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Interviewpartner: Jagger

DISBELIEF sind und bleiben eine Ausnahme im Metal-Zirkus. Kaum eine Band geht seit knapp 20 Jahren derart unbeirrt ihren eigenen Weg und schafft es dabei, stets qualitativ absolut hochwertige Alben hervorzubringen. Mit „Protected Hell“ ist den Hessen nach dem überstarken „Navigator“ erneut ein großer Wurf gelungen – Fronthüne Jagger stellte sich den Metalnews-Fragen...



Moin Jagger! Wie läuft's im DISBELIEF-Camp? Von „Navigator“ bis „Protected Hell“ hat es zwar zwei Jahre gedauert, aber irgendwie ging die Zeit recht schnell vorbei – vielleicht, weil „Navigator“ musikalisch ein so gegenwärtiges Wesen inne hat... wie habt Ihr die letzten beiden Jahre erlebt?

Bei „Navigator“ lief vieles ungünstig für uns, was den organisatorischen Aspekt betrifft. Vom Musikalischen her waren wir sehr zufrieden, der Live-Sektor dagegen ließ doch sehr zu wünschen übrig, was dieses Mal schon ganz anders aussieht. Was haben wir gemacht in den letzten beiden Jahren? Live gespielt, zwei neue Gitarristen in die Band eingebaut, wovon eine Person schon nicht mehr bei uns ist, doch dazu später... Ab Juni '08 haben wir angefangen, für „Protected Hell“ die Songs im Proberaum so zu arrangieren, dass sie zu 90% vom Gerüst her standen, dann habe ich in Witalis [Gitarre] Studio meine Vocals darauf gesetzt, was ein sehr effektives Arbeiten war. Diese Bedingungen waren neu für mich; halfen mir aber dabei, mich optimal für die Studioaufnahmen vorbereiten zu können. Davon am meisten profitiert haben die neuen Songs von „Protected Hell“.


Wenn man die Samples des neuen Albums hört sowie den Titel in Betracht zieht, bekommt man den Eindruck, dass es sich darum handelt, was in den vergangenen Amtsperioden eines gewissen Texaners geschehen ist... Liegt das dem Konzept zu Grunde bzw. gibt es überhaupt eines oder liege ich da vollkommen falsch?

Du sprichst den Song „One Nation's Son“ an - natürlich ist in dieser Phase viel Scheiße passiert; mehr als die meisten sich vorstellen können. Der Song ist der erste wirkliche Antikriegssong von DISBELIEF, der aber hauptsächlich die Sinnlosigkeit des Krieges anprangert und Krieg so darstellt, wie er ist. Ein sehr spannender, mitreißender Song, der die Frage aufstellt: Was würdest du tun, wenn du als Soldat, getroffen vom Feind und im Sterben liegend, nochmal die Chance hättest, deinen Lebensweg von vorne zu gestalten. Würdest du den gleichen Weg wieder gehen?
Ein Konzept in dem Sinn gibt es nicht , aber der Leitbegriff „Protected Hell“ zieht sich durch jeden einzelnen Song des neuen Albums. „Protected“ soll die Sicherheit darstellen, die man im Leben hat, oder auch nicht. „Hell“, nicht die Hölle, wie man sie seit Kindheit umschrieben bekommt, irgendwo tief unter der Erde, nein, die Hölle haust hier, auf dieser wunderschönen Erde, in Form von geisteskranken Menschen, die sich das Recht herausnehmen, andere Menschen aus dem Leben zu reißen; wie diese Kellergeschichten, wo Personen für Jahre der Freiheit beraubt werden. In diesen Fällen waren die Opfer schon irgendwo “sicher“, weil sie ja nicht verhungert sind oder den Kältetod sterben mussten. Auf der anderen Seite haben sie die Hölle auf Erden durchlebt und sind ihr ganzes Leben gezeichnet von dieser Zeit.


Täuscht der Eindruck, dass auf „Protected Hell“ irgendwie dynamischer mit Geschwindigkeit und brachialen Doom-Elementen gespielt bzw. gar experimentiert wird...?

Dynamik heißt für mich auch authentisch, denn wie im Leben gibt es immer wieder Ups and Downs. Wir lieben es, unsere Songs durch die Dynamik zum Leben zu erwecken. Große Experimente sehe ich eher keine auf unserer neuen Platte. Die Doom-Elemente, die Du jetzt so betitelst, kann ich jetzt nicht speziell als typisch Doom einordnen - diese Stellen benutzen wir in unserer Musik, um Gewalt wirken zu lassen.


Auch ruhige Interludien spielen auf „Protected Hell“ ab und an eine Rolle – woher kam die Idee dazu?

Das Intro „[Hell]“ z.B. ist ja sehr ruhig gehalten, mit akustischen Gitarren, die Ruhe vor dem Sturm sozusagen. Dieses Element, erst ausgewogen und dann doch sehr pulsierend, so wie die Wellen des Meeres, pure Kraft. Diese Elemente beleben unsere Musik, bewirken das PROTECTED HELL so interessant klingt. Das haben wir eigentlich schon immer getan, vielleicht fällt es diesmal mehr ins Gewicht.


Stichwort Michael Mainx – mit ihm habt Ihr auch schon auf „Navigator“ zusammengearbeitet. Wird er Euer neuer Haus-und-Hof-Produzent? Wie kann man sich die Arbeitsweise mit ihm vorstellen?

Es war mal wieder an der Zeit, dass wir ein Vorgänger-Studio und -Produzenten wieder benutzten. So konnten wir die Früchte ernten, die wir beim ersten Studio-Aufenthalt für „Navigator“ noch nicht inne hatten. Das heißt, dass wir dieses Mal die Arbeitsweisen von Michael schon vorher sehr gut kannten und so ein sehr homogenes Arbeiten für „Protected Hell“ möglich war. Mit Michael zu arbeiten macht sehr viel Spaß, da er einen so sehr fordert, dass dann am Ende Dinge herauskommen, an die du vorher noch gar nicht gedacht hast, vor allem bei den Vocals. Ich wünsche mir für die Zukunft, wieder mit Michael zusammen arbeiten zu können, da noch viel Potenzial in unserer Zusammenarbeit steckt, das noch ausgereizt werden will.



Jonas Khalil hat die Band vor den Studiosessions zu „Protected Hell“ verlassen [müssen] – was führte dazu und habt Ihr mittlerweile einen Ersatz für ihn gefunden?

Mit Jonas hatten wir uns den Erfahrungswert eingeheimst, einen Gitarristen in der Band zu haben, der neben DISBELIEF noch andere Projekte, wie z.B. SACRED STEEL hat. Dies führte dazu, dass er in der Phase [Songwriting], wo wir ihn am dringendsten hätten gebrauchen können, uns nicht zur Verfügung stand, uns nicht unterstützen konnte, was ja eines unserer Hauptanliegen an den neuen Gitarristen war. Daraufhin haben wir uns entschlossen, getrennte Wege zu gehen, weil wir jemanden in der Band brauchen, der zu 100% dabei ist. Was den Ersatz für Jonas anbetrifft, haben wir gerade einen Gitarristen aus Spanien getestet. Menschlich wie auch musikalisch hat alles prima gepasst, jetzt warten wir ab, was passiert. Ich hoffe, dass wir demnächst verkünden können, dass er bei DISBELIEF eingestiegen ist.


Was steht für DISBELIEF 2009 an? Sind Festivals geplant? Steht vielleicht auch eine Tour in der Pipeline?

Am 17.04.09 haben wir den Release von „Protected Hell“, ab diesem Tag sind alle kommenden Wochenenden bis Juni mit Wochenendshows zugepflastert, danach stehen einige sehr interessante Festival-Auftritte an. Für Herbst sind dann Tour-Aktivitäten geplant. Bis jetzt steht noch nichts fest, entweder wir bekommen ein cooles Angebot, als Support-Band zu fungieren, oder wir stellen mit unserer Booking-Agentur GoDownBelieving eine eigene Headliner-Tour zusammen, mit einem schlüssigen Package.


Gibt es irgendwelche Missverständnisse Deine Band betreffend, die Du gerne geklärt sehen würdest? Wenn nicht – was hättest Du gerne, das die Szene über DISBELIEF unbedingt wissen sollte?

Ich finde den Begriff Depri-Metal unangebracht und unpassend für unsere Musik. Da würde ich doch eher zu brachial, anstatt Depri tendieren. Depressiv würde ja bedeuten, dass wir die Leute mit unserer Musik herunter ziehen, was definitiv nicht der Fall ist, sonst würden wir nicht so viele Reaktionen auf unsere Musik bekommen, die so ausfallen, dass Fans uns doch schon vermehrt angesprochen haben und uns erzählt haben, dass DISBELIEF ihnen über eine schwere Zeit hinweg geholfen hat, was ja was sehr Positives ist.


Wie siehst Du die Metalszene 2009? Und was wünscht Du Dir von ihr / für sie?

Was ich mir mehr wünsche, ist, dass Metal-Fans nicht zu sehr in der Vergangenheit, sprich True verweilen, sondern auch immer mal wieder nach individuellen, aktuellen Bands Ausschau halten sollten. Ansonsten finde ich, dass viele Reunion-Bands einen zu hohen Stellenwert eingeräumt bekommen. Meistens hält dann der gute Name nicht das, was er verspricht. Ansonsten würde ich mir noch wünschen, dass die Metalheads von heute ihre Haare wieder wachsen lassen, um sich zu dem zu bekennen, was sie sind.


Das war's schon wieder – Danke für Deine Zeit und das Interview! Die letzten Worte sind die Deinen...

Vielen Dank für dieses Interview, wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung seitens der Fans bei unseren bevorstehenden Shows. Lasst euch nicht klein kriegen und viel Spaß beim Hören von „Protected Hell“! Wir sehen uns!

shilrak

Autor: Markus Jakob [shilrak] | 15.04.2009 | 22:37 Uhr

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