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Neben Bands wie zum Beispiel DYSTHEMIA, THE GREAT OLD ONES und KULT, die man etwas öfter zu sehen bekommt, werden diesen November auch die österreichischen Schwarzmetaller von ESCHATON das „Celebrare Noctem Fest“ in Traun unsicher machen. Ihr letzter Gig liegt schon eine Weile zurück und ihr derzeit aktuellstes Album „Isolated Intelligence“ [Review] stammt aus dem Jahre 2012. Umso spannender wird es sein, zu sehen, was ESCHATON in gut zwei Wochen auf dem Ein-Tages-Festival abliefern werden. Gerüchte besagen, dass man auf ein kommendes Album hoffen darf. Nicht nur über anstehende Veröffentlichungen, sondern auch über die Band an sich, über die Texte und Botschaft von ESCHATON und über ihre Live-Aktivitäten habe ich mit Mastermind Alexander gesprochen.




Hallo Alexander! Ich hoffe im Lager von ESCHATON ist alles gut! Obwohl ihr ja gerade in Österreich doch etwas bekannter seid, wäre es sehr nett, wenn Du Dich und ESCHATON unseren LeserInnen etwas vorstellen könntest?

ESCHATON ist eine Black Metal Band, die ursprünglich 1998 in Linz gegründet wurde, deren Mitglieder sich jedoch mittlerweile über Österreich und nun auch Frankreich verteilen. Wir bevorzugen nicht über die einzelnen Mitglieder zu sprechen, da das künstlerische Werk im Vordergrund stehen soll. Unser musikalisches Schaffen umfasst mittlerweile zwei EPs und zwei full-length Alben, wobei unser aktuellstes Werk „Isolated Intelligence“ auf Bandcamp gratis verfügbar ist. Unser primäres Ziel ist es, ein spirituelles Element in die Musik zu bringen, abseits von musikalischen Genrekonventionen.

Wenn man die „Vorgänger“band DOMINUS SATANAS dazurechnet, dann seid ihr ja – mit wechselndem Line-up – schon ziemlich lange im österreichischen Black Metal Underground unterwegs. Wie muss man es sich vorstellen, über solch eine lange Zeit eine Underground-Band zu betreiben? Nimmt ESCHATON einen großen Teil Deiner/eurer Freizeit ein und wie schwierig ist es, das alles mit anderer Arbeit et cetera abzustimmen?

Der einzige Unterschied zwischen DOMINUS SATANAS und ESCHATON ist der Namenswechsel, der einfach Ausdruck eines weiterentwickelten Zugangs zur Musik und Ideologie der Band repräsentiert. Insofern würde ich DOMINUS SATANAS nicht als Vorgängerband werten, auch wenn dies der allgemeine Konsens von Seiten der Medien zu sein scheint, von unserer Seite wurde dies nie so dargestellt. Es hat eigentlich ausschließlich Vorteile so lange aktiv zu sein, im Laufe der Bandgeschichte gab es genug Personen und andere Bands, die über uns gespottet haben, meist weil wir ihren rückständigen Idealen einer pseudo-Trueness nicht gefolgt sind, doch wir haben diese Spötter meist einfach überlebt, ESCHATON gibt es noch immer, diese Personen sind weg vom Fenster. Wir machen unser Ding aus Idealismus mit Leidenschaft und Herzblut, da spielt Zeit keine Rolle.

Die Abstimmung mit der Arbeit ist eigentlich sehr leicht. Dadurch das wir alle erfahrene Musiker sind, ist es nicht mehr nötig jede Woche dreimal zu proben wie in der Anfangszeit der Band, meist treffen wir uns ein-, zweimal wenn ich in Österreich bin, um zu Proben, und jedes Mal wieder haut mich unser Zusammenspiel sofort um.

Mit ESCHATON habt ihr vier Veröffentlichungen draußen [zwei Alben, eine EP], wobei das letzte Album „Isolated Intelligence“ 2012 in Eigenregie veröffentlicht wurde. Könntest Du uns ein bisschen etwas über die Entstehung dieses Albums erzählen? Komponierst Du die meisten Songs oder trefft ihr euch alle regelmäßig zum Jammen et cetera?

Ich würde sogar von zwei EPs sprechen, da auch [siehe oben] die erste DOMINUS SATANAS-Veröffentlichung kanonisch ist. Doch nun zu „Isolated Intelligence“: Das Material für diese CD wurde im Verlauf von ungefähr acht Jahren geschrieben, der Zeitspanne, die zwischen den zwei stabilen Line-ups der Bandgeschichte lag. Dies ist der Grund, warum so gut wie alle Songs aus meiner Feder stammen. Als das „Isolated Intelligence“ Line-up zu arbeiten begann, haben wir die Songs einfach nur noch zusammen arrangiert, ein Prozess, der die Songs teilweise massiv veränderte. Insofern würde ich mich nicht als alleinigen Songwriter betrachten. Inhaltlich steckt in diesem Album sehr viel von meinem veränderten esoterisch/okkulten Zugang zum Sein, denn wie gesagt, es entstand über einen Zeitraum von acht Jahren und in dieser Zeit steckt viel persönliche Weiterentwicklung. Auf diesem Album experimentierten wir auch erstmals mit unserer Arbeitsweise, beispielsweise „Current Void“ wurde beinahe im Alleingang von unserem damaligen Bassisten arrangiert auf der Grundlage seiner und meiner Riffs. Mittlerweile läuft beinahe alles digital. Die Musik wird am PC aufgenommen, die Tabulaturen dazu verschickt, jeder übt separat und erst bei der Probe hören wir sie alle live. Das Fundament entsteht also alleine und die Arrangements dann zusammen im Proberaum.

Ich finde es auch immer sehr interessant, über die lyrische Konzeption hinter einem Album zu sprechen. Schon alleine der Titel „Isolated Intelligence“ ist sehr spannend ausgefallen. Was versteht ihr unter einer „isolierten Intelligenz“ und inwiefern steht dieser Titel in Verbindung zu einem „Satanismus“, der entweder – je nachdem wie man euren ersten Songtitel liest – „transzendiert“ wird oder der selber etwas „transzendiert“?

Ich will nicht zu sehr in die Tiefe gehen und das Konzept für den Hörer vorkauen. Auch ist es schwer, ein spirituelles Konzept auf rationaler Ebene durch Worte zu erklären. Um kurz die von dir genannten Begriffe anzuschneiden: die „Isolierte Intelligenz“ ist ein, von jeglicher Ideologie befreites Konzept, das von diversen Schulen des Mystizismus und der Religion in diverse Konzepte gezwängt wurde. ‚Satan‘, ‚Seth‘, ‚Loki‘ etc., die immer nur einen Bruchteil der Macht kanalisieren, die dieses Konzept hat, der Rest wird durch Dogma und Wahrnehmung herausgefiltert. Erst das Erkennen der limitierenden Dogmen und der Umgang mit diesen Wahrnehmungsscheuklappen, oder ‚Realitätstunneln‘ führt zu einem höheren Grad an spiritueller Befreiung und Weiterentwicklung. Ich denke nach dieser Erklärung ist der Songtitel „Transcending Satanism“ leicht zu interpretieren.

Anders gefragt: Themen wie Mystizismus und Gnosis scheinen sich auf euren Alben mit einem eher „sterilen“ [im Sinne von „modernen“] Sound und Musikstil zu verbinden. Wie glaubst Du passen diese Phänomene zusammen bzw. welche Rolle spielt Mystizismus in Deinem Leben und in der Band ESCHATON?

Wir sind eine Black Metal Band, unser Werk funktioniert nicht ausschließlich auf der musikalischen Ebene, sondern hat auch starke spirituelle Komponenten. Indoktrination ist jedoch kein Werkzeug einer konstruktiven spirituellen Technologie, die auf Individualismus und Weiterentwicklung setzt, insofern werden wir dem Hörer kein fertiggezimmertes Weltbild vorkauen und hinspucken, das Überlassen wir dem Kult der Mittelmäßigkeit. Wenn du uns auf eine Kernbotschaft festnageln willst, lautet diese „spirituelle Befreiung“. Ich sehe keinen Widerspruch in dem, was du „modernen“ [ich nenne es „gut produzierten“] Sound nennst und der Botschaft hinter dem Werk. Es gibt genug klinisch produzierte, technische Alben, die mehr Relevanz besitzen als die Staubsaugerproduktion einer x-beliebigen Darkclone-Band. Esoterische/spirituelle/okkulte Initiation spielt definitiv eine Rolle im Leben der Bandmitglieder, Details tun hier jedoch nichts zur Sache.




Die Produktion von „Isolated Intelligence“ scheint mir sehr gelungen und erzeugt eine klirrend kalte und sterile Atmosphäre, die mir sehr passend erscheint. Habt ihr euch persönlich um die Produktion [Abmischen, Mastering et cetera] gekümmert oder kannst Du uns das Studio/den Produzenten verraten, von dem dieser Sound abstammt?

Wir haben alles größtenteils alleine gemacht, die Zeiten sind vorbei, in denen man auf ein teures Studio zwingend angewiesen ist. Alle Instrumente wurden in unserem Proberaum von uns selbst aufgenommen, wobei wir jedoch bei Mikrofonierung, Mix und Mastering mit Chris Hörmann von den dot.c audiolabs zusammengearbeitet haben, in dessen Studio wir auch den Gesang aufnahmen. Er hat uns jedoch, wie gesagt, eher als Berater mit umfassendem technischen und musikalischen Wissen und Equipment zur Verfügung gestanden und nicht in der klassischen Rolle Studiobesitzer vs. Band.

Während „GodMode“ noch via Ashen Productions erschienen ist, habt ihr „Isolated Intelligence“ in Eigenregie veröffentlicht. War dies ein bewusster Schritt oder hat es eher mit der Label-Landschaft in Österreich [bzw. weltweit] zu tun?

Auch „GodMode“ wurde nur bei Ashen vertrieben, es ist nicht über Ashen erschienen. Bis jetzt hatten wir einfach kein Labelangebot, das uns wirklich überzeugt hat. Oft sind kleine Bands für ein Label nur potentielle Kunden, um ihre Dienstleistungen [Studio, Promotion, Vertrieb] gegen Gebühr anzubieten, und da war noch kein sinnvolles Angebot dabei, das wir nicht selbst besser realisieren konnten. Für Bands wie uns macht es nun mal keinen Sinn, einen riesigen Vertriebsdeal zu unterschreiben, oder einen namhaften Produzenten zu buchen und alles aus eigener Tasche zu bezahlen, nur um sich danach mit seinen Verbindungen zu brüsten. Auf solche weltlichen Dinge legen wir generell keinen Wert.
Im musikalischen Untergrund als Band zu überleben scheint täglich schwieriger zu werden, gleichzeitig gibt es nun auch die Chance via Social Media und gerade auch Bandcamp einige Menschen schneller mit der eigenen Musik zu erreichen. Wenn Du eure Anfänge und eure jetzige Situation vergleichst, wo siehst Du die größten Unterschiede?

Als wir 1998 anfingen, war grade der zweite große Black Metal Trend. Es war für eine Band, die noch in den Startlöchern stand, sicher entschieden einfacher an Gigs zu kommen, gerade in Oberösterreich, das eine exzellente Konzertinfrastruktur besitzt. Andererseits war es um einiges schwieriger Alben aufzunehmen, da die Audiotechnologie für den Heim-PC-Markt noch nicht so ausgereift war. Von Promotion und Netzwerken mit Fans, Veranstaltern und Bands ganz zu schweigen. Die Connections, die man hatte, waren immer persönlicher Natur und viel inniger. Dadurch hat sich automatisch der ganze menschliche Müll, der als Internetwarrior durch die sozialen Medien schlurft und sich selbst inszeniert von selbst aussortiert. Die heutigen Zeiten sind meiner Meinung jedoch entschieden besser, denn diese Netzwerke existieren ja nach wie vor, nur bekommt man zusätzliche Möglichkeiten durch das Internet und die weiterentwickelte digitale Technologie im Allgemeinen. Jeder, der sich intensiv damit beschäftigt, kann Zuhause ein passables Stück Musik aufnehmen, auch wenn es nur ein Demo ist. Die Zeiten der rauschigen Proberaumliveaufnahmen sind vorbei, und man kann mit den von dir beschriebenen Netzwerken Unmengen an Menschen erreichen, unabhängig vom physischen Standort der Person, etwas von dem gerade wir extrem profitieren. Auch ist es entschieden einfacher gezielt bestimmte musikalische Stilrichtungen zu erkunden. Der einzige Kritikpunkt ist meiner Meinung nach jedoch, dass das einzelne musikalische Werk keinen Wert mehr besitzt, da man in Veröffentlichungen buchstäblich untergeht. Fans sind zu Konsumenten geworden.

Am 15. November werdet ihr nun, nach längerer Live-Abwesenheit, beim „Celebrare Noctem Fest“ in Traun teilnehmen. Was darf man sich als Besucher von eurem Auftritt erwarten?

Wer uns schon einmal live gesehen hat weiß, dass unsere Auftritte, wie unsere Musik, außerordentlich energiegeladen sind und wir bestimmt zu den besseren Performern des Genres gehören.

Einige der Bands, die beim „Celebrare Noctem Fest“ auftreten werden, kombinieren ihre Musik mit einem mystisch-wirkenden Stage-Setting [Knochen, Kutten, ritualhafte Symbolik et cetera]. Wie entscheidend, glaubst Du, ist die Kleidung/das Bühnen“outfit“ einer Band für die Atmosphäre ihrer Musik bei Live-Auftritten? Und kann man von ESCHATON etwas Ähnliches erwarten?

Unserer Meinung nach wirkt die Musik am besten, physisch wie spirituell, wenn man sich des ganzen Brimboriums entledigt, und keine vorgefertigten Interpretationen vorkaut. Bei vielen Bands wirkt die visuelle Komponente doch oft nur noch skurril und persiflierend. Wir sind keine anderen Personen auf der Bühne, wie man das von so vielen Bands hört, wir sind genau die Personen die wir sonst auch sind, jedoch unter psychoaktivem Einfluss unserer Musik, die gewisse Emotionen live verstärkt und uns dementsprechend handeln lässt. Viele Bands jedoch versuchen nicht so breitgefächerte Konzepte wie wir zu transportieren, sondern bedienen den Hörer einfach mit dem was er erwartet, in leicht verdaulicher optischer Symbolik. Gerade bei den Bands am Celebrare Noctem Fest verstehe ich das kaum, da ihre musikalische Qualität eigentlich erhaben über solch plakative Aktionen sein müsste.

Auf Facebook habt ihr außerdem etwas kryptisch angekündigt, dass man bei der Live-Show mit etwas Neuem rechnen darf – steht ein neues Album in den Startlöchern? Und damit verbunden weitere Live-Shows in den nächsten Jahren?

Vielleicht.




Ganz generell gefragt: Wie wichtig sind für euch Live-Auftritte als Musiker? Denkt ihr beim Komponieren von Liedern für ESCHATON auch ab und zu darüber nach wie diese live funktionieren werden?

Beim Komponieren denke ich immer daran, wie die Songs live funktionieren, doch nicht im Kontext ob sie gut konsumierbar für den Hörer sind, sondern ob sie technisch realisierbar sind. Auftritte halte ich jedoch für sehr wichtig für ESCHATON, da unsere Musik und vor allem unser Sound sehr livetauglich ist und ich extrem genieße, wie mich die Musik und die Energie des Publikums live bereichert. Mir ist ein ehrlicher, energiegeladener und atmosphärischer Auftritt wichtig, deswegen verzichte ich zum größten Teil auf belangloses Geplapper zwischen den Songs.

Wirst Du Dir beim „Celebrare Noctem Fest“ auch einige der anderen Bands anschauen? Und wenn ja, auf den Auftritt welcher Band[s] freust Du Dich am meisten?

Ich denke, ich werde versuchen, von jeder Band etwas mitzukriegen, sofern möglich. Gespannt bin ich bereits auf THE GREAT OLD ONES und FIDES INVERSA, da mich die Liveumsetzung ihres Schaffens interessiert.

Österreich hat ja durchaus eine gewisse Tradition was Black Metal Bands betrifft – man denke nur an ABIGOR oder SUMMONING oder auch an Bands wie WALDSCHRAT, KETELENS‘ BRUKKE et cetera. Wie verzahnt seid ihr/bist Du mit Bands in der Szene? Und hast Du das Gefühl, dass es in Österreich [oder in Teilen davon] einen starken Zusammenhalt innerhalb der Szene gibt?

Nachdem ich momentan nicht einmal in Österreich wohne, bin ich physisch gar nicht präsent in der heimischen Szene, agiere also ausschließlich über das Internet. In Oberösterreich ist die Kooperation eigentlich recht stark, ich spüre bei keiner Band Konkurrenzgedanken, das war leider nicht immer so. Glücklicherweise ist die Szene nun aber ausgesprochen konstruktiv und hat coole Bands wie LOCUS NEMINIS, THINE, AESTA und DISTASTE (die in ihrer Art von Grindcore mehr Black Metal sind als 90% der reinen BM Bands hierzulande) hervorgebracht. „Verzahnt“ bin ich außerhalb Oberösterreichs höchstens sporadisch mit einigen Individuen. Außerhalb meiner Heimat interessieren mich nur einzelne Bands, die dazugehörigen Szenen halte ich eher für ein internes infrastrukturelles Element.

Um ganz kurz bei dem Thema zu bleiben – ABIGOR haben vor kurzem ihr neues Album „Leytmotif Luzifer“ veröffentlicht. Hast Du schon die Chance gehabt, es Dir anzuhören und Dir eine Meinung zu bilden?

Ja, ich habe mir auf der Stelle das A5 Digipack gekauft, für mich bis jetzt mit Abstand die beste BM-Veröffentlichung dieses Jahres, auch wenn ich am Mix des Albums einiges anders gemacht hätte. ABIGOR sind und waren die unangefochtene Speerspitze österreichischen Black Metals, mehr kann man dazu nicht sagen.

Wie in jedem Interview das ich führe, würde ich mich freuen, wenn Du unseren LeserInnen eine Underground-Band empfehlen könntest, die Du kürzlich entdeckt hast und die man unterstützten sollte [das muss natürlich keine Metal-Band sein].

„Undergroundband“ im strengen Sinne des Wortes fällt mir, außer den oben genannten österreichischen Bands, gerade keine ein, deswegen werde ich einfach ein paar unterschätzte Bands aufzählen. Es soll immer noch Leute geben, die DEATHSPELL OMEGA nicht kennen. Extrem schwerer Fehler. Da ich MANES vor kurzem zum ersten Mal [zweimal hintereinander] live erleben durfte, möchte ich auf diese musikalische Speerspitze verweisen

Des Weiteren die unterschätztesten deutschen Black Metal Bands DRAUTRAN und MATHYR.

Vielen Dank, Alexander, dass Du Dir die Zeit für meine Fragen genommen hast. Ich wünsche Dir persönlich und natürlich auch ESCHATON nur das Beste. Die letzten Worte an unsere LeserInnen gehören Dir!

KONX OM PAX!


Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 31.10.2014 | 14:30 Uhr

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