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Interviewpartner: Jakob Mølbjerg

Die dänischen Melodic Death Metaller MERCENARY hatten es in der letzten Zeit nicht leicht: Da geht neben Schlagzeuger Mike Park und Keyboarder Morten Sandager mit Sänger Mikkel Sandager auch gleich noch eines der Aushängeschilder der Truppe aufgrund der oft zitierten “kreativen Differenzen“ von Bord. Selbst davon ließ sich die Truppe nicht aufhalten, besetzte kurzerhand den Posten an der Schießbude neu und Bassist René Pedersen, der sich auch in der Vergangenheit schon um den Gesang der Band verdient machte, schlüpfte einfach in de Rolle des Frontmanns - im reduzierten Line-Up zimmerte die Truppe dann mit Langzeit-Produzent Jakob Hansen ihr neues, treffend betiteltes Album „Metamorphosis“, welches in Kürze das Licht der Welt erblicken wird. Trotz instabiler Skype-Verbindung konnten wir Kontakt zu Gitarrist Jakob Mølbjerg aufnehmen, der uns alles zur veränderten Bandsituation erzählte.






Hallo Jakob, schön, dass Du anrufst! Viel hat sich bei Euch getan, besonders im Hinblick auf das Line-Up. Was kannst Du uns darüber sagen?

Es ist etwas schwierig, dass in allen Details zu erläutern, aber im Grunde haben wir uns einfach nicht mehr verstanden und keiner war wirklich glücklich in der Band. Wir waren nicht glücklich über das, was wir taten und wir waren auch mit der Musik nicht zufrieden: Einige wollten sie melodischer haben, andere wollten, dass wir in eine härtere Richtung gehen. Also haben wir versucht, das in Ordnung zu bringen, aber es hat nicht geklappt, weshalb wir am Ende beschlossen haben, getrennter Wege zu gehen.


Nun waren zwei sich ergänzende Sänger aber ja auch im Live-Betrieb ein wichtiger Teil Eurer Musik – wie würdest Du sagen hat Mikkels Ausstieg Euren Sound verändert?

Ich würde sagen, dass wir im Bezug auf den Gesang jetzt nach dem Motto „weniger ist mehr“ arbeiten. Als wir noch zwei Sänger hatten, haben wir auch das Gefühl gehabt, dieses Stilmittel permanent einsetzen zu müssen, obwohl es vielleicht gar nicht immer passte. Eigentlich finden wir es sogar besser nur noch eine starke Stimme in der Band zu haben.


Und Ihr habt nie mit dem Gedanken gespielt, einen neuen Sänger zu finden um die Lücke zu schließen?

Nein, absolut nicht. Zwischen Martin, René und mir stimmt die Chemie absolut und wir wollten uns das sowohl als Songwriter als auch als Live-Band erhalten. Jemand neues in die Band zu holen hätte dieses Gefüge mit hoher Wahrscheinlichkeit nur gestört. Wir kommen alle bestens miteinander aus und zu versuchen, sich mit einem weiteren Bandmitglied, das womöglich gar nicht dasselbe wie wir will, nur aufgrund des Gesangs zu arrangieren, wäre ein Fehler. Wir fanden es wichtiger, dass wir Drei mit einem neuen Schlagzeuger unser Bestes geben. Wenn man in einer Band zu sechst ist, mit einem separaten Keyboarder und zwei Sängern, dann muss man jeden Song so schreiben, dass er Keyboards und zwei Sänger enthält. Wir fühlten uns von diesem Druck sehr stark limitiert und hatten nicht länger das Gefühl, dass wir dem Bandsound damit etwas Neues hinzufügen, sonder vielmehr unsere Kreativität limitieren.


Ist der Titel „Metamorphosis“ ein Hinweis auf die Veränderungen in der Band?

Der Titel hat viele Ebenen. Natürlich hat das mit der veränderten Situation in der Band zu tun, aber wir möchten die Menschen auch zum Nachdenken über die Dinge, die wir im Leben als dauerhaft ansehen, anregen. Im Leben verändern sich die Dinge permanent und es gibt nur sehr wenig, woran man sich klammern kann – was wir als unsere Grundlagen ansehen, ist oftmals nicht von Dauer. Man muss sich permanent mit Veränderungen auseinandersetzen und das findet sich auch in den Texten des neuen Albums wieder.


Wie würdest Du den Sound Eures neuen Albums beschreiben?

Ich denke, „Metamorphosis“ ist das fokussierteste Album, das wir je gemacht haben: Wir spielen die Songs um ihrer selbst willen und nicht aufgrund irgendwelcher Erwartungen, die auf uns lasten mögen. Da wird diesmal nicht herumgeeiert und wir sind keinerlei Kompromisse eingegangen, weshalb das Material richtig schön geradeheraus ist. Nach wie vor halten sich harte, aggressive Parts und melodische Teile die Waage, allerdings sind wir mit dem Verhältnis diesmal zufriedener: Die Platte ist insgesamt ein bisschen schneller und der Gesang ist ein bisschen aggressiver – ich denke, auf dem neuen Album findet sich alles, was den Sound von MERCENARY ausmacht und eben noch ein bisschen mehr. Wir sind sehr zufrieden damit.


Habt Ihr bewusst Veränderungen vorgenommen, als Ihr das Material geschrieben habt?

Wir haben die Songs auf jeden Fall in erster Linie für den Live-Betrieb geschrieben, weil das einfach mehr Spaß macht. Als wir mit „Architect Of Lies“ getourt sind, hatten unser Lead-Gitarrist Martin und ich das Gefühl, dass wir manchmal nicht so richtig Lust hatten, das Material auch live zu spielen. Man muss allerdings hinter der Musik stehen, wenn man sie vor Publikum spielt, sonst stimmt etwas nicht und es hat ja auch etwas nicht gestimmt. Beim Songwriting für „Metamorphosis“ haben wir das immer im Hinterkopf behalten.


Ihr habt ja auch erneut mit Produzent Jakob Hansen aufgenommen…

Ja, das stimmt. Wir haben sogar bisher jede Platte mit ihm gemacht, weil er sich immer weiter entwickelt und in dem was er tut, immer besser wird. Er ist sehr neugierig und treibt sich selbst als Produzent und auch die Band, mit der er arbeitet zu immer neuen Höchstleistungen an, weshalb sich die Zusammenarbeit mit ihm anfühlt, als sei er ein weiteres Bandmitglied. Er weiß genau, was wir können und wie er uns so klingen lassen kann, wie wir es wollen.


Du hast bereits zuvor auf die Songtexte von „Metamorphosis“ hingewiesen – möchtest Du uns ein Beispiel geben?

René [Pedersen, Bass, Anm. d. Red.] hat alle Texte geschrieben, aber natürlich ist das ein offener Prozess, in dem wir die einzelnen Ideen besprechen. Die Songs „In A River Of Madness“ und „On The Edge Of Sanity“ basieren z.B. auf persönlichen Erfahrungen, als René durch eine sehr schwere Phase in seinem Leben ging, in der er sich nicht mehr sicher sein konnte, wer er war und wohin es mit ihm gehen würde, womit er nicht sehr gut umgehen konnte. Die Songs drehen sich also tatsächlich um Teile seines Lebens und wir fanden es wirklich toll, dass zu verwenden, weil er aus der ganzen Sache stärker als zuvor hervorgegangen ist und sich darüber klar wurde, wer er ist und was er will. Es geht im Endeffekt also um seinen Kampf gegen sich selbst.


Wie sieht es mit Eurem kommenden Tourplan aus?

In Kürze beginnt für uns die „Power Of Metal“-Tour mit SYMPHONY X und PSYCHOTIC WALTZ und wir freuen uns darauf schon sehr – das wird für uns eine sehr gute Gelegenheit, unser neues Album vorzustellen. Wir mögen vielleicht etwas härter sein als die anderen Bands, die an dieser Tour teilnehmen, aber auch unsere Musik ist melodiös, was uns für die Fans der übrigen Bands zugänglich macht. Wir spielen dann noch auf dem „Metalfest“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz und dann geht es unter anderem auch noch auf das „Metalcamp“ in Slowenien. Es sind auch noch weitere Festivals geplant und wir buchen eine weitere Tour für den kommenden Herbst.


Das Jahr 2010 ist vor nicht allzu langer Zeit zu Ende gegangen – war es ein gutes Jahr für MERCENARY?

Es war vor allem ein ruhiges Jahr, wir haben gerade mal sechs Konzerte gespielt. Wir hatten viel Gelegenheit, uns zurückzulehnen und an unserer Musik zu feilen, was sehr angenehm war. Wir konnten die Dinge neu ordnen, um darauf aufzubauen und hatten sehr viel Zeit für das eigentliche Songwriting.


Und was sind Eure Ziele für das vor uns liegende Jahr?

Wir möchten natürlich raus, um unser Album zu verbreiten und so oft wie möglich live spielen. Viele Fans sind wirklich skeptisch und ich denke, dass sie einfach das neue Album hören sollten, damit sie sehen, dass es dort nichts gibt, was man mit Skepsis betrachten müsste. Ich finde, dass „Metamorphosis“ unser bisher stärkstes Album ist. Auf dieser Platte gibt es für jeden etwas und wir freuen uns darauf, das zu beweisen.


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 16.02.2011 | 14:43 Uhr

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