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Interviewpartner: Janne Ivarsson

Mit ihrer zweiten Veröffentlichung „Dead, Rotten And Hungry“ schmieden die Schweden FACEBREAKER ein weiteres geradliniges und kompromissloses Old-School-Sweden-Death-Eisen, das es in sich hat und Freunden des alten Sounds sowie von Bands wie DISMEMBER und GRAVE die Freudentränen in die Augen treiben dürfte. Gitarrist Janne Ivarsson fiel somit die Aufgabe zu, sich zum neuen Album und zum aktuellen Stand der Dinge im Lager von FACEBREAKER zu äußern.




Hallo Janne! Wie geht’s euch momentan in Schweden? Wie war der Jahreswechsel für euch?

Uns geht es prima, vielen Dank! Wir sind wieder zurück und werden allen zeigen, wo der Hammer hängt!!! Ich hab Silvester in dem Keller des Hauses verbraucht, in dem wir proben, und dort Bier getrunken und mit Freunden abgehangen. Uns im Keller allmählich in Zombies zu verwandeln, das ist so eine Art Tradition, die wir pflegen, hehe.


Euer Name lässt ja nicht viel Interpretationsspielraum übrig und passt wie die Faust aufs Auge zu eurer Musik, die ja ziemlich brutaler, aggressiver und direkter Death Metal ist. Wer hat sich denn eigentlich diesen Namen einfallen lassen und wie lange macht ihr zusammen schon Musik?

Unser ehemaliger Gitarrist Janoz hat sich den Namen ausgedacht und ich finde, dass er alles zusammenfasst, worum es bei uns als Band geht: aggressiver und schnörkelloser Death Metal!!! Kein technischer Bullshit. Wir halten alles schön einfach und brutal.
FACEBREAKER haben wir 1999 gestartet, aber wir kannten uns schon seit Ewigkeiten. Roberth [Anmerk.: Karlsson; Gesang] und ich sind in derselben Straße aufgewachsen und wir haben 1989 unsere erste Death-Metal-Band SCYPOZOA gegründet. Damals war ich noch Schlagzeuger, aber ich habe auf kein Drumkit mehr eingeprügelt, seit wir mit FACEBREAKER angefangen haben. Ich tippe mal, dass ich einfach zu faul bin, heutzutage noch Drums zu spielen, also bleibe ich einfach bei der Gitarre, hehe.


Wie waren denn die Reaktionen auf euer erstes Album „Bloodred Hell“? Wart ihr mit diesen zufrieden und habt ihr vielleicht schon Rückmeldungen bezüglich eures neuen Albums „Dead, Rotten And Hungry“ erhalten?

Die Reaktionen auf „Bloodred Hell“ waren umwerfend, wir bekamen tolle Rezensionen im Metal Hammer, Rock Hard, Kerrang und so weiter. Was „Dead, Rotten And Hungry“ betrifft, so habe ich bisher zwei Reviews gelesen, die waren von Close-Up und Rock Hard. In beiden haben wir 8/10 erhalten. Ja, also wir sind wirklich zufrieden.


Das Artwork und die ganze Gestaltung der Scheibe hat Mick Kenney von ANAAL NATHRAKH übernommen. Wir seid ihr denn auf Mick gekommen und warum habt ihr euch für ihn entschieden? Habt ihr ihm irgendwelche Vorgaben mitgegeben oder habt ihr ihm freie Hand gelassen? Sieht fast so aus, als hätte der Splatter-König George Romero einigen Einfluss ausgeübt, hehe.

Duncan von unserer ehemaligen Plattenfirma Rage Of Achilles hat uns Mick vorgestellt, als wir kurz davor standen, unsere erste Vinyl-7“ „Hate And Anger“ zu veröffentlichen. Er war auch schon für die Gestaltung von „Bloodred Hell“ verantwortlich, also wussten wir, dass er für „Dead, Rotten And Hungry“ einen klasse Job abliefern würde. Wir haben ihn also nur gefragt, ob er Interesse hätte, und ihm dann die Anweisung gegeben, ein Cover mit Zombies und Leichnamen anzufertigen. Das Artwork spricht für sich selbst, schaut euch das nur mal an.


Welche Einflüsse könnt ihr denn für die Texte nennen? Das klingt alles, als ob ihr alle sehr auf Horror-, Zombie- und Splatter-Filme stehen würdet? Vermitteln die Texte eigentlich eine Aussage?

Nein, es gibt keine wirklichen Aussagen in unseren Texten. Und richtig, wir sind sehr von Zombie- und Horror-Filmen beeinflusst. Was für ein verdammtes Klischee, haha. Aber ist ja auch total egal, die Texte passen zu unserer Mucke. Es ist simpel und brutal.





Ihr werdet vermutlich dauernd mit anderen schwedischen Bands wie ENTOMBED, DISMEMBER und GRAVE und bis zu einem gewissen Grad auch mit BOLT THROWER verglichen? In der Promo-Info heißt es ziemlich direkt „Für Fans von frühen ENTOMBED, DISMEMBER und CARNAGE“: Wie steht ihr denn zu diesen Vergleichen und wo seht ihr Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Seid ihr mit dieser Beschreibung zufrieden?

Ich weiß nicht so recht… Wir sind alle über dreißig Jahre alt und haben zu diesen Bands abgeschädelt, als wir aufwuchsen. Wir versuchen nicht krampfhaft, nach Old School zu klingen oder so ein Blödsinn – wir sind alt, hehe!!! Mir selbst ist es total schnuppe, solange wir nicht mit irgendwelchen schwächlichen Poser-Bands verglichen werden. Wir spielen einfach. Die ganze Musik ergibt sich einfach auf sehr natürliche Weise.


Das neue Album wurde erneut in den Black Lounge Studios von Jonas Kjellgren aufgenommen und abgemischt: Wieso habt ihr euch für dieses Studio entschieden? Habt ihr vielleicht damals eine Aufnahme von dort gehört und euch gedacht „Hey, da sollten wir hingehen!“ oder wart ihr jetzt so zufrieden mit den Arbeiten am Debüt, dass ihr keine große Lust hattet, nach einem anderen Studio zu suchen?

Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht viel über die Black Lounge Studios, ehe wir dort „Bloodred Hell“ aufgenommen haben. Wir haben ein oder zwei Konzerte mit CENTINEX gespielt und ich wusste, dass Jonas [Anmerk.: Gitarrist bei CENTINEX] sich schon eine ganze Weile in der Szene befindet, also habe ich Roberth vertraut, als er sein Studio vorschlug. Jonas stellte sich als total witziger Kerl heraus, aber er arbeitet auch sehr professionell. Ich denke mal, dass wir immer mit ihm aufnehmen werden, wenn eine neue Scheibe von FACEBREAKER ansteht. Zieht euch „Dead, Rotten And Hungry“ rein, dann werdet ihr verstehen, warum wir uns für die Zusammenarbeit mit Jonas entschieden haben.


Das vorhin bereits erwähnte Label Rage Of Achilles, das euer erstes Album „Bloodred Hell“ veröffentlichte, ist ja leider pleite gegangen. Bis zu welchem Grad hat das denn die werbetechnische Seite eures Debüts betroffen? Außerdem habt ihr ja auch neues Material geschrieben und aufgenommen, obwohl ihr zu der Zeit gar keinen Plattenvertrag mehr hattet, was von Durchhaltevermögen zeugt. Was hat euch weitermachen und neue Songs schreiben lassen?

Rage Of Achilles hat großartige Sachen für FACEBREAKER erreicht, aber leider hatte ihr Geldmangel einen negativen Einfluss auf die Promotion, und heutzutage ist es beinahe unmöglich, eine CD von „Bloodred Hell“ in die Finger zu bekommen. Vielleicht werden wir es auf Pulverised Records wiederveröffentlichen, das wäre eine coole Sache. FACEBREAKER sind als Band voll bei der Sache und wir werden immer dranbleiben, egal ob wir einen Plattenvertrag haben oder nicht. Das ist das, was wir machen!!


Wie kam denn der Vertrag mit Pulverised Records aus Singapur zustande? Seid ihr mit eurer Wahl bislang zufrieden? Es sollte ja an und für sich kein Problem sein, über Internet und E-Mails in Kontakt zu bleiben, aber Singapur ist ja von Schweden auch nicht gerade ein Katzensprung, um persönlichen Kontakt zu ermöglichen…

Pulverised sind klasse. Sie unterstützen FACEBREAKER zu einhundert Prozent. Unser erster Kontakt zu ihnen entstand eineinhalb Jahre bevor wir für zwei Alben bei ihnen unterzeichneten. Wir stehen über das Internet in Verbindung und bisher gab es keinerlei Probleme. Es ist prima, ein Label zu haben, das wirklich auf Death Metal steht.


Roberth spielt nun auch bei DEVIAN, die kürzlich ihren Erstling „Ninewinged Serpent“ herausgebracht haben. Wie kam denn diese Zusammenarbeit zustande und wie funktioniert das insgesamt, in zwei Bands gleichzeitig zu spielen?

[Robert äußert sich dazu selbst:] Ich habe sie in diesem Herbst bei ihrem ersten Konzert gesehen und wir haben danach sehr viel miteinander geredet. Ein paar Tage später hat mich dann Legion angerufen und gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, bei DEVIAN den Bass zu übernehmen. War ich natürlich! Das sind allesamt prima Jungs! Ich kenne Erik [Legion] seit den frühen Neunzigern und wir hatten sogar zusammen eine Black-Metal-Band so circa 1991/92. Es funktioniert gut, in beiden Bands zu zocken. Ich bin auch noch mit Dread von EDGE OF SANITY in der Band TORTYR. Wir werden bald unsere erste Scheibe veröffentlichen und wir spielen auch oft live und werden in einigen Monaten für eine Woche durch Europa touren. Ich konzentriere mich hauptsächlich auf DEVIAN, da wir zu einhundert Prozent davon überzeugt sind, Touren zu spielen und ein Album pro Jahr aufzunehmen, aber FACEBREAKER wird immer einen hohen Stellenwert für mich besitzen! DEVIAN werden zwischen April und Juni zusammen mit VADER auf Tour gehen. Das wird der absolute Hammer!!





Wie sieht es tourtechnisch bei FACEBREAKER aus? Steht etwas Konkretes an, gibt es Pläne oder Angebote? Mit wem würdet ihr denn am liebsten auf Tour gehen, wenn ihr in diesem Punkt mitreden könntet?

Einige Shows im Januar, Februar and Anfang April stehen schon für Schweden fest, aber noch keine komplette Tour. Hoffentlich können wir bald eine Agentur an Land ziehen, sodass wir über ganz Europa eure Ohren zum Bluten bringen können. BOLT THROWER wären als Band für eine Tour absolut cool. Das wäre echt der Wahnsinn!!!


Was hältst du denn von der derzeitigen Death-Metal-Szene in Schweden beziehungsweise Europa? Wie stehst du denn zu Melo-Death oder Death Metal mit Metalcore-Elementen? Kannst du mit diesen Bands irgendetwas anfangen?

Es gibt haufenweise Bands, aber der Großteil scheint sich darauf zu konzentrieren, zeigen zu wollen, was für tolle Musiker sie doch sind, anstatt einfach gute Songs zu schreiben, bei denen man sich am liebsten die Rübe runterschädeln will. Hunderte Riffs und tausende Melodien, die in einem einzigen Song runtergefrickelt werden. Was ist daran denn bitte schön brutal??? Aber was weiß ich schon, ich lebe ja quasi unter einem Stein im verdammten Wald, hehe.


Welche sind denn deine aktuellen fünf Lieblingsbands, welche fünf Alben sind diejenigen, die du dir momentan am meisten anhörst und welche fünf Alben sind deine Lieblingsplatten aller Zeiten?

Meine aktuellen fünf Scheiben sind BOLT THROWER – „Those Once Loyal“, OBITUARY – „Xecutioner’s Return“, DISFEAR – „Misanthropic Generation“ [neulich habe ich einen Track vom kommenden Album „Live The Storm“ auf MySpace gehört und das klang verdammt überwältigend], SATYRICON – „Now, Diabolical“ und SKITSYSTEM – „Stigmata“.
Meine besten fünf Veröffentlichungen aller Zeiten sind DEATH – „Leprosy“, PESTILENCE – „Consuming Impulse“, SLAYER – „South Of Heaven“, BOLT THROWER – alles, HOBBS’ ANGEL OF DEATH.


Vielen Dank für das Interview und für deine Zeit! Viel Erfolg mit „Dead, Rotten And Hungry“ und vielleicht sieht man euch ja mal live in Deutschland! Die letzten Worte gehören wie üblich dir!

Vielen Dank für das Interesse an FACEBREAKER; das bedeutet uns wirklich viel. Testet das neue Album an; ihr werdet nicht enttäuscht sein!

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 21.01.2008 | 17:33 Uhr

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