stellenweise extrem frustrieren und in gewisser Weise auch emotional sehr belastend [lacht]. Auf der letzten Tour mit ENFORCER war uns bereits klar, dass die einzelnen Bandmitglieder getrennte Wege gehen würden, wenn wir erste wieder zuhause sind – die Art, wie wir auf Tour miteinander umgegangen sind entsprach einfach nicht mehr dem, wie eine Band funktionieren sollte [lacht].


Auf der Bühne hat man davon jedoch nichts gemerkt…

Ungeachtet der Tatsache, dass wir einander gehasst haben, wollten wir natürlich auf der Bühne eine gute Figur machen.


Also gar nicht nur Eure Schlagzeugerin ausgestiegen?

Nein, auch Sir Shred [ehemaliger Gitarrist, Anm. d. Red.] hat das Handtuch geworfen. Wir waren einfach ständig unterschiedlicher Meinung. Im Endeffekt ist es ja auch vollkommen egal, wer warum ausgestiegen ist, sie sind nicht mehr hier, weil sie beschlossen haben, dass sie kein Teil von SKULL FIST sein möchten und damit hat sich die Sache für mich erledigt. Während der letzten Tour hatten wir in paar ziemlich grobe Auseinandersetzungen mit Casey [Bass, Anm. d. Red.] und mir auf der einen Seite und dem Rest der Bande auf der anderen. Es ist intern also eine Menge Scheiße passiert und so ist eben alles in sich zusammengefallen. Als wir zurück in der Heimat hatten wir nur eine Woche Zeit, um ins Studio zu gehen und das Album aufzunehmen. Alison gab ihren Abgang bekannt und das war mir eigentlich schnuppe, weil ich sie auch nicht mehr sehen wollte, aber sie musste die Schlagzeugspuren für das Album einspielen, doch das wollte sie nicht. Damit waren wir natürlich im Arsch und ich habe mich tagelang mit ihr gestritten, bis sie endlich einwilligte, die Drums einzuspielen. Wir haben dann so schnell wie möglich geprobt, sind ins Studio gegangen und hatten gerade mal einen Tag, um das Schlagzeug aufzunehmen, weil das alles ziemlich teuer ist und wir nur ein begrenztes Budget hatten. Sie verdient dafür auch ein dickes Lob, weil sie das verdammt gut gemacht hat. Weil Shred dann gegangen ist, musste ich zuhause stundenlang neuen Soli schreiben und obendrein die anderen Rhythmus-Teile und Harmonien neu lernen – und das alles, während wir den Zeitplan des Labels einhalten mussten und ständig Emails erhielten, die uns daran erinnerten. Am Ende haben wir deren Termine um ca. drei Wochen verpasst… [lacht]. Die „Heavier Than Metal“-EP aufzunehmen hat richtig Spaß gemacht, weil wir das ja zuhause im Kellern gemacht haben, aber das Album einzuspielen war einfach nur anstrengend.


Wie sieht es in nächster Zeit mit Euren Tourplänen aus?

Wir nehmen im Herbst an der „Power Of Metal“-Tour teil, worauf ich mich schon sehr freue, weil ja auch SABATON und GRAVE DIGGER dabei sind. Ich habe gerade erst angefangen, POWERWOLF zu hören, weil ich deren Songs kennen will, wenn ich sie dann live sehe. Wenn ich dann da bin, kann ich mich besaufen und all die Songs der anderen Bands mitsingen [lacht]. Das haben wir auch mit ENFORCER und BULLET so gemacht… Außerdem geht es für uns mit PRIMAL FEAR nach Polen, was auch verdammt cool ist - schließlich singt der Kerl von TYRAN’ PACE bei PRIMAL FEAR und ich liebe TYRAN’ PACE, weshalb das nur gut werden kann! Und wenn wir schon in Europa sind, können wir ebenso gut gleich so lange bleiben, wie möglich, weshalb wir anschließend noch auf eigene Faust touren werden und dann gleich noch Frankreich, Italien, Spanien und Belgien bereisen werden.


Wenn man sich SKULL FIST anhört, wird schnell deutlich, dass Soli ein wesentlich Bestandteil Eurer Musik sind. Könntest Du Dir Metal ohne ausladende Leadgitarren-Arbeit vorstellen?

Ich liebe einfach angeberische Gitarrensoli [lacht]. Wenn man die anspruchsvollen Gitarren weglässt, bleibt nur noch Punk übrig! Punk ist im Grunde nichts anderes als ein schlechterer Sänger und ein unfähigerer Gitarrist. Dann würde Bruce Dickinson Songs von den RAMONES singen… Also nein, ich kann mir das nicht vorstellen. Ich glaube auch, dass es die Gitarren sind, die Heavy Metal von dem ganzen restlichen Scheiß abgrenzen: Um in einer Metal-Band zu spielen, muss man echt was drauf haben. Wer nach Heavy Metal klingen will, muss dafür arbeiten.


Ein passendes Schlusswort - vielen Dank für Deine Zeit!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 16.08.2011 | 21:03 Uhr

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