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Interviewpartner: Keijo Niinimaa

Nachdem es in letzter Zeit um die finnischen Grinder ROTTEN SOUND etwas stiller war, meldet sich das Quartett nun mit der neuen EP „Napalm“ und der anstehenden Tour mit ABORTED und THE RED CHORD wieder zurück. Sänger Keijo Niinimaa klingelte aus diesem Grund flugs durch, um sich sehr sympathisch und [vor allem für einen Finnen] erstaunlich redselig zu den Hintergründen von „Napalm“ und zum aktuellen Stand bei ROTTEN SOUND zu äußern.




Hi Keijo, wie geht’s?

Hallo. An dieser Stelle erst mal Entschuldigung für mein Geröchel; ich bin etwas erkältet.


Macht nichts; klingt fast wie auf einem Album von Euch, hehe.

Haha, da hast Du auch wieder Recht. Klingt dann aber sicher noch ein bisschen besser. [lacht]


Von Euch erscheint in Kürze eine neue EP, die „Napalm“ heißt. Wie seid Ihr auf diese Idee gekommen? Das ist ja so eine Art Mischung aus neuen Songs und Coverversionen.

Das muss ungefähr letzten Herbst gewesen sein, als Toni beschloss, die Band zu verlassen. Wir sollten eigentlich unser nächstes Studioalbum im Dezember aufnehmen und hatten deshalb geplant, ins Studio zu gehen. Als Toni aber ausstieg, beschlossen wir, eine kurze Atempause einzulegen. Gleichzeitig hatten wir diese drei Songs zur Verfügung, von denen wir wussten, dass sie sowieso nicht auf dem Album landen würden. Sie waren auch ein bisschen älter. Und dann hatten wir davor ja noch diese Tracks von NAPALM DEATH aufgenommen. Wir hatten darüber nachgedacht, dass wir dieses Jahr auf alle Fälle etwas herausbringen möchten, da es sehr wahrscheinlich erst nächstes Jahr etwas mit dem neuen Album wird. Mit der Idee, etwas zu veröffentlichen, kam dann auch die Überlegung, diese älteren Songs und die von NAPALM DEATH dafür zu nehmen. Das ist auch ziemlich gut geworden, wie ich finde. Ganz besonders, da ja noch der Bonus-Teil mit der Aufnahme vom Obscene Extreme Festival hinzukommt. Das ist ganz schick.


Die drei Songs von ROTTEN SOUND auf der EP sind also etwas älteren Ursprungs? Die Songs sind relativ kurz und gehen nicht so ganz in die Crust/Old-School-Death-Richtung, die manche Songs von „Cycles“ auszeichnet. Oder ist das eine Art Rückbesinnung? Oder habt Ihr bewusst diese Songs den rauen NAPALM DEATH-Songs angepasst?

Ja, sie sind ein wenig älter. Die Songs wurden etwa zu Zeiten von „Cycles“ fertig gestellt, aber wir haben sie damals nicht aufgenommen. Die Sache lässt sich so beschreiben: Die ganz neuen Songs, die auf dem neuen Album stehen werden, sind etwas technischer. Also nicht technisch im überzogenen Sinne, da wir immer noch von direktem Grindcore sprechen. Vielleicht ein bisschen interessanter. Aber diese drei Songs hier haben nicht wirklich zu „Cycles“ gepasst, aber sie passen genauso wenig zum neuen Material, sodass sie sich vielleicht ganz gut dazwischen einfügen. Wir wollten uns auch ein wenig umschauen und wieder mit einem aggressiveren Sound experimentieren. Das ist einfach das, was wir am besten können, auch wenn es jede Menge Spaß macht, Rock ’n’ Roll zu spielen. Es gibt einige langsame Songs in unserer Setlist, und das ist auch immer noch der Fall, zum Beispiel auch, wenn wir im April wieder auf Tour sein werden. Diese drei Songs auf „Napalm“ gehen aber in die Richtung, in die wir uns gerade bewegen, auch wenn sie nicht so technisch sind. Die neuen Lieder werden das aber sein, wenn ich unserem Gitarristen glaube, der sagte, dass er momentan ganz schön viel üben muss, wenn er die neuen Sachen spielt. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man sich selbst fordern muss.




Gib uns doch bitte noch ein paar Infos zu den Inhalten von „Mindkill“, „Dead Remains“ und Brainload“. Worum geht’s darin?

Die Texte sind eigentlich von „Cycles“ übrig geblieben. Ich habe sie mit dem identischen Konzept im Hinterkopf verfasst – zum Teil der heutige Alltag, zum Teil utopische Welt bzw. ein paar Jahrzehnte in der Zukunft angesiedelt. Ein Song wie „Mindkill“ konzentriert sich ziemlich auf das Hier und Heute und darauf, wie die Leute darauf abfahren, ständig zu konsumieren. Dabei wissen sie nicht, dass es nichts Inhaltsloseres auf dieser Welt gibt. In „Brainload“ ist es dann ebenfalls auf die heutige Zeit bezogen, aber es könnte genauso gut futuristisch sein, wenn es darum geht, sich Informationen ‚herunterzuladen’. Aber das gibt es natürlich auch heute, wo es um Informationen und Profit geht bzw. auch darum, dass alles, was nicht Profit bringt, als merkwürdig betrachtet wird. Und das finde ich ziemlich alarmierend. Meiner Meinung nach liegt es daran, dass die Intention immer darin besteht, Geld zu machen. Bei „Dead Remains“ geht es dann um meine Sichtweise, dass wir so lange arbeiten und uns abrackern, bis wir alt genug sind, um dann sterben zu dürfen. Und dass es oftmals keinen anderen Inhalt in manchen Leben gibt als die Arbeit. So denke ich manchmal darüber, aber glücklicherweise bin ich auch noch in dieser Band aktiv, hehe.


Die zweite Hälfte enthält dann die drei Stücke von NAPALM DEATH. Wie habt Ihr die Auswahl getroffen und seid dann bei „Missing Link“, „The Kill“ und „Suffer The Children“ gelandet, wobei der letztere Song ja schon oft gecovert wurde – auch wenn Eure Version ganz schön flott ist, hehe.

Hehe, wir wollten es gar nicht viel schneller spielen. Eigentlich sollten wir diese Songs zu einem NAPALM DEATH-Tribut-Album beisteuern. Das sollte von einem kleinen Label veröffentlicht werden, das Björn von DISFEAR mit seinem Kumpel Dennis als Hobby betreibt. Letztlich stellte sich jedoch heraus, dass diese Tribut-Geschichte nicht stattfinden wird. Einer der Gründe, dass es genau diese Songs wurden, lag daran, dass die Songs, die wir sonst hätten machen können, bereits an andere Bands vergeben waren. Wir haben dann die Lieder ausgesucht, die am besten zu uns passten. „The Kill“ ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Beispiel dafür.
Und dann wäre da „Missing Link“: „Mentally Murdered“ ist die Veröffentlichung, die bei NAPALM DEATH einiges bewegt hat. Mika, unser Gitarrist, mochte auch die früheren Scheiben, und die habe ich mir auch angehört, aber wir waren alle der Meinung, dass diese Mini-CD einer der Eckpfeiler des modernen Grindcore darstellt. Es gab mehr Experimente zu hören und es war die letzte Veröffentlichung der Ära mit Lee Dorrian. Mick Harris war dann nur noch auf „Harmony Corruption“ zu hören. Das ist zwar nicht mehr das ursprüngliche Line-up, aber es war das erste Mal, dass NAPALM DEATH wirklich ein größeres Publikum ansprachen. Das war also der Grund, warum wir einen Song von der Mini-CD nahmen. Wir hatten noch andere Optionen, die wir ausprobierten, doch davon mochten wir „Missing Link“ am meisten.
„Suffer The Children“ ist eine unglaublich gute Mischung aus Death Metal und Grindcore. Etwas an diesem Song ist speziell. Es stimmt schon, dass das Lied schon davor gecovert wurde, aber wir können dies auf unsere eigene Art umsetzen, sodass es etwas anders klingt. Eigentlich sollten wir für das Tribut-Album „Suffer The Children“ und „The Kill“ aufnehmen. „Missing Link“ war so eine Art Überbleibsel, aber ich bin ehrlich gesagt auch sehr froh über „The Kill“. Diesen Song haben wir nun in unserer Setlist. Und das ist die ganze Geschichte dahinter, hehe.


Mit dem Artwork der EP verneigt Ihr Euch offensichtlich auch vor NAPALM DEATH, da es von Euren letzten Veröffentlichungen abweicht und mit seinem Collagen-Stil eher an „Scum“ oder „From Enslavement To Obliteration“ erinnert.

Ja. Ich finde, dass das Artwork und die enthaltenen Lieder gut unsere jetzige Richtung reflektieren. Ihr könnt auch auf unserer MySpace-Seite nachschauen, die ähnlich gestaltet ist, wenn auch in schwarz-weiß gehalten. Wir wollten ein eindrückliches Design haben, aber es sollte natürlich als Tribut auch nach NAPALM DEATH aussehen. Und auch so heißen [lacht]. Wobei der Arbeitstitel „Rotten Sound Of Napalm Death“ lautete, aber das war irgendwie zu witzig. Das klang nicht nach einem Album von uns, also haben wir uns für einfache Ausdrücke entschieden, da wir nun mal einfache Leute sind [lacht]. Das Artwork besteht eigentlich aus zwei Komponenten: DEATH BREATH und NAPALM DEATH, d.h. „Stinking Up The Night“ und „Scum“. Man kann also sagen, dass es ein Tribut ist, aber es kann auch genauso gut ein Abkupfern dieser beiden Sachen sein, haha.


Du hast anfangs schon die Bonus-DVD vom Obscene Extreme Festival erwähnt. Das ist der Auftritt von 2007, oder? Auf Eurer MySpace-Seite gibt es davon ungefähr zehn Minuten an Material zu sehen.

Das war in der Tat im Jahr 2007. Es gibt ein paar Clips auf unserer MySpace-Seite und auf YouTube, aber das ist nicht die finale Fassung und auch nicht der endgültige Sound. Es sind aber Anteile dessen, und ursprünglich wurde das direkt vom Obscene Extreme veröffentlicht. Ich sagte gerade, dass es manche der Songs sind. Ich glaube, wir mussten das erste Stück weglassen, weil wir das total versaut hatten. Jeder hat zur gleichen Zeit gespielt; zwar den gleichen Song, aber unterschiedlich schnell. [lacht] Das ist die einzige Sache, die fehlt, aber alles andere wurde so belassen. Das ist auf alle Fälle eines der besseren Festivals, auf denen wir aufgetreten sind. Die Veranstalter haben alles aufgezeichnet; wir hatten eigentlich gar nichts geplant. Doch die haben das aufgenommen und uns später die DVD geschickt. Später haben wir sogar die richtigen Tapes bekommen, denn sonst hätte die Qualität doch arg gelitten. So konnten wir aber die finale Bearbeitung anhand dieser ursprünglichen Tapes machen, sodass auch die Qualität in Ordnung ist. Die ganze Geschichte ist viel besser geworden, als wir es wohl jemals selbst hinbekommen hätten, wenn wir das geplant hätten. Wir wissen auch gar nicht, was da am Mischpult passiert ist, weil es so gut klingt, haha. Normalerweise machen Bands ja einiges anders, wenn sie eine DVD aufnehmen. Sie machen einen anderen Soundcheck und nehmen anders bzw. mehrere Spuren auf. Und wir standen auch nicht unter Druck; wenn wir das gewusst hätten, hätten wir vielleicht noch mehr Mist gebaut, haha. Die Zuschauer waren auch der absolute Hammer, aber das ist beim Obscene Extreme eigentlich immer so.


Ist das Euer Lieblingsfestival? Ihr habt ja auch schon in den USA gespielt.

Wir haben so einige Favoriten, aber das gehört sicherlich dazu. Ebenso das Maryland Deathfest. Ich denke mal, dass diese beiden Festivals für uns am besten sind, was offensichtlich ist, wenn man sich anschaut, welche Bands dort spielen.


„Napalm“ erscheint nun auf Relapse Records. Wie kommt es dazu? Hattet Ihr Euren Vertrag mit Spinefarm erfüllt?

Ja, richtig, unser Vertrag mit Spinefarm ist erfüllt. Das lief auch alles gut; wir können uns eigentlich nicht beklagen, außer dass das Label immer mehr in eine Richtung ging, die sich mit Grindcore nicht so gut vereinbaren lässt. Der Grund dafür, dass wir uns neben einigen anderen Angeboten für Relapse entschieden haben, besteht darin, dass sie wohl die enthusiastischsten Leute im Grindcore-Bereich sind. Das war keine leichte Entscheidung, aber unterm Strich hatten wir das Gefühl, dass Relapse ein gutes Zuhause sind und dass wir dort eigentlich ewig bleiben könnten. Wir veröffentlichen auch nicht so oft, aber jetzt kommen die neuen Alben bei Relapse. Das nächste kommt dann wahrscheinlich 2015 oder so. [lacht]


Und Relapse haben vermutlich auch einige Klassiker veröffentlicht, die Dich als Musiker oder als Fan extremer Musik sicherlich beeinflusst haben, oder?

Oh ja, das ist richtig. Wir sind auch sehr stolz darauf, dass das Relapse-Logo nun auf unseren Alben erscheint. Dabei sind wir damals beinahe das Risiko eingegangen und zu Earache gewechselt, aber – nichts für ungut – ich habe nicht so arg viel Gutes über sie zu dieser Zeit gehört. Wie gesagt, kein böses Blut. Ein weiterer Grund, warum wir außerdem zu Relapse gegangen sind, besteht darin, dass sie ein Label aus den USA sind. Dort wollen wir noch mehr Fuß fassen, wobei sie natürlich auch in Europa stark vertreten sind. Wir haben in den USA inzwischen ein gutes Publikum, und jetzt gibt es zwar auch Spinefarm US, aber die fokussieren wiederum mehr auf Metal als auf derben Grindcore. Verdienen wollen natürlich alle Labels, aber das geht bei denen eher in Richtung Mainstream-Metal.


Du erwähntest vorhin, dass ihr mitten in den Arbeiten für das neue Studioalbum seid. Wie weit seid Ihr denn mit dem Songwriting und wann können wir mit der Scheibe rechnen?

Wir haben momentan mehr Songs, als wir eigentlich benötigen. Das ergibt zurzeit 39 oder 40 Minuten an neuem Material. Wir wollen aber kein so langes Album machen, und wir haben sogar das Gefühl, dass „Cycles“ etwas zu lang ist. Das wird zum Ende hin ein wenig anstrengend, sodass wir im Nachhinein finden, dass 15 statt 18 Songs besser gewesen wären. Damals fühlte sich das aber richtig an. Wie ich also sagte, haben wir zwar die Songs, aber ich habe noch keine Texte dafür fertig. Das heißt, es gibt schon ein paar Skizzen, aber das eigentliche Arrangieren wird in den nächsten Monaten stattfinden. Wir denken auch, dass wir uns nicht wahnsinnig beeilen sollten, denn nun steht die Tour an und „Napalm“ erscheint bald. Außerdem denken wir momentan über einige Split-Veröffentlichungen nach, wobei ich noch nicht bekannt geben kann, mit wem das sein wird. Das werden aber vermutlich die Songs sein, die nicht auf dem nächsten Album unterkommen werden. Vielleicht kommen diese Splits dann im Spätherbst, sodass Anfang 2011 dann das komplette Album erscheinen könnte. Der Studioaufenthalt sollte in diesem Fall ungefähr im Juli sein.


Für „Cycles“ wart Ihr unter anderem mit THE OCEAN, VICTIMS und TRAP THEM unterwegs. Im damaligen Interview hast Du u.a. die Mischung unterschiedlicher Stile positiv hervorgehoben. Wie hat sich dies dann in der Praxis herausgestellt? Demnächst geht es in einer ähnlich interessanten Mischung mit THE RED CHORD und ABORTED auf Tour.

Ich bin der Meinung, dass das eine richtig gute Tour war, was man auch an den Zuschauerzahlen sieht. Die Reihenfolge war auch ziemlich perfekt. Zuerst TRAP THEM, die Grindcore, ENTOMBED und CONVERGE mischen, also richtig gute Musik, und danach VICTIMS, die geradlinigen Rock ’n’ Roll, Punk und Crust spielen. Dann kamen THE OCEAN, die ihr Ding durchzogen. Manches davon ist zwar langsam, aber immer noch ziemlich hart. Die Fans hatten damit aber eine kleine Verschnaufpause von dem Geknüppel, und als wir dann als Headliner auf die Bühne gingen, waren die Leute nicht erschöpft, sondern waren bereit für Grindcore. Meiner Meinung nach war das eine erfolgreiche Mischung. Alle Bands hatten Spaß an dieser Tour und spielten prima Auftritte. Das einzig Negative war die Absage der Show in Italien, und zwar einen Tag vor dem Auftritt, da der Club von den Behörden geschlossen worden war. Merkwürdig. Wir hatten aber eine Garantie, sodass es finanziell betrachtet nicht schlimm war, aber es ist natürlich immer blöd, einen Auftritt absagen zu müssen. Insgesamt war das aber eine gute Sache, und wenn ich mir die kommende Tour anschaue, habe ich erneut ein gutes Bauchgefühl. Wir haben hier drei richtig starke Bands und einen guten Opener. Das Paket ist interessant, und momentan laufen so viele Touren, dass man den Leuten einfach etwas Interessantes bieten muss. Von unserer Warte aus ist dies auch gut, da wir seit der Tour mit THE OCEAN nicht in Europa unterwegs waren. Dazu kommen noch die rotierenden Slots, was noch cooler ist, da wir früher spielen können. Es ist natürlich eine Ehre, abends als letzte Band spielen zu dürfen, aber ich finde das überbewertet. [lacht] Manchmal ist es viel besser, als zweite oder dritte Band aufzutreten; ganz besonders bei diesen drei starken Headlinern, die alle ihre Fankreise haben. Hoffentlich kommen die Zuschauer, um sich alle Bands anzuschauen, und ich hoffe gleichermaßen, dass es nur wenige sein werden, die dann wieder gehen, nachdem ‚ihre’ Band gespielt hat. Und das kann Dir als Headliner halt passieren. Wenn Du aber früher spielst, sehen Dich wahrscheinlich mehr Leute. Zudem müssen alle Bands darauf achten, wirklich gute Auftritte hinzulegen, wenn ein gewisser Wettbewerb stattfindet, die Leute für sich zu gewinnen. Das ist meiner Meinung nach ein guter Anreiz, die eigene Leistung steigern zu wollen.




Auf dem Neurotic Deathfest spielt Ihr im Rahmen der Tour beispielsweise auch, oder?

Oh ja, das stimmt. Wir haben dort auch letztes Jahr gespielt. Das ist ein schönes Indoor Festival, was wir ganz gerne mögen. Letztes Mal haben wir dort zum ersten Mal gespielt. Wir kamen direkt nach drei anstrengenden Wochen in den USA dorthin und waren ziemlich müde. Wir hatten Jetlag und waren ganz schön platt. Dieses Mal wird das sicher klasse, da es mitten in der Tour ist. Es ist immer gut, von den normalen Konzerten in ein Festival einzusteigen. Es ist schade, dass wir am Tag nach unserem Auftritt leider keinen Day Off haben, da CARCASS spielen werden. Es wäre schön gewesen, sie wieder zu treffen, da wir 2008 eine gute Tour mit ihnen gefahren sind. Sie waren sehr gut auf dieser Tour. Davor hatte ich sie auch auf einigen Festivals gesehen – Hellfest und Tuska. Ich bin mir sicher, dass sie auch auf dem Neurotic Deathfest klasse sein werden.


Somit sind wir fast am Ende angelangt, sodass nur noch die obligatorische Bonusfrage fehlt: Wenn man die Musik von ROTTEN SOUND verfilmen würde, welcher Film oder welches Genre fällt Dir ein? Vielleicht „1984“?

„Cycles“ ist vermutlich am ehesten „1984“. Ansonsten würde ich „Apocalypse Now“ nennen, einen meiner Lieblingsfilme. Das kommt dem Gefühl gleich, das wir den Leuten gegenüber ausdrücken möchten, wenn wir live spielen. Wir wollen gegen Ende immer chaotischer werden und das den Leuten vermitteln. Wir wollen, dass die Leute dieses Extreme miterleben, wenn wir live spielen, also würde ich „Apocalypse Now“ sagen.


Möchtest Du abschließend noch etwas sagen?

Hm, wir sind nach einer kleineren Pause wieder etwas aktiver im Internet. Unsere MySpace-Seite wird öfter aktualisiert. Unser neuer Bassist hat das übernommen bzw. macht das, wenn ich nicht dazu komme. Schaut einfach ab und zu mal vorbei und informiert Euch, wie der Stand bei uns ist und wie es mit dem neuen Album läuft – und wir sehen uns hoffentlich auf der Tour. Hoffentlich gibt es nach unseren Auftritten genügend Gelegenheit, am Merchandise-Stand etwas mit den Leuten abzuhängen und sie zu treffen.


Dann danke ich Dir vielmals für das Interview und für Deinen Anruf, Keijo!

Ebenfalls vielen Dank! Bis dann.


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 28.03.2010 | 00:10 Uhr

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