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Interviewpartner: John

Mit ihrem neuen Album „IV: Empirese Collapse“ haben die kalifornischen Thrasher WARBRINGER gezeigt, dass sie sich kaum auf ein Genre beschränkt sehen wollen und durchaus zu stilistischen Experimenten in der Lage sind. Anschließend durfte die Truppe sodann mit ihren Label Kollegen ICED EARTH sowie den australischen Newcomern ELM STREET auf Tour. Wir nutzten die Gunst der Stunde und trafen Frontmann John Kevill vor der Show im Münchner „Backstage“.






Hallo John und vielen Dank, dass Du Dir einen Moment für uns nimmst! Wie ist die Tour bisher gelaufen?

Die lief bisher sehr gut. Zusammen mit ICED EARTH und ELM STREET ist das alles sehr entspannt und die Dinge laufen nach Plan. Wir hatten sehr viele gute Shows und es kamen immer eine Menge Leute.


Wie kommt Euer neues Material an?

Sehr gut! „Turning Of The Gears“, „Hunter Seeker“ und „Scars Remain“ kommen allesamt sehr gut an – mit dem letzten fangen wir sogar hin und wieder unser Set an, weil der direkt einsetzt. Anders als auf der letzten Tour haben wir diesmal auch an fast jedem Abend „Iron City“ gespielt. „Towers Of The Serpent“ haben wir auch schon oft dabei gehabt und das ist einer meiner Lieblingssongs für das Live-Programm, obwohl er verdammt schwierig umzusetzen ist [lacht].


In letzter Zeit haben sich bei Euch einige Besetzungswechsel eingestellt – unter anderem habt Ihr die Überreste von MANTIC RITUAL in die Band aufgenommen. Wie kam das?

Ja, aus irgendeinem Grund scheint es uns unmöglich zu sein, ein stabiles Line-Up auf die Beine zu stellen. Jeff Potts [Gitarre, Anm. d. Red.] hat uns wieder verlassen, nachdem wir das Album aufgenommen hatten, und jetzt ist Adam Carroll wieder dabei. Ich meine, die Jungs von MANTIC RITUAL sind ja nicht irgendwelche Fremden – wir kennen sie schon seit einer Ewigkeit und sind gut befreundet. Wir sind uns in Pittsburgh immer wieder begegnet und als sie in Los Angeles gewohnt haben, bin ich auch mit ihnen herum gehangen. Als es MANTIC RITUAL dann nicht mehr gab und Ben Mottsman und Jeff Potts bei uns in der Gegend wohnten, haben wir sie gefragt, ob sie aushelfen könnten. Ben ist sicher der beste Bassist, den wir je hatten. Adam hat die Band nie wirklich verlassen, aber er musste sich um Familienangelegenheiten kümmern, also hat Jeff seinen Weg zu uns gefunden. Als Jeff wieder weg wollte, kam Adam gerade wieder zurück, also hat das alles sehr gut zueinander gepasst. Sie haben ja auch beide sehr gut zu uns gepasst. Wenn wir etwas an der Besetzung verändern müssen, dann suchen wir nach Leuten, die zur Mentalität der Band passen. Jede Band hat ihre eigene Mentalität und so lange die Leute, die bei uns spielen, da reinpassen, sind das nach wie vor wir.


Jeff Potts hat mit seinem eher rockigen Spiel ja auch frischen Wind in Euren Sound gebracht...

Ja, auf jeden Fall! Ich meine, bereits auf „Worlds Torn Asunder“ gab es Gitarrenharmonien und einige weitere Sachen, die eher rockig ausgefallen sind und das hat uns sehr gut gefallen. Wir spielen live auch gerne unser „We Are The Roadcrew“-Cover von MOTÖREAD und das ist ja ganz klar eher Hard Rock, also haben wir beschlossen, das es bei uns ab und an ruhig ein bisschen rockiger werden darf, damit wir unsere Sets ein bisschen interessanter gestalten können. Ich mag es, wenn man erst diese schnellen, brutalen Riffs hat und dann löst sich das in etwas auf, das einfach rockt – das löst die Spannung auf ziemlich geile Art. Ich denke auch, dass das bei uns sehr gut funktioniert und es kann gut sein, dass wir das auch in Zukunft machen werden. Abgesehen von Old School Metal und Thrash und vielleicht einem kleinen Teil des Death Metals vergessen viele Metal-Spielarten, dass es hier immer noch um Rockmusik geht. Wenn man mal ehrlich ist, ist Metal nichts weiter als Rockmusik auf Steroiden [lacht]. Aber wenn Metal das vergisst, dann kommt da normalerweise nichts bei raus, was mir gefällt.







Wie funktioniert das Songwriting bei WARBRINGER, wenn man bedenkt, dass Ihr mit häufigen Besetzungswechseln umzugehen habt?

Naja, seit „Empires Collapse“ fertig geworden ist, haben wir noch keine neuen Songs geschrieben. Wir haben jetzt ohnehin schon wieder eine andere Besetzung als auf der letzten Tour, weil viele von uns sich um ihren persönlichen Kram kümmern müssen oder einfach gerade nicht das Geld haben, um zu touren. Es scheint, als müssten wir ständig irgendwas ändern, um die Maschine am Laufen zu halten. Ich bin im Augenblick eigentlich die einzige Konstante. Diesmal musste John Laux [Gitarre, Anm. d. Red.] zuhause bleiben, er wird von jemandem aus der lokalen Szene in Los Angeles vertreten und am Schlagzeug sitzt derzeit Blake Anderson von VEKTOR. Wir mussten in letzter Zeit öfter ein oder zwei Musiker in kurzer Zeit auf unser Material vorbereiten, also habe wir da inzwischen Übung drin. Ich habe mir am Anfang auch etwas Sorgen gemacht, ob das auf dieser Tour alles gut laufen würde, aber das Line-Up funktioniert bestens und die Shows waren bisher alle super. Von den Fans fragt mich auch keiner danach, es sei denn, ich spreche das Thema an, also merkt es wohl keiner und das ist ein gutes Zeichen [lacht].


Würdest Du zustimmen, dass „IV: Empires Collapse“ kein gradliniges Thrash Metal-Album mehr ist?

Ja. Ich denke, dass die Platte immer noch sehr thrashig und aggressiv ausgefallen ist, aber hinter diesem Album steckt ein bestimmter Gedankengang: Wir haben häufig mit Leuten gesprochen, die nichts über unsere Musik zu sagen hatten, außer, dass sie in unseren Einflüssen KREATOR, SLAYER, EXODUS und TESTAMENT etc. heraushören. Und ja, klar stehen wir auf Thrash Metal, darum machen wir das hier ja schließlich, aber wir waren immer sehr stolz darauf, dass wir unsere eigene Form von Thrash Metal geschrieben haben. Mit dem neuen Album wollten wir sowohl im Hinblick auf die Musik als auch auf das Album-Cover verdeutlichen, dass wir nicht bloß einfach Thrash Metal spielen und irgendwelches Retro-Zeug kopieren, sondern durchaus unser eigenes Gesicht haben. Auch auf „Worlds Torn Asunder“ gab es mit „Futuer Ages Gone“, „Demonic Ecstasy“ und zum Teil auch „Treacherous Tongue“ einige Songs, die kein gradliniger Thrash Metal sind, aber trotzdem in den Kontext passen. „Master Of Puppets“ von METALLICA hat eigentlich auch nur drei echte Thrash-Songs und gilt dennoch als Thrash Metal-Platte. Das meist davon ist aber gar nicht so schnell, eigentlich enthält das Album sogar recht viele langsame Nummern. Aber Kontext und Präsentation machen es trotzdem zu einem wichtigen Teil des Genres. Auf unserem neuen Album gibt es mehr Vielfalt und die Songs unterscheiden sich mehr voneinander. John Laux wollte eher in eine punkige Richtung gehen und ich war in der Stimmung für mystische Texte im Stile alter DIO-Sachen. Carlos [Cruz, Drums, Anm. d. Red.] wollte gerne etwas progressiver werden und so haben wir uns in der Mitte getroffen. Wir wissen, dass was auch immer wir machen, es muss in den Kontext der Band passen, was alles ein bisschen aggressiver macht. Ich denke auch, dass es mehr Melodien auf „Empires Collapse“ gibt. Wir wollten, dass die Platte melodiöser und eingängiger wird und sich die Songs mehr wie „Songs“ im eigentlichen Sinne anfühlen. Aber natürlich wollten wir auch keinerlei Tralala-Melodien auf dem Album haben.


“One Dimension“ ist zum Beispiel ziemlich punkig ausgfallen...

Genau! Ich sehe das so: SODOMs „Agent Orange“ ist ein absolutes Thrash Metal-Album, aber da ist „Ausgebombt“ drauf und das ist ja wohl auf jeden Fall ein Punk Rock-Song. Wir versuchen immer, ein möglichst vielfältiges und interessantes Album zu machen und innerhalb des Thrash-Kontextes alles zu machen, was funktioniert. Ein aggressiver Punk-Song kann ohne Schwierigkeiten neben einer Thrash-Nummer stehen, aber ich glaube zum Beispiel nicht, dass WARBRINGER eine langsame Ballade schreiben könnten. Der andere Punk-Song auf dem Album ist „Scars Remain“, der eher in die Richtung Crust Punk geht und „One Dimension“ ist ja eher eingängig. Wir haben „Scars Remain“ schon recht oft live gespielt und das funktioniert wirklich gut. Alle Riffs kommen direkt aus dem Punk, aber die Drums sind definitiv thrashig.


Die limitierte Auflage des neuen Albums kommt mit einer Bonus-DVD, die ein volles Konzert von Euch enthält – was kannst Du uns darüber erzählen?

An diesem Abend haben wir das fünfjährige Jubiläum unseres Debüt-Albums „War Without End“ gefeiert. Wir wollten sowas schon immer mal machen: Anstatt einfach ein paar unzusammenhängende Songs zu spielen, wollten wir mal ein komplettes Album spielen. Die Leute bitten uns oft, alte Songs zu spielen und das machen wir schon auch ab und an, aber auf einer Tour wie dieser haben wir gerade mal 45 Minuten zur Verfügung und da können wir nicht viel mehr als ein oder zwei alte Nummern im Set unterbringen. Aber da die Leute gerne mal wieder solche Songs wie „Dread Command“ oder „Hell On Earth“ hören wollen, haben wir beschlossen, vier Konzerte zu spielen, bei denen wir das komplette erste Album ins Programm nehmen. Wir haben von einer dieser Shows eine DVD gemacht und da bestand die Setlist aus „Living Weapon“, „Severed Reality“, „Wake Up, Destroy“ und dann dem kompletten ersten Album. Am Ende spielen wir dann noch zwei neuere Nummern. Wir haben im „Whisky A Gogo“ aufgenommen und das ist ein wirklich bekannter alter Rock-Club in Los Angeles. Es ist eine der Locations, in denen wir angefangen haben und bei diesem Konzert haben wir dort als Headliner gespielt und der ganze Laden war ausverkauft – das war natürlich ein tolles Gefühl. Aber im Endeffekt ging es nur darum, dass wir das ganze erste Album besser und schneller spielen, als man es auf der Platte hören kann.






Nun hat aber gerade der Sound der DVD eher Bootleg-Qualität. Könnt Ihr Euch vorstellen, mal eine „richtige“ Live-DVD zu machen?

Was den Sound angeht stimme ich Euch zu – der ist tatsächlich nicht ganz so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber die Show selbst ziemlich gut geworden, denn das Publikum war an dem Abend echt der Hammer. Ich würde dem Sound des Mitschnitts vermutlich eine 7/10 geben und es stimmt schon: Ich würde gerne mal etwas, das eine 9/10 oder 10/10 verdient, veröffentlichen. Aber man muss nehmen, was man kriegen kann und diese Show war eben für eine Veröffentlichung geplant und das haben wir dann auch so gemacht. Es ging mir auch darum, eine neue Aufnahme des gesamten ersten Albums zu haben, denn ich finde, dass wir auf „War Without End“ ziemlich schlampig gespielt haben. Das war immerhin unsre erste Platte und wir waren eine ziemlich junge Band. Man sieht das bei vielen Thrash Metal-Bands: Die fangen mit wahnsinnig viel Energie und Spielfreude an, aber das ist alles noch recht krude. Zwei Alben später sind sie dann schon um Welten besser. So war es z.B. bei KREATOR, aber das ist bei weitem nicht das einzige Beispiel. Bei uns war das genauso. Wenn man sich mal „Waking Into Nightmares“ anhört, dann ist da alles schon deutlich tighter. Selbst wenn wir versucht hätten, auf der Platte Fehler zu machen, hätte unser Produzent uns das nicht erlaubt [lacht]. Ich bin aber auch kein Fan davon, seine alten Platten neu Aufzunehmen, wie es viele Bands machen. Live ist das aber ein bisschen anders, denn da hat man immer noch diese rohe Energie. Wir können damit ganz gut zeigen, dass wir immer noch die gleiche Band sind, aber eben um ein Vielfaches besser. Wie wir vorher gesagt habe, ist das neue Album ja auch etwas experimenteller geraten. Und dadurch, dass wir die Platte zusammen mit einer DVD, auf der wir die komplette „War Without End“ spielen, veröffentlichen, zeigen wir den Fans, dass wir uns durchaus daran erinnern, wer wir sind.


WARBRINGER haben die Rückkehr des Thrash Metal von Anfang an miterlebt. Wie beurteilst Du die derzeitige Metal-Szene?

Ich würde sagen, dass es der bestens geht. Ich glaube aber auch, dass die Leute dieser angeblichen Rückkehr des Thrash Metal zu große Bedeutung beimessen. Jeden Tag taucht eine neue Thrash-Band auf, aber alleine deswegen gefällt mir das noch lange nicht. Da muss schon auch das Songwriting und all das stimmen. Aber in letzter Zeit sind etliche gute Platten erschienen. Wir haben ja den Kerl von VEKTOR in der Band und die gefallen mir ganz gut – ich finde, das ist eine frische Art, an Thrash Metal heran zu gehen. Die letzten beiden Platten von TOXIC HOLOCAUST haben mir auch sehr gut gefallen, weil das so richtig schön rotzig ist und ENFORCER aus Schweden finde ich auch ziemlich geil. Die schrieben einfach so richtig schönen, eingängigen Heavy Metal mit einer gehörigen Portion Energie. Aber Momentan kommen haufenweise gute Alben aus jeder Metal-Richtung auf den Markt und damit ist die Szene sehr gut ausgewogen.


Damit sind wir auch schon fertig – vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 23.02.2014 | 20:44 Uhr

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