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Interviewpartner: Jordan Rudess

Schon auf dem Weg die Treppe hinauf sind die flüssig auf und ab gehenden Melodieläufe des Pianos zu vernehmen. Eigentlich hätte mich der Tourmanager nicht abholen müssen, den Weg zu Jordan Rudess, dem Keyboarder von DREAM THEATER, hätte man auch problemlos alleine gefunden, indem man einfach dem Fluss der Noten gefolgt wäre. Als ich den kleinen Raum betrete, tut es mir fast Leid, dass der Keyboarder sein Spiel unterbricht, um mich zu begrüßen.






Hallo Jordan, wie geht's?

Ich kann nicht klagen. Wir sind wieder unterwegs. Nach einer Woche Pause, um unsere Familien zu besuchen, ist heute die erste Show.


Ach so, ihr habt die Tour kurz unterbrochen und ward in den Staaten?

Ja, genau. Wir sind erst gestern wieder in Europa angekommen.


Ok, ich wusste nicht, dass ihr eine Pause hattet. Aber die Shows davor liefen alle gut?

Ja, sehr gut. Wir haben große und gute Shows gespielt. Wir können uns nicht beschweren.


Seid ihr mit dem Publikum und den Vorverkäufen zufrieden gewesen?

Hm, ich würde sagen, es war im normalen Rahmen. Also sehr gut.


Ihr habt hier [die Tonhalle in München ist gemeint] vor zwei Jahren schon gespielt.

Ja, genau. Die Halle ist ehrlich gesagt etwas klein für unsere Verhältnisse.


Man hört oft, dass DREAM THEATER in anderen Ländern in größeren Hallen als hier in Deutschland spielen.

Naja, wir spielen in vielen verschiedenen Städten in Deutschland. Und man kann wirklich sagen, dass alle anders sind. Manche sind größer, andere kleiner. Aber ich würde ehrlich sagen, die Halle hier ist zu klein für uns. Wir kriegen gerade so unser ganzes Zeug auf der Bühne unter.


Eigentlich komisch, wenn man bedenkt, dass München eine Millionenstadt ist.

Ja, das stimmt. DREAM THEATER sind eben eine internationale Band und an manchen Orten sind wir beliebter als an anderen. In München spielen wir wohl keine so große Rolle. Ganz anders sieht es zum Beispiel in Frankfurt aus, da spielen wir vor 7000-8000 Leuten. Es ist eben überall anders.


Ihr habt bei dieser Tour auch eine Supportband dabei, nämlich SYMPHONY X. Warum geht ihr wieder mit einer Vorgruppe auf Tour?

Uns allen war danach, mal wieder eine Tour zu machen, auf der wir nicht jeden Abend für dreieinhalb Stunden spielen müssen. Es war so eine Art Stimmung in der Band, dass wir jetzt wieder mit einer anderen Band auf Tour gehen sollten. Damit wir auch wieder ein normales Leben führen können [lacht]. Es war uns einfach danach.
Naja, und Mike [Portnoy, Schlagzeug Anm. d. Red.] ist eigentlich größtenteils dafür verantwortlich. Er arbeitet eng mit unserem Management zusammen und hat die Band ausgesucht.

Also spielt ihr heute [und auf dieser ganzen Tour] etwas zwei Stunden?

Ja, zwei Stunden etwa. Vielleicht ein bisschen länger.


Werdet ihr irgendwann wieder einen "Evening With DREAM THEATER" veranstalten, oder ist das für euch gestorben?

Keine Ahnung. Wir planen nicht so weit in die Zukunft.


Nach den letzten Studioalben habt ihr immer auch noch eine Live-CD veröffentlicht. Werdet ihr mit dieser Praxis fortfahren?

Nicht unbedingt. Bisher ist nicht geplant, eine Show von dieser Tour aufzuzeichnen. Ich denke, oder eher: Wir alle denken, dass wir in der letzten Zeit genug solche Sachen veröffentlicht haben und vielleicht eine Pause machen sollten.


Ja, das ist keine schlechte Idee, glaube ich. Ich habe alle eure Studioalben, aber nur eine Live-DVD und die reicht mir auch. Es ist eben etwas teuer. Ich glaube, dass viele Fans so denken.
Das neue Album trägt den Titel "Systematic Chaos". Für mich ist der Titel eine Beschreibung für die Menschheit oder die Welt oder das Universum oder eben einfach alles. Wie siehst du das?


Ja, ich sehe das auch so ähnlich. Für uns war es eine ziemlich gute Beschreibung der Musik, die wir geschrieben haben. Das ist eine interessante Sichtweise auf DREAM THEATER. Wir haben immer dieses ganze verrückte und wilde Zeug aber gleichzeitig ist auch alles sehr organisiert und eben unter Kontrolle.

Jetzt aber zu etwas anderem: Ich habe mir noch ein paar von deinen anderen Projekten angehört...

Ja, was hast du gehört?


Das letzte Soloablbum "The Rhythm Of Time". Es hat mir sehr gut gefallen und einige Passagen haben mich aber schon an DREAM THEATER erinnert. Deshalb möchte ich wissen, wenn du Musik komponierst, wovon hängt es ab, für welches Projekt du sie letztendlich verwendest?

Also normalerweise komponiere ich immer zu einer bestimmten Zeit für ein bestimmtes Projekt. Wenn wir beispielsweise ein neues DREAM THEATER-Album machen wollen, dann sammele ich eben bevor wir uns treffen ein paar Ideen und denke ein bisschen darüber nach, in welche Richtung es gehen soll. Ich komponiere immer ziemlich zielgerichtet für eine Sache. Manchmal vergesse ich dann natürlich auch Sachen, die eigentlich gut waren, aber im Moment einfach nicht gepasst haben.


Möchtest du ein bisschen was über zeitgenössische Musiker und Bands erzählen, die du hörst?

Klar. Ich höre viel verschiedene Musik. Elektronische Musik mag ich sehr gerne und höre sie auch viel. Im Rockbereich höre ich das neue Album von RADIOHEAD und auch PORCUPINE TREE und BLACKFIELD. Bei letzteren habe ich ja auch mitgespielt.


Wirklich?

Ja, ich habe in Amerika eine Tour mit Steven Wilson und Aviv Geffen gemacht. Ist aber schon eine Weile her.
So, was noch? Ich bin ein großer Fan von progressiver Rock-Musik wie GENESIS, PINK FLOYD, GENTLE GIANT, KING CRIMSON, YES. Mein neues Soloalbum "The Road Home" dreht sich auch genau um diese Art von Musik. Es ist hauptsächlich ein Coveralbum, auf dem ich einige für mich wichtige Lieder, die großen Einfluss auf mich hatten, nachspiele. Ich hatte mir eine Stunde als Limit gesetzt. Deshalb sind es nur vier lange Songs und ein Piano-Medley. Diese Musik liegt mir noch immer sehr am Herzen.


Ihr habt ja in der Vergangenheit auch mit DREAM THEATER ein paar Klassiker der Rockgeschichte gecovert. "The Number Of The Beast" und "Dark Side Of The Moon" zum Beispiel. Wollt ihr das mal wieder machen?

Geplant ist nichts. Aber wir machen das immer, wenn wir in einer Stadt zweimal hintereinander gebucht sind. Das wird sicher wieder vorkommen. Es hat immer Spaß gemacht und wir wollen das schon wiederholen, aber es ist eben noch nichts geplant. Es ist halt auch sehr aufwendig. Besonders für mich am Keyboard bei so Sachen wie "Dark Side Of The Moon". Alles was nicht in die Kategorien Gitarre, Bass, Schlagzeug fällt, muss ich machen, wenn wir keine Samples benützen wollen. Aber es macht, wie gesagt, auch viel Spaß. Auch wenn wir uns jetzt nicht wirklich darum reißen.
Bei "Master Of Puppets" beispielsweise musste ich viele Gitarrenparts am Keyboard übernehmen. Das ist nicht so einfach auf dem Keyboard.


Machst du das auch bei DREAM THEATER? Gitarrenparts auf dem Keyboard spielen?

Bei unserer eigenen Musik? Ja, hm, manchmal. Eher selten. Bei den neuen Sachen kommt es vor. Zum Beispiel, wenn wir ein Riff spielen, dann geht das Riff weiter und John Petrucci [Gitarre] spielt aber ein Solo. Dann übernehmen ich das Riff.


Als ich euch vor zwei Jahren das letzte Mal gesehen habe, hattest du so einen sehr coole Keyboardhalter, der sich um 360° drehen ließ. Hast du den noch immer?

Ja, klar.


Ich habe so was noch bei keinem anderen Keyboarder gesehen. Hast du ihn selber gebaut oder entwickelt?

Nein, das haben schon Leute vor mir gemacht. Ich bin ehrlich gesagt darauf gekommen, weil in dem Forum auf meiner Homepage haben sich die Leute über Keyboardständer und so was unterhalten. Eben auch über coole und ungewöhnliche Modelle. Naja, eins führte zum anderen und ich landete bei diesem Kerl der solche Ständern baut und auch für mich einen angefertigt hat. Inzwischen hat er schon einige für mich gebaut. Bei dieser Tour habe ich auch eine sehr coole neue Variante: Ich habe mir von einem Metalldesigner eine Hand machen lassen, die auf dem Ständer sitzt und das Keyboard hält.
Ich habe auch ein ganz neues Instrument: Ein "Keytar". Diese Mischung aus Gitarre und Keyboard. Das ist ganz anders zu spielen und sieht auch komisch aus. Wie eine tödliche Waffe oder so. Ich werde es heute wohl auch bei ein paar Songs benützen.


Ich finde es solche Elemente in der Show sind eine gute Sache. Viele Keyboarder sind auf der Bühne nicht gerade aktiv, aber bei DREAM THEATER sind die Instrumente ja alle ziemlich gleichberechtigt.

Ja, es ist immer was los und natürlich geben wir damit auch ein visuelles Statement ab.

Jordan, vielen Dank für das Interview!

Nicolas Freund

Autor: Nicolas Freund [Nicki] | 03.01.2008 | 01:13 Uhr

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