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Interviewpartner: Kvitrafn

Mit „Gap Var Ginnunga“ legt WARDRUNA, das Projekt um Einar Kvitrafn Selvik, der bereits durch seine Arbeit bei JOTUNSPOR, GORGOROTH oder auch SAGH von sich hören ließ, ein spannendes Debüt vor, das eine rein akustische Interpretation der Runen, des Schamanismus und des Heidentums darstellt. Grund genug also, den kreativen Kopf der Norweger etwas genauer zu WARDRUNA und zum ersten Teil der „Runaljod“-Trilogie zu befragen.




Hallo Kvitrafn! Wie geht’s Dir? Wie sind eigentlich WARDRUNA entstanden und handelt es sich dabei um ein reines Studioprojekt oder um eine ‚richtige’ Band? Was bedeutet der Name und wer sind momentan Deine Mitstreiter?

Grüße! Mir geht es prima. Die ursprüngliche Idee, ein derartiges Projekt ins Leben zu rufen, hatte ich irgendwann im Jahr 2002, da ich mich zunehmend mit den Runen und dem Schamanismus beschäftigte. Ich wollte etwas erschaffen, das mehr im Einklang mit meinem persönlichen Glauben war, und ich hatte das Gefühl, dass es an der Zeit sei, dass jemand diese Themen mit einem eigenen Ansatz und mit beiden Händen anpackt. Der Name ‚Wardruna’ bedeutet übrigens ‚Der Wächter der Geheimnisse’.
Ich würde nicht sagen, dass WARDRUNA eine Band an sich darstellt, zumindest nicht bezüglich der Studioarbeit, da ich allein die Songs schreibe und einen Großteil der Musik selbst spiele. Momentan arbeite ich zusammen mit Gaahl und Lindy Fay Hella daran, eine umfassende Live-Show auf die Beine zu stellen. Die komplette Besetzung dafür steht allerdings noch nicht fest.


Wenn man im Hinterkopf hat, dass Du bereits in diversen Black Metal-Bands aktiv warst, klingen WARDRUNA vollkommen anders. Oder ist das wirklich der Fall, zumal ich neulich eine Äußerung gelesen habe, dass Black Metal genau so klingen könnte, wenn keine Elektrizität verfügbar wäre? Was meinst Du dazu?

Diese Äußerung stammt zwar nicht von mir, aber ich stimme zu, dass es auf alle Fälle eine Verbindung in Sachen Energie und Atmosphäre zwischen den beiden Stilen gibt.


Könntest Du bitte ein wenig auf das Konzept der „Runaljod“-Trilogie, deren erster Teil nun „Gap Var Ginnunga“ darstellt, und die Runen des älteren Futhark, die Du als Grundlage benutzt, eingehen? Handelt es sich bei den ersten acht Runen um ein Konzept oder eine zusammenhängende Geschichte?

WARDRUNA suchen in den verstreuten Runen unserer nordischen Geschichte und nutzen diese als ein Werkzeug, um den uralten nordischen Naturglauben zu verstehen und zu beleuchten. Die Grundidee und die Absicht von WARDRUNA besteht darin, dass ich durch die Wiederbelebung von alten Traditionen, Gedanken, Instrumenten und Techniken Neues erschaffen und die alten Wurzeln in kultureller, musikalischer und spiritueller Hinsicht stärken möchte. Die „Runaljod“-Trilogie hat zum Ziel, die Runen des älteren Futhark zu interpretieren, wobei wir nicht dem häufig genutzten Muster der drei Ættir <[Anmerk.: Aufteilung der 24 Runen in drei Gruppen à acht Runen] folgen. „Gap Var Ginnunga“ stellt das erste Album und die Erschaffung einer neuen Saat dar. „Yggdrasil“, das zweite Album, symbolisiert das Wachsen und Erstarken dieser Saat. „Ragnarok“, das dritte Album, behandelt die Verwandlung der Saat. Jede Rune ist einzigartig und beinhaltet eine unterschiedliche Energie, und da mein Konzept darauf fußt, die Elemente, Klänge und Instrumente zu benutzen, die für jede der Runen stehen, könnte man sagen, dass die Runen selbst es sind, die die Songs erschaffen sowie ihre Eigenschaften und Kraft in mir widerspiegeln.


Was bedeutet für Dich der bereits eben erwähnte Slogan „sowing and nurturing new seeds and strengthening old roots“ genau? Bis zu welchem Grad möchtest Du auf die alten Inschriften, Traditionen etc. aufmerksam machen? Bist Du der Meinung, dass eine Rückbesinnung auf den heidnischen bzw. naturbezogenen Glauben stattfinden sollte?

Der Slogan betont, wie wichtig es ist, sich vorwärts zu bewegen, und nicht rückwärts, um weiter zu wachsen und das alte Wissen und Dasein erneut zu beleben; ohne zu vergessen, dass ein Baum ohne Wurzeln ganz sicherlich umstürzen wird. Ich bin nicht der Meinung, dass zu alten Zeiten alles besser war oder dass wir heutzutage überhaupt in der Lage sind, ähnlich zu denken oder zu leben wie unsere heidnischen Vorfahren. Mein Ziel besteht in erster Linie darin, dass ich aufzeigen möchte, wie viel noch unberührtes, umfassendes und wunderschönes Wissen sich in vielen alten Denk- und Lebensarten finden lässt.


Wie bist Du auf die traditionellen Instrumente gekommen und wie lange hast Du gebraucht, um diese spielen zu können? Hast Du ausschließlich akustische Musikinstrumente auf dem Album eingesetzt? Und welches davon magst Du am meisten bzw. welches war am schwersten zu lernen?

Sämtliche Instrumente, die ich verwende, habe ich mithilfe von Nachforschungen, Zeit und sehr viel Geduld zu spielen gelernt, und ich habe immer noch einiges zu lernen. Alle Klänge auf dem Album sind akustischer Natur, aber einige wurde durch das Zusammensetzen vieler einzelner Sounds erschaffen. Meine Lieblingsinstrumente sind glaube ich das Bukkehorn [Bockshorn], das anfangs ziemlich schwer zu spielen ist, und die gebogene Leier, die Taglharpe [Wikingerfidel] genannt wird.


Im Promo-Text wird auch erwähnt, dass zusätzlich Feuer, Wasser etc. als Geräusche für die Aufnahmen eingesetzt wurden. Wie wichtig ist Dir die Natur und welche Orte hast Du für die Außenaufnahmen ausgewählt?

Die Runen stellen vielmals ein Abbild der unterschiedlichen Aspekte der Natur selbst sowie die Beziehung des Menschen zur Natur dar, sodass ich sagen würde, dass sie von größter Wichtigkeit ist. Einige der Aufnahmen wurden an Plätzen in der Natur durchgeführt, die für mich wichtig sind, und einige der Aufnahmen fanden an Orten statt, die zu heidnischen Zeiten von Bedeutung waren. Steinkreise, Grabfelder und so weiter.


Das Heidentum und der Schamanismus spielen eine große Rolle im Konzept von WARDRUNA, während der Gesang oftmals sehr rituell und beschwörend wirkt. Wie wichtig sind Dir diese Konzepte sowie die Spiritualität an sich?

Ich bin seit etlichen Jahren ein praktizierender Heide. Man könnte sagen, dass dies einer meiner persönlichen Eckpunkte darstellt. WARDRUNA fußt auf rituellen musikalischen Ausdrucksformen, die oftmals zu einer Trance führen können. Ich glaube, dass Musik auf viele unterschiedliche Arten für Veränderungen sorgen kann; zumindest Musik oder musikalische Techniken, die über sich hinausgehen, was meiner Meinung nach einer der wichtigsten Schlüssel zur Erlangung von umfassendem Wissen, beispielsweise dem Verständnis der Runen, bedeuten kann. Es ist angewandter Odinismus.



Wie authentisch kann heutzutage ein musikalisches Projekt sein, das sich auf Elemente, Traditionen und Musik stützt, die aus lange vergangen Zeiten stammen? Wie authentisch soll Deiner Meinung nach WARDRUNA klingen und wie bist Du bei Deinen Nachforschungen vorgegangen?

Es ist für mich nicht so wichtig, authentisch zu sein, solange ich die richtige Energie und Atmosphäre einfangen kann. Einige der Instrumente sind bezüglich ihres klanglichen Spektrums eher eingeschränkt und meine Nutzung dieser kann somit auch als ziemlich authentisch eingestuft werden. Über viele von ihnen gibt es nicht besonders viele auffindbare Informationen. Die brauchbarsten Hinweise habe ich von Instrumentenmachern erhalten.


Da wir beim Thema Heidentum sind, ein kurzer Schwenk zum Pagan Metal: Falls sich jemand wirklich – auch aus musikalischer Hinsicht – mit dem heidnischen Glauben beschäftigen möchte, welche Bands würdest Du empfehlen?

Es tut mir leid, aber ich höre mir nicht sonderlich viel Musik an, sodass ich nicht wirklich weiß, was momentan in der Pagan Metal-Szene geschieht. Testet doch mal die aktuelle Scheibe von TRELLDOM an.


Welche Rolle hat eigentlich Gaahl genau gespielt? Er wird als Sänger aufgelistet, hat aber anscheinend auch zum Konzept von „Gap Var Ginnunga“ beigetragen? Wird er auch auf den kommenden Veröffentlichungen in Erscheinung treten?

Gaahl war für mich eine Informationsquelle während der Konzeptentwicklung der Trilogie und hat als Sänger auf einigen Songs des Albums fungiert. Er verfügt über jede Menge Wissen über die Runen und das altnordische Heidentum an sich, und er wird sicherlich auch auf dem nächsten Album vertreten sein.


Ihr habt letztendlich bei Indie Recordings einen Vertrag unterzeichnet. War die Tatsache ein wichtiger Faktor, dass die Macher ebenfalls aus Norwegen stammen und somit vermutlich über ein besseres Verständnis, worum es bei WARDRUNA geht, verfügen?

Ja, das hat es, und ich bin sehr zufrieden damit, wie die Dinge gelaufen sind. Das sind sehr professionelle Leute, die das Konzept sofort verstanden haben und exakt dieselbe Einstellung wie ich hatten, wie dies am besten umgesetzt werden sollte.


Wird es Konzerte von WARDRUNA geben? Du hast eingangs etwas in dieser Richtung erwähnt. Findest Du, dass ein ganz ‚normaler’ Club überhaupt für die richtige Atmosphäre sorgen würde? Wie wäre es denn mit Konzerten in freier Natur, wie WOLVES IN THE THRONE ROOM es gelegentlich praktizieren?

Ja, wir arbeiten gerade an der sehr anspruchsvollen Aufgabe, eine Live-Show auf die Beine zu stellen, die dem Konzept am besten gerecht wird. Ich finde nicht, dass WARDRUNA eine typische Club-Band ist, und ich hoffe sehr, irgendwann einmal Konzerte mitten in der Natur geben zu können. Ich habe so einige große Pläne für die Zukunft, aber eins nach dem anderen.


Wie sieht es momentan mit Deinem Mitwirken bei anderen Bands aus? Mir kam zu Ohren, dass Du kürzlich bei DEAD TO THIS WORLD ausgestiegen bist?

Momentan konzentriere ich mich einzig und allein auf WARDRUNA. Ich werde das vermutlich erst mal eine ganze Weile so beibehalten. Vielleicht werde ich irgendwann ein weiteres JOTUNSPOR-Album machen, wenn ich die Zeit finde.


Da Du bei GORGOROTH aktiv warst und auch auf der „Black Mass Krakow 2006“-DVD zu sehen bist, stellt sich die Frage, was Du vom andauernden Streit zwischen Gaahl/KING und Infernus hältst? Könntest Du Dir vorstellen, bei einer dieser beiden Parteien als Session-Drummer einzusteigen?

Da ich für vier Jahre ein Mitglied von GORGOROTH war, habe ich dazu natürlich meine eigene Sicht der Dinge, aber ich finde, dass es absolut keine Rolle spielt, was ich oder irgendjemand anders über diese Sache denkt. – Und nein, ich bin der Auffassung, dass ich das Kapitel GORGOROTH abgeschlossen habe, als ich die Band im Jahr 2004 verließ.


Okay, damit wären wir am Ende angelangt. Vielen Dank für das Interview. Gibt es eventuell noch abschließende Worte, die Du an unsere Leser richten möchtest?

Vielen Dank für das Interview! Schaut doch für Neuigkeiten und Musik mal auf der Internetseite vorbei! Schon bald werde ich einige neue Songs sowohl dort online stellen als auch auf die MySpace-Seite laden.

Til árs ok friðar
Kvitrafn


Squiggofant, soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 02.01.2009 | 10:43 Uhr

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