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Interviewpartner: Jamey Jasta

HATEBREED sind einen Schritt weitergegangen: unlängst geistert die Meldung durch's Netz, dass die Herren von Nuclear Blast gesigned worden sind. Passend dazu wird im kommenden Jahr ihr neues Album veröffentlicht. Ich habe die Chance genutzt und persönlich mit dem Kopf der Band, Jamey Jasta, über die aktuellen und kommenden Ereignisse geredet




Hey Jamie, wie geht's dir?

Gut gut, läuft gerade alles wie am Schnürchen, habe jetzt ungefähr die Hälfte meiner Pressearbeit absolviert. Nuclear Blast liefern einen sehr guten Job ab. Zudem läuft es meist ja so ab, dass die Meinungen für eine neue Platte doch gemischt sind, mit der neuen CD scheint das anders zu sein, rund 99 Prozent sagen "Wow, das ist richtig gut!".


Habe ich so bisher auch noch nicht gehört, dass man sich da in der Hinsicht so einig ist.

Ja, es ist ein verdammt gutes Gefühl, diese Reaktionen zu bekommen. Wir haben wirklich sehr hart an dem Material gearbeitet, und ich denke, wir haben wesentlich härter daran gefeilt als an den letzten Alben. [lacht]


Ich habe es ja leider zeitlich nicht zu der Listening Session geschafft, habe bisher aber auch nur gutes gehört.

Als die Session zu Ende war, standen alle auf und klatschten. Ich dachte einfach nur "Wow that's cool!", auch alle vom Label... Es sieht so aus, als würde die Partnerschft zwischen HATEBREED und Nuclear Blast ein voller Erfolg werden.


Ich möchte an dieser Stelle nochmal zum Signing gratulieren. Wie kam es denn eigentlich dazu?

Nun... Da war diese Sache mit Roadrunner... Ungünstigerweise haben sie eine Menge Büros geschlossen und einen Haufen Mitarbeiter verloren, also haben wir uns nach einem neuen Deal umgesehen. Als wir hörten, dass Nuclear Blast interessiert seien, haben wir sofort Kontakt aufgenommen. Nach den Absprachen stellte sich heraus, dass wir gemeinsame Interessen teilen, das hat einfach perfekt gepasst.


Na wunderbar. Euer neues Album "The Divine Of Purpose" erscheint ja am 25. Januar 2013. Wann habt ihr mit dem Schreibeprozess angefangen und wie lief's denn insgesamt ab?

Wir haben letztes Jahr damit angefangen, Chris [Beattie, Anm. d Red.], unser Bassist, hat mir eine Menge großartiger Ideen zugeschickt. Ich hatte auch schon eine Menge Riffs und Texte geschrieben. Es kam alles harmonisch zusammen: es war einfach und hat viel Spaß gemacht; wir sind im vergangenen Januar ins Studio und haben mit Zeuss aufgenommen. Es kam dabei etwas großartiges raus.





Das neue Coverartwork sieht im Gegensatz zu euren bisherigen Releases ziemlich andersartig aus... Was steckt dahinter? Gibt es Bezüge zu den Texten?

Ja, es hat Bezüge zu den Lyrics, der Charakter ist zwischen dem Licht und dem Dunkel gefangen. Es ist ein Kampf... Außerdem ist es heutzutage üblich, dass alles mögliche gephotoshopped ist, also entschieden wir uns diesmal dafür, dass es ein Gemälde sein soll. Man soll diesmal das Gefühl haben, man habe ein Kunstwerk mitgenommen.


Als ich es zum ersten mal gesehen habe dachte ich "Oha, Symphonic HATEBREED!"

Ja außerdem regt das Gemälde zum Nachdenken an, man beschäftigt sich damit und das macht die Sache einfach nochmal cooler.


Seh ich genau so, gute Idee! Was viele natürlich interessiert ist, was denn deine Motivation mit HATEBREED ist und damit immer weiterzugehen. Ihr habt schon einiges erreicht und seid vielleicht auch schon auf dem Höhepunkt eures Schaffens angekommen?

Nunja es ist eine Art zyklische Kraft, die uns immer weiter antreibt, auch so die Tatsache, dass wir immer mehr Hörer haben und man sich auch verpflichtet fühlt, den Leuten gutes Material zu bieten. Genau so treibt es auch an, wenn die Leute die Arbeit so annehmen und entsprechend gutes Feedback zurückgeben, was für uns von größtem Wert ist und für uns auch den meisten Spaß daran bietet. Uns bieten sich immer mehr Möglichkeiten, uns zu verwirklichen und werden entsprechend auch immer weiter unser Bestes geben.


Wir kennen HATEBREED als Band, die sich regelrecht den Arsch abtourt.

Das ist wohl wahr! [beide lachen]


Genau, was sind denn eure Pläne für das Ende des Jahres und 2013?

Wir werden uns zu 100% HATEBREED widmen. Wir werden jetzt das Album veröffentlichen, viel auf Tour gehen, auch viele Städte in Deutschland werden wir besuchen. Außerdem sind wir in Amerika mit SHADOWS FALL und DYING FETUS unterwegs. Danach kehren wir auch schon wieder hierher zurück und werden auf mehreren Festivals spielen, Summer Breeze zum Beispiel. Also keinerlei weitere Projekte geplant.


Also ein reines HATEBREED Jahr?

Yep, nur HATEBREED. Nun, wenn ein oder zwei Jahre rum sind und ich die Zeit dazu finden sollte, werde ich vielleicht eine neue KINGDOM OF SORROW oder JASTA machen.. Aber jetzt zählt wie gesagt nur HATEBREED.


Das nimmt auch schon meine letzte Frage vorweg, wie es denn mit deinen Nebenprojekten im kommenden Jahr aussieht. Habe mich sowieso bisher immer gefragt, woher du die ganze Zeit nimmst um zusätzlich zum Beispiel noch mit ICEPICK aufzunehmen.

Die Zeit habe ich jetzt definitv nicht mehr, war aber auch eine verrückte Zeit... Es ist ja auch toll, dass das alles so gut ankam, allerdings werde ich mich jetzt, wie gesagt, 100 Prozent auf HATEBREED fokussieren.

Alles klar Jamey, dann sage ich schonmal danke für das aufschlussreiche Interview!

Nichts zu danken!


Wie üblich gehören die letzte Worte dir, ich würde hierfür ein kleines Video aufnehmen, wenn das in Ordnung ist.

Ja klar!

Saschisch

Autor: Sascha Dörr [Saschisch] | 01.12.2012 | 10:21 Uhr

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