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Interviewpartner: Kirk Windstein

Damit hat wohl keiner Mehr gerechnet – nachdem zwischen dem ersten Geniestreich „Nola“ und dem Drogengeschwängerten „Down II: A Bustle In Your Hedgerow“ gute 6,5 Jahre lagen, bringen DOWN nun endlich nach weiteren 5,5 Jahren Wartezeit ihr drittes, massives Lebenszeichen an die Öffentlichkeit. Was der extrem gesprächige und sympathische Kirk Windstein [ebenfalls CROWBAR] zu „Down III: Over The Under“, über Phil Anselmo, Label-Politik und unter anderem auch über CROWBAR zu sagen hat, gibt es auf den folgenden Seiten zu lesen...




Hey Kirk, erstmal Glückwunsch zum neue Album! Ihr habt es erneut geschafft etwas abzuliefern, was authentisch und gleichzeitig eine Weiterentwicklung eures Stils ist. War die Stimmung und die Chemie nach so langer Auszeit direkt wieder derart kreativ und ergiebig und warum war das deiner Meinung nach so?

Vielen Dank! Das weiss ich sehr zu schätzen! Die Chemie war eigentlich besser denn je zuvor. Wir alle konnten uns besser konzentrieren und ich bin sicher, Du weisst, dass Phil einige harte Jahre hinter sich hat. Aber jetzt sind wir zurück und wollen mit DOWN durchstarten, es soll kein Projekt mehr bleiben sondern ist nun definitiv eine ernsthafte Hauptband. Natürlich werden wir alle noch unser Zeug machen, wenn wir die Zeit dazu haben, ich zum Beispiel werde CROWBAR auf jeden Fall behalten, aber DOWN gehört nun all unsere Aufmerksamkeit und wir wollten ein verdammt gutes Album aufnehmen. Wir haben ein ganzes Jahr damit zugebracht, zu schreiben, Demos aufzunehmen, wieder umzuschreiben und und und. Während dieser Zeit habe ich Phil nie ohne sein Notebook oder einen Stift gesehen. Er hat die ganze Zeit nur Texte geschrieben, umgeschrieben, an Arragements gearbeitet, uns immer wieder das selbe Zeug einspielen lassen. Selbst jetzt sitzt er nicht still, sondern schreibt Blogs und so Kram. Wir haben uns echt zu Tode geschuftet. Die Chemie stimmt, die Amtosphäre ist die richtige, jeder hat eine positive Einstellung zu der Sache, wir blicken in die Zukunft und jeder konzentriert sich voll und ganz darauf.


Phil war eine der treibenden Kräfte im Vorfeld des Albums. Was hat ihn angetrieben und dazu bewogen einen dritten Teil der Geschichte DOWN stattfinden zu lassen?

Phil hat in den letzten Jahren soviel mitgemacht, die Sache mit Dimebag, die Rückenprobleme, Drogengeschichten und so weiter. Er aber hat er beschlossen, dass es Zeit ist, weiterzumachen. Sein Rücken wurde operiert, er hat sich in Reha begeben und der Doktor sagte, es würde etwa ein Jahr dauern , aber Phil hat das in vier oder fünf Monaten durchgezogen. Er ist voll konzentriert und er hat eine sehr positive Ausstrahlung, die für langer Zeit nicht zu spüren war. Er will nach vorne blicken und das hier ist genau das, was er machen will. Wir sind alle sehr stolz auf die neue Scheibe und seine Konzentration, seine Hingabe, sein Drive und seine positive Einstellung gegenüber all dem, haben über dem gesamten Prozess, über dem ganzen Projekt gestrahlt.


Ist das auch der Grund dafür, warum Phil auf der neuen Platte wesentlich fitter und energetischer klingt?

Auf jeden Fall! Er ist ein ganz anderer Mensch als auf der letzten Platte - zwar nicht als auf der ersten Scheibe, aber definitiv als auf der letzten. Die letzte Platte war ein ganz eigenes Ding. Da stecken so viele persönliche Sachen drin. Jetzt ist es etwas anderes; es ist eine andere Zeit, wir sind gewachsen, wir sind an ganze anderen Punkten in unserem Leben.


Von früheren Aufnahmen der Band wurde durch zwielichtige Kanäle immer mal wieder berichtet, dass der Konsum von härteren Drogen eine grosse Rolle gespielt habe. War dies nötig um derartig Kreativ werden zu können und haben solche Excesse, sofern das überhaupt zutrifft, auch bei den Aufnahmen des neuen Album in irgendeiner Weise eine Rolle gespielt?

Auf „Down II“ trifft das auf jeden Fall zu. Auf „Nola“ gab es sowas nicht – na gut, ab und zu mal einen Joint und natürlich Bier, hehe... aber auf dem neuen Album gab es sowas nicht. Während den „Down II“-Sessions waren wir alle anders drauf. Wir haben alle andere Exzesse hingelegt. Ich denke immer noch, dass es eine super Scheibe ist, aber jetzt wollen wir die Dinge mit einem klaren Kopf angehen. Normalerweise, wenn ich mit CROWBAR oder DOWN unterwegs war, hab ich mir den ganzen Tag Bier reingeschüttet und wollte ein möglichst gute Zeit haben. Jetzt habe ich zum ersten mal sowas wie Gitarren-Training, wo ich mich um verschiedenen Kram kümmere, jeden Tag die Setlist durchgehe und so Zeug. Ich spiele da Gitarre und lasse mich nicht voll laufen, gehe raus und jamme herum. Ich will einen klaren Kopf und ich glaube, den anderen geht es genauso. Es ist nur fair gegenüber den Fans, uns selbst und allen anderen, die da involviert sind. Ich sage ja nicht, dass ich kein Bier trinken werde, denn zur Hölle, das werde ich, hahahaha! Aber es wird weniger sein und es werden keine anderen Drogen im Spiel sein, so wie das mal üblich war.




Wovon handeln denn die Lyrics auf "Down III: Over the Under"? Im Internet war die Rede von der Verarbeitung Dimebags tragischen Todes und auf der anderen Seite die Verwüstung New Orleans durch den Hurricane Kathrina. Inwiefern flossen beide Ereignisse tatsächlich in die Songs ein?

Phil hat alle Texte geschrieben, also wäre das wohl eher eine Frage für ihn. Aber ich kann soviel sagen, dass dieses ganze Hurricane Kathrina-Ding darin steckt. Der Titel „Over The Under“ bedeutet, dass wir aus unserem Tief wieder herausgekommen sind, dass wir nach vorne blicken und über all das schlechte, negative hinweg sind...


Also ist das Ganze ziemlich positiv ausgefallen...

Ja, definitiv! Wir wollten, dass es positiv wird und das ist es auch geworden. Soweit es da um die Lyrics geht – Songs wir „Beneath The Tides“ oder „On March The Saints“ hängen schon mit dem Hurricane-Thema zusammen. „Mourn“ zum Beispiel handelt von der Dimebag-Sache und, dass Phil nicht auf seiner Beerdigung willkommen war, was ihn sehr tief getroffen hat. Das ist natürlich nicht das Thema, sondern seine Gedanken. Es kommt nicht alles direkt raus und hauptsächlich hat alles eine recht positive Seite. Es wäre wirklich eher eine Frage für Phil, denn er schreibt sehr oft metaphorisch. „Mourn“ handelt also einfach gesagt von Dimes Tod, „On March The Saints“ einfach gesagt von dem Sturm und den Leuten die halfen und immer noch helfen, die Stadt wieder aufzubauen. Aber wie gesagt stecken viele Bilder und verschiedene Bedeutungen in den Texten...


Was war der Hauptantrieb aus musikalischer Hinsicht? Woher kamen die Ideen, welche Einflüsse sind primär ausschlaggebend gewesen?

Einflüsse... da müssten wir ein paar Schritte zurückgehen. Hauptsächlich haben wir die Band auf unseren BLACK SABBATH-, LED ZEPPELIN-, THIN LIZZY-Roots und all den anderen 70er-Bands mit denen wir aufgewachsen sind, gegründet. Wir haben uns aber auch viel von Bands wie TROUBLE oder WITCHFINDER GENERAL inspirieren lassen. Also Bands, deren Einflüsse auch bei BLACK SABBATH liegen! Wir sind wieder zurück zum Anfang gegangen. Ich persönlich höre eine Menge solches Zeug – Phil auch und so entdeckten wir da einiges üfr uns. Wenn es um Musik geht, muss man gute Riffs schreiben, um gute Songs zu erhalten. Und hey, wir haben immer Tonnen an Riffs am Start und soviel Material, dass wir aber nicht alles verwenden können. Nicht, dass die Songs nicht gut wären, aber so wie Phil an die Tracklist, also 1-12, herangegangen ist, hätte das nicht gepasst. Er wollte einen echten Fluß darin haben und ich denke, wenn man das Album von vorne bis hinten durch hört, spürt man diesen Fluß, der sich hindurchzieht absolut. Es gibt noch super Songs, die es aber leider nicht auf das Album geschafft haben, da sie diesen Lauf sonst gestört hätten; außerdem ist die Platte ja sowieso schon lange genug, hehe...


Zeichnet sich eine Person hauptverantwortlich für das gesamte Songwriting oder ist das alles aus einem natürlichen Prozess sämtlicher Mitglieder erwachsen?

Es ist nicht nur ein bestimmtes Mitglied, das die Songs schreibt. Ich selbst zum Beispiel habe vielleicht Credits für drei Songs oder so. Man muss ja schon direkt mit einem Riff ankommen - „On March The Saints“ ist beispielsweise mein Song. „Three Suns And One Stars“ ist im Prinzip Phil's Song, den er zu Hause ausgearbeitet hat. Pepper hat „Mourn“ geschrieben, er hat das Riff angebracht und wir alle haben eben unseren Senf dazugegeben. So machen wir das immer - wir alle geben Input und ich glaube Jimmy Bower zum Beispiel ist nirgends als Songwriter aufgeführt, aber er hatte so viel Input zu geben - „Hey, willst Du das nicht lieber so machen?“ oder „Das Riff müsste anders klingen“. Es ist also echt eine gute Mischung aus uns fünf Musikern!


Welche Rolle und welchen Stellenwert sprecht ihr der Band nach dem dritten Akt nun in eurem Leben zu? Wird es eine Fortsetzung geben, was haben die anderen in Sachen DOWN vor und wie siehst du das ganz persönlich auf dein Leben und deine Zukunft bezogen?

Wir alle fühlen uns super dabei und die Band hat nun die höchste Priorität in unserem Leben. Natürlich hat die meine Familie, aber was den Beruf angeht, hat das absoluten Vorrang. Wir wollen unsere Platte promoten, überall in der Welt Shows spielen und Arsch treten; wir alle sind total auf die Band fixiert. Ich übe momentan mehr an der Gitarre als in letzten 15 Jahren; jetzt übe ich jeden Tag. Wenn ich in den vergangenen Jahren nicht auf Tour oder am Komponieren war, habe ich daheim gesessen oder anderes zu tun gehabt, aber jetzt habe ich das wieder zu einer Priorität gemacht. Wir nehmen das Ganze sehr ernst und wir denken, dass wir hier ein echt starkes Album haben und die Zeit gekommen ist, dass DOWN endlich den Schritt macht und nach draußen geht. Ich meine, sonst gibt es ja keine Band, die so ist, wie wir. Ich denke die Metal-Fans suchen nach so etwas, das anders ist und wir können genau das bieten. Unsere Erwartungen sind hoch, wir wollen ein ganzes Jahr touren, dann eine Pause machen und mit neuem Material zurückkehren. Wir wissen, dass DOWN die Band ist, mit der wir alt werden können und genau das wollen wir machen.


Wie kam es denn genau zu dem Deal mit Roadrunner?! Die ersten beiden Scheiben kamen doch über EastWest...?

In Nordamerika haben wir sowas wie unser eigenes Label – ILG Independent Label Group, was aber immer noch zu Warner gehört und für den Rest der Welt sind wir bei Roadrunner. Als wir noch bei EastWest waren, was ja bekanntlich auch PANTERAs Label war, bekamen wir kaum Unterstützung, da sich DOWN ja nicht wirklich wie PANTERA anhören. Die haben sich halt gesagt „Lasst Phil mal sein DOWN-Ding aus dem Kopf kriegen, dann kann er wieder eine PANTERA-Scheibe machen, von der wir dann ein paar Millionen verkaufen...“. Es gab also einen Interessen-Konflikt. Unglücklicherweise wird es wegen Dimebags Tod sicher nie wieder ein PANTERA-Album geben und sie haben uns fallen gelassen. Also sagten wir „Fuck Off, lasst uns jemanden finden, der das hier zu schätzen weiss.“. Die Platte kommt überall in der Welt über Roadrunner, ausser in den Staaten und in Kanada. Sie sind zwar auch in den USA sehr stark, aber ausserhalb sind sie noch stärker. Ich habe zum Beispiel mit Jamey Jasta von HATEBREED gesprochen und er ist sehr zufrieden mit dem, was sie für die Band in UK oder den anderen Ländern getan haben.


Auf jeden Fall wichtig für Euch, denn die letzten beiden Alben sind ja hier ziemlich untergegangen...

Die sind in den Staaten auch ziemlich untergegangen...


Was, echt...?

Naja, wir haben zwar ein paar hunderttausend verkauft, aber es war nicht wie erwartet. Wir haben eine Headliner-Tour von einem Monat gemacht, als „DOWN II“ herauskam. Wir haben drei Monate auf dem Ozzfest gespielt. Dann hiess es „Okay, die Platte läuft nicht so gut; es wird Zeit, dass es mit PANTERA weitergeht!“ - die wollten uns nicht mal mehr noch eine weitere Tour spielen lassen. Es war also wie schon erwähnt ein echter Interessenkonflikt daraus gewachsen. Wir haben für „DOWN II“ ausser zwei Kanada-Shows keine Auftritte ausserhalb der USA gehabt. Dann waren wir letzten Sommer in Europa, in England, jetzt waren wir in Kanada mit HEAVEN & HELL, sind gerade aus Australien zurück, dann noch Neuseeland mit HEAVEN & HELL und das Album ist noch nicht mal draußen. Es ist sehr wichtig, dass wir in alle anderen Länder kommen. Wir alle haben ja auch echt Bock darauf, in fremden Ländern und vor allem vor so vielen Leuten, wie möglich zu spielen.


Wie sehen die Aktivitäten für CROWBAR, deiner eigentlichen "Hauptband", in der Zukunft aus? DOWN verschluckt jetzt erstmal sicher eine Menge Zeit. Wird da CROWBAR zu kurz kommen oder ist da schon irgendetwas in Planung?

Das steht jetzt schon irgendwie auf dem zweiten Platz. Bei CROWBAR ist es ja so – die Band würde 1989 gegründet und ich bin das einzig verbliebene Original-Mitglied. Ich bin der Hauptsongwriter, Texter, Sänger und und und – ich werde das auf jeden Fall immer noch weiter machen, aber im moment ist es so, dass DOWN das wichtigste in meinem Leben ist. Ich habe zwar schon vier Songs für das neue CROWBAR-Album fertig und wenn wir nach unserer kommenden achtwöchigen Tour eine Pause machen und ich mal zwei Monate frei habe – wer weiss, vielleicht schreibe ich dann den Rest für eine neue CROWBAR-Scheibe. Es wird also auf jeden Fall etwas herauskommen, aber es ist halt echt eine Frage der Zeit. Außerdem habe ich ja noch ein Projekt mit Jamey Jasta namens KINGDOM OF SORROW, das wir irgendwann im März 2008 zu veröffentlichen versuchen. Jamey und ich haben das eigentlich schon seit zwei Jahren fertig, aber wir warten immer noch auf den richtigen Zeitpunkt, um es zu veröffentlichen. Aber es wird definitiv erscheinen und zwar über Relapse - wir haben einen weltweiten Deal mit denen ausgehandelt; das steht also auf jeden Fall. Phil hat auch eine ganze Menge Projekte, Jimmy hat seine Projekte, Pepper hat ein paar Sachen, die er macht – wir alle werden wohl immer auch anderes Zeugs machen, aber DOWN ist unsere Hauptband, soviel steht fest!
Anstatt CROWBAR ist jetzt DOWN meine Hauptband, aber das heisst ja nicht, dass ich mit CROWBAR aufhöre. Um ehrlich zu sein, würde es mir reichen, mit CROWBAR in Europa, England und vielleicht auch in Japan zu touren, denn hier könnten wir kaum touren, da CROWBAR hier nicht so gut läuft; das wäre es also gar nicht wert. Ich will auf jeden Fall die Musik weiterhin spielen und zwar am liebsten dort, wo sie gemocht wird.


Wieso sollen die ersten beiden DOWN-Alben, die doch mit einem sehr atmosphärischen und authentischen Sound ausgestattet sind und genau auf diese Weise zig tausende von Menschen in ihren Bann gezogen haben, remastert werden? Ohne da etwas übertriebenes reininterpretieren zu wollen: Ist das notwendig oder spielen da auch die Finanzen eine Rolle?

Nein, da geht es nicht um finanzielles. Es ist nur die einzige Möglichkeit, um die Rechte an den Platten wieder zu bekommen. Besonders „Nola“, das ja vor zwölf Jahren erschienen ist, kann man nirgends mehr finden. Wir wollen es nur digital remastern, dass es ein wenig besser klingt, nicht neu mischen oder sowas. Wir wollen die Alben remastern und hier über unser eigenes Label veröffentlichen und vielleicht finden wir noch jemanden, der sie im Rest der Welt herausbringen will. Wir denken, dass das eigentlich echt gute Platten sind, aber dummerweise will EastWest damit nichts mehr anfangen. Wir wollen, dass die neuen Fans, die „Over The Under“ kaufen, auch die Chance haben, unsere alten Alben zukaufen, denn die sind mittlerweile nur noch sehr schwer erhältlich.


Desweiteren wurde inoffiziell berichtet, dass die Bassspuren auf "NOLA" von Rex neu eingespielt werden sollen. Todd Strange [CROWBAR] hat dort einen guten Job gemacht, wie ich finde. Woher kam die Idee dazu und inwiefern war Rex bzw. ihr alle unzufrieden mit dem Bassspiel auf dem Debütalbum?

Hehe, um die Katze aus dem Sack zu lassen – auf „Nola“ habe ich die Bassspuren eingespielt. Auch auf allen CROWBAR-Alben habe ich den Bass eingespielt. Todd ist unser Live-Basser und er macht das sehr gut. Er wird im Studio nervös und da war es einfacher, wenn ich das mache. Vielleicht machen wir auch eine Version mit und eine ohne ihn – es ist nur eine Idee. Was Rex angeht, ist es so – wenn Du Dir das Bassspiel auf „Nola“ anhörst und dann mit „Down II“ und „Over The Under“ vergleichst, so gibt es da riesen Unterschiede. Wenn er die „Nola“-Stücke live spielt, hört man aber unglaubliche Unterschiede. Er ist ein echter Bassist während ich Gitarrist bin, ich schreibe keine Basslinien. Bei CROWBAR funktioniert das wunderbar bzw. hat funktioniert – Rex hat auf dem letzten Album gespielt, jetzt macht es Pat Bruders von GOATWHORE, ein super Bassist. Wenn ich auf der Bühne neben Rex stehe, wenn wir einen alten Song spielen, denke ich immer „Verdammt, was ist hier los!“. Aber wie gesagt, vielleicht lassen wir das auch – mal sehen.


Live spielen ist das Stichwort! Eine Amerikatour steht für Oktober und November 2007 bereits an. Wann kann man in Europa bzw. in Deutschland wieder mit eurer Anwesenheit rechnen? Ist da schon etwas in Planung?

Wir sind momentan am Planen, dass wir wahrscheinlich im Frühjahr kommen, aber auf jeden Fall vor den Festivals, um ein paar Headliner-Shows zu spielen. Auf den Festivals im Sommer wollen wir natürlich auch spielen. Es hört sich spät an, aber das kommt alles schneller als man denkt, hehe. Wir wollen dieses mal um die sechs Wochen in Europa touren, nachdem wir das letzte mal nur um die 3,5 Wochen hatten. Es sollen soviele Festivals und normale Shows wie möglich werden.


Na darauf kann man sich doch freuen! So, das war's schon! Vielen Dank für Deine Zeit und das Interview!

Kein Problem! Danke und schönen Abend noch! Bye!

shilrak, shub

Autor: Markus Jakob [shilrak] | 12.09.2007 | 00:34 Uhr

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