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Interviewpartner: Keijo Niinimaa

Drei Jahre nach „Cycles“ und ein Jahr nach dem Appetithappen „Napalm“ [2010] legen die finnischen Grinder ROTTEN SOUND am 11. März ihre neue Full Length vor: „Cursed“. Sänger Keijo Niinimaa gibt – gewohnt sympathisch und bodenständig – Auskunft zu „Cursed“ und den weiteren Plänen von ROTTEN SOUND.




Hi Keijo! Ein Jahr ist seit unserem letzten Interview vergangen – und nun steht „Cursed“ in den Startlöchern. Was kannst Du uns zum Songwriting-Prozess berichten? Wie schreibt Ihr Songs?

Normalerweise schreibt einer der Hauptsongwriter, d.h. Sami oder Mika, die Riffs und die erste Struktur des Stücks zu Hause. Dann arbeiten Mika, Sami und Kristian den Rest gemeinsam aus, und wenn die erste Version steht, nimmt Sami üblicherweise alle Instrumente auf, um ein Demo der Vorproduktion zu erstellen. Daraufhin erscheine ich auf der Bildfläche und steuere die Texte bei, und manchmal schlage ich auch kleinere strukturelle Änderungen in den Songs vor, aber meistens ist der Song beinahe komplett fertig, wenn ich ihn bekomme.


Welche Veränderungen und Gemeinsamkeiten siehst Du im Vergleich zum Vorgänger, „Cycles“? „Cursed“ ist z.B. ein bisschen schneller, technischer und wieder unterhalb der 30-Minuten-Marke.

Wir wollten dieses Album ein wenig kürzer halten, was erneut ziemlich schwierig war, da es fast unmöglich ist zu sagen, welche Songs nun die besten sind. Wir hatten insgesamt 24 Stücke, und zuerst wählten wir 18 für den Studioaufenthalt aus. Nach den Aufnahmen beschlossen wir dann, zwei Lieder als Vinyl-Bonus zurückzuhalten und das Album auf CD etwas knapper zu halten. Wir fühlten uns auch wohler dabei, ein paar wuchtigere Songs zu integrieren, da wir das schon auf „Consume To Contaminate“ und „Cycles“ gemacht hatten. Ich würde mal sagen, dass „Cursed“ etwas dynamischer ist, aber gleichermaßen sind die aggressiveren Stücke noch eine kleine Spur chaotischer und wahnwitziger.


„Cursed“ befasst sich in textlicher Hinsicht mit den sechs Flüchen der Menschheit: Egoismus, Eitelkeit, Zwang, Rache, Ausbeutung und Furcht. Wie bist Du darauf gekommen? Sind die Texte auf „Cursed“ die logische Fortsetzung von „Cycles“?

Ich habe vor ungefähr zwei Jahren damit angefangen, die Texte zu verfassen, aber ich hatte keine Ahnung, was ich da eigentlich machte, bis ich einen Schritt zurück tätigte und mir die Texte von „Cycles“ in Ruhe durchlas und mir meine Gedanken dazu machte. Dies führte mich zu Überlegungen zu den Ursachen, die hinter der zyklischen Zerstörung von Zivilisationen stehen, und zu den grundlegenden Eigenschaften der menschlichen Natur. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich nicht wirklich darüber nach, dass die Menschen verflucht sind, aber als ich mit der Rohfassung fertig war, fand ich heraus, dass die Schwächen, die wir in uns haben, die grundlegenden Flüche der Menschheit darstellen. Danach kam auch gleich die Rohfassung von „Doomed“, und direkt darauf folgte schon die Wahl des Albumtitels.




Womit befassen sich zum Beispiel „Ritual“, das eben erwähnte „Doomed“, „Declare“ oder „Hollow“? Die Titel bestehen zudem alle aus nur einem Wort – Absicht oder Zufall?

Ich habe seit „Murderworks“ versucht, die Aussage jedes Songs mit nur einem Wort zu verkörpern, und normalerweise ist mir das auch gelungen. Nun gibt es aber noch einen anderen Aspekt, da die Songs auch immer zu einem Fluch gehören. Die drei Songs am Anfang gehören zum „Egoismus“, und man kann sie auch als „Alone Superior Self“ lesen. Die nächsten drei Stücke sind dann „Choose Hollow Ritual“ und so weiter und so fort, aber sie funktionieren natürlich auch für sich allein [zumindest für mich]. Ein Vorteil der kurzen Songtitel besteht in der Tatsache, dass ich nicht allzu viel Zeit auf der Bühne brauche, um den Song anzukündigen, and das ist für uns ziemlich wichtig, da wir normalerweise unser Set ohne große oder höchstens mit sehr kurzen Unterbrechungen dazwischen runterspielen.


Was kannst Du uns zum Cover von „Cursed“ erzählen? Mich hat es ein wenig an „Lord Of The Flies“ von William Golding erinnert, auch wenn es bei „Cursed“ kein Schwein ist, aber gleichermaßen düster…

Das ist mir noch gar nicht aufgefallen… Das Einzige, was wir Orion [Landau] mitteilten, war, dass er eine kranke und ein bisschen dämonisch wirkende Illustration eines völlig verfluchten, menschenähnlichen Wesens anfertigen sollte, und er zeigte uns dann den Entwurf. Er sprach auch davon, dass die Schlangen, die aus dem Mund herauskommen, die jeweiligen Flüche repräsentieren. Ich bin mit diesem Cover sehr zufrieden, da es wieder so grausam ist wie bei „Exit“ oder „Murderworks“, obwohl ich immer noch die Artworks von „Cycles“ und „Consume To Contaminate“ mag. Das neue Artwork passt einfach sehr gut zur pessimistischen und düsteren Grundstimmung der Musik und der Texte.


In unserem letzten Interview hatten wir schon kurz über Euren neuen Bassisten Kristian Toivainen gesprochen, der nun schon eine Weile in der Band ist. Kannst Du uns dennoch noch ein paar Infos zu ihm geben und wie alles läuft? War er am Songwriting für „Napalm“ und „Cursed“ eigentlich beteiligt?

Kristian spielt Gitarre in Mikas anderer Band, die D-BEAT GANSTERS heißt [ratet mal, was für eine Musik die spielen, hehe], und wir dachten nach „Cycles“ darüber nach, ihn als zweiten Gitarristen aufzunehmen. Wir bemerkten aber, dass unserem Sound überhaupt keine zweite Gitarre fehlte, und haben das deshalb nicht weiterverfolgt. Als dann aber Toni die Band 2009 verließ, haben wir Kristian gefragt, ob er nicht diese Position übernehmen möchte, und nach dem ersten Probenwochenende war er in der Band. Er hatte quasi sein Debüt auf der Tour mit ABORTED im April 2010, und wir fanden heraus, dass er klasse auf der Bühne war und dass er ein echt cooler Typ ist, mit dem man gut in der restlichen Zeit abhängen kann. Ich glaube, er hat während dieser Tour sicherlich an die 100 Spitznamen bekommen, und sein fröhlich-betrunkenes Gelächter war wahrscheinlich einer der Hauptgründe, uns auf der „Cursed By Volcano“-Tour weitermachen zu lassen. Kristian hat noch nicht an den Songs auf dem neuen Album mitgeschrieben, aber er war auf andere Art involviert, und ich bin mir sicher, dass er für das nächste Album auch selbst einige Songs beisteuern wird.


Du erwähntest auch, dass Ihr wesentlich mehr Material habt, als für das Album selbst nötig war, und dass deshalb einige Split-Veröffentlichungen folgen könnten. Gibt es diesbezüglich etwas Neues?

Oh ja, wir haben noch sechs Lieder für ein oder zwei Splits, aber die Dinge rund um „Cursed“ waren so hektisch, dass wir noch keine Chance hatten, das zu finalisieren und mit potenziellen Split-Kandidaten Gespräche zu führen. Das heißt, na ja, wir haben das schon mit ein paar unserer Freunde diskutiert, aber ich möchte hier keine Namen nennen, bevor nicht völlig sicher ist, dass es auch genau so geschehen wird. Ich hoffe auch, dass wir noch ein paar mehr Songs für eine Veröffentlichung haben und diese live in einem Studio aufnehmen können, aber das könnte dieses Jahr einfach zu viel Zeit erfordern, zumal wir ja die Touren anstehen haben und bis zum Jahresende Konzerte buchen werden.


Euer Auftritt im Vastavirta Klubi in Tampere im November 2010 wurde für eine mögliche DVD aufgezeichnet. Wann können wir mit dieser DVD rechnen? Gibt es diesbezüglich schon Details?

Das ist noch so eine Sache, die wir uns noch nicht detailliert angesehen haben. Ich habe das Gefühl, dass wir einen Teil davon für eine DVD verwenden werden, aber wir werden auch noch andere Konzerte mitfilmen. Die Vastavirta-Show ging nur 45 Minuten, und wir sind der Meinung, dass die nächste DVD länger als das sein sollte. Wir wollten auch ein Promo-Video, das aus richtigem Live-Material besteht, und das wurde nun für „Self“ realisiert. Es ist auch schlichtweg einfacher, so etwas in Finnland umzusetzen, da wir hier viele Freunde haben, die uns dabei unterstützen können.


Wie beurteilst Du denn rückblickend die „Fuck The Volcano“-Tour, die Du vorhin schon kurz erwähntest? War es trotzdem eine gute Zeit?

Es war ziemlich gut, auch wenn THE RED CHORD und THOSE WHO LIE BENEATH abspringen mussten. Die Zuschauerzahlen waren trotzdem in Ordnung, auch wenn alle Promoter die gleichen Ticketpreise wie für ein Billing mit vier Bands beibehielten. Es war auch eine coole Sache, endlich mal mit ABORTED in Europa unterwegs zu sein.


Euer Auftritt auf dem Neurotic Deathfeast, der Teil dieser Tour war, war ziemlich beeindruckend. Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass der mittlere Raum ziemlich gut gefüllt war, obwohl NAPALM DEATH zeitgleich gespielt haben.

Wir hatten schon ein wenig Bammel vor der Show, aber ich vermute mal, dass einfach so viele Leute in dem Laden waren, dass wir noch genug von ihnen während NAPALM DEATH anziehen konnten. Es war auch echt cool, „Missing Link“ während dieses Auftritt zu spielen, direkt nachdem NAPALM DEATH fertig waren, und ihnen den Song zu widmen. Das war nun unser zweites Mal auf dem Neurotic Deathfest, und es fühlte sich sogar noch besser an, da ich das Gefühl hatte, dass die Leute noch mehr Bock auf uns hatten als das letzte Mal – und das war schon klasse.




Ihr habt kürzlich die „Finnish Metal Tour“ mit FINNTROLL, ENSIFERUM etc. in Amerika gespielt. Ein etwas seltsames Paket, wenn auch abwechslungsreich. Kann der „normale“ Fan dieser Bands eigentlich etwas mit der Musik von ROTTEN SOUND anfangen?

Es gibt jede Menge Hallen ohne Altersbeschränkungen, und die Zuschauer in den USA sind auch generell aufgeschlossen. Wir hatten nicht wirklich Angst davor, denn wir bekamen eine Chance, den Leuten zu zeigen, was wir so machen. Alle Bands haben die gleichen Wurzeln bei Bands der 70er- und 80er-Jahre, und das ist etwas, woran die Leute manchmal denken, wenn sie Bands in sehr strikte Genres einordnen. Es gab meiner Meinung nach auch einige Leute, die noch nie eine Grindcore-Band auf der Bühne gesehen hatten, sodass sie mal etwas Neues erlebt haben. Und was das Heidentum der anderen Bands angeht, so gibt es bestimmte Gemeinsamkeiten mit unserem Atheismus und Zynismus, und letzten Endes waren vier finnische Bands zusammen auf Tour unterwegs, sodass das eine wunderbare gemeinsame Zeit war.


Dann steht bereits die nächste Headliner-Tour durch Europa an. Was kannst Du uns zu den anderen Bands – TRAP THEM, GAZA, THE KANDIDATE und HAUST – mitteilen? Habt Ihr die Bands selbst ausgewählt?

Wir haben TRAP THEM ausgewählt, und die Leute von Avocado haben die restlichen Bands für die Tour vorgeschlagen. Ich kann nur sagen, dass das eine sehr interessante Tour ist, da wir die Musik der ganzen anderen Bands nicht nur einfach mögen, sondern echt lieben, und das ist wirklich essenziell, wenn Du für dreieinhalb Wochen gemeinsam auf Tour bist und jeden Abend die Mucke der anderen Bands auf die Ohren bekommst. Ich bin genauso sicher, dass wir alle großartig miteinander klarkommen werden, da die meisten der Leute einen Hintergrund im Punk und DIY haben, sodass alle eine schöne Bodenhaftung besitzen und alle sich auf dem gleichen Level bewegen. Ihr könnt fünf Bands erwarten, die schönen, abwechslungsreichen und heftigen Rock ’n’ Roll bieten – oder sollte ich lieber Rot ’n’ Roll sagen. Einige sind ein bisschen schneller und andere wiederum ein bisschen heftiger.


Gibt es bereits weitere Tourpläne für die Zukunft? Für das Obscene Extreme wurdet Ihr ja schon bestätigt.

Momentan sind noch keine anderen Festivals gebucht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir einige Festivals spielen werden, abgesehen vom OEF, wenn die Promotion für „Cursed“ so richtig anrollt. Das fing auch erst vor ein paar Wochen an, und ich bin weiß, dass Marco von Avocado sich den Allerwertesten aufreißen wird, um uns überall und nirgends zu buchen.


Was ist der letzte Film, den Du im Kino gesehen hast, und was die letzte CD, die Du gekauft hast? Freust Du Dich auf irgendetwas im Jahr 2011 ganz besonders?

Ich habe mir „Rare Exports“ angeschaut, den ich als großartiges Beispiel der neuen finnischen Unterhaltungskunst empfehlen kann. Die letzte CD, die ich mir gekauft habe, war „Black Masses“ der mächtigen ELECTRIC WIZARD. Anfangs erschien das etwas schwach, aber so langsam erschließt sich mir das Album richtig; brillanter Doom – wie immer. Ich erwarte außerdem die neue Scheibe von TRAP THEM, aber ich habe keinerlei Erwartungen, was Filme anbelangt. Wenn ich ins Kino gehen möchte, schaue ich einfach, was heute so läuft, aber leider bekommen wir nicht so viele Independent-Streifen für den finnischen Verleih, d.h. zumindest nicht in Turku, wo ich lebe.


Und damit wären wir schon wieder am Ende. Besten Dank für das Interview, Keijo! Möchtest Du abschließend noch etwas loswerden?

Ich denke mal, dass erwähnt werden sollte, dass ROTTEN SOUND mit dem Gedanken spielen, das Schreiben eines Tagebuchs für die kommenden Touren zu reaktivieren. Schaut mal auf Facebook oder MySpace vorbei, um zu sehen, was bei uns so läuft. Vielen Dank für das Interview!



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 19.02.2011 | 09:14 Uhr

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