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Interviewpartner: Karl Sanders

Knapp zweieinhalb Jahre nach „Ithyphallic“ melden sich die Hobby-Ägyptologen NILE mit „Those Whom The Gods Detest“, ihrem inzwischen sechsten Studioalbum, wieder auf der Bildfläche zurück. Grund genug also, bei Gitarrist und Sänger Karl Sanders durchzuklingeln und ihm im Interview einige Antworten zu den Hintergründen der neuen Veröffentlichung sowie zu den Zukunftsplänen von NILE zu entlocken.




Hallo Karl, alles gut bei Dir?

Prima, und bei Dir? Ich habe schon ein paar Interviews gegeben. Das fühlt sich so an, als würde eine Horde Zombies in meinem Gehirn herumpulen und ihre Fragen auf mich loslassen, hehe. Jetzt sollte ich also gewappnet sein und die Antworten parat haben, haha.


„Those Whom The Gods Detest“, Euer neues Album, wird am 6. November erscheinen. Wie sehen denn bis jetzt die Reaktionen auf den ersten Song, den Ihr auf MySpace schon vorgestellt habt, „Permitting The Noble Dead To Descend To The Underworld“ aus?

Soweit ich weiß, war das durchgehend prima. Es ist ein toller Song, und ich bin natürlich sehr mit den guten Reaktionen darauf zufrieden. Der ganze Song ist rundherum klasse geworden, hat sehr gute Riffs, interessante Texte und abgefahrenes Gitarrenspiel und Drumming. Die ganze Atmosphäre kommt mir irgendwie sehr episch vor.


Es handelt sich ja bei dem Titel um eine Art Konzept. Ich habe gelesen, dass der Titel sich auf alle Menschen bezieht, die Metal entweder spielen und/oder hören, und dass diese wiederum von den Göttern verabscheut werden. Kannst Du das bitte etwas näher erläutern?

Oh ja, wir alle – Du, ich, jeder, der Metal hört – sind diejenigen, die von den Göttern verachtet werden. Ich denke mal, dass Gott den Metal nicht sonderlich mag, aber wir hören uns die Musik ja trotzdem an. Das ist so ein Art Auflehnung. Spielt es für Dich eine Rolle, ob irgendeine Kirchenbewegung nun sagt, ob Metal satanisch und schlecht für Dich ist? Wohl kaum. Hörst Du Dir trotzdem die Musik an? Natürlich! Interessiert es Dich, was Gott dazu zu sagen hat? Nein. Denkst Du also, dass Gott Deine Einstellung dazu mögen wird? Wohl kaum, aber Du hörst Dir ja dennoch Metal an. Gott mag uns ganz sicher nicht, so viel ist klar, hehe.


Wie seid Ihr darauf gekommen, zumal es ja von der Aussage her von den anderen Albumtiteln abweicht?

Nun ja, dieser Satz taucht immer und immer wieder im Ägyptischen Totenbuch auf und bezieht sich normalerweise auf die rebellischen Anhänger von Seth, der sich gegen den Sonnengott Ra auflehnte. Ich habe das also immer wieder bemerkt, und nachdem ich das in verschiedenen Teilen des besagten Totenbuchs sah, hatte ich diese Idee.


Wer hat aktiv an den Songs und an deren Entstehung beigetragen? Sind alle drei Mitglieder, der Live-Bassist mal ausgeklammert, von Anfang an involviert oder arbeitet jeder erst mal für sich allein?

Normalerweise schreiben Dallas oder ich an der Musik für einen Song, und daraufhin machen wir dann ein einfaches Demo, also mit Gitarre und Click Track. Dann bekommt George das, sodass er daraufhin seine eigenen Ideen für das Drumming ausarbeitet. Wenn wir uns dann im Proberaum treffen, haben wir schon eine gute Vorstellung dessen, in welche Richtung wir wollen.


George Kollias scheint ja gerne an seine physischen Grenzen zu gehen, wenn es um die Aufnahmen zu einem Album geht? Gab es Momente, in denen Ihr ihn tatsächlich bremsen musstest?

Ja, die gab es tatsächlich. Das kam mehrfach vor im Studio. Eines Tages hat er darauf bestanden, zwei Songs an einem Tag durchzuziehen. Er hat sich dann übel verletzt, sodass wir einige Ruhetage einschieben mussten, bis er wieder einsatzbereit war. Das ist einfach ein abgefahrener griechischer Trommelverrückter!


Im Vorfeld war auch von weiteren musikalischen Einflüssen aus dem Mittleren Osten die Rede, ohne gänzlich von dem Fokus Ägypten Abstand zu nehmen. Was hat Euch dazu bewogen bzw. habt Ihr dies für notwendig erachtet?

Ja, das ist so eine Art Erweiterung unseres Horizonts. Die Frage besteht immer darin, dass es um die richtige Balance geht. Wie bleibt man seiner eigenen Identität treu, während man sich gleichzeitig erneuert und interessant bleibt? Das ist ein sehr schwieriger Balanceakt. Manche sagen vielleicht, dass wir für immer und ewig wie auf unserem ersten Album klingen sollen, während andere von uns fordern, dass wir uns weiterentwickeln. Wie macht man nun alle gleichzeitig glücklich? Ich weiß es nicht. Daher versuchen wir in erster Linie, Musik zu schreiben, die wir selbst mögen und die für uns interessant ist.


Kannst Du diese neueren Einflüsse vielleicht noch genauer erläutern, vor allem in akustischer Hinsicht? Das Intro des Titelstücks hat mich beispielsweise aufhorchen lassen.

Gerne. Da ist diese Glissentar-Gitarre, die oft auftaucht, und dann noch die Djembe. Eine Glissentar ist eine elfsaitige Gitarre ohne Bünde; die Saiten sind übrigens aus Nylon. Sie soll den Klang eines Oud emulieren; das ist eine elfsaitige arabische Laute. Da die Glissentar jedoch einer Gitarre ähnelt, ist sie für Gitarristen einfacher zu spielen. Man kann damit ganz viele Slides etc. spielen. Das ist wirklich ein sehr mittelöstliches Instrument.


Kommen wir mal zum Artwork: Wer hat es angefertigt? Ich habe es als sehr schlicht, aber ziemlich eindrücklich wahrgenommen, und die Statue sieht aus, als könnte sie sowohl zerfallen als auch weinen?

Oh ja, und ist das nicht verdammt cool? Michal Loranc, der auch unter dem Pseudonym Xaay firmiert, ist dafür verantwortlich. Das ist ein junger Typ aus Polen, der schon seit Jahren für unsere Internetgrafiken zuständig ist. Wir mochten seine bisherige Arbeit, sodass wir ihm jetzt einfach mal ein Album-Cover überlassen wollten. Er hat außerdem noch das Cover für mein Nebenprojekt gemacht, „Saurian Exorcisms“. Michael hat Echnaton für „Those Whom The Gods Detest“ benutzt, und es sieht aus, als wären seine Augen ausgekratzt worden oder etwas Ähnliches. Echnaton war wahrscheinlich nicht so wirklich beliebt bei den Göttern. Er war ein ketzerischer Pharao, der sämtliche ägyptischen Götter sowie ihre Priesterschaft abgeschafft und seine eigene Ausrichtung der monotheistischen Sonnenanbetung eingeführt hat. Damit war er der einzige Vertreter von Gott auf Erden, also wie eine Art Papst. Ich bin demnach ziemlich sicher, dass die ganzen ägyptischen Götter Echnaton nicht unbedingt mochten, sondern ihn eher hassten. Ja, er hat sie somit alle in die Arbeitslosigkeit geschickt. [lacht]


Der Titel des Openers von „Those Whom The Gods Detest“, „Kafir!”, lässt sich unter anderem als ‘Häretiker’ übersetzen. Wie interpretierst Du den Titel?

Kafir wird normalerweise als das arabische Wort für ‚Zweifler’ oder ‚Ungläubiger’ interpretiert. Der Song basiert darauf, dass ich den Koran und gleichzeitig auch ‚Also sprach Zarathustra’ von Friedrich Nietzsche gelesen habe. Mir ging dann auf, dass die Zeile im Koran heißt: ‚There is no god but god, and Mohammed is his messenger’. Wenn man also nur den ersten Teil sagt, also ‚Es gibt keinen Gott’, und den Teil ‚außer Gott’ weglässt, dann bleibt nur noch ‚Es gibt keinen Gott’ übrig. Der Koran und Nietzsche, die natürlich völlig gegensätzliche Dinge sind, werden in diesem Song also verbunden, in einer Blasphemie gegen den Islam. Das hat mich irgendwie fasziniert.




Da wir gerade über die Inhalte sprechen, kannst Du uns vielleicht noch einige weitere Song-Hintergründe erläutern? Worum geht es bei „The Eye Of Ra“?

Das bezieht sich auf den uralten ägyptischen Mythos über den Untergang der Menschheit. Ra beschloss, dass er der Menschen, ihrer Blasphemien und ihres Ungehorsams überdrüssig war und die Menschheit auslöschen wollte, und daher sandte er die Göttin Sekhmet, die in Löwengestalt erscheint, aus, um alle zu töten.


Und was gibt es zu „Utterances Of The Crawling Dead“ zu sagen?

Hehe, das ist wieder etwas mehr in Richtung des Totenbuches. Es bezieht sich darauf, dass die Macht der Sprache in der ägyptischen Unterwelt eine unerlässliche Grundvoraussetzung dafür ist, eine magische Formel gegen die Untoten auszusprechen. Man muss in der Lage sein, sich äußern zu können. Eine große Angst der Verstorbenen bestand darin, dass ein Dämon diese Fähigkeit der Sprache wegnehmen würde, entweder durch eine Verzauberung der Zunge oder durch das Herausreißen der Zunge oder das Abschneiden des Kopfes. Und wenn Du die Formel nicht aussprechen kann, dann sieht es verdammt schlecht aus.


Wird es erneut Liner Notes, also Erläuterungen, im Booklet geben? Und wird es wieder eine Special Edition des Albums geben? Letztes Mal hattet Ihr ja diese Pyramide mit der Schriftrolle?

Aber sicher. Diesmal sind die Liner Notes sehr ausführlich geworden. Und Nuclear Blast arbeiten gerade an einem Sarkophag. Yeah! Ich kann aber nicht mit Bestimmtheit sagen, was sie genau planen und wann das erscheinen wird, aber sie arbeiten daran. Ich bin davon überzeugt, dass sie wieder fantastische Arbeit abliefern werden!


Was die Produktion betrifft, habt Ihr Euch erneut für Neil Kernon entschieden. War für Euch klar, dass er die erste Wahl sein würde, sodass es wenig Sinn ergeben würde, andere Produzenten anzutesten?

Es war eher so, dass wir jede Menge wichtige Aspekte darüber gelernt haben, wie man NILE aufnehmen muss. NILE ist eine irgendwie einzigartige Band. Es gibt nicht nur diesen superschnellen und sehr dichten Death Metal, was sehr schwer abzumischen ist, sondern da sind ja auch noch die ganzen exotischen Anteile. Durch die Zusammenarbeit mit Neil während der letzten beiden Alben haben wir also so viel gelernt, und wir hatten das Gefühl, dass wir das alles noch mal von vorne lernen müssten, wenn wir jetzt auf einmal jemand anderen als Produzenten auswählen würden. Anstatt also einen Schritt rückwärts zu machen, wollten wir einen Schritt nach vorne machen und die ganze gesammelte Erfahrung auch sinnvoll anwenden und nutzen.


Habt Ihr somit als Ausgleich Erik Rutan [Mana Recordings, HATE ETERNAL] für die Schlagzeugproduktion eingebunden? Meiner Meinung nach hat er ausgezeichnete Arbeit abgeliefert. Wie siehst Du das?

Was Erik betrifft, war es so, dass wir für die letzten fünf Alben mit Bob Moore im Soundlab gearbeitet hatten, aber wir wollten wenigstens einen kleinen Anteil auf dem neuen Album haben, der neu und frisch ist. Erik ist unglaublich enthusiastisch, was den Death Metal betrifft! Dieser Typ steht völlig dahinter und ist sehr motiviert. Es war eine tolle Erfahrung, mit ihm zusammenzuarbeiten. Und vielen Dank für die Anmerkung. Jede Menge Zeit und harte Arbeit wurden in diese Schlagzeugaufnahmen investiert.


Du hast vorhin schon Dein zweites Solo-Album angesprochen, und auch wenn das hier ein NILE-Interview ist, wäre es schön, wenn Du ein paar Worte dazu sagen könntest?

„Saurian Exorcisms“ hat mir jede Menge Spaß gemacht. Ich habe erneut mit Mike Breazeale gearbeitet; er hatte schon auf „Saurian Meditation“ gesungen. Wir haben das größtenteils hier in meinem eigenen Home Studio aufgenommen und es dann im Soundlab abgemischt. Juan Punchy Gonzalez hat das Album dann in seinen eigenen D.O.W. Studios gemastert. Jede Menge Spaß war das, alles in allem.


Hast Du vor, auch Dein Solo-Projekt live vorzustellen?

Nein, im Augenblick nicht. Ich habe auch noch eine Familie, mit der ich Zeit verbringen möchte und um die ich mich kümmern muss. Wenn ich jetzt noch für das „Saurian Exorcisms“-Projekt auf Tour gehen würde, dann würde das bedeuten, mit zwei Bands unterwegs zu sein. Das ist meiner Familie gegenüber nicht wirklich fair.


Denn Ihr kommt ja bereits nächsten Monat mit NILE wieder nach Europa zurück. Außerdem habt Ihr GRAVE, KRISIUN und ULCERATE im Gepäck. Diesmal handelt es sich außerdem, im Gegensatz zur Tour mit SIX FEET UNDER und FINNTROLL, ausschließlich um eine Death-Metal-Tour.

ULCERATE sind der Wahnsinn! KRISIUN natürlich auch. Hehe, und FINNTROLL sind eine witzige Band. Das ist ungefähr so wie versoffene finnische Polka-Musik, haha. Aber diese Tour war sowieso in den Händen von SIX FEET UNDER, und wir waren froh, daran teilhaben zu können. Seit wirklich etlichen Jahren wollten wir schon die geeigneten Bands beisammen haben, um ein Death-Metal-Paket zu schnüren, aber aus unterschiedlichen Gründen war es stets schwierig, alle zu einem bestimmten Zeitpunkt zusammen zu scharen. Diesmal hat die Konstellation gestimmt, die Planeten standen günstig, hehe, und jetzt wird es geschehen. Wir freuen uns unglaublich auf diese Tour.


Wie bewertest Du die Entscheidung, jetzt ausschließlich Death Metal zu bieten, während Du im Interview zu „Ithyphallic“ bezüglich der Harvest Tour 2005 anmerktest, dass es ungünstig sein kann, die Zuschauer mit zu vielen Todesblei-Bands zu ‚ermüden’? Hat sich die Einstellung dazu vielleicht geändert, auch beim Publikum?

Ja, das könnte sein. Als Hörer wird man mit der Zeit vertrauter mit dem Death Metal, und das fällt dann immer leichter. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, was passieren wird. Wir werden sehen müssen, wie das Ganze funktioniert. Das ist aber auf alle Fälle ein großes Death-Metal-Paket mit viel Brutalität und Geschwindigkeit. Hoffentlich sind die Leute dann noch fit genug, wenn wir auf die Bühne kommen. Und wenn nicht, nun ja, NILE kann man sich auch einfach nur anhören, und die Leute müssen sich nicht unbedingt im Pit verausgaben. Sie können auch eine Pause einlegen, sich ein Bier genehmigen und es genießen, der Musik zuzuhören.


Wird es weitere Touren und Festivalauftritte im nächsten Jahr geben?

Nach der Europatour gehen wir direkt in den USA auf Tour. Das ist mit IMMOLATION und KRISIUN. Das wird auch eine ganze Menge Metal werden, hehe. Holy fuck! Danach geht es nach Australien, Neuseeland und Japan, bevor wir nach Thailand, Korea und Indien reisen werden. Und es gibt sogar Gespräche darüber, in China aufzutreten! Das wird also ein spannendes Jahr werden. Und wir reden momentan über eine zweite Europatour, um all die Orte abzuklappern, denen wir bei der ersten Tour keinen Besuch abstatten können. Und dann sind natürlich auch noch die Sommerfestivals im Gespräch. Das wird somit ein geschäftiges Jahr werden!




Wie schätzt Du selbst denn den Death Metal anno 2009 ein? Was hat sich verändert, wenn Du mal in die Vergangenheit zuückblickst?

Ich finde, dass es gerade im letzten Jahrzehnt ganz massive Veränderungen gegeben hat. Das Internet zum Beispiel. Den Underground gibt es kaum noch in der Form, wie er damals existierte, als man noch Briefe schrieb und Tapes austauschte. Jetzt ist da das Internet und die MP3s, und die Leute laden die Scheibe runter. Die Plattenfirmen leiden ziemlich darunter. Wir sprechen also von einer ganz anderen Situation als noch vor zehn Jahren.


Manche Leute argumentieren ja, dass das Tapetrading gar nicht so sehr von dem MP3-Austausch abweicht? Was sagst Du dazu?

Ja, einige Leute sagen das, und es gibt so viele unterschiedliche Ansichten über das Herunterladen von Alben, aber ich werde mich darin nicht verstricken, hehe. Es wird nämlich keine Rolle spielen und nichts verändern, was Du oder ich dazu sagen. Aber in fast allen Interviews wird versucht, mich aus der Deckung zu locken und mich in diese Diskussion einzubringen, hehe [Anmerk. d. Red.: War einen Versuch wert… :-)]. Ich habe das Thema aber ehrlich gesagt schon vor Ewigkeiten aufgegeben. [lacht]


Blicken wir kurz in die Zukunft. Wird es beispielsweise ein drittes Solo-Album geben?

Nein, momentan nicht. Wir müssen uns jetzt erst mal auf NILE konzentrieren; das ist momentan ganz klar der Fokus. Ich würde aber an sich gerne noch ein weiteres Solo-Album aufnehmen. Mal gucken, wie sich das entwickelt.


Und damit wären wir bereits am Ende angelangt. Vielen Dank für Deine Worte zu „Those Whom The Gods Detest“ und für Deine Zeit. Möchtest Du noch abschließend etwas an unsere Leser loswerden?

Ich kann es kaum abwarten, wieder zurück nach Deutschland zu kommen. Wir werden in Deutschland hoffentlich einige tolle Konzerte im Rahmen dieser Tour haben! Vielen Dank und bis dann!

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 18.10.2009 | 15:56 Uhr

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