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Reviews von Rage Nucléaire
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Rage Nucléaire
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Band: Metalnews nach 'Rage Nucléaire' durchsuchen Rage Nucléaire
Interviewpartner: Lord Worm

Draufhauen und einfach alles zerstören zu wollen, scheint in der Metal-Szene alles andere als eine Seltenheit zu sein. Aber nur wenige Bands feuern so konsequent und ohne Pause aus allen Löchern wie RAGE NUCLÉAIRE. Frontmann Lord Worm [Ex-CRYPTOPSY] hat dies noch einmal in einem Interview bestätigt, welches ich im Rahmen der Veröffentlichung des neuen Albums „Black Storm of Violence“ geführt habe. „Kill-Hate-War-Violence“ ist das simple aber effektive Motto der Herren!




Hallo Lord Worm! Danke für Deine Zeit! Wie ist das Leben in der Band dieser Tage? Seid ihr nervös was die kommende Veröffentlichung betrifft?

Momentan passiert nichts: wir haben die letzten sechs Monate eigentlich fast überhaupt nichts gemacht – dies sollte sich hoffentlich im Herbst ändern.
Was „Black Storm of Violence” betrifft, so sind wir ziemlich überzeugt davon, dass wir einen guten Nachfolger zu „Unrelenting Fucking Hatred” kreiert haben. Wir wollten uns sicher sein, dass uns allen jeder Song gefällt, bevor wir überhaupt mit den Aufnahmen angefangen haben. Also sieht es so aus als könntet ihr euch auf etwas gefasst machen.

Da dies das erste RAGE NUCLÉAIRE-Interview für Metalnews.de ist, wärst Du so nett, Dich selbst und Deine Band unseren LeserInnen vorzustellen?

RAGE NUCLÉAIRE wurde von Alvater [Ex-FROZEN SHADOWS] und Dark Rage in den Frühzeiten dieses Millenniums gegründet. Dark Rage hat sich dabei um die Gitarren gekümmert, während Alvater den Bass, die Synthies und die Programmierung der Drums übernommen hat. Dieses Material wurde zusammen mit meinen Vocals zu Fredrik Widigs [unserem Drummer in Stockholm, der nun bei MARDUK ist] zugeschickt, so dass er die Drums einspielen konnte. Auf diesem Album könnt ihr also Alvater am Bass und an den Keyboards, Dark Rage an der Gitarre, Fred Widigs an den Drums und, nun ja, mich hören.

Vielleicht können wir uns etwas auf den Namen RAGE NUCLÉAIRE und dem generellen Konzept des Hasses und der Wut konzentrieren, welches sich in den Songtiteln und dem Sound der Band findet. Bist Du generell von „Gewalt“ in einem sozio-kulturellen Kontext interessiert oder gibt es da einfach viel Wut in Dir selbst, welche raus muss? Ist RAGE NUCLÉAIRE in diesem Sinne eine Form von Katharsis?

RAGE NUCLÉAIRE ist eine massive Katharsis, da wir so schießwütig sind, dass es schon fast verwerflich wird. Wenn wir die Menschheit nicht metaphorisch mit unserer Musik töten würden, dann wäre es gut möglich, dass wir in einem echten Tsunami von Kugeln untergehen würden. Kill-Hate-War-Violence ist tatsächlich unser Mantra.

Auf eurem ersten Bandfoto seid ihr alle noch als normale Menschen abgebildet und es war mehr oder weniger ein klassisches Metal-Foto. Aber für das Shooting für „Black Storm of Violence“ habt ihr euch mehr oder weniger in apokalyptische Wesen verwandelt. Warum habt ihr euch dafür entschieden? Gibt es dahinter eine spezielle Botschaft oder sollte es mehr oder weniger einfach zur apokalyptischen Atmosphäre des Albums beitragen?

Alvater hatte diese Idee noch während wir „Unrelenting Fucking Hatred“ aufgenommen haben. Diese wurde zunächst etwas zurückgestellt, aber die Idee ein 3D-Make-Up [anstelle des gewöhnlichen 2D Corpse Paint] zu verwenden, war einfach zu offensichtlich, um sie ignorieren zu können. Wir haben Rémy [der Mann hinter remyFX und Inner Depravity] genommen, um uns einen „Dead Snow“-Look zu verpassen, was auch thematisch gut zu „Black Storm of Violence“ gepasst hat.

Das bringt mich zur generellen Frage: Was ist die eigentliche Botschaft, die ihr mit RAGE NUCLÉAIRE verbreiten wollt und wie ist diese in „Black Storm of Violence“ wiedergegeben?

KILL-HATE-WAR-VIOLENCE. Das ist alles. Wir glauben, dass dies durch „Black Storm of Violence“ ganz gut porträtiert wird. Die Idee ist es, riesige Haufen von Toten zu erzeugen, diesen beim Verrotten zuzusehen und diesen Duft solange einzuatmen, bis wir dessen müde werden. Wenn es soweit ist, dann gibt es immer noch Alkohol.

Konzentrieren wir uns auf eure neues Album. Zwei Jahre nach „Unrelenting Fucking Hatred“ scheint „Black Storm of Violence“ eine direkte Fortsetzung eures Sounds zu sein. Wie seht ihr das? Seht ihr persönlich große Differenzen zwischen euren beiden Alben? Und wenn ja, kannst Du das etwas ausführen?

Deine Einschätzung ist klar und fehlerfrei und ich kann insofern etwas dazu sagen, als dass wir uns die Länge der Songs anschauen können. Die Songs auf „Black Storm of Violence“ sind generell länger. Außerdem haben wir gemeinschaftlich versucht, besser zu komponieren und zwar insofern, als dass die „Block-Block-Block“-Ästhetik auf „Unrelenting Fucking Hatred“ einige Leute angepisst hat. Das heißt, dass wir [manchmal] tatsächlich auf unsere Fans hören. Generell scheint mir auch die Atmosphäre dieses Mal eher depressiv zu sein. Was die Keyboards betrifft, so haben wir uns da mehr auf Piano-Sounds konzentriert und wir haben Samples von Filmen eingebaut, was wir auf „Unrelenting Fucking Hatred“ nicht getan haben.

Bleiben wir kurz beim Komponieren: Wir können sich eure Fans das Songwriting in RAGE NUCLÉAIRE vorstellen? Gibt es da nur einen Songwriter oder trefft ihr euch auch manchmal zum Jammen et cetera?

Wir treffen uns für gewöhnlich freitagabends in Alvaters Keller, der sich tatsächlich unter seiner Treppe befindet. Dark Rage komponiert an der Gitarre, während Alvater Beats in den Drum-Computer programmiert. Wir alle geben natürlich unser Feedback ab und keine Idee wird sofort niedergeschossen. Wir geben allem eine Chance, einfach für den Fall, dass es klappt. Wir benutzen als Raumlicht vor allem Farben des Feuers und wir haben immer unser liebstes „Gift“ zur Hand, weil wir wissen, dass wir das brauchen werden. Ein Song wird dann als fertig anerkannt, wenn er nirgends mehr hinführen kann.

Ihr habt euch entschieden, „Ritual Murder“ als ersten Einblick in das neue Album zu veröffentlichen. Einige Tage später folgte dann „A Sino-American Chainsaw War“. Könntest Du uns etwas darüber erzählen, warum ihr gerade diese zwei Songs ausgewählt habt? Was macht sie einzigartig?

Sie sind die zwei gewalttätigsten Songs auf dem Album, die der Gewalt gewidmet sind. Das heißt nicht, dass die anderen weniger aggressiv wären. Außerdem kommen in „A Sino-American Chainsaw War“ tatsächlich Kettensägen vor und das ist einfach wunderbar.




Als ich mir „Black Storm of Violence“ angehört habe, hatte ich das Gefühl, dass einige Songs etwas zu lange ausgefallen sind. Dadurch haben sie etwas an Brutalität und Kraft verloren, weil sich die Riffs und die Drum-Lines einfach zu oft wiederholt haben. Kannst Du eine solche Kritik verstehen und was denkst Du darüber?

Ich verstehe Deinen Punkt und bis zu einem gewissen Grad stimme ich sogar zu. Aber es gibt auch ein Gegenargument: Wiederholungen können eine gewisse Komfortzone erzeugen, so wie bei Gore-Filmen, wenn man sie immer und immer wieder anschaut, um die schon bekannten Tötungen zu genießen. Als ich in CRYPTOPSY war, hatte ich oftmals das Gefühl, dass gewisse Songparts länger hätten sein können, um den Punkt stärker zu betonen. Aber die Jungs waren immer in Eile und wollten zum nächsten Part und dann zum nächsten Part und dann schon wieder zum nächsten. So ist CRYPTOPSY langsam zu einer extremen Metal-Version von GENTLE GIANT geworden. Wenn etwas gut ist, dann lass es laufen und existieren; so kann man es länger genießen.

Auf meinem Promoblatt steht, dass ihr unter anderem stark von EMPEROR beeinflusst seid. Kannst Du mir etwas darüber sagen, was euch an dieser Band fasziniert und inwiefern sie für RAGE NUCLÉAIRE wichtig ist? Ich assoziiere mit EMPEROR immer anmutigen und manchmal sogar fragilen Black Metal, der mit der brutalen Musik von RAGE NUCLÉAIRE nur wenig zu tun hat. Hast Du ein anderes Bild von EMPEROR?

Schau Dir den rasenden Wahnsinn von „Moon Over Kara-Shehr“ und das Bombastische auf „Inno A Satana“ [vor allem das letzte Stück] an und dann hast Du eine Ahnung, woher wir kommen. Abgesehen davon hat das eher für die Zeit gegolten als „Unrelenting Fucking Hatred“ noch nicht draußen war. Seither werden wir vor allem von uns selbst beeinflusst. Wir sind Fans unserer eigenen Musik und wollen mehr so sein, wie wir jetzt sind. Ich weiß, dass das komisch klingt, aber wir haben uns unser eigenes Material SEHR oft angehört und es gefällt uns immer wieder.

Ich habe gelesen, dass ihr nach „Unrelenting Fucking Hatred“ ein paar Shows spielen wolltet; ist das jemals passiert? Und wenn ja, wie war diese Live-Erfahrung für Dich? Und können wir jetzt nach dem zweiten Album ein paar Shows erwarten?

Es gab nicht wirklich Pläne live zu spielen, obwohl wir einige verführerische Angebote bekommen haben – vor allem von KOMMANDANT und POSSESSED. Wir haben unseren Krieg also nie in einem Live-Kontext zelebriert und ich glaube nicht, dass das jemals passieren wird. Wir ich vorher schon sagte, ist Fred Widigs nun bei MARDUK [großartig], und obwohl er irgendwie „ersetzt“ werden kann, gilt dies nicht für Alvater und Dark Rage und beide sind momentan in einer Situation in der Jamming und auf Tour gehen nicht einmal ansatzweise möglich ist. Somit wäre ich eine One-Man-Band und das kann ich nicht machen.




Was können wir generell von RAGE NUCLÉAIRE in der Zukunft erwarten? Arbeitet ihr schon an Material für das neue Album? Und werdet ihr weiterhin mit Season of Mist zusammenarbeiten?

RAGE NUCLÉAIRE war ein 2-Album-Projekt und dafür haben wir auch einen Vertrag unterschrieben. Jetzt wo das erledigt ist, können wir noch extremere Ideen unter die Leute bringen und zwar in Form einer Entität, die noch keinen Namen hat. Nichts kann euch diesbezüglich vorbereiten …

Wie in jedem Interview das ich führe, hätte ich gerne, dass Du unseren LeserInnen eine Underground-Band empfiehlst, die Du kürzlich entdeckt hast und die man unterstützen sollte!

Nur eine? Schauen wir mal: wie wäre es mit PORTAL? Ja, nehmen wir die. PORTAL …

Letzte Frage: Könntest Du unseren LeserInnen einen typischen Tag im Leben des Sängers von RAGE NUCLÉAIRE schildern?

Ich stehe kurz vor Mittag auf, rauche eine, beantworte E-Mails/Interviews und dann fange ich mit dem Trinken an. Wenn Du so viel am Tag trinkst wie ich, dann musst Du früh anfangen. Das dauert an, bis ich irgendwann kurz vor der Morgendämmerung einschlafe. Ich versuche die Zeit zu reduzieren, die ich am Tag verbringen muss, während die Sonne draußen ist, weil für mich die Dunkelheit angenehmer ist. Die Abende und die Nacht verbringe ich damit, Filme zu schauen, die mich noch mehr zum Trinken verleiten.

Vielen Dank für Deine Zeit und Deine Mühe! Ich wünsche Dir und RAGE NUCLÉAIRE alles Gute! Die letzten Worte gehören Dir!

Kill-Hate-War-Violence.
Dankeschön.

Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 04.07.2014 | 10:14 Uhr

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