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Interviewpartner: Jakob Batten

Nach nur einem Jahr hauen uns die verrückten Dänen von ILLDISPOSED mit „Sense The Darkness“ einen weiteren Death Metal-Brocken um die Ohren. Rede und Antwort über die neue Platte steht wiedermal Hauptsongwriter Jakob Batten. Ansonsten eher kurz und knapp antwortend, kommt er erst so richtig ins Schwärmen, wenn es um Gitarrenverstärker mit richtig viel Verzerrung geht...




Hey Jacob, ich schätze mal, dass die Musik vom ganzen neuen Album wieder aus deiner Feder stammt?

Nicht ganz, unser neuer Gitarrist Ken hat eineinhalb Songs beigesteuert. Er bastelt selbst gerne an Liedern und ich bin sicher, dass er in Zukunft noch einiges mehr beitragen wird.


Hast du eine bestimmte Herangehensweise, wenn du mit den Arbeiten für ein neues Album beginnst? Schwebt dir da ein gewisses Konzept vor, oder schreibst du einfach Song für Song?

Ich arbeite eigentlich nie mit Konzepten oder so etwas. Die Riffs und Ideen kommen einfach von selbst. In dem Moment, in dem des Album fertig ist, bastle ich schon an neuen Liedern.


Ihr habt ja damals zu „1-800 Vindication“ lange an den Songs gefeilt und sie zum großen Teil gemeinsam im Proberaum erarbeitet, was so ziemlich das Gegenteil deiner heutigen Arbeitsweise darstellt. Fehlt dir das manchmal, dich während dem Songwriting mit anderen Musikern auszutauschen?

Ja, manchmal geht mir das schon ab, aber es ist sehr schwierig heutzutage die ganze Band zusammenzutrommeln. Jeder muss sich sich um seinen Job und seine Familie kümmern.




Was wurde denn dieses Mal aus den elektronischen Elementen auf „Sense The Darkness“? Manchmal habt ihr die auf euren Alben, manchmal nicht. Wer entscheidet denn das?

Hauptsächlich interessiert Bo [Summer, Sänger] sich für elektronische Musik. Es ist nicht so, dass ich das grundsätzlich scheiße finde, aber eigentlich mag ich meinen Metal lieber ohne solchen Kram. Wenn das mal klar gestellt ist, macht es schon Spaß ein bisschen damit zu experimentieren, aber das hatten wir jetzt schon auf so vielen Alben, dass wir es diesmal anders machen wollten.


Laut eurer Plattenfirma wird es einen Videoclip zu dem Album geben. Nun hat es ja fast schon Tradition bei ILLDISPOSED so etwas anzukündigen und dann wird doch nichts draus... Wie sieht's diesmal aus?

Yeah, in November wird gedreht! Videoclips sind nicht sonderlich wichtig für uns, da es eigentlich reine Geldverschwendung ist. Aber dieses mal haben wir ein wirklich gutes Angebot von Mireca bekommen, die auch schon das Artwork für die Platte gemacht haben.


Du hast mittlerweile deinen Gitarrenverstärker gewechselt. Früher Mesa Boogie, jetzt Hughes & Kettner. Was ist denn letztendlich dein Liebelingsamp für derbes Geschrammel?

Ach, es gibt so viele Hi-Gain Amps! Das kann man nicht wirklich vergleichen, weil die alle auf ihre Art und Weise gut sind. Der Mesa Boogie Dual Rectifier war mein Lieblingsverstärker seit den 90ern, denn er hat diesen gewissen Kick bei den tiefen Tönen, den ich noch bei keinem anderen Gitarrenverstärker gehört habe. Der HK Coreblade hingegen befindet sich vom Sound her ungefähr zwischen dem Rectifier und einem Engel Amp. Unser Sound-Techniker steht aber wirklich auf den Hughes & Kettner Verstärker, weil dieser seiner Meinung nach am besten zum Abnehmen geht. Obendrein hat er eingebaute Effekte, dadurch muss ich jetzt keine Pedale herumschleppen.




Was wurde eigentlich aus dem vorherigen, zweiten Gitarristen Franz? Ich mochte seinen Schnauzer...

Er wohnt einfach zu weit weg und hat deswegen zu viele Shows abgesagt. Wir sind aber immer noch befreundet, er ist ein cooler Typ!


Mit deutscher Muttersprache bin ich natürlich entrüstet darüber, dass dieses mal schon wieder kein deutsches Lied auf dem Album gelandet ist. Habt ihr etwa genug von Weißwürsten?

Nein, aber diesmal hatten wir keinen Song der deutsch genug dafür war!


Am 16. Oktober kommt „Sense The Darkness“ in den U.S.A. Auf den Markt. Wie läuft es für euch denn so in Amerika?

Ich glaube nicht, dass es dort sonderlich gut für uns läuft. Wahrscheinlich halten die uns für langweilig, weil wir nicht in jedem Song 20 Riffs aneinanderreihen.


Danke für deine Zeit! Die berühmten letzten Worte?

Man sieht sich auf Tour! Und wenn ihr mal Zeit habt, dann hört euch unser neues Album an! Danke.

Ammosarier

Autor: Amadeus Mader [Ammosarier] | 11.10.2012 | 11:20 Uhr

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