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Band: Metalnews nach 'Lo Sound Desert' durchsuchen Lo Sound Desert
Interviewpartner: Joerg Steineck

Die Geschichte der Rockmusik, die während der 90er Jahre in den kalifornischen Wüsten das Licht der Welt erblickte, hat ihren ganz eigenen Charme und begeistert auch heute noch Generation um Generation. Der Berliner Regisseur Joerg Steineck, der sich bereits für die TRUCKFIGHTERS-Fuzzomentary verantwortlich zeichnet, hat nun ein neues Filmprojekt namens „Lo Sound Desert“ an den Start gebracht, das den Ursprung von Szenegrößen wie KYUSS oder FU MANCHU sehr genau unter die Lupe nimmt.




Hi Joerg und vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst! Wie geht es dir?

Hi Timon, mir geht's gut. Vielen Dank für die Möglichkeit hier unsere derzeitige Kampagne vorstellen zu können.


Du hast mit Lo Sound Desert ein echtes Mammutprojekt ins Leben gerufen, nämlich einen Film über die Geschichte des Stoner Rock. Wie ist diese Idee entstanden?

Da ich 2005 in San Diego „Film“ studiert habe und damals auf der Suche nach geeigneten Studienprojekten war, kam es mir ganz gelegen, dass eine Band aus der Wüste auf der Suche nach jemandem war, der für sie ein Musikvideo produziert. Das waren zwei Jungs von UNIDA, einer Band, deren Sänger ehemals der Frontmann einer bekannten Band namens KYUSS war. KYUSS hatte ich Jahre zuvor gehört und sehr gemocht, daher war die Entscheidung, aus dem Musikvideo etwas Größeres zu machen, recht einfach. Der Film ist aber nicht die Geschichte des "Stoner Rock", sondern die Geschichte der Musikszene der kalifornischen Wüste, die letztlich viel mehr zu bieten hat, als "nur" das, was man allgemein als Stoner- oder Desert Rock bezeichnet. Es ist die Geschichte einer Punk Rock-Szene, die sich aufgrund nächtelanger Wüsten-Parties zu einer experimentellen, grooveorientierten Jam-Musikszene entwickelt hat. Daraus entstanden Bands wie KYUSS und QUEENS OF THE STONE AGE, die auch im Film vorgestellt werden.


Eine Idee auf dem Papier ist die eine Sache – eine Idee, die in die Tat umgesetzt wird, ist die ganz andere. Woher nimmst du deine Motivation?

Zu Beginn war es reines Interesse, selbst mehr über diese Szene zu erfahren. Und es war sehr spannend hinter die Kulissen schauen zu dürfen und Leute kennenzulernen, die zwar bisher wenig von dem Erfolg größerer Bands profitiert, aber dennoch selbst sehr hochwertige Musik geschaffen hatten. Leider hat sich die ganze Produktion des Films stark in die Länge gezogen, und irgendwann geht es halt nur noch darum, die Dinge zu Ende zu bringen.




Und wie bist du überhaupt beim Film gelandet?

Ich arbeite viel im Videobereich, beispielsweise für Bands, aber auch als Grafiker und Illustrator und versuche Bereiche zu kombinieren, soweit dies möglich ist. Daher weiß ich nicht, ob ich überhaupt beim Film "gelandet bin". Bisher waren alle meine Projekte reine DIY-Arbeiten, wie z.B. der Film über die Band TRUCKFIGHTERS (übrigens ein "Perk" bei der Lo Sound Desert Funding Campaign) - und auch meist ohne ein richtiges Team. Ich bin auch nicht sicher, ob ich so etwas wie einen kompletten Film nochmals auf diese Art angehen würde, aber ich bin froh, dass genau das dabei entstanden ist, was ich mir zu Beginn erhofft hatte.


So ein Film frisst viel Zeit und erfordert eine Menge Know-How. Kannst du den gesamten Prozess zusammenfassen? Womit habt ihr angefangen - was sind die letzten Schritte?

Am schwierigsten war sicherlich das Beschaffen von gutem Original-Bild- und Videomaterial, alte Videoaufnahmen von Parties in der Wüste beispielsweise. Das gelang erst, als ich Mario Lalli (FATSO JETSON) für mein Projekt gewinnen konnte. Er ist sowas wie der "Godfather" der Szene und hat jede Menge Türen geöffnet. Jemanden wie ihn braucht man einfach, um aus einem
Standart- "Talking-Head"-Dokufilm, die es leider zu häufig gibt, etwas Hochwertigeres zu machen. Der letzte Schritt - und leider nun auch eine Alles-Oder-Nichts-Angelegenheit - ist aber nochmals eine Hürde, die ich alleine nicht bewältigen kann: Das Bezahlen der Musikrechte für Bands wie KYUSS, QUEENS OF THE STONE AGE und FU MANCHU. Aus diesem Grund haben wir eine Funding Campaign initiiert, die es uns ermöglichen soll, diese Rechte zu bezahlen und im Anschluss den Film herauszubringen.




Wo werden unsere Leser euren Film sehen können?

Falls wir die Kampagne erfolgreich abschliessen, werden wir den Film direkt zu internationalen Festivals schicken. Danach erfolgt dann eventuell eine Kinotour, DVDs/Streaming-Möglichkeiten als letztes, aber wohl noch in diesem Jahr. Dennoch richtet sich dies nach dem positiven Ausgang der Kampagne. Verfehlen wir das Ziel, wird der Film auf meiner Festplatte ein friedliches Ende finden. Das ist leider bittere Wahrheit!


Ist es unseren Lesern möglich, eure Arbeit zu unterstützen?

Klar! Wir sind zwar mittlerweile bei 80% aber die Zeit wird knapp und es fehlt noch ein stolzer Betrag von 1880,- Euro, damit wir unser Ziel erreichen. Das ist machbar, und natürlich werden die Unterstützer auch mit exklusiven Perks/Geschenken bedacht: Unsere Kampagne bietet neben DVD's/Downloads, den üblichen Credits im Abspann auch einige sehr interessante Perks, - für Bands beispielsweise: unter anderem ein professionell produziertes Live-Musikvideo, das dann auf unserer Facebook Seite promotet wird - mit immerhin 27000 Likes. Sowas kann kleineren Bands schon gut weiterhelfen. Gleichzeitig geht es aber auch um die Zukunft dieses Films, der viele Leute ansprechen dürfte, die nicht nur Stoner-/Desertrock fixiert
sind, sondern gute Rock Musik, interessante Charaktere und eigentümliche Landschaften zu schätzen wissen. Und letztlich uninspirierte, glattgebügelte Standard-Musikdokus zum Kotzen finden. Denn das ist Lo Sound Desert nicht.

Timon Menge [Timon]

Autor: Timon Menge [Timon] | 02.06.2015 | 13:35 Uhr

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