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Band: Metalnews nach 'Kyle Gass Band' durchsuchen Kyle Gass Band
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Kyle Gass, das sind fünfzig Prozent von TENACIOUS D. Das allein wäre schon Grund genug, den Mann um ein Gespräch zu bitten. Doch zudem erschien Ende April das erste Album der KYLE GASS BAND via Steamhammer und obendrauf kam auch noch eine Clubtour zustande. Das folgende Interview fand im Frankfurter Nachtleben statt. Nachdem Kyle unten im Konzertsaal den Soundcheck abgeschlossen hatten, traf er sich mit dem jungen Schlagzeuger Tim „Bones“ Spier und unserem Redakteur zu einem Kaffeeklatsch.




Hallo Kyle, hallo Tim. Schön, euch hier zu treffen. Ich hoffe, bei euch ist alles klar?

Kyle: Hallo Fränky. Ja, wir haben gerade den Soundcheck hinter uns, jetzt brauche ich erst mal einen Kaffee. Fang trotzdem einfach an.


KYLE GASS BAND, liest man die Besetzung, dann sieht es so aus, dass du eine Menge Freunde um dich geschart hast. Erzähle mir doch zu Beginn mal etwas über die Band.

Kyle: Nun, die Band ist tatsächlich eine Ansammlung von Freunden. Da wäre zunächst Leadgitarrist John Kalesky, mit dem arbeite ich schon seit sehr langer Zeit zusammen, seit meiner alten Band TRAINWRECK nämlich. Als wir um 2006 mit TENACIOUS D als komplettes Bandprojekt für den Film „Pick Of Destiny“ loslegten, stieg er in diese Band mit ein. Mike Bray kenne ich auch schon lange und unser Bassist Jason Keene ist einer meiner ältesten Freunde aus L.A., wir haben bislang aber nie gemeinsam in einer Band gespielt. Und „Bones“, naja, der junge Kerl greift die ganzen Mädels ab. Die gute Nachricht ist aber, dass er ein ganz außergewöhnlicher Drummer ist.


John Konesky ist nebenbei auch noch der Manager der Band. Kann man sagen, der ganze Haufen ist so etwas wie eine Familie?

Kyle: Das ist wahr, genauso kann man das sagen. Jason ist absolut so etwas wie ein Bruder für mich. Wir kennen und mögen uns, seit wir Teenager waren.


Wann hast du dich entschlossen, dieses Album aufzunehmen? Mit deiner eigenen Band sozusagen. Was steckt hinter der Geschichte?

Ich denke, wann immer du ein Bandprojekt startest, wird in nicht allzu ferner Zeit ein Album folgen. Es macht ja auch Spaß, die Songs, deine eigenen Songs, festzuhalten und sie der Welt zu präsentieren. Wir hatten allerdings dem Komfort, dass wir zwei Jahre in Anspruch nehmen konnten, um die Aufnahmen fertig zu stellen.


Von der ersten Songidee bis zum fertigen Produkt. Bist du mit all den Prozessen zufrieden? Den Proben, den Aufnahmen, dem Mastering etc.?

Kyle: Auf gar keinen Fall mit den Proben. Dies ist die weltweit schlimmste Proben-Band. Der Grund dafür ist ganz einfach. Wir sehen uns selten, da wir nicht alle zusammen in einer Stadt wohnen. Immer, wenn wir uns zum Proben treffen, wird erst einmal viel geredet. „Hey, wir haben uns lange nicht gesehen, was gibt es Neues?“ und so weiter.

Tim: Ja, so ist es. Wir spielen dann maximal ein bis zwei Songs, dann ist es wieder Zeit für eine Pause. Unsere Proben kann man eigentlich eher als Rumhängen beschreiben. So richtig angefangen haben wir eigentlich erst in der Vorbereitung zu dieser Tour.

Kyle: Ich meine, wir sind ein Haufen guter Musiker. Wir haben alle so viele Gigs gespielt und das sind so etwas wie die richtigen Proben. Wir sind jetzt allerdings auch keine Band, die ständig neue Songs in sehr kurzer Zeit schreibt. Wir spielen dafür wesentlich mehr Live. Das ist die Entschuldigung, warum wir so selten proben. Die Shows sind das, was zählt.


Wenn ich auf das Albumcover blicke oder mir Bandfotos anschaue, dann gewinne ich den Eindruck, ihr seid immer bester Laune?

Kyle. Das hat schon mal jemand behauptet. Ich glaube, ich habe ihn einen Idioten genannt. Ich denke, ich bin eine sehr seriöse Person.

Tim [im Hintergrund]: Hahaha. Meiner Meinung nach spiegeln die Fotos, ob im Übungsraum, im Studio, auf Tour oder sonst wo, schon unsere Art von Humor wieder. Wir sind schon eine lustige Truppe. Bei uns versucht irgendwie jeder, den anderen zum Lachen zu bringen.

Kyle: Ich würde sagen, das ist einer der Hauptgründe, warum diese Band eigentlich existiert. Es macht einfach Spaß, mit diesen Freunden, die auch alle noch exzellente Musiker sind, zusammen zu sein.



Einer der Songs auf dem Album nennt sich „Our Job Is To Rock“. Ich denke, das ist mehr als „nur“ ein Songtitel. Ist es so etwas wie eine Lebenseinstellung?

Tim: Klar ist das eine Lebenseinstellung.

Kyle: Es ist aber auch ein Job, wenn auch ein großartiger. Es bedeutet aber viel Arbeit. Es ist Arbeit, die Songs zu schreiben, es ist Arbeit, soweit zu kommen, ebenso sind die ganzen Tourneen harte Arbeit. Die zwei Stunden auf der Bühne, die sind allerdings wirklich purer Spaß.


Mit TENACIOUS D bist du hier in Deutschland ja bereits eine ganze Weile erfolgreich. Ich denke da an den famosen Auftritt beim „Rock am Ring“-Festival und…

Kyle: Ah, das „Rock am Ring“-Festival. Da kann ich mich gut dran erinnern. Ich erzähle dir mal die Geschichte, die mir dort passiert ist. Ich bin morgens im Tourbus aufgewacht und mein Gesicht war gelähmt. Das ist kein Joke, ehrlich. Ich hatte die totale Panik, dachte an Schlaganfall oder so etwas. Viele Mediziner kamen herbei und schauten sich das an. Es stellte sich zum Glück als nicht so schlimm heraus und ich konnte auftreten.

Tim: Das habe ich auch nicht gewusst. Ich meine, ich habe mir die Aufzeichnung von dem Gig angesehen. Aber man hat dir nichts angemerkt.

Kyle: Das hat niemand mitbekommen, außer meine Mutter. Die rief mich am nächsten Tag an. Sie hatte das Video bei YouTube gesehen und sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Aber…was war die Frage nochmal? Irgendwas mit populär in Deutschland…


Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist die Frage, ob man die „handgemachte“ Musik, die du mit TENACIOUS D oder auch mit der KYLE GASS BAND lieferst, als zeitlos bezeichnen kann. Ich meine, in der Zeit der unglaublichen technischen Entwicklung stehst du mit deiner Akustikgitarre auf der großen Bühne und begeisterst die Massen.

Kyle: Nun, das ist offensichtlich so. Ja, ich denke, unsere Musik ist zeitlos. Wir sind mit TENACIOUS D in den Neunzigern angefangen und nicht gleich berühmt geworden. Wir brauchten viel Geduld, haben überall gespielt und uns gesagt, dass irgendwann unsere Chance kommt. Ja, ich denke, das nennt man zeitlos.


Stell dir vor, du sitzt hier und unterhältst dich mit jungen Musikern, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Was würdest du ihnen mit auf den Weg geben?

Kyle: Sie brauchen ihre eigene TV Show auf HBO. Nein, im Ernst. Das Business hat sich in den letzten Jahren ziemlich verändert. Aber du musst halt raus auf die Bühne und den Leuten das bieten, was sie wollen. Denn die Leute kommen in dein Konzert, um dich zu hören. Es ist immer noch wichtig, Konzerte zu spielen. Es ist wichtig, dass du deinen Spaß auf der Bühne hast, denn das ist eine großartige Zeit.


Du trittst mit der KYLE GASS BAND derzeit in kleinen Clubs wie diesen auf. Andererseits kennst du eben auch diese Riesenfestivals. Was liegt dir mehr?

Kyle: Es ist natürlich unglaublich toll, wenn du vor immens vielen Leuten spielst. Du stehst auf einer Riesenbühne und tausende Menschen jubeln dir zu. Aber ich denke, der bessere Ort, um tolle Shows zu spielen, sind kleine Venues wie diese hier. Du spürst förmlich, wie die Leute zu einem Teil der Show werden. Wenn das geschieht, bin ich unheimlich stolz auf die Menge. Ich habe auch mit TENACIOUS D am liebsten in solch kleinen Clubs gespielt, ich liebe das.

Tim: Dem stimme ich zu. Bis zu einer Menge von, sagen wir mal eintausend Leuten spürst du einfach die Energie, die aus dem Publikum auf die Bühne dringt.

Kyle: Ich habe auch mal mit Crowdsurfen angefangen. Das war aber eher eine schmerzhafte Erfahrung, als mein Kopf auf dem Betonboden aufschlug.


Gibt es irgendwelche Orte auf diesem Planeten, wo du bislang noch nie warst, aber gern mal auftreten möchtest?

Kyle: Eigentlich die meisten Orte auf diesem Planeten. Südamerika fällt mir ein, da sind viele Rockbands erfolgreich. Jack denkt, er sei gut in Spanisch, ich werde ihn da mal herausfordern. Afrika würde mich ebenfalls reizen.

Tim: Australien wäre auch sehr reizvoll.

Kyle: Oh, das wird aber teuer, wenn wir da spielen wollen.




Kyle, du bist ja nicht nur als Musiker unterwegs, sondern auch als Schauspieler. Wie viele Stunden hat eigentlich ein Tag im Leben des Kyle Gass?

Kyle: Ich sage immer, es sieht beschäftigter aus, als ich es wirklich bin. Aber ich liebe es, beschäftigt zu sein. Wenn dem nicht so wäre, würde ich aufhören und den ganzen Tag Nachrichten im TV gucken. Ich meine, ich schaue ganz gern Nachrichten, man will ja auf dem Laufenden bleiben.


Gibt es Pläne für die nächste Zukunft? Ein neues TENACIOUS D-Album vielleicht? Oder einen neuen Film? Oder beides?

Kyle: Das sind ja mal gute Ideen. Ich mag solche Ideen. Wir werden sehen, was passiert. Momentan machen wir mit TENACIOUS D Pause und ich bin froh, mit zwei solch hervorragenden Bands zusammen arbeiten zu dürfen. Ich kann mich nicht beschweren, alles ist gut momentan.


Das glaube ich gern. Im Moment läuft es ja gut, das Album ist draußen, die Tour läuft…jetzt brauch ich von dir nur noch ein gutes Schlusswort.

Kyle: Kannst du haben. Hey Metalheads in Germany. Nicht verpassen, die KYLE GASS BAND ist in deiner Stadt. Sei kein Idiot und schau dir die Show an. [Fügt auf Deutsch hinzu:] Danke!

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 09.06.2015 | 17:57 Uhr

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