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Interviewpartner: Jens Ludwig

Obwohl das letzte Album schon gute zwei Jahre her ist, waren EDGUY doch irgendwie immer präsent. Ob nun durch Aussagen von Tobias Sammet über den Power-Metal oder durch die aktuelle AVANTASIA, irgendwie waren Tobias Sammet, EDGUY und AVANTASIA immer verbunden und so in der Pause von EDGUY nicht mehr weg zu denken. Eine lange Zeit, in der sich viele Fragen auftun. Für viele Antworten stand mir auch ein gut gelaunter Jens Ludwig zur Seite, der über das neue Album und anderes munter drauflos plauderte.



Hey Jens,

erst einmal Glückwunsch zur Fertigstellung der neuen Platte, wie fühlst du dich jetzt?


Danke, ich fühle mich super! Ich denke, dass wir ein starkes Album aufgenommen haben, das bei den Fans gut ankommen wird.


Kommen wir auch gleich zum neuen Album „Tinnitus Sanctus“. – Wie seid ihr auf den Titel gekommen?

Wir wollten am Anfang etwas Großes – Mächtiges, es waren viele Namen im Gespräch, doch am Ende entschieden wir uns für „Tinnitus Sanctus“. Ich meine, was klingt mehr nach Metal als das? [lacht]


Um was geht es in den Songs zur aktuellen Scheibe?

Z.B. beim zweiten Song, „Sex Fire Religion“, geht es natürlich um Sex [lacht]. Worum genau, da musst du bei Gelegenheit mal Tobi fragen. Auf jeden Fall fand er es ganz interessant, auf den Text bezogen diese drei Worte Sex, Fire und Religion irgendwie in einen Kontext zu packen, da ja alleine schon Sex und Religion totale Gegensätze sind. Aber ich denke, dass wir das ganz gut rüber bringen.

Der dritte Song, muss ich persönlich sagen, ist mein Lieblingssong mit „The Pride Of Creation“. Der Song beschäftigt sich mit der Frage, ob Gott Humor hat. [lacht] Grundidee des Songs ist, seht euch Gottes Schöpfungen mal alle genau an, wenn er da nicht mit einer Flasche Wein gesessen hat und sich dabei einen abgelacht hat, weiß ich auch nicht mehr… [lacht]

Grundsätzlich gibt es sehr viele verschiedene Themen auf der Platte. Die meisten Themen sind die, die Tobi selbst betreffen und ihn selbst bewegen. Oft sind dies dann auch ganz emotionale Sachen.


Damals kategorisierte man euch noch als Power-Metal-Band; wie würdest du das mit den letzten Veröffentlichungen sehen?

Ähm, keine Ahnung! Ich tu mich damit selber ganz schwer mit diesen ganzen Bezeichnungen, was ist jetzt Power Metal, was ist True Metal, was ist Heavy Metal, das ist mir alles völlig Wurst, solange die Musik gut ist! Letztendlich würde ich es als Heavy Rock/Rock ’n’ Roll Band bezeichnen. Einfach eine Band, die härten Rock ’n’ Roll spielt. Ich glaube mit der Bezeichnung kann man sich natürlich alles erlauben. [lacht]


Das ist natürlich eine Möglichkeit, sich da heil raus zu schlängeln.

Na was heißt „heil raus zu schlängeln“, wir müssen uns ja nicht aus was rausschlängeln, sondern unser Stil war schon immer irgendwie melodienorientierter Rock/Heavy Metal und ich denke, dass ist auf dem neuen Album nicht anders. Aber ob das nun Leute als Power Metal oder Radio Rock, wie es manche nennen möchten, oder als Schwuchtel Metal [lacht] abtun, das ist mir eigentlich völlig egal. Das geht mir auch so, wenn ich andere Bands höre. Nur wenn jetzt ne Band als *Rock Band* abgetan wird, kann die trotzdem richtig geile Songs haben. Ich denke da an eine Band wie NICKELBACK. Das ist Hard Rock, der richtig aufs Maul geht und da würde auch keiner sagen, das ist eine Metal Band. Aber wenn man sich da mal auf der letzten Platte die Riffs anhört, das ist härter als 90% der Power Metal Songs in meinen Augen. Insofern sollte man da auf Bezeichnungen nicht soviel Wert legen.


Mal ganz ehrlich, was ging da wieder auf dem Bonus Track? Der hat ja mal wieder eine gewisse Kante von EDGUY-Humor, wie kam es dazu?

Tobi hatte einfach, so ähnlich wie bei „Life And Times Of A Bonus Track“, den Text fertig. Er hat ihn mal so aus Spaß geschrieben. Und dann war die Idee, den Song, der ja sehr anstößig vom Text her ist, in ein konservatives Gewand zu packen. Deswegen haben wir für den Song ja dieses Country-lastige Ami-Typische gewählt, um ’nen kompletten Kontrast zu setzten.



Nach Aussage von Tobi hat er ja in der letzten Zeit gesagt, dass ihm diese reinen Speed Nummern ganz schön auf den Keks gehen, aber wenn ich mir mal das neue Album anhöre, ist das nach „Rocket Ride“ wieder ein ganz schöner Schritt nach vorne. Kann man es da irgendwie doch nicht lassen?

Also ich denke, dass es nach wie vor gute und auch schnelle Songs gibt, nach wie vor auch mit Doppel Bass. Was ich auch nicht gut finde und was Tobi meint, ist, wenn Bands schnelle Songs machen, weil die Songs schnell sein müssen. Das halt die Geschwindigkeit gemacht wird, weil die Leute das von einem erwarten. Wo wir wieder beim Power-Metal wären. Ist ein Song weniger Power-voll, nur weil er schnell ist? Ich denke eigentlich net. Das ist dann so der Bereich, man hört ne Band und denkt sich, mein Gott, das hab ich doch schon zig tausend Mal gehört. Und gerade in diesem schnellen Double Bass Bereich sind die Möglichkeiten schnell ausgeschöpft, um da Abwechslung rein zu bringen. Ich denke, gerade mit „Pride Of Creation“ haben wir das wieder sehr gut geschafft. Letztendlich denke ich, das ist das, was Tobi auch meint, dieses ganze Doble Bass „Geschrote“, wo es nur darum geht, die Double Bass hoch zu treiben, und das macht noch lange keinen guten Song aus. Und momentan gibt’s halt eine Double Bass Übersättigung.


Dann sollten ja Missverständnisse aus dem Weg geräumt sein, kam es in der letzten Zeit doch so rüber, als würde Tobi keine Lust mehr auf euer altes Material haben.

Ich muss dazu ganz ehrlich sagen, dass wir heute so einen Song wie „Babylon“ so nicht noch mal machen würden. Den haben wir auf der „Theater Of Salvation“ gemacht und er ist auch nach wie vor ein guter Song, aber den würden wir heute nicht mehr so machen. Der würde irgendwie interessanter klingen, weiterentwickelt sein. Man möchte sich als Musiker ja auch weiterentwickeln. Wäre ja langweilig, immer das Gleiche zu machen. Man sucht ja immer neue Wege, um sich und ja auch den Zuhörer zu überraschen.


Also auf „Rocket Ride“ waren im Vergleich zu den früheren Alben deine Anteile am Songwriting ja etwas zurückgesetzt, wie sieht das auf der aktuellen Scheibe aus?

[lacht] Da sind sie noch weiter zurückgesetzt. Also bei uns ist es momentan so, Tobi macht schon den größten Anteil bei uns - soll er auch, gerade weil er auch singt und er das ja auch alles rüberbringt, aber bei Tobi ist das so, wenn er nicht von vornherein eine Idee dazu hat, kann man es gleich vergessen. Das ist auch voll OK so und das wird auch von allen akzeptiert. Und ich sag mal, das Material ist dadurch nicht schlechter, nur weil ich jetzt kein komplettes Lied geschrieben habe, natürlich stell ich ihm ja auch meine Riffs und so vor und arbeite etwas zum Song aus, aber die Grundideen stammen diesmal alle von Tobi.


Anfang 2009 darf man euch auf Tour bewundern. EDGUY-Konzerte sind immer etwas Besonderes! Gibt es da schon etwas, auf das man sich freuen darf?

Also neben der Tatsache, dass wir spielen werden [lacht], haben wir auch noch einen ziemlich geilen Support am Start. Ich kann nur sagen, dass eine schwedische Band namens H.E.A.T mitfahren muss [lacht], natürlich mitfahren wird, und da freuen wir uns alle sehr drauf. Die sind gerade mal Anfang zwanzig und machen saugeile Musik, da haben wir wirklich eine geile Band aufgetan. Ich bin mir sicher, dass alle Leute das auf den Konzerten auch genießen werden. Weite Informationen zu Supports findet man dann auf unserer Website.


Wenn du dir für die kommende Tour zwei Bands aussuchen dürftest, die ihr als Vorgruppe dabei habt, welche wären das?

Vor EDGUY? Hm, vom Bauchgefühl her würde ich sagen AC/DC, allerdings würde ich nie nach AC/DC auf die Bühne wollen [lacht]. Nein, ich glaube, dass wir mit den jetzigen Bands ganz gut fahren. Generell Bands, mit denen ich gerne mal zusammenspielen würde, da fallen mir spontan nur noch AC/DC ein, weil AEROSMITH durften wir uns letztes Jahr erfüllen. IRON MAIDEN haben wir auch schon erleben dürfen, nur METALLICA, das wäre noch so eine Sache.


Auf der letzten Tour deutete sich schon an, dass ihr weniger von den ersten Platten gespielt habt. Muss man nun damit rechnen, dass die alten Songs irgendwann ganz weg fallen oder kann man immer mit Überraschungen rechnen?

Ich denke, dass wir immer Überraschungen einbauen werden, aber auch so gewisse, ich sag mal, Standards. Es ist halt, je mehr Platten man macht, desto schwieriger wird es, alle Fans glücklich zu machen und eine gute Setlist zu kreieren. Zufriedenstellen kann man alle sowieso nicht, denn es wird immer welche geben, die gerne den einen von der älteren oder neueren Platte gehabt hätten, insofern versuchen wir einfach eine gute Mischung zu machen.

Ihr seid ja keine Truppe von Kummer und so wüsste ich gerne, was das Lustigste war, was du je mit EDGUY auf Tour erlebt hast.

Oh mein Gott [lacht]. Das ist da jetzt sehr schwer, einen speziellen Moment da heraus zu picken. Ich sag mal, wenn wir auf Tour sind dann ist das eine Mischung aus Nachtparty und Junggesellenabend. Wir haben eigentlich immer Spaß und selbst unter den niedrigsten Umständen können wir immer noch eine Menge Spaß haben und eine gute Performance liefern. Ich glaube auch, dass das ein ganz, ganz großer Vorteil dieser Band ist. Ich sag mal, wir können unter allen Umständen unsere Instrumente nehmen und spielen und sind nicht so abgedroschen, dass das nur unter bestimmten Umständen geht. Wir können immer sozusagen [lacht]. Da gab’s schon Konzerte, wo die ganze Technik ausgefallen ist und alles kurz neu ausgerichtet werden musste und wir unter schlechtesten Bedingungen einfach das Konzert vor einer jubelnden Masse gespielt haben und so was vergisst man dann nicht.


Könntest du deine persönliche Reihenfolge der EDGUY-Alben aufstellen, angefangen mit dem, welches du am wenigsten hörst bis zu deinem absoluten Liebling?

Nein, eigentlich nicht! Im Prinzip ist man auf jedes seiner Werke stolz! Klar „Kingdom Of Madness“ höre ich jetzt nicht mehr so oft, aber wenn, dann denke ich mir, es war schon ganz ordentlich. Man muss bedenken, wir waren 17. Am Ende entwickelt man sich ja auch weiter und deswegen kann ich nicht sagen, dass ich eins schlechter oder besser finde.


Welche Platte würdest du jemanden empfehlen, der gerade in den Heavy Metal einsteigt und warum?

Unsere!


Warum?

Warum sollten sie eine andere kaufen? [lacht] Nein, ich denke, dass unsere Platte die nötige Vielfalt bietet, von Power über Rock. Sonst natürlich die Größen – Nach dem Motto „lern gehen, bevor du rennst“. Also wenn, dann mit AC/DC und nicht gleich mit DRAGONFORCE.


Im Internet ist vor einiger Zeit ein kleiner hitverdächtiger Song aufgetaucht, namentlich „Das Reh“. Stimmt es, dass ihr das seid und wenn, was hat es mit diesem Track auf sich?

Klar sind wir das. Das war auf unserer zweiten Demo. Wir setzten dort ein Heinz Erhardt Gedicht um und haben dort noch was hinzugefügt. Man sieht, wir waren schon immer eine verrückter Haufen. [lacht]


Um noch mal auf das aktuelle Album zu kommen, wärst du sehr enttäuscht, wenn die Platte bei den Fans nicht gut ankommt?

Klar wäre ich irgendwo enttäuscht, immerhin steckt man seine ganze Arbeit und Mühe in die Platte und hofft, dass die Platte bei den Leuten ankommt. Wenn nicht, sagt man dann einfach – die verstehen das Werk nur nicht - das ist immer das einfachste, wenn man keinen Erfolg mehr hat [lacht] Nein, ich denke unsere Fans werden das Album mögen, denn es weist alles auf, was EDGUY auszeichnet. Auch wenn man beim ersten Mal hören vielleicht denkt, das ist EDGUY? Spätestens beim zweiten Mal erschließt sich das Werk dann.


Wisst ihr schon, ob ihr nach der Tour eine längere Pause einlegen werdet oder geht’s dann gleich wieder in die Vollen?

Ich denke, es wird dann gleich in die Vollen gehen! Wir gehen ja jetzt auf Tour und die Daten sind ja bisher nur der erste Teil der Tour. Wir werden dann noch in Ungarn, Slowenien, Tschechei und frag mich nicht wo überall, spielen. Natürlich in Japan, USA, Australien und Südamerika. Also hier gibt es keine Pause [lacht].


Dann danke ich dir für das Interview, man sieht sich auf Tour und die letzten Worte sind die deinen.

Hört unsere Platte an und kauft sie, wenn ihr sie gut findet – aber nicht downloaden. [lacht]

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 31.10.2008 | 15:47 Uhr

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