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Interviewpartner: Lille Gruber

Mit „Passages Into Deformity“ ballern uns die deutschen Brutal-Deather DEFEATED SANITY dieser Tage ein neues Album um die Ohren, dass es sich gewaschen hat! Ausnahmeschlagzeuger Lille Gruber steht im Interview Rede und Antwort.




Hallo Lille! Wie läuft's bei Euch? „Passages Into Deformity“, Euer viertes Studioalbum, ist vor wenigen Tagen erschienen: Wie sehen die Rückmeldungen bislang aus?

Hey, hier läuft alles super! Hoffe, bei Dir auch! Die Reaktionen sind bis auf einige wenige durchweg sehr positiv; wir werden bombardiert mit Mails, Interviews und Bestellungen!


Wie würdest Du „Passages Into Deformity“ im Vergleich zu den Vorgängern beschreiben? Welche Änderungen gab es evtl. beim Schreiben der Songs? Es ist z.B. – wie in der Promo-Info angekündigt – tatsächlich ein bisschen Old-School-Vibe herauszuhören. Was meinst Du?

Ja, die Elemente, die uns schon immer ausgemacht haben, sind nach wie vor alle enthalten. Nur wussten wir bei einigen „kompositorischen Situationen“ besser damit umzugehen. Und die Mischung ist diesmal wohl anders. Die letzten beiden Alben haben sich sehr mit unserer „Late 90's US Brutality“-Seite beschäftigt, diesmal haben wir unsere „Early 90's“-Einflüsse auch wieder mehr mit eingebracht.


Mit „Verblendung“ habt Ihr einen deutschen Titel auf der Scheibe. Was gibt es hierzu zu berichten und wie kamt Ihr auf die Idee?

Die Idee war eigentlich erst, das englische Wort für Verblendung zu benutzen [ein Wort, das des Öfteren im Buddhismus und in dem Tibetanischen Totenbuch, das ich zu der Zeit gelesen habe, vorkommt]. Aber auf English kommt da „Dazzlement“ bei raus, und das klingt einfach sch... haha. Verblendung hat sehr viel mehr Kraft!


Außerdem befindet sich mit „Perspectives“ das bislang längste Stück von DEFEATED SANITY auf dem Album. Hat sich dies einfach so ergeben oder wolltet Ihr bewusst mal probieren, ein möglichst langes Brutal-Death-Stück zu schreiben?

Es hat sich natürlich so ergeben. Alles muss sich für uns ergeben. Wir haben einfach so wie immer angefangen, Riffs und Ideen miteinander zu verknüpfen, so wie wir es immer tun. Dann fiel mir auf, dass mit all dem Kram, der am Start war, ein perfekt verwobenes, „episches“ Stück möglich wäre, das – trotz den zig verschiedenen Riffs – immer fließen und interessant bleiben könnte. Und da wir immer und immer wieder neue „Songtypen“ kreieren oder für uns neue Typen probieren wollen, war es für uns wieder einmal ein gefundenes Fressen, das durchzuziehen.
Wir haben außerdem eine äußerst komplexe Textidee damit verbunden. Es geht um zwei verschiedene Menschen und ihr Eintauchen in den Tod und die Nachwelt. Der eine ist ein Nazischerge, der sein Tun nie als falsch empfunden hat und dann in der Nachwelt höllische Qualen erleidet, während ein Jude, der im KZ grausamer Folter ausgesetzt ist, ins pure Licht [Paradies] eintaucht. Das Konzept ist ein perfektes Beispiel für Yin und Yang und außerdem sehr beeinflusst vom Tibetanischen Totenbuch, das ich nur jedem empfehlen kann.




Wie wichtig sind Euch demnach die Texte? Die kurzen Songtitel beispielsweise klingen eigentlich bereits nicht unbedingt nach einer typischen Brutal-Death-Band. Was beeinflusst Euch bezüglich der Texte? Und da wäre ja auch noch das deutschsprachige Outro von „The Purging“...?

Wie Texte sind mir sehr wichtig. Die letzten fünf Songs der Platte sind wie in Musik gefasste Kurzgeschichten. „The Purging“ ist ein perfektes Beispiel zu sagen: Das Leben selbst beeinflusst die Texte. Das Thema hier ist wohl unser krankes Verhältnis zum [täglichen] Fleischkonsum. Es ist eine Geschichte über einen Arbeiter in der Massentierhaltung, der in ein Koma verfällt und in diesem Höllenvisionen erleiden muss, mit immens monströsen Tieren, die ihn häuten, abnagen etc. ... diese Nahtoderfahrung läutert ihn [deswegen „The Purging“] und macht ihn zu einem anderen Menschen. Das deutschsprachige Sample bezieht sich auf den nächsten Song „Verses Of Deformity“. Wir haben uns entschieden, alle Intros auf den vorangegangenen Track zu packen, sodass die Introgelangweilten gleich zum Song skippen können.


Was gibt es zum überaus gelungenen Artwork zu berichten? Wen konntet Ihr dafür verpflichten, und hat das Cover eine besondere Bedeutung für Dich?

Das Cover wurde von Studio sho [Japan] angefertigt und er hat mal wieder gezeigt, dass er einer der ganz Großen im Underground ist! Das Cover steht für die äußeren Einflüsse im Leben, die den Menschen zerreißen und verblenden. Man muss versuchen, diesen gierigen Händen zu entkommen und ein vernünftiger Mensch zu bleiben. Nicht einfach!


Für „Passages Into Deformity“ habt Ihr neben Konstantin, seinem ersten Studioalbum mit DEFEATED SANITY, mit diversen Gastsängern zusammengearbeitet? Wer gab sich die Ehre und wie seid Ihr auf die Leute gekommen? Habt Ihr mit Konstantin jetzt ein dauerhaft stabiles Line-up am Start, nachdem nun auf jedem der vier Alben ein anderer Sänger zu hören ist?

Ich hoffe wirklich, dass mit Konni, Chris, Jacob und mir ein permanentes Line-up am Start ist, denn ich liebe meine Jungs und denke, wir sind zusammen verdammt stark geworden! Die Gastsängerfrage ist einfach beantwortet: Frank Rini – Ikone des New York Death Metal; „Verblendung“ ist sehr NYDM-orientiert. AJ Magana – hat bei zwei Songs der Platte mitgewirkt, musikalisch und textlich, und wir haben uns verpflichtet gefühlt, ihn daran teilhaben zu lassen. Brian Forgue – seine Blubber-Vocals haben sich super ergänzt mit Konnis Stimme, und er ist ein sehr enger Freund der Band!




„Passages Into Deformity“ soll außer der CD noch eine Bonus-DVD enthalten. Was wird es darauf zu sehen geben?

Die hat eine Menge Interviews zur Band, Erklärungen zu den Lyrics, ein Song wird durch die Selbstanalyse-Mangel genommen, sehr viel coole goofy Sachen [z.B. „DS shreds“ und zwei komplette Songs. Das Ganze wurde unglaublich cool gefilmt und zusammengeschnitten von Erik Krylithic! Danke noch mal an den „Shmelter“.


Kommen wir zur Produktion: Die sägenden Gitarren erinnern mich ein wenig an die „Butchered At Birth“-Scheibe von CANNIBAL CORPSE, dessen Titelstück Ihr ja auch auf dem Reissue von „Prelude To The Tragedy“ gecovert habt. Zufall oder Absicht? :-) Schön übrigens, dass der Bass von Jacob klar und deutlich zu hören ist – eine Seltenheit bei den meisten Death-Metal-Bands...

Hmmm, wir haben jetzt nicht versucht, so zu klingen wie CANNIBAL CORPSE, aber ist klar: CANNIBAL CORPSE haben mit SUFFOCATION damals diesen Stil [und eben auch Sound] entscheidend geprägt, dem dann DISGORGE, DEEDS, DEVOURMENT, GORGASM etc. in den späten 90ern gefrönt haben. Das wurde dann zur Bewegung und somit sind auch wir infiziert worden. Absicht war's nicht, aber schön, wenn es dich daran erinnert. Jacob muss genauso zu hören sein wie Konni, Chris oder ich. Jeder Musiker in dieser Band hat seine 25% zu leisten und sollte demnach auch entsprechend zu hören sein.


Das neue Album erscheint auf dem US-amerikanischen Label Willowtip. Wie entstand diese Zusammenarbeit eigentlich und wie zufrieden seid Ihr bislang? Waren Willowtip Eure damals erste Wahl?

Die Willowtip-Zusammenarbeit ist sehr zufriedenstellend gewesen bis jetzt. Es ist unsere zweite Platte für sie und somit nicht unsere Wahl, sondern Verpflichtung, hehe. Aber mal gucken, könnte schon so weitergehen, wenn Band und Label zusammen wachsen.


Wie beurteilst Du momentan die deutsche Death-Metal-Szene [Bands, Festivals, Konzerte] im Vergleich zum restlichen Europa oder auch den USA? Was hat sich in den letzten Jahren verändert, was gefällt Dir, was stört Dich?

Die deutsche Musik hat wie so oft in der Metal-History einen geringeren Stellenwert als Schweden, Holland oder Italien, denke ich. Zumindest die brutale, pure Variante. Zu wenig Eier, sag ich mal. Zu wenig Leiden und zu gute Jobs und der ganze Scheiß. Es braucht mehr Vollblutmucker. Gibt aber doch auch gute Bands, selbstverständlich. INGURGITATING OBLIVION würde ich anchecken, OBSCURA sollte klar sein, ist halt nix für Brutal-Heads, und unsere Berliner Jungs PIGHEAD werden glaub ich auch immer besser!




Nachdem Ihr für das letzte Album mit GORGASM auf Tour wart, wie sieht es momentan mit Tourplänen zum neuen Album aus? Das Neurotic Deathfest ist bereits bestätigt, aber wie schaut es mit weiteren Konzerten oder einer kompletten Tour aus? Mit wem würdest Du gerne auf Tour gehen, wenn Du die Wahl hättest?

Am liebsten ja mal mit Bands, die anständig was ziehen, sodass jeden Tag 200–500 Leute am Start sind und somit ungefähr 50 Shirts oder so was weggehen; Touren muss sich halt auch finanzieren.
Meine Traumtour wäre wohl so was wie SUFFOCATION, DISGORGE, DEFEATED SANITY und SCATORGY als sicke Newcomer-Support-Band.


Welche Bands sind Dir in letzter Zeit über den Weg gelaufen, die Dich nachhaltig beeindruckt haben und die Du unseren Lesern evtl. empfehlen möchtest?

Gerade schon angesprochen: Checkt SCATORGY aus England; extrem schneller, versauter Death/Grind. Sowie eine Menge anderer Bands auf New Standard Elite Records. Auf Prog-Ebene sollte man den „Fountainhead“ im Auge behalten; sehr guter Kumpel von mir und Ausnahmegitarrist.


Bonusfrage: Wenn man die Musik von DEFEATED SANITY verfilmen würde, welcher bestimmte Streifen oder welches Genre müsste/könnte das sein? Ideen? Vielleicht irgendetwas in Richtung Psychohorror?

Ich hab immer gedacht, „Der Name der Rose“ ist ein super filmisches Äquivalent zu unserer Musik. Seriös, trotzdem catchy, mit den besten Elementen aus klassischer europäischer Kultur und Ami-Energie. Zumindest würde ich das gerne behaupten, hahaha.
Es gibt mehrere Songs von uns, die man zu hervorragenden Kurzfilmen machen könnte. Ich denke da an „Lurid Assimilation“ oder „The Purging“ oder „Perspectives“...


Und damit wären wir schon am Ende angelangt. Vielen Dank für das Interview und Deine Zeit!

Danke für die gut recherchierte Arbeit und das sehr erfrischende Interview! Lille!



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 04.02.2013 | 21:56 Uhr

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