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Band: Metalnews nach 'Memoriam' durchsuchen Memoriam
Interviewpartner: Karl Willetts

MEMORIAM ist so etwas wie die Fusion aus BOLT THROWER, BENEDICTION und SACRILEGE. Da BOLT THROWER bekanntlich die Segel gestrichen haben, Sänger Karl Willetts aber noch zu jung für die Rente ist, geht die Geschichte also weiter. MEMORIAM konnten einen Deal bei Nuclear Blast abgreifen und brachten im März 2017 ihr Debütalbum „For The Fallen“ heraus. Metalnews.de führte kürzlich ein Interview mit dem Briten Willetts, der es sich während der Skype-Session daheim gemütlich gemacht hatte und in ausgesprochener Plauderlaune war. Viele Fragen waren nicht notwendig, denn aus dem motivierten Sänger sprudelten die Informationen nur so heraus.




Hallo Karl. Zu Beginn darf ich anmerken, dass ich BOLT THROWER stets bewundert habe. Nicht nur, was den Sound und die Musik angeht, sondern gerade auch die Art und Weise, wie die Band konsequent ihr Ding durchgezogen hat.

Danke dir. Ja, in der Beziehung waren BOLT THROWER schon sehr einzigartig. Wir haben den Fan immer als Teil der Familie, als Teil der Band gesehen. Das war meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum diese Band so erfolgreich wurde.


Das geht von den selbst organisierten Touren bis hin zur ungemeinen Fan-Nähe.

Dabei ist es heutzutage durch die digitalen Kommunikationsmöglichkeiten ganz einfach, mit den Fans im Kontakt zu bleiben. Ich selbst bin zum Beispiel sehr viel auf Twitter unterwegs. Wir waren mit der Band allerdings an einem Punkt angelangt, wo wir nichts mehr zu sagen hatten. Es kamen immer nur dieselben Fragen wie „Wann kommt endlich das nächste Album?“ und wir konnten leider immer nur dieselben Antworten geben. Wir wollen eigentlich MEMORIAM genau da ansetzen.


Nun gibt es auch andere Bands, die sich nicht so sehr um die Kommunikation bemühen wie ihr. Gerade auch junge Bands, die irgendwann mal den Status erreichen wollen.

Das ist alles harte Arbeit und man darf sich nie zu schade sein, auch mal vor zehn oder zwanzig Leuten zu spielen. Wir haben immer jeden einzelnen Fan gewürdigt, der zu den Shows kam und die Platten oder anderes Merchandise gekauft hat. Wir und unsere Fans, das war schon eine ganz besonders intensive Beziehung. Das wurde oft kopiert, aber nie erreicht, hahaha. Auf manchen Festivals war an unserem Merchandise-Stand mehr los als vor der Bühne bei der Band, die zur gleichen Zeit gespielt hat. Das war schon eine großartige Zeit.




Nun lass uns aber über die Gegenwart sprechen und die heißt MEMORIAM. Ich möchte etwas über die Band erfahren. Erzähl doch mal...

Was war die Initialzündung für den Start von MEMORIAM? Da muss ich zurückgehen ins Jahr 2015. September, um genau zu sein. Es war für uns alle ein massiver Schock, als Martin Kearns starb. Er hinterließ eine riesige Lücke in unserem Leben, auch in meinem. Wir brauchten eine Weile, um das zu verarbeiten. Es entstand eine Leere in unserem Leben und wir mussten uns entscheiden, was wir tun wollten. Für mich persönlich waren die folgenden Monate ziemlich düster. Es fiel mir schwer, irgendwelche Hobbys zu suchen. Entweder konnte ich also herum sitzen und auf Dinge warten, die vielleicht nie passieren würden, vor allem in Bezug auf BOLT THROWER. Oder ich konnte versuchen, irgend etwas Neues anzufangen. Etwas Positives, was mich aus dieser Situation heraus brachte. Der Einzige, der mich aus dieser Situation heraus bringen konnte, war ich selbst, das habe ich dann erkannt. Es war zum Verzweifeln und ich weiß, das Martin das niemals so gewollt hätte. Es war also an der Zeit, etwas zu tun, bevor es zu spät ist. Aber was sollte ich ohne BOLT THROWER anfangen? Es war klar, dass es diese Band so nicht mehr geben würde. Ich habe es ja in den 90er Jahren bereits mit der einen oder anderen Band versucht, aber das hat alles nicht so wirklich funktioniert. Schließlich traf ich mich ein paar mal mit Andy Whale, der vor zig Jahren mal bei BOLT THROWER Schlagzeug gespielt hat. Wir haben ein paar Proben absolviert. Haben ein paar Sachen gecovert, DISCHARGE oder SACRILEGE zum Beispiel. Das gab mir die „Flamme der Leidenschaft“ für die Musik zurück, kann man sagen. Frank Healy, den wir beide seit vielen Jahren kannten und schätzten, gesellte sich dazu und erklärte sich bereit, den Bass zu übernehmen. Wir haben schon so oft zusammen gelacht und Spaß gehabt. Eine eigene Band zu gründen, kam uns aufgrund der verschiedenen Verpflichtungen bis dato nie in den Sinn. Frank hatte zu diesem Zeitpunkt bereits BENEDICTION verlassen und befand sich in einer ähnlichen Situation. Damit stand die Urbesetzung von MEMORIAM also fest.


Fehlte nur noch ein Gitarrist?

Scott ist der Jüngste in der Band mit seinen 38 Jahren. Er war bereits mit BENEDICTION auf Südamerika Tour, insofern kein komplett Unbekannter. Wir fragten ihn, ob er Interesse hätte und er sagte zu. Also setzten wir uns 2015 zusammen und schmiedeten Pläne. Wir schrieben die ersten Songs, schickten MP3 Dateien hin und her und verinnerlichten das Material. Schließlich kamen wir zur ersten Probe zusammen, das war im Januar 2016. Im März hatten wir dann bereits fünf Songs beisammen und wir beschlossen, ein Studio zu suchen und nahmen die fünf Songs in drei Tagen auf. Gleichzeitig spielten wir erste Gigs und die Leute mochten die Songs und wir wollten die Demos veröffentlichen. Wir waren genau an dem Punkt, als Nuclear Blast auf uns zu kam. Wir spielten dann im Sommer 2016 ein paar weitere Gigs und im September nahmen wir schließlich das Debütalbum auf. Und nun sind wir hier, genau an diesem Punkt. Die letzten Monate waren wie eine Rakete, eine verdammt schnelle Reise. Wir hatten fast immer das Gefühl, alles kommt auf uns zu. Es ist wie das Karma, dass du für deine jahrelange harte Arbeit irgendwie belohnt wirst. Das war jetzt aber eine verdammt lange Antwort, oder...hahahaha...




Du hast eben bereits das Label Nuclear Blast erwähnt. Markus Staiger muss ja ziemlich beeindruckt gewesen sein. Hättest du jemals erwartet, bei einem der größten Heavy Metal Plattenfirmen zu landen?

Für mich, der schon um die dreißig Jahre im Musikbusiness unterwegs ist, gab es eine Menge schlechte Erfahrungen mit diversen Plattenfirmen. Oftmals klappt die Zusammenarbeit nicht oder die Band bekommt nicht den nötigen Support. Nuclear Blast ist da eine ganz andere Erfahrung. Es haut mich ziemlich um, mit welchen Enthusiasmus dort alle arbeiten. Ich habe den Werdegang von Markus Staiger von Anfang an verfolgt. Von seinem Start Ende der achtziger Jahre bis heute.


Kommen wir zu guter Letzt noch mal kurz zum Album „For The Fallen“. Steckt hinter dem Albumtitel eine besondere Message?

Ich habe mich ja immer schon für die britischen Aktivitäten besonders im ersten Weltkrieg interessiert. Somit ist sowohl der Albumtitel den Gefallenen aus den Kriegen gewidmet, wie auch einige Songtexte übrigens. Zudem ist der Titeltrack so etwas wie ein direkter Tribute-Song für Martin.

Wir wären dann auch schon am Ende der Zeit. Ich danke dir für das nette Interview.

Keine Ursache. Ich hoffe, wir sehen uns mal bei einem Gig, wenn wir in Deutschland sind.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 17.05.2017 | 18:13 Uhr

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