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Interviewpartner: Jeff Waters

Am 24. Mai wird das neue Album der kanadischen Thrasher Annihilator mit dem Titel „All For You..." veröffentlich werden. Aus diesem Zweck hat sich euer geschätzter Mr. Air mit Mastermind Jeff Waters unterhalten. Der gute Jeff entpuppte sich dabei als ebenso eloquenter wie charmanter Gesprächspartner, der nichts anbrennen ließ und munter die eine oder andere Geschichte aus dem Nähkästchen hervorzauberte...


Zunächst mal meine herzlichsten Glückwünsche zum neuen Album. Ein absolutes Meisterstück! Meiner bescheidenen Ansicht nach eines der besten in der Bandgeschichte...

Jeff Waters: Dankeschön! Ich hab wirklich geschuftet, bis mir das Wasser im Arsch gekocht hat! (lacht) Das heißt aber nicht automatisch, daß das Album deshalb auch gut geworden ist, haha! Aber ich denke, alles in allem kann man schon zufrieden sein! Oder nein, du hattest recht! Es ist das verdammt beste Album der Bandgeschichte. (lacht)

Ihr habt einen unglaublichen neuen Sänger, Dave Padden. Wo zur Hölle habt ihr den gefunden? Ich meine, bei welcher Band hat Dave vorher gespielt?
Dave? Er ist wirklich genial. Der beste, den wir je hatten. Nur ihm ist es zu verdanken, daß mit „All For You...“ tatsächlich die herrausragende Scheibe vorliegt, die sie letzten Endes geworden ist. Nun, nachdem Joe (Comeau, d. Vfs.) die Band verlassen hatte, war es an mir, mich durch endlose Auditions und Konzertbesuche zu kämpfen. Das war nicht sehr lustig! Durch Zufall bin ich irgendwann auf dem Konzert einer lokalen Band aus Vancouver gelandet. Und ich fand heraus, daß der Gitarrist dieser Band besser singen konnte als Gitarre spielen! Was glaubst du, wie überrascht er war, als ich ihn einfach so für Annihilator rekrutierte!
Unsere letztjährige Festivaltour im Vorprogramm von Iron Maiden war seine Chance, sich auf der Bühne zu beweisen. Er hatte keine Probleme mit dem alten Material, also dachte ich mir, wie siehts’ wohl mit was neuem aus? Ich meine, der Knabe ist etwa um die 25, und er singt wie ein 20jähriger! Er singt sogar besser als Joe.

Genau. Wo wir gerade beim Thema sind, warum hat Joe eigentlich die Band verlassen?
Nun, die Gründe waren rein privater Natur. Ich habe Joe versprochen, mich dazu nicht öffentlich zu äußern. Seine Gründe waren aber plausibel, von daher ist das Thema für mich erledigt.

Erzähl uns doch mal etwas über die Hintergründe zum neuen Album. Entstehungsgeschichte, Songwriting etc.. Was hat dich inspiriert?
Nun, ich hatte eine Menge persönliche Probleme. Du kennst das ja sicher, der typische Business-Shit eben. Ich musste mich vor drei Monaten von meinem Manager trennen. Der Ärger mit meiner Ex-Frau...mein Sohn, den ich mit einer neuen Beziehung konfrontieren musste. Meine Freundin, mit der ich inzwischen seit einem Jahr zusammen bin, ist übrigens aus Deutschland. Aus Hannover, um genau zu sein! Wir sehen uns leider sehr selten...Dann mein Umzug von Newark nach Ottawa, der mich sehr viel Kraft gekostet hat. Ich habe mich in dieser ländlichen Umgebung zunächst sehr unwohl gefühlt! Die ersten sechs Monate hatte ich mich in meinem Studio verbarrikadiert, um krampfhaft Ideen für neue Songs zu finden. Irgendwann jedoch begann ich, die Landschaft um mich herum mit ihrem unberührten Charme zu geniessen.
Wie du sicher weißt, bezieht ein Musiker seine kreativen Inputs aus allem, was um ihn herum geschieht. Ich habe meine Tage einsam verbracht, und diesen „Geist“ der Natur in mich aufgesaugt. Das hat mich unheimlich inspiriert. Jetzt, nachdem die ganze Chose im Kasten ist, fühle ich mich wieder frei! Dies ist die beste Zeit meines Lebens! Diese ganzen Gefühle, „Liebe“, „Schuld“, „Verzweiflung“, all das bildet die Quintessenz von „All For You...“. Es ist mein reifstes Album.

Ich glaube, das kann ich selber gut nachvollziehen. Inwieweit werden deine Gefühle beispielsweise bei „The One“ reflektiert, meiner Ansicht nach eine der schönsten Metalballaden der Gegenwart? Ich denke, dieses Stück ist sehr persönlich...
Da hast du vollkommen recht. Das besagte Lied handelt sogar von meiner Freundin aus Hannover! Ich habe es ihr gewidmet. Wie schon gesagt, ich vermisse sie sehr! Die Aussage des Stückes ist einfach. „I miss the one I love...“. Das ist einfach zeitlos schön. Diese Aussage kann sich auf jeden beziehen! Wenn du einen Menschen liebst...Jeder kann sich damit identifizieren. So einfach ist das!

Okay. Nun zu etwas scherzhafterem. Inwieweit gilt deine vorherige Aussage für den Song „Both Of Me“? Ich meine, das Stück klingt von seinem lyrischen Kontext her ziemlich „twisted“...wenn ich das mal so sagen darf!
Fuck! Das Stück handelt von einem Typen, der sie nicht mehr alle hat und der aus der Klappsmühle abhaut! Glaubst du etwa allen Ernstes, dieses Lied könnte von mir persönlich handeln? Welch eine Unterstellung. Nein, dieser Song hat nichts, aber auch gar nichts mit mir zu tun! (lacht) Meine diesbezüglichen negativen Emotionen werden eher bei „Demon Dance“ reflektiert, einem wesentlich ernsthafteren Song. Hier habe ich all meinen Ärger und all meine Aggressionen kanalisiert. Bezüglich des Business und allem. Das hat mich fürs erste befreit!

Mal ganz im Vertrauen, Jeff. Bist du tatsächlich ein „Schizo“?
Hell yeah! Verflucht, ich bin ein Schizo! Weißt du, wenn du Musiker bist, erlebst du eine Menge Mist da draußen. Das ewige Touring ist zwar sehr schön, aber verdammt anstrengend. Da schlägt man halt manchmal etwas über die Stränge! Ich habe eine Zeitlang sehr viel getrunken...aber die Leute übertreiben oft. Ich bin Künstler. Wie Alice Cooper. Ich halte viel von Theatralik. Ich bin kreativ und will die Menschen unterhalten. Ich schreibe Songs auf fiktiver Basis. Gleiches gilt für die Charaktere, die sich darin tummeln. Eddie ist ja auch nicht Steve Harris! Manche Menschen nehmen das einfach zu ernst.

Ja, Steve hat noch seine Haare. Aber wo du es selbst angesprochen hast, die Sache mit dem Trinken. Wann hattest du deinen letzten Drink, falls ich das überhaupt fragen darf? Du bist heute vollkommen clean, oder?
Absolut! Ich hatte meinen letzten Drink etwa 1999. Das ist jetzt wohl etwa vier Jahre her. Weißt du, etwa 1988, zu Zeiten von „Alice In Hell“, da hatten wir viele Parties. Alle haben massenweise Koks und solches Zeug konsumiert. Ich sagte immer „No Sir!“. Und habe stattdessen lieber zwölf Bier getrunken...

Oh je, kommt mir irgendwie bekannt vor...
Ja, und das hat sich dann irgendwann gehäuft! Schließlich kamen auch Whiskey und Wodka dazu...

Whiskey? Macht der tatsächlich abhängig?
Absolut. Ich meine, es kann ja nicht schaden, wenn man auf Parties mal so richtig einen zischt! Aber man sollte die Grenze zum Alkoholismus schon rechtzeitig erkennen.

Oh oh...
Alkoholismus ist eine Krankheit! Ich selber war nie körperlich krank, hatte nie einen Autounfall oder sonst was. Dafür bin ich sehr dankbar. Wir hatten immer eine gute Zeit, und viel Spaß. Aber die Alkoholsucht hat beinahe mein Leben ruiniert! Heute passiert mir so etwas garantiert nie wieder.

Das ist sehr schön. Was ganz anderes, in dem Song „The Nightmare Factory“ kommt folgende Zeile vor: „Father Blacksheep have you any wool? Yes sir, yes sir, three bags full.”
Hat diese Zeile irgendeinen satanistischen Kontext?

Hahaha, nein! Ich hab auch keine Ahnung, was sie bedeuten soll. Ich dachte, das könnte sich unter Umständen, ähem, „weird“ anhören!

Das tut es fürwahr! Ich muß sagen, ich bin froh, das Annihilator anno 2004 nicht „auswhimpen“ und immer noch unverfälscht ihren eigenen Sound fabrizieren.
Falls du damit meinst, das wir uns keinen Trends anbiedern, dann gebe ich dir recht! Viele mögen ja unsere Balladen nicht. Aber ein guter Song bleibt ein guter Song! Egal wer ihn spielt...“The One“ beispielsweise. Den könnten Bon Jovi covern, und er würde immer noch gut klingen. Den könnten Metallica covern, und er würde immer noch gut klingen. Bei Slayer bin ich mir allerdings nicht so sicher, haha!

Du hast das böse M-Wort erwähnt!

Ja! Sorry. Worauf ich hinaus will, ist ganz einfach: Wir werden uns niemals anpassen! Wir spielen, worauf wir Bock haben. Punkt.

Wie sehen denn eure Tourpläne für dieses Jahr aus?
Unsere Europatour wird im Juni in Hannover starten, und voraussichtlich bis September oder Oktober dauern. Und noch ein weiteres Schmankerl! Es ist zwar noch nicht offiziell, aber wir werden möglicherweise Judas Priest auf deren Tour supporten!

Priest? Nein! Ich werd wahnsinnig!
Doch! Das letzte Mal waren wir bei ihrer „Painkiller“-Tour mit ihnen unterwegs. Der letzten Tour mit Rob Halford. Ironie des Schicksals, daß wir bei ihrer „ersten“ Tour mit Rob auch wieder dabei sind! Aber das ist, wie gesagt, noch nicht offiziell. Wir mögen unser Label so sehr, und möchten ihnen diese hohen Kosten einer solchen Tour nicht unbedingt zumuten!

Okay. Jeff, was sind eigentlich so deine privaten Hobbies oder Obsessionen?
Nun, mein Sohn ist noch sehr klein. Und er interessiert sich hauptsächlich für Gärten, Pflanzen und Insekten! Ich teile nun diese Freuden mit ihm. Vor allem mag ich Insekten!
Desweiteren beschäftige ich mich zunehmend mit Computern. Ich werde so langsam zum Eierkopf! Die ganze moderne Studiotechnik...

Nun denn, ich finde Insekten auch sehr schmackhaft! Zum Schluß noch eine ernstgemeinte Frage: Falls, was Gott verhüten möge, Dave jemals seinen Job bei Annihilator quittieren sollte, könnte ich dann der neue Sänger werden? Ich bin echt großartig!
Fängt an zu singen: „And I will surviiiive while you diiiieeeee!”
Oh sorry, Jeff, das war ja Death Angel.
Hahaha, du bist mir ja vielleicht einer! Mal sehen. Warum nicht? Aber ich hoffe doch inständigst, daß Dave bei uns bleibt, um uns vor diesem Unglück zu behüten!

Gut gesprochen. Dann bleibt mir nur noch, dir und den Jungs viel Spaß und viel Glück auf der Tour zu wünschen. May the Metal Gods bless you!

AirRaids

Autor: Michael Quien [AirRaids] | 29.04.2004 | 00:48 Uhr

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