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Interviewpartner: Jason Netherton

Knapp vier Jahre haben sich die US-amerikanischen Death/Grinder MISERY INDEX Zeit für ihr nächstes Studioalbum, „The Killing Gods“, Zeit gelassen. Sänger/Bassist Jason Netherton äußert sich im Interview zum am 23. Mai erscheinenden Album.




Hi Jason, wie läuft's vor der Veröffentlichung von „The Kiling Gods“?

Alles ist prima. Wir haben ein umwerfendes neues Album am Start und sind froh darüber, dass wir Euch mit „Conjuring The Cull“ bereits einen Vorgeschmack anbieten konnten! Bestellt die Scheibe bei Season Of Mist vor!


Dies ist Eure erste Veröffentlichung mit Darin an der Gitarre: Hast sich das Schreiben der Songs evtl. verändert, zumal ja auch Mark zunehmend mehr Gesang übernimmt? Und was ist während der letzten vier Jahre seit „Heirs To Thievery“ sonst so geschehen?

Wir haben eine Split mit LOCK UP veröffentlicht, sind wie die Bekloppten getourt und haben Darin Morris als zweiten Gitarristen dazugeholt. Das ist in Kurzform das, was während der letzten paar Jahre geschehen ist.
Darin ist ein prima Rhythmus- und Solo-Gitarrist, der seit „Traitors“ in die Vorproduktionen der Band involviert war. Es war eine sehr schöne Bereicherung, mit ihm tatsächlich auch Songs zu schreiben und live zu spielen. Seine Solo-Talente wurden auf der neuen Scheibe deutlich, aber nicht übertrieben eingesetzt. Er hat einen sehr einzigartigen, aber gleichzeitig klassischen Solo-Stil, und wir als Band können uns glücklich schätzen, dass er auf unserem Major-Label-Debüt vertreten ist. Und sein Songwriting ist auch nicht gerade von schlechten Eltern. Während die Band größtenteils eine gemeinsame Herangehensweise beim Schreiben von Songs verfolgt, so waren seine Anteile am Songwriting signifikant [siehe „Cross To Bear“, „Sentinels“ und „Heretics“]. Insbesondere „Sentinels“ erinnert viel mehr an die „Overthrow“-Tage, als es sonst jemandem möglich war.
Was das Songwriting anbelangt, so haben wir unsere Prozesse schlichtweg verfeinert. Dennoch entstand dieses Album auf gänzlich andere Art und Weise als die letzten Veröffentlichungen. Es hat sich größtenteils wie von selbst geschrieben. Es ist eine ganz andere Angelegenheit als z.B. „Heirs To Thievery“ oder „Traitors“.


Worum geht es bei diesen „tötenden Göttern“ im Titel? Religion an sich oder die damit verbundenen Machenschaften?

Im Großen und Ganzen beziehen wir uns auf den Uneinigkeit stiftenden Einsatz von religiösen Persönlichkeiten bei Unterdrückungen. Das Titelstück und „Faust“ bezieht sich auf dieses, aber auch auf andere Konzepte.




Und genau die ersten fünf Songs stellen dieses Gesamt-Stück „Faust“ dar: Wie kam es zu dieser Überlegung?

„The Killing Gods“ ist ähnlich wie „2112“ von RUSH aufgebaut, indem die erste Seite, „Faust“, einen einzigen langen Song darstellt. „Faust“ ist eine Modernisierung von Goethes Stück „Faust“ und konzentriert sich hauptsächlich auf den zweiten Teil dessen. „Faust“ ist eine der ursprünglichen Allegorien für einen „Pakt mit dem Teufel“ oder auch für den ultimativen Kompromiss. Wir konzentrieren uns auf Aspekte der Erzählung, die sich mit dem Ausmerzen der Welt befassen. Dieses Stück bezieht sich auf Konzepte der Tyrannei und Unterdrückung bis zu ihrem ultimativen Ende durch die modernisierte Geschichte.


Was gibt es außerdem zu den folgenden Liedern zu sagen: „The Killing Gods“, das bereits erwähnte „Sentinels“ und „Cross To Bear“?

„The Killing Gods“ und „Cross To Bear“ behalten musikalisch betrachtet die weiträumigere, epische Stimmung von „Faust“ bei, die mit dem nachfolgenden „Gallows Humor“ wieder ausgeblendet wird. Während wir die thematischen Aspekte von „Faust“ mögen, so wollten wir dies nicht über ein komplettes Album hinweg aufgreifen. Wenn man also bei „Sentinels“ angekommen ist, hat es der Hörer dann mit einer eher traditionelleren MISERY INDEX-Scheibe zu tun.


John Gallagher von DYING FETUS hat einen Gastbeitrag zu „Colony Collapse“ beigesteuert. War das sowieso naheliegend aufgrund der Geschichte zwischen DYING FETUS und MISERY INDEX und da ihr auch miteinander befreundet seid?

John hat ein Gast-Gitarrensolo zum Stück beigetragen. Wir sind alle Freunde und daher haben wir alle sozusagen „mit dem Mist der anderen“ zu tun. Wir müssen z.B. bewusste Anstrengungen unternehmen, damit der Klang von MISERY INDEX, DYING FETUS und PIG DESTROYER sich nicht zu ähnlich wird.


Der Bonus-Track „Thieves Of The New World Order“ ist eine Coverversion von zwei MINISTRY-Stücken – allerdings in einer deutlich zackigeren MISERY INDEX-Version und miteinander verbunden. Ein schöner Ansatz, da viele Bands eher dazu neigen, die Originale einfach nur eins zu eins runterzuspielen...

Diese beiden Songs von MINISTRY sind großartig, aber sie sind ziemlich lang bezogen auf das, was nach heutigen Maßstäben innerhalb der Stücke musikalisch passiert. Wir dachten uns daher, dass es Spaß machen würde, die ganze Sache ein bisschen zu beschleunigen und denjenigen mit einer kurzen Aufmerksamkeitspanne einen kleinen Happen Musikgeschichte zu servieren.


Was kannst Du uns zum Artwork sowie zum alternativen Cover für das Boxset berichten?

Gary Ronaldson [Bite Radius] hat nach unserer Anleitung das gesamte Artwork für das Album erstellt. Er war sehr aufmerksam und hat jedes noch so kleine Detail berücksichtigt. Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Es ist einfach überragend, wie man sehen kann.




Die Aufnahmen fanden wieder in den Wright Way Studios, aber auch im Visceral Sound für die Schlagzeugspuren statt – was naheliegend ist, da Adam ja auch der Drummer von PIG DESTROYER ist. Oder gab es andere Überlegungen hierzu?

Bei MISERY INDEX ist jeder für sein eigenes Instrument verantwortlich. Adam war der Ansicht, dass Scott Hull und er es beim letzten PIG DESTROYER-Album ziemlich gut auf die Reihe gekriegt haben, die Drums unter Dach und Fach zu bekommen. Wir fanden seine Entscheidung, wieder ins Visceral Sound zu gehen, daher nachvollziehbar.
Die restliche Band war mehr als zufrieden damit, wieder Steve Wright für die Aufnahmen und den Mix ins Boot zu holen. Er war in der Lage, uns die zusätzliche Zeit zu geben, um eine organische Produktion zu bekommen. Wir wollten computergenerierte Samples und das ausgeprägte Nachbearbeiten vermeiden, das bei vielen modernen Metal-Alben gang und gäbe ist. Es erfordert jedoch sehr viel Zeit, diesen anderen Weg zu gehen, vor allem bei den Geschwindigkeiten im Grindcore und Death Metal.


„The Killing Gods“ ist Eure erste Studioscheibe für Season Of Mist Records. Ist Euer Vertrag mit Relapse Records einfach ausgelaufen oder wollten Ihr mal etwas anderes mit einem europäischen Label ausprobieren?

Das Live-Album „Live In Munich“ war unsere erste Veröffentlichung beim neuen Label. Season Of Mist ist eine fantastische Firma, die ziemlich schnell die gesamte Metal-Welt übernimmt. Wir haben eine sehr persönliche Verbindung mit dem Label. Sie sind Freunde – manche schon lange, manche sind neu. Wir reden sehr direkt miteinander, und sie sind sehr leidenschaftlich, wenn es um MISERY INDEX oder auch den Metal an sich geht. Die Zusammenarbeit miteinander ist etwa mit jener mit Relapse Records vergleichbar, die auch klasse sind. Season Of Mist sind einfach größer und ein erfolgreicheres Label, wie manche sagen würden. Wie auch immer man das sieht, man hätte wirklich große Schwierigkeiten, ein besseres Label von Weltklasse zu finden, das dazu bereit ist, derart eng mit dem Künstler zusammen zu arbeiten. Sie haben unsere Präferenzen bezüglich des Albums als Maß aller Dinge angesehen, was heutzutage keine alltägliche Sache ist. Sie haben uns damit eine einhundertprozentige künstlerische Integrität ermöglicht.


Von Dir ist vor Kurzem ein Buch namens „Extremity Retained – Notes From The Death Metal Underground“ erschienen. Klingt ziemlich interessant – kannst Du uns mehr zu diesem Projekt berichten?

Mein Buch ist eine erzählte Geschichte sozusagen „direkt von der Quelle“, in der es um die Anfänge des Death Metal geht. Ich habe über ungefähr drei Jahre hinweg diejenigen Personen interviewt, die eine große Rolle bei der Förderung der Szene gespielt haben und dies immer noch tun. Ich glaube, dass dies das erste ethnografische Buch zu diesem Thema ist, das sich derart nahe an der Quelle befindet. Es ist sehr unterhaltsam zu lesen und kann bei Handshake Inc. bestellt werden.


Wie sehen die Tourpläne für MISERY INDEX – abgesehen von den aktuellen Konzerten mit GORGUTS – aus?

Wir werden in Kürze noch viel mehr Termine für Europa ankündigen. Haltet also Augen und Ohren offen und schaut auf unseren Social-Media-Seiten für die neuesten Infos vorbei.


Wir kommen allmählich zum Ende. Gibt es momentan evtl. neue oder auch alte Bands, die Dir aufgefallen sind oder die Du unseren Lesern ans Herz legen möchtest?

Die letzten Alben von CATTLE DECAPITATION, DYING FETUS und PIG DESTROYER sind umwerfend und wahrscheinlich ihre besten Veröffentlichungen bislang. Wer Grindcore mag und nicht völlig hinter dem Mond lebt, kennt vermutlich schon MUMAKIL, MAGRUDERGRIND, ROTTEN SOUND, AFGRUND, FEASTEM und so weiter. Einige etwas obskurere Bands, die ich mir immer wieder gerne anhöre, sind EDGE OF SANITY, DEPRESY, INFESTDEAD, AUTUMN LEAVES und ETERNAL LIES.


Dann danke ich an dieser Stelle für das Interview!




Fotos: John Sisk


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 02.05.2014 | 14:18 Uhr

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