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Band: Metalnews nach 'Entombed A.D.' durchsuchen Entombed A.D.
Interviewpartner: Lars Göran

Am 26. Februar veröffentlichen ENTOMBED A.D. ihr Zweitlingswerk „Dead Dawn.“ Vor Beginn der „Europa Blashpemia“ Tour nahm sich Sänger LG Petrov Zeit, um ganz zwanglos über den Aufnahmeprozess für „Dead Dawn“ zu plaudern. Warum LG glaubt, dass der Eurovision Song Contest eine Sekte ist, warum Erik Danielsson das Artwork gemacht hat und was die „New Wave of Swedish Oldschool“ ist, lest ihr hier.




LG, wie geht es dir?

Ganz gut, eigentlich. Ich sitze hier in einem Büro in Dortmund und gebe Interviews, bis mein Mund und meine Ohren bluten … aber ich beschwere mich nicht, irgendwer muss es ja tun (lacht).


Sorry not sorry, LG.

(Lacht) Brauchst du auch nicht. Ganz schön frech! (lacht weiter)


Also, reden wir mal über ENTOMBED A.D.’s neues Album „Dead Dawn“. Das wird am 26. Februar europaweit veröffentlicht.
Nico (Elgstrand, Gitarre) meinte über den Aufnahmeprozess, dass es sich angefühlt hat, als ob jeder von euch einen Panzer auf die Welt gebracht hat.


Nico tendiert manchmal dazu, ein bisschen überdramatisch zu sein. Nein, im Ernst - er war derjenige, der den gesamten Prozess über im Studio war und als Co-Produzent alles supervidiert hat. Da kann ich mir schon vorstellen, dass ihm ein großer Stein vom Herzen gefallen ist, als „Dead Dawn“ endlich im Kasten war.
Das Tape gaben wir weiter an Jocke Persner, dem wir vertrauten und der wusste, wofür ENTOMBED A.D. - und auch ENTOMBED stehen. Er kennt die gesamte Geschichte und somit war er die erste Wahl. Ich hab dann nichts mehr von den Songs gehört und den gesamten Mix hörte ich mir erst vor circa zwei Wochen auf meinem iPhone an.


Wirklich? Da hab ich den Mix ja schon vor dir gehört!

Ich war so nervös, wollte es mir gar nicht anhören (lacht).


Gefällt es dir?

Ja, sehr. Ich war richtiggehend erleichtert, als ich mir die Kopfhörer aufgesetzt und reingehört habe.


Die gesamte Aufnahmedauer war aber nicht so lang wie eine Schwangerschaft, oder?

Nein nein, das waren 18 Jahre … äh … (lacht) nein, Blödsinn. Hahaha, da hätten wir wirklich jeder einen Panzer auf die Welt gebracht!
Im Prinzip begann alles nach dem Release von unserem letzten Album „Back To The Front“. Wir begannen ziemlich schnell mit dem Schreiben von Lyrics und der Riffs. Wir wussten, wenn wir zuerst touren und dann nach Hause kämen, es würde wieder sechs Jahre dauern, bis wir uns im Studio einfinden würden.
Die Fans waren fast entsetzt als sie hörten, dass wir bereits an neuem Material arbeiten … „Was, schon wieder? Das waren doch erst zwei Jahre! Und es klingt trotzdem gut!“ - Das war es, war ich zu hören bekam.
Es war also gut, dass wir rasch mit der Arbeit begonnen haben. Wir haben auch gelernt, unsere Zeit maximalst auszunützen. Weisst du, wenn du im Tourbus sitzt, kann es ziemlich langweilig werden. Wir haben der Fadesse entgegengewirkt, indem wir an den Songs gearbeitet haben. Es war gut, eine schöne Erfahrung. Dass wir uns so ganz ohne Drama und Aufregung auf das Album konzentrieren konnten, war natürlich auch super.
Die Fans wollen natürlich auch nicht sechs, sieben Jahre warten, sie vergessen dann …



Das ist wohl so. Für die Band und die Karriere, die dranhängt, ist das nicht gesund. Ihr hattet ja genügend Drama in den letzten Jahren.

Ja, leider. Bei „Dead Dawn“ konnten wir das endlich alles beiseite schieben und uns auf das Wichtige konzentrieren: die Musik.


Ich denke, das hört man auch auf „Dead Dawn.“

Danke. Dieser Aspekt war uns wichtig. Ich kann mir „Dead Dawn“ rauf und runter anhören und muss keinen überspringen. Alle Songs sind gleich gut.


Als ich mir das Album angehört habe, dachte ich mir „ja, so sollte ENTOMBED A.D. klingen.“

Genau. Wir haben den Sound einer kleinen Frischzellenkur unterzogen, aber die Rohheit dabei behalten. Wir haben Songs, die eher punkig klingen, dann welche mit Doom-Einschlag … wir decken ein breites Spektrum ab.


Erik Danielsson (WATAIN) hat das Album-Cover designt. Es sieht sehr gut gelungen und steht in der Tradition der klassischen Death Metal Cover-Artworks.

Jep, so das typische „Skulls’N’Bones“-Gedöns (lacht).


What you see is what you get.

(lacht) Richtig. Wir wollten, dass die Käufer gleich wissen, worauf sie sich einlassen. Erik ist ein toller Künstler und ein großartiger Mann. Er wusste sofort, was wir wollen und hat in ein paar Tagen das Artwork erschaffen. Der Prozess war sehr simpel, aber man muss ja nicht immer alles verkomplizieren.
Wie bei einem Song - man kann sich jahrelang an einer Songidee vergehen, aber irgendwann kommt man dennoch zur ursprünglichen Idee zurück.


„Dead Dawn“’s Artwork sieht so dermaßen brutal aus, dass das Artwork zum letzen Album „Back To The Front“ fast friedfertig anmutet.

(lacht) Das ist gut!


Ich meine, da ist die Natur, dieser Steinegott … und jetzt BÄM!

(lacht weiter) Dieses Mal sind wir halt sehr geradeaus. Ich bin schon gespannt, wie sich das auf dem Vinyl macht.


Ich auch.
Entombed A.D. werden gemeinsam mit BEHEMOTH, ABBATH und INQUISITION auf der „Europa Blasphemia“ Tour den Februar durch halb Europa tingeln. Und das, obwohl zu dem Zeitpunkt „Dead Dawn“ noch gar nicht erschienen ist.


Ja, das mag zwar seltsam erscheinen, aber wir wollten diese Tour unbedingt machen. Wir spielen nur 45 Minuten. In diesen 45 Minuten werden wir ein paar neue Songs aufs Publikum loslassen und wir werden sehen, wie die Songs ankommen.
Wir teilen uns den Bus mit ABBATH und INQUISITION (seufzt).


Puh - die Partybank, hm? Ich würd das wohl keine vier Wochen überleben. Soll ich dir zum Jackpot gratulieren oder dir mein Beileid aussprechen?

Äh … ein bisschen von beidem, bitte (lacht). Ich kenn die Jungs von ABBATH seit Ewigkeiten, weiß also, dass die ähnlich drauf sind wie wir. Nach der Show ab in den Bus und ein paar Bier trinken.


Und dabei 90er Jahre Eurotrash Parties veranstalten. So stell ich mir das Tourleben vor.

Bei den jüngeren Bands vielleicht (lacht).


Wie geht’s dann weiter?

Ab April sind wir mit AMON AMARTH auf US-Tour. Dann geht’s zurück nach Europa für die Festival-Saison. Wir spielen Wacken, Hellfest und viele andere großartige Festivals.
Ich versuche immer, so viel Zeit wie möglich auf den Venues zu verbringen und mir Bands anzusehen.


Für Bands ist das immer eine Chance, andere Bands zu sehen, die sie sonst aufgrund ihres Terminplans nie sehen würden.

Ja, genau. Ich mag es nicht, sofort nach einem Festivalauftritt wieder fahren zu müssen, das ist langweilig. Manchmal geht das natürlich nicht, weil du am nächsten Tag auf einem anderen Festival spielen musst.


Und somit früher weg musst.

Aber dafür hat man dann die Chance, sich auf dem nächsten Festival die früheren Bands anzusehen und ein oder zwei Perlen unbekanntere Perlen zu entdecken.



Das hat natürlich auch was für sich.
Kommen wir zum Tour Line-up - ihr seid zu fünft unterwegs?


Ja, genau. Wir lernten ihn in Südbayern kennen und er wollte unbedingt - zu dem Zeitpunkt war er noch Tourmanager und Gitarrist unseres damaligen Support-Acts. Mittlerweile hat er einige Shows mit uns gespielt und können nun alle Songs so live performen, wie sie gehören.


Bei der „Europa Blasphemia“ Tour kann euch nur ein eingeschränktes Publikum erleben, da sie nicht so viele Dates hat. Werdet ihr auch eine Headliner-Tour machen?

Ja, wahrscheinlich im Herbst. Da werden wir dann auch alles bespielen, was im Februar nicht abgedeckt wurde.


ENTOMBED gibt’s seit 1989. Zu der Zeit war die schwedische Death Metal Szene hochaktiv. Was hat sich im Vergleich zu damals geändert?

Nichts hat sich geändert. Es sind noch immer dieselben Leute. Wir sind zwar alle älter geworden, aber die Grundeinstellung ist nach wie vor dieselbe. Wenn du in ein Pub oder auf ein Konzert gehst, triffst du dort noch immer die gleichen Menschen wie in den Achtzigern. Death Metal ist eine Lebenseinstellung.
Als zum Bespiel die Deathcrusher-Tour mit CARCASS, OBITUARY und NAPALM DEATH in die Stadt kam, waren alle da. Das war wie ein Klassentreffen, da hab ich Leute getroffen, die ich seit zehn Jahren nicht mehr gesehen habe.


Gibt’s da eine Form von Rivalität?

Nein, gar nicht. Dafür gibt’s den Eurovision Song Contest.


Der ja in Stockholm ist dieses Jahr!

Woher weißt du das?


Naja, 2015 war der in Österreich und da hat ein Schwede gewonnen.

Ach, stimmt. Dieser Hans (lacht). Ich schau das nicht, da bekomm ich Kopfweh davon.


Österreich ist der Stimmung völlig verfallen, das war absurd, was da zwei Wochen in diesem kleinen Land abgegangen ist.

Das ist wie ein Sekte! Ich möchte denen immer nur sagen „geht weg, ich habe Angst vor Luftballons!“ (lacht)


Derzeit gibt’s ja einen großen Boom in Sachen Retro- und Vintage-Rock Bands, gerade in Schweden und in Deutschland. Was hältst du davon?

Wir haben einen Namen dafür: „New Wave Of Swedish Oldschool“. Ich persönlich höre mir das nicht an. Natürlich freue ich mich, wenn die Kids Death Metal spielen, aber ich befasse mich nicht damit. Es gibt ja auch diesen „Hipster Black Metal“, hast du davon schon gehört?


Ja. Ich finde manche Bands, die sich in diese Schublade stecken, richtig gut, aber sie vermiesen’s mir halt schon irgendwie mit ihrem Look.

Geht mir genauso. Seltsam, wie sehr das Image im Black Metal eine Rolle spielt.
Dieses Hipster-Zeug fühlt sich so nach Plastik an, nicht echt.
Wir werden sehen, wohin das führt. Grundsätzlich: solange Musik gespielt wird, ist das für mich okay. Das ist es, was zählt: die positive Aggression rausspielen.


LG, das war’s! Ich bedanke mich für das Interview - die letzten Worte gehören dir.

Danke auch - es war nett, mit dir gesprochen zu haben. Und an die Leser: wir sehen uns auf Tour!

Suzy

Autor: Susanne Fuhs [Suzy] | 23.02.2016 | 16:12 Uhr

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