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Interviewpartner: Jon Howard

Mit dem fetten Debütalbum "Under Reprisal" [2006] standen bei den kanadischen Hopefuls THREAT SIGNAL alle Zeichen auf Sturm. Die moderne Metal-Mischung traf den Zahn der Zeit und führte zu mehr als nur Achtungserfolgen. Aber leider kommt manchmal alles anders als man denkt: Statt massiv zu touren und schnell ein neues Album nachzuschieben, verloren sich THREAT SIGNAL in nicht enden wollenden Line Up-Querelen. Jetzt, satte drei Jahre nach dem Debüt, ist die Band mit dem starken Zweitling "Vigilance" wieder am Start. Sänger Jon Howard ist der einzige "Überlebende" der damaligen Besetzung und erklärt, wie es soweit kommen konnte.




Was waren die Gründe für die lange Funkstille im THREAT SIGNAL-Camp?

Hauptsächlich lässt sich die lange Pause zwischen den beiden Alben und das wenige Touren auf die Besetzungswechsel zurückführen. Von Anfang an ging bei THREAT SIGNAL alles sehr schnell. Wir mussten in einem kurzen Zeitraum Bandmitglieder finden, um Shows spielen zu können und "Under Reprisal" aufnehmen zu können. Bei diesem Tempo konnten einige Leute nicht mithalten und sind einfach kollabiert. Seitdem hatten wir genügend Zeit, um die Band so zu formen, wie sie von Anfang an hätte sein sollen. Ich bereue aber keineswegs, was bei dem ersten Albumzyklus abging, da es dazu beigetragen, wo wir heute stehen. THREAT SIGNAL sind jetzt jedenfalls stärker und kräftiger als je zuvor und werden noch ein ganzes Weilchen durchhalten.


Du hast die massiven Line Up-Wechsel schon angesprochen und die Gründe angedeutet. Könntest du da noch etwas konkreter werden?

Wie schon gesagt: Wir mussten sehr schnell eine Band zusammenstellen und manche Mitglieder haben nicht realisiert, worauf sie sich einlassen. Es war immer die Rede davon, dass wir, um unsere Musik live zu promoten, in einem kleinen Van übernachten und vielleicht sogar hungern müssen, aber als es dann wirklich so weit kam, gaben sie alle auf. Sie haben alle ein Leben zuhause, das ihnen wichtiger als die Band war. Ich kann nicht wirklich sauer auf die Jungs sein, da nicht jeder für so ein Leben geschaffen ist, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht hintergangen fühle. Andererseits bin ich auch froh, dass sie gegangen sind, denn sonst hätte ich niemals diese tollen Musiker und Freunde gefunden, mit denen ich jetzt in einer Band bin. Es wäre natürlich toll gewesen, wenn THREAT SIGNAL gleich mit diesem Line Up gestartet wären, aber wie wir alle wissen: Shit happens. Wenigstens lernt man daraus.




Dann erzähl doch mal etwas zu eurem neuen Album "Vigilance".

"Vigilance" ist ein sehr dynamisches und natürliches Album. Es nimmt dich von Anfang mit auf eine abwechslungsreiche Reise. Im einen Moment kickt dir das Teil mit dem heftigsten Riff, das du dir vorstellen kannst, in den Arsch, im anderen verlierst du dich in einem eingängigen, melodischen Part. "Vigilance" ist eine Achterbahnfahrt mit Metal-Riffs, aggressiven Vocals, eingängigen Gesangslinien und schönen Gitarrenmelodien. Ich würde sagen, dass "Vigilance" die Elemente von "Under Reprisal" auf ein höheres Level hievt. Wir haben viele ähnliche Stile und Techniken benutzt, aber dieses Mal eben besser umgesetzt als früher. Wenn du dir "Under Reprisal" in heavier, grooviger und melodischer vorstellen kannst, dann weißt du, was dich erwartet. Wenn du "Under Reprisal" mochtest, dann wird dich "Vigilance" nicht enttäuschen!


Wie haben sich die neuen Mitglieder auf das Songwriting ausgewirkt?

Das Songwriting lief sehr entspannt und stressfrei ab. Wir haben uns Zeit gelassen und das Ganze so aufgezogen, wie wenn wir einfach nur ein paar Freunde wären, die zusammen abhängen. So sollte das eigentlich auch sein. Ich habe jedenfalls zu keinem Zeitpunkt den Druck verspürt unser Debütalbum übertreffen zu müssen. Die Demos, die wir immer wieder aufgenommen haben, klangen so fantastisch, dass wir uns da um nichts Gedanken machen mussten. Mit den neuen Leuten arbeitet es sich unglaublich einfach. Sie sind sehr kritikfähig, es ist also kein Problem, wenn ich mal ein Riff oder eine Songidee von ihnen total auseinander nehme, wenn es nötig ist. Vom ersten Tag an war ich bei THREAT SIGNAL am Songwriting beteiligt und habe unsere Sachen produziert und aufgenommen - also wird alles, was diese Band veröffentlicht immer nach THREAT SIGNAL klingen. Adam [Weber, Gitarre - d. Verf.], Pat [Kavanagh, Bass - d. Verf.] und ich haben letztlich das gesamte Album geschrieben. Es ist unglaublich, dass die Jungs die gleiche Vorstellung und Vision wie ich von dem Sound von THREAT SIGNAL haben. Das macht es unheimlich einfach zusammen Songs zu schreiben.


Wo habt ihr das neue Album aufgenommen und was gibt es über die Aufnahmen zu berichten?

Ich habe das Album produziert. Das ist meine erste richtige Albumproduktion. Ich habe zwar seit jeher immer die THREAT SIGNAL-Demos aufgenommen und produziert, aber "Under Reprisal" wurde bekanntlich von Christian Olde Wolbers [ex-FEAR FACTORY-Gitarrist und Kollege von Jon bei ARKAEA - d. Verf.] produziert. Das meiste Zeug wurde in meinem Homestudio aufgenommen, so dass wir nicht wirklich den Druck hatten, schnell fertig zu werden. Wir konnten also experimentieren und Parts so lange verändern, bis sie uns wirklich gefallen haben. Das hat wirklich Spaß gemacht und uns viel Stress erspart. Für die Rhythmusgitarren sind wir allerdings in die Temple Studios von Raymond Herrera [ex-FEAR FACTORY-Drummer und ebenfalls Kollege von Jon bei ARKAEA - d. Verf.] in Kalifornien gegangen. Das hat uns ermöglicht, mit unserem Wunschequipment zu arbeiten. Es ist unglaublich, was dort für geile Amps rumstehen! Jedenfalls hat uns das zu einem massiven Sound verholfen. Die Aufnahmen zu "Vigilance" haben im Oktober 2008 begonnen und im April 2009 geendet.


Die Lyrics sind ebenfalls dein Gebiet. Erzähl doch mal ein wenig darüber.

Jeder Text auf der neuen Scheibe bedeutet mir etwas. Ich war wirklich motiviert, Lyrics mit Substanz zu schreiben und nicht einfach nur auf Kommando irgendwelche Worte rauszuhauen, die cool klingen, aber keinen Sinn ergeben. Ich schreibe über alles, was mich gerade beschäftigt. Das können politische oder persönliche Themen sein, aber ich versuche in jedem Song auf positive Aspekte zu kommen. Ich gehe zwar sehr viele negative Themen an, aber es geht darum, immer wieder die positive Seite von Dingen zu entdecken und Lösungen zu finden. Die Welt an sich ist schon negativ genug, da will ich nicht auch noch meinen Teil dazu beitragen. Ich will die Leute nur auf gewisse Dinge aufmerksam machen und ihnen dann Kraft geben. "Afterlife" handelt zum Beispiel von einer guten Freundin von mir, die letztes Jahr bei einem Autounfall gestorben ist. Sie war erst 25. An dem Unfall war sie nicht schuld, ein unvorsichtiger Polizist, der gerade nicht im Dienst war, hat eine rote Ampel überfahren und ihr Auto erwischt. Er hat auf schuldig plädiert und lediglich eine Geldstrafe von 1000 Dollar und Führerscheinentzug bekommen. Das Justizsystem hier scheint Polizisten besser als Zivilisten zu behandeln. Und das ist eine Frechheit, denn Cops sind keine besseren Menschen. Wir sind alle gleich. Die positive Seite des Songs ist, dass ich sie im nächsten Leben wieder sehen werde. Vielleicht ist es ein Besseres. "Revision" wiederum handelt davon, wie derangiert manche Regierungen sind und die Wahrheit vor uns verschleiern. Es geht darum, nicht die einfach die vorherrschende Meinung über etwas zu übernehmen, sondern sich selbst ein Bild zu machen. Die Bevölkerung wird von der Regierung von den Medien belogen, also muss man selbst aktiv werden und manchmal etwas tiefer graben, um die Wahrheit zu sehen.




Was gibt es zu dem ungewöhnlichen Artwork zu berichten?

Wir wollten uns mit dem Cover auf unsere Heimatstadt Hamilton, Ontario in Kanada berufen. Die Stadt ist sehr industriell geprägt und dreckig. Das wollten wir mit dem Artwork einfangen. Außerdem wollten wir die Distanzen, was Aufnahmen, Bandfotos und Artwork angeht, recht klein halten. Jedenfalls bin ich mit einem Kumpel von mir, Bobby, der ein guter Fotograf ist, zu einem Schrottplatz gegangen, der keine fünf Minuten von meinem Haus entfernt liegt. Dort lag ein altes, weißes Metallfass herum, zerkratzt und verrostet. Wir sind dann auf die Idee gekommen, unser Logo in das Fass einzukratzen. Das wurde letztlich das Coverartwork. Wir haben tausende Fotos gemacht. Norm [Killeen, Drummer - d. Verf.] hat dann das gesamte Artwork am PC ausgearbeitet, aber die Basis sind echte Fotos, die in meiner direkten Nachbarschaft aufgenommen wurden.


Nachdem ihr zu "Under Reprisal" nur einzelne Gigs in Europa gespielt hat: Darf man dieses Mal darauf hoffen, dass ihr euch hier blicken lässt?

Wir möchten dieses Mal so viel wie möglich live spielen. Touren macht uns einfach Spaß. Ich möchte die Band in so viele Städte und Länder wie möglich bringen. Natürlich lechzen wir auch danach, einige Festivals in Europa zu spielen und natürlich so viele Clubtouren wie möglich mitnehmen zu können. Wir sehen uns!


Was sind die größten Einflüsse auf THREAT SIGNAL und was hörst du so im Moment?

Wir sind natürlich hauptsächlich von Metal und Rock beeinflusst, aber wir limitieren uns persönlich da nicht wirklich - und das hört man auch in unserer Musik. Die größten Einflüsse sind ZAKK WYLDE, PANTERA, MESHUGGAH, ALICE IN CHAINS, METALLICA, CHIMAIRA, TESTAMENT und so weiter. Momentan höre ich gerade BAPTIZED IN BLOOD, eine Band aus London, Ontario. Bei der Mucke will man moshen und Bier trinken, haha. Totaler Party Metal!


Gibt es einen Masterplan, was die Zukunft von THREAT SIGNAL angeht?

Auf jeden Fall wollen wir in Zukunft beim Aufnehmen und Touren genauso viel Spaß haben, wie wir ihn jetzt haben. Das Ziel ist, weiterhin die Musik zu spielen, die wir lieben und genug Geld zu verdienen, um die Rechnungen zu zahlen, die zuhause auf uns warten. Ich hasse es, wenn tolle Bands von der Bildfläche verschwinden, weil die Mitglieder Vollzeitjobs annehmen müssen, um sich etwas zu Essen leisten zu können. Natürlich ist das alles ziemlich hart, aber unser Plan ist es, zu überleben und weiterzuspielen, egal, mit wie viel Scheiße wir beworfen werden.




Welcher Schauspieler wärst du gerne?

Kate Beckinsale aus "Underworld". Ich würde den ganzen Tag vorm Spiegel stehen und mich dafür bewundern, wie heiß ich doch bin. Unser Basser Pat müsste Tom Selleck sein. Er hat nämlich so einen süßen Schnurrbart und könnte demnach Geld für ein paar "moustache rides" verlangen, haha.


Gibt es noch eine schöne Geschichte, die du uns nicht vorenthalten willst?

Da kommt mir etwas in den Sinn, das gerade erst vor ein paar Tagen auf Tour passiert ist. Ich war ziemlich krank, darunter hat meine Stimme natürlich gelitten. Also hat unser Tourmanager Ace die glorreiche Idee gehabt, das Publikum etwas zu animieren und einzelnen Leuten ein Mikro zuzuwerfen, damit sie mich beim Singen unterstützen können. Ace wollte dabei eine Verkleidung tragen, also hat eine Wrestling-Maske und ein kleines THREAT SINGAL-Höschen angezogen. Das Höschen war natürlich viel zu klein und hat nicht gerade viel der Vorstellungskraft überlassen, haha. Jedenfalls, während er auf der Bühne stand und abgerockt hat, sind natürlich seine Eier an der Seite aus dem Höschen gefallen. Er hat weitergerockt und nicht gemerkt, dass seine Nüsse an der frischen Luft mitgerockt haben, hehe. Die Fans haben es geliebt!

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 08.09.2009 | 00:23 Uhr

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