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Interviewpartner: Joakim Brodén

SABATON singen über Helden, so weit so gut. Wir wollten von Sänger Joakim wissen, was es mit dem neuen Album „Heroes“ auf sich hat und baten um ein Gespräch. Wie gewohnt präsentierte sich der Mann gutgelaunt. Kein Wunder, hat er doch in den letzten beiden Jahren mit seiner Band so ziemlich alles erreicht, was man als Metalband erreichen kann.





Hi Joakim. Kaum zu glauben, dass seit „Carolus Rex“ zwei Jahre ins Land gegangen sind. Denkst du auch manchmal, die Zeit vergeht im Flug?

Hahaha, ja so ist es. Ich kann nicht wirklich glauben, dass wir seitdem über 200 Shows gespielt haben. Und zudem noch ein neues Album produziert. Dies ist schon wirklich außergewöhnlich. Ich denke, ich habe in dieser Zeit offensichtlich mehr gemacht als in zehn Jahren davor.


Woher nehmt ihr die Energie, nach all den Shows ins Studio zu gehen und mit einem neuen Album durchzustarten?

Eigentlich gab es bereits neue Ideen, als die Arbeiten zu „Carolus Rex“ abgeschlossen waren. Was ich nicht besonders mag, sind Videodrehs, aber ansonsten liebe ich es, auf Tour zu sein und vor Publikum zu spielen. Was ich aber absolut bevorzuge, ist eben das Komponieren neuer Songs. „Carolus Rex“ war ein Riesenerfolg, was die Verkaufszahlen und auch das Feedback der Fans angeht. Aber wir hatten einige Besetzungswechsel zu verzeichnen, jetzt gibt es ein neues Line-Up für dieses Album. Meine größte Enttäuschung wäre es, wenn die Leute sagen, das Album sei nicht gut und damit den neuen Jungs in der Band die Schuld zu geben. Was eigentlich nicht viele wissen, ich schreibe die ganzen Songs für SABATON, von den ehemaligen Bandmitgliedern hat kaum jemand etwas zur Musik oder den Lyrics beigetragen, das ist ein enormer Druck. Die Furcht, die schlechten Kritiken würde die anderen Jungs treffen, ist während des Songwritings stets vorhanden. Doch zum Glück änderte sich das diesmal, als wir das Studio betraten. Ich habe es vorher noch nie erlebt, sämtliche Gitarren inklusive Overdubs waren in nur drei oder vier Tagen eingespielt. Die waren so schnell, ich hatte gar nicht genug Zeit, die Lyrics bis dahin fertig zu stellen, hahaha.


Gibt es diesmal wieder ein Konzeptalbum?

Sagen wir mal so, es zieht sich ein gewisser roter Faden durch das Album. Wir fokussieren uns diesmal auf individuelle Heldentaten in der Historie des zweiten Weltkrieges. Diese betreffen alle Nationen, die daran teilgenommen haben. Es wird wesentlich emotionaler, wenn du über Einzelschicksale singst, anstatt über Tausende von Leuten. Ich glaube, es sind sehr interessante und emotionale Themen vertreten.





Was sind deine persönlichen Helden, im normalen, privaten Leben als auch in der Karriere?

Im privaten Leben auf jeden Fall Dee Snider von TWISTED SISTER. Er hat mich zum Metalhead gemacht. Als ich drei oder vier Jahre alt war, bin ich zu den Videos von den Songs „We're Not Gonna Take It“ und „I Wanna Rock“ ausgeflippt. Ich selbst kann mich daran nicht erinnern, aber meine Mutter erzählte mir davon. Sie war gerade am Kochen, als sie mich im Wohnzimmer schreien hörte. Sie kam ins Wohnzimmer gerannt, weil sie dachte ich sterbe, dabei bin ich nur vor dem Fernseher ausgeflippt. Einige Jahre später sind Pär Sundström [ SABATON-Bassist ] und ich mit einem Kumpel zu einem Club gegangen, wo Dee Snider mit TWISTED SISTER-Songs aufgetreten ist. Pär kam nicht in den Club hinein, weil er noch jünger war als ich. Eintritt war ab achtzehn Jahren, er war aber gerade siebzehn. Wir fassten einen Entschluss und brachten Pär zurück ins Hotel. Mein anderer Kumpel und ich teilten uns die Karte und wechselten uns nach ein paar Songs ab. Doch dann tauchte Pär plötzlich auf und erzählte uns seine Geschichte. Als er in der Hotellobby Frust schob, erblickte ihn Dee Snider, er war auf dem Weg zum Gig. Er sah Pär und sagte: „He, du bist ein Metalhead. Wieso bist du nicht in der Show?“ Pär antwortete, er sei erst siebzehn. Dee Snider holte seinen Tourmanager und verlangte, dass der Junge mit ins Konzert durfte, andernfalls würde er nicht auftreten. Pär musste ihm dafür versprechen, in der ersten Reihe zu bleiben, damit Dee ihn immer im Auge hatte, falls Pär auf die Idee käme, zur Bar zu gehen. Dee Snider gibt immer alles, egal ob vor 200 oder vor 20.000 Leuten. Mein absoluter persönlicher „Hero“.


Kommen wir mal wieder zurück zum neuen Album. Und zum Song „To Hell And Back“. Dies ist irgendwie kein typischer SABATON-Song, finde ich. Er hat so etwas von ENNIO MORRICONE...

Ja, danke. Ein paar Leute haben dies schon registriert. Ich liebe diesen Stoff und war immer schon der Meinung, Spaghetti-Western-Sound wäre in der Lage, mit Heavy Metal zu kombinieren. Und es funktioniert in der Tat, haha.


Ein weiterer Titel auf „Heroes“ nennt sich „Inmate 4859“. Da steckt eine interessante Geschichte dahinter. Worum geht es in dem Song?

Das ist eine der tollsten Geschichten, die ich je gehört habe. Wir lesen eine Menge über Geschichte und Kriege, aber diese Story ist einfach phantastisch. Es geht um Witold Pilecki, der zu Beginn des zweiten Weltkrieges in der polnischen Armmee diente. Er hörte später von den Gerüchten um die Geschehnisse in Auschwitz und berichtete der polnischen Exilregierung in England davon. Niemand glaubte ihm. Er war kein Jude, aber er fälschte seine Papiere, um sich als Jude in Auschwitz internieren zu lassen. Zweieinhalb Jahre blieb er dort und organisierte den Widerstand, dann entkam er. Wieder erstattete er Bericht und erneut glaubte ihm niemand. Aber er kämpfte weiter, diesmal im Warschauer Ghetto. Nach dem Krieg kamen die Sowjets und die von ihnen eingesetzte Regierung verurteilte Pilecki zum Tode. Eigentlich ist unser kurzer Songtext zu wenig für diese spannende Story.


Sind diesmal wieder ein paar Coversongs geplant? Beispielsweise als Bonustracks, wie beim letzten Album? Ich habe gelesen, ihr covert die finnischen Newcomer BATTLE BEAST?

Ja, genau. Wir haben „Out For Control“ von BATTLE BEAST gecovert. Hauptsächlich aus zwei Gründen. Erstens müssen Coversongs nicht automatisch alte Songs sein und zweitens, das Album von BATTLE BEAST war möglicherweise eines der besten Alben, die letztes Jahr veröffentlicht wurden. Wir lieben diese Band, sie erinnert uns an die 80er Jahre, mit denen wir aufgewachsen sind. Außerdem haben wir noch von METALLICA „For Whom The Bells Tolls“ gecovert,



Ein absoluter Klassiker.

Und einer meiner absoluten Favoriten von METALLICA. Außerdem war es der erste Song, den Pär jemals auf einer Bühne live performt hat, als er noch ein Teenager war. Und für unseren Drummer Hannes war es der erste Song, den er je auf dem Schlagzeug gelernt hat. Desweiteren haben wir noch eine Version der Band RAUBTIER. Die haben einen deutschen Bandnamen, kommen aber aus Nordschweden und singen auch in schwedisch. Der Name des Songs lautet übersetzt „The Way Of The Hero“. Passt ja zum Albumtitel.


Ich habe letztens eure DVD „Swedish Empire“ gesehen, welche auf diesem Festival in Polen aufgenommen wurde. Kannst du das Feeling beschreiben wie es ist, vor solch einer Menge zu spielen? Immerhin waren mehr als eine halbe Million Zuschauer vor Ort.

Ich war sehr nervös, das zerstörte ein wenig das Feeling. Aber nicht wegen den vielen Leuten, sondern weil wir die DVD aufgenommen haben. Aber natürlich hatte ich trotzdem eine Menge Spaß. Wir haben die Chance genutzt, denn vielleicht spielen wir nie wieder vor so vielen Leuten. Über eine halbe Millionen Menschen. Verfrachte das nach Schweden, dann wäre es die zweitgrößte Stadt Schwedens, hahaha. Es war wirklich eine verrückte Erfahrung und ich bin froh, dass wir die DVD gemacht haben.


Kommen wir mal zu einer weiteren „verrückten“ Erfahrung. Ihr seid letztens in einem Fitness-Center aufgetreten. Wie siehst du die Sache, ist es gerade für Musiker auch notwendig, sich gesund und fit zu halten? Oder war das schlicht und einfach ein „Running Joke“?

Beides eigentlich. Ich glaube, Bruce Dickinson wäre nicht immer noch ein solch begnadeter Frontman, wenn er sich nur von Hamburger und Wodka/Cola ernähren würde. Ja, ich denke, es ist sehr wichtig. Ich bin selbst jemand, der gern mal ein Bier trinkt und Party macht und ich bin absolut kein „Gesundheitsfreak“, aber ich achte auf meinen Körper und will die Sache ja noch mindestens zwanzig weitere Jahre machen. Unser persönlicher Trainer, der uns auch manchmal auf Tour begleitet, fragte nach, ob wir nicht mal so ein Trainig für jedermann machen wollten, ob wir ein Konzert auf Spinningwheels und dergleichen geben könnten. Gute Idee, wir spielen immer vor einer schwitzenden Meute, jetzt sind wir es, die schwitzen. Wir machten es unter einer Bedingung, wir wollten im laufenden Betrieb spielen, wenn die anderen Leute tatsächlich sportlich aktiv sind. Die haben aber nur 40 oder 45 Bikes, das Event war schnell ausverkauft, so dass wir zwei Gigs spielen mussten, insgesamt wohl knapp drei Stunden Bicycle-Workout. Für mich als Sänger nur mit dem Mikrofon kein Problem, ich hampel auf der Bühne auch viel herum. Aber die anderen mit ihren Instrumenten mussten die ganze Zeit im Sitzen spielen. Und die Sitze dieser Fahrräder sind nicht sehr komfortabel, hahaha.


Ich habe im Dezember euren Gig in Karlsruhe gesehen, als ihr den Songtitel „Gott mit uns“ kurzfristig in „Noch ein Bier“ abgeändert habt.

Das war wirklich ein „running joke“, hahaha. Mein deutsches Vokabular ist eher bescheiden. Da wir gern Bier trinken, kenne ich eben das Wort „Prost“ und verwende es häufig. Die Fans in Deutschland schreien nun immer „Noch ein Bier“ statt „SABATON“, was uns animiert hat, den Chorus in dem Song einmal umzuändern. Wir mögen solche Spässe, warum nicht.




Zu guter Letzt möchte ich dich bitten, ein Grußwort für die Leser von metalnews.de abzugeben.

[ Joakim spricht in deutsch...] Noch ein Bier, bitte.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 17.05.2014 | 18:29 Uhr

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