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Interviewpartner: Karl Sanders

Nach „At The Gate Of Sethu“ [2012] melden sich die US-amerikanischen Deather NILE nun mit ihrem neuen Studioalbum, „What Should Not Be Unearthed“, auf der Bildfläche zurück. Ein gut gelaunter Karl Sanders, seines Zeichens Sänger und Gitarrist der Hobby-Ägyptologen, steht im Interview Rede und Antwort.




Ihr habt ein neues Album anstehen, das am 28. August erscheint und auf den Titel „What Should Not Be Unearthed“ hört. Kannst Du uns bitte eine detaillierteren Einblick in das Album selbst geben und auch sagen, was genau möglichst nicht ans Tageslicht befördert werden sollte? Das hat so ein bisschen was von der Büchse der Pandora, oder?

Ja, und das ist auch genau die Überlegung, die dahinter steckt. Öffne nicht dieses Behältnis! Erinnerst Du Dich an die alten Hellraiser-Filme? Man löst dieses Rätsel mit dem Würfel, und daraufhin öffnet sich dieses Tor zu einer anderen Dimension. Diese furchtbaren Kreaturen gelangen dann zu uns, Pinhead kommt durch dieses Portal, diese ganzen Qualen und das Elend – die Hölle auf Erden sozusagen. So in etwa ist das gedacht: Grabe diese furchtbare Ding auf keinen Fall aus, denn damit hat es etwas Böses auf sich. Oder vielleicht sogar: Lass besser die Finger von diesem Album, denn es wird Dir den Kopf abreißen, haha. Öffne die Tür zu wirklichem Metal, und Dein Leben wird nie wieder dasselbe sein [lacht].


Ich habe kürzlich ein Statement von Dir gelesen, dass wir Deiner Meinung nach sowieso schon längst diese Büchse der Pandora geöffnet haben. Wie ist das zu verstehen?

Ja, als ich mit dem Schreiben des Titelstücks begann, ging mir auf, dass unsere Wahrnehmung der Welt um uns herum bereits vor über 100 Jahren für immer und ewig verändert wurde. Charles Darwin oder auch die Funde von Dinosauriern, die Ausgrabungen in Ägypten oder auch die Funde von Naturmenschen, der Cro-Magnon-Mensch und all diese Dinge. Das war wirklich wie eine Art Schändung des Bewusstseins der Menschen und ihrer in Ehrfurcht gehaltenen Glaubensgrundsätze, dass Gott zum Beispiel Adam und Eva erschaffen hatte – das wurde alles komplett auf den Kopf gestellt! Und jetzt, mehr als 100 Jahre später, gibt es immer noch Leute, die daran festhalten und behaupten, dass Gott die Menschheit nach seinem Ebenbild erschaffen hat, obwohl alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse ganz deutlich etwas anderes belegen, nämlich dass die höheren Lebewesen sich aus den niedrigeren Lebewesen entwickelt haben. So läuft das und nicht anders. Wir sind also aus dieser Perspektive an die Sache herangegangen. Vor 100 Jahren oder sogar noch in den 1930er-Jahren, als H.P. Lovecraft diese ganzen Science-Fiction-Geschichten geschrieben hat, hat die Wahrheit die Leute schier in den Wahnsinn getrieben, weil diese Enthüllungen derart traumatisch waren, und heutzutage sind diese ganzen Erkenntnisse schlichtweg normal. Was unsere Großeltern verstört und mit Angst erfüllt hat, ist im Jahr 2015 einfach nur alltäglich. Das Konzept ist aus diesem Blickwinkel angelegt.




Kommen wir mal zum Songwriting. Meines Wissens nach seid Ihr diesmal etwas anders hierbei vorgegangen und habt Euch mehr auf die Songs an sich konzentriert, auch wenn die Lieder natürlich immer noch sehr technisch sind.

Da bin ich voll und ganz Deiner Meinung. Wir sind eine technische Death-Metal-Band, und wir können abgefahrene Sachen auf der Gitarre, dem Schlagzeug und so weiter spielen. Das ist jedoch nicht der Fokus. Wir wollten einfach Songs schreiben, mit denen die Fans direkt etwas anfangen können und die man sich gut anhören kann – Du legst die Scheibe ein und sie tritt Dir unmittelbar in den Hintern. Darum geht es doch letzten Endes. Um diesen Ansatz voranzutreiben, habe ich mir vor Augen gehalten, dass es nicht von Bedeutung ist, wie schnell das Riff ist, sondern dass es darauf ankommt, ob ich es mag. Das kann ein langsames, ein einfaches oder auch ein schnelles Riff sein. Nichts von dem ganzen Rest ist verdammt noch mal wichtig, sondern nur, ob es einen sofort packt. Ist es Metal? Das ist doch das Allerwichtigste! Und als ich dann diese ganzen überflüssigen Aspekte beiseite gelegt hatte, war das sehr befreiend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich irgendetwas beweisen müsste. Weißt Du, wenn die Leute bis jetzt nicht realisiert haben sollten, dass wir unsere Instrumente beherrschen, sorry, dann kann ich auch nicht mehr weiterhelfen. Ich habe mir darüber überhaupt keine Gedanken gemacht. Das stand überhaupt nicht zur Debatte. Es ging darum, Metal für die Fans zu erschaffen.


Im Death Metal, und gerade bei den technischeren Bands, besteht meiner Ansicht nach oft das Problem, ein Album mit einem guten Fluss bzw. „wirkliche“ Songs zu schreiben, die auch im Ohr hängen bleiben. Es gibt zwar jede Menge unglaublich versierte Musiker, aber das bedeutet noch lange nicht, dass gute Songs dabei herauskommen. Was meinst Du?

Da muss ich Dir zustimmen. In letzter Zeit ist das hohe Maß an technischen Fähigkeiten bei den Bands einfach unglaublich. Da passieren einfach völlig abgefahrene Geschichten! Es fällt mir aber oft schwer, gute Songs zu hören. Was ich wahrnehme, ist total verrücktes, tolles Zeug, aber ich höre einfach keinen verdammten Song! Und wenn ich mir solche Alben anhöre, dann beginne ich sehr schnell mich zu langweilen. Ich habe dann eher das Befürfnis, Al Green oder so aufzulegen. Das Einfach ein unglaublicher Künstler!
Aber: Wenn es da keinen Song und nichts gibt, woran man sich erinnert, wenn man ein Album anhört, dann warum das Ganze? Ich denke, dass die Kunst, gute Songs zu schreiben, schon viel zu lange ignoriert wird und viel zu viel Wert auf technisch versiertes Spiel gelegt wurde. Mit einem gewissen Mehraufwand kann man jedoch beides erreichen. Man kann sowohl Songs haben, die man sich gut anhören kann, als auch abgedrehtes Gitarren- und Schlagzeugspiel. Das ist durchaus möglich – wenn einem der Hörer wichtig ist!


Ist dies Deiner Meinung nach also das definitive NILE-Album, das ihr schon immer mal machen wolltet, was aber zum jeweiligen Zeitpunkt noch nicht möglich war?

Wenn es um wirklich prägende Alben von NILE geht, dann sind das für mich eher „Amongst The Catacombs Of Nephren-Ka“ oder „In Their Darkened Shrines“. Diese waren in derlei Hinsicht maßgebend, weil es um die Umsetzung von etwas ging, was ich schon seit Jahren im Hinterkopf hatte und worum es sich bei NILE dreht.
Ich weiß aber auch gar nicht, ob „What Should Not Be Unearthed“ unbedingt maßgebend ist oder sein muss, aber so oder so ist es ein sehr wirkungsvolles Album. Es gibt einige wirklich großartige Songs, die Leute werden viel Spaß damit haben, und die Stücke werden uns auch live sehr viel Freude bereiten. Aber ist es wirklich das definitive NILE-Album? Nein, ich denke nicht. Es definiert einfach nicht vollumfänglich das, worum es bei NILE geht. Dennoch ist es ein Album, das einem so richtig in den Hintern tritt. Das kann ich versprechen. Die Songs sind eingängig, bleiben im Ohr hängen, das ist heftiger Metal, und insbesondere ist es ein Album, das den Fans Spaß bereiten wird.


Auch wenn es diesmal keine Songtitel gibt, bei denen man einen Knoten in der Zunge bekommt! ;-) Mir fehlt das fast ein bisschen...

[Lacht] Haha, neulich gab es eine Presseveröffentlichung mit den Songtiteln, und viele Leute haben dies kommentiert und sich beklagt, dass die Titel einfach nicht lang genug wären! Trotzdem weiß ich aber, dass die Leute die eigentlichen Songs mögen werden. Der einzige Grund, warum es das Album gibt, ist, dass wir es für die Fans machen wollten. Das haben sie einfach verdient. Wir haben manchmal Dinge abgeliefert, die die Fans nicht unbedingt gut nachvollziehen konnten, aber sie haben trotzdem immer zu uns gehalten. Also denke ich, dass es an der Zeit war, um ein Album für Fans von NILE zu machen.


Kannst Du bitte ein wenig mehr zu den folgenden Songs und ihren Hintergründen erzählen? Zuerst einmal wäre da der Opener „Call To Destruction“?

„Call To Destruction“ entstand, als ich im Jahr 2012 oder so einige Artikel über radikale Islamisten las, die zu der Zerstörung der Pyramiden aufriefen. Die Pyramiden wurden ja vor Mohammed errichtet und sind somit heidnischen Ursprungs und somit in ihren Augen Blasphemie. Daher forderten die Radikalen ihre Zerstörung. Ich meine, hey, es ist total hirnrissig, einfach die Pyramiden abreißen zu wollen! Also habe ich einen Metal-Song darüber geschrieben.


Das zweite Stück auf meiner Liste ist „In The Name Of Amun“.

Hier geht es um den Pharao Thutmosis III., der die Schlacht von Megiddo bestritt, wo er eine Koalition von rebellischen Vasallenstaaten in Syrien niederschlug. Das war eine riesige Schlacht, die über mehrere Monate andauerte. In diesem Zuge geschahen etliche Verbrechen und Blutbäder. Das war eine der ersten Schlachten in der Geschichte, von denen es Aufzeichnungen gibt. Es gibt Inschriften hierzu im Tempel von Karnak. Es geht um militärische Zerstörung und Geschichte. Ich liebe diesen Song.


„Evil To Cast Out Evil“ ist der nächste Kandidat:

In „Evil To Cast Out Evil“ dreht es sich um Pazuzu, einen mesopotamischen Dämon, der heraufbeschworen wurde, um die Menschen vor Heuschreckenplagen und Sandstürmen in der Wüste zu beschützen. Um das eigene Heim vor dem Bösen zu schützen, hängte man eine Statue von Pazuzu auf. Das Problem dabei ist allerdings, dass Pazuzu selbst böse ist! Wir rufen somit das Böse an, um das Böse fernzuhalten.


Das ist also ein bisschen so, als würde man Feuer mit Feuer bekämpfen, oder?

Haha, weißt Du, das ist übrigens einer meiner Lieblingssongs von METALLICA: „Fight Fire With Fire“. Da hatten sie mich dann erwischt. Sobald ich dieses Stück gehört hatte, dachte ich, okay, „Ride The Lightning“ ist der Knaller!


Und das letzte Stück auf meiner Liste: „Rape Of The Black Earth“.

Dieser Song wurde komplett von der momentan stattfindenden Zerstörung von Kunstgegenständen und Antiquitäten durch Fanatiker in Persien und Ägypten inspiriert. Vor allem, als sich die ägyptische Regierung in großem Aufruhr befand, fingen die Menschen an, in diesen chaotischen Zeiten Museen auszuplündern, an archäologischen Fundstätten zu graben, Gräber auszurauben und so weiter. Das ist die im Songtitel genannte „Plünderung der schwarzen Erde“, wobei sich „Black Earth“ natürlich auf Ägypten bezieht. Wenn der Nil über die Ufer trat, wurde die Erde in den nahe gelegenen Flusstälern schwarz und fruchtbar, sodass man dann Ackerbau betreiben konnte. Daher stammt auch der Name „die schwarze Erde“, und hier geht es um die Ausplünderung des Landes Ägypten.




Kommen wir zu einem ganz anderen Thema: Der Posten des Bassisten ist bei NILE immer so eine Sache, da es hier relativ oft Veränderungen gibt, während es in Sachen Songwriting und Studio ein festes Trio gibt?

Ja, das ist richtig. Wir nennen die ganze Geschichte „Touring-Bassist“ – er geht mit uns auf Tour und erledigt diesen Job. Es war während der letzten Jahre unglaublich schwierig, einen festen Bassisten bei NILE zu haben. Das hat schon fast etwas von SPINAL TAP! Wir haben nun einen neuen Kandidaten am Start, der ein super Typ ist, der auch jede Menge Talent mitbringt und mit dem man gut abhängen kann. Sein Name ist Brad Parris. Er ist zwar nicht auf dem Album zu hören, aber er wird mit uns auf Tour gehen, und wir sind derzeit sehr zufrieden mit unserer Wahl.


Und Ihr kommt bereits Ende des Monats mit SUFFOCATION auf Europatour. Wie kam diese Tour zustande?

Oh ja, das ist ja quasi schon übermorgen [lacht]. NILE und SUFFOCATION haben nun seit etwa einem Jahr über diese Idee gesprochen. Also haben wir dies Massive Music vorgeschlagen, die davon ebenfalls angetan waren. Daraufhin wurde dieses Paket zusammengestellt, und ich bin mir ziemlich sicher, dass das eine richtig gute Sache wird, die die Leute nicht so schnell vergessen werden.


Übrigens: Wird es wieder eine Special Edition des Albums geben? Für „Ithyphallic“ hatten Nuclear Blast zum Beispiel diese Pyramide entworfen. Wie sieht es diesmal aus?

Das kann ich Dir gar nicht sagen. Bis jetzt haben sie es wie ein Geheimnis bewahrt, was zur Hölle sie diesmal wieder aushecken. Ich weiß aber mit Sicherheit, dass es wieder eine besondere Version des Albums geben wird. Sie haben sich schon viele Gedanken dazu gemacht, uns aber noch nicht gesagt, worum es sich genau handeln wird.


Kommen wir mal zu Euren Solo-Aktivitäten: George Kollias hat kürzlich sein „Invictus“-Album veröffentlicht, Dallas Toler-Wade ist noch bei NARCOTIC WASTELAND aktiv, und ich habe Dich dies zwar schon zum „Those Whom The Gods Detest“-Album vergeblich gefragt, aber wie sieht es aktuell mit Deinem dritten Solo-Album aus?

Haha, tja, was passiert mit dem dritten Solo-Album? Ich hatte so viel mit NILE um die Ohren, dass ich überhaupt keine Zeit hatte, diesem Projekt genügend Zeit zu widmen. NILE ist eine sehr fordernde Kreatur bzw. wie eine sehr eifersüchtige Frau. Meine Zeit wird somit sehr in Anspruch genommen. Sobald ich aber die nötige Zeit für das dritte „Saurian“-Album finde, werde ich mich darum kümmern. Ich habe zwar schon einige Ideen, aber es mangelte schlichtweg an Zeit.




Zumal Ihr ja auch die neue Scheibe wieder in Deinem eigenen Studio aufgenommen habt, was sicherlich sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat? Und: Würdest Du Dich selbst als Perfektionist bezeichnen?

Oh ja, auf jeden Fall! Ich habe fast ein halbes Jahr an diesem Album gearbeitet. Meine Frau sagte irgendwann schon: „Hey, können wir mal so langsam unser Leben wieder zurück haben? Wann wird dieses Album denn mal fertig gestellt sein!?“
Es bringt jede Menge Vorteile mit sich, wenn man in seinem eigenen Studio vor sich hinwerkeln kann, aber es kann auch Dein komplettes Leben bestimmen. Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen dreht es sich darum, im Studio zu sein, sich dies anzuhören, noch ein bisschen an jenem Detail zu feilen usw. Und ruck zuck dreht sich Dein ganzes Leben um das Album. Haha, und da liegst Du richtig! Perfektionismus ist wirklich wie ein Fluch!


Wir sind nahezu am Ende gekommen: Wie nimmst Du den Death Metal anno 2015 wahr?

Ich finde, dass es sowohl positive als auch negative Aspekte gibt. Die Sache ist die, dass es heutzutage mehr Leute gibt, die Death Metal spielen, als das vorher jemals der Fall gewesen ist. Auch wenn damit nicht das große Geld verbunden ist, gibt es momentan die meisten Death-Metal-Bands. Die Kehrseite dieser Medaille ist, dass es so viel mehr Death-Metal-Bands gibt als je zuvor [lacht]. Das kann man sich doch niemals im Leben alles anhören! Es gibt so viele Bands, die derart ähnliche Sachen machen, dass es wirklich verdammt schwer ist, diejenigen Bands herauszufiltern, die die Dinge anders angehen und denen man auf jeden Fall Aufmerksamkeit schenken sollte.


Was letzten Endes auch die Frage aufwirft, ob es vielleicht irgendwann wie etwa Mitte der Neunziger laufen wird, als der Markt vollkommen mit Death-Metal-Bands überlaufen war und die Hörer schlichtweg „satt“ waren?

Ich bin der Meinung, dass alles in Wellenbewegungen kommt und geht. Früher oder später wird alles bis zu einem bestimmten Punkt wachsen, um sich dann selbst zu verschlingen.


Ein gutes Schlusswort – vielen Dank an Dich für das Interview!

Ebenfalls besten Dank! Eine gute Zeit und bis bald!




Fotos: Hannah Verbeuren

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 08.08.2015 | 14:42 Uhr

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