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Interviewpartner: Malte, Geb, Jan, Marco

Die Sludge/Doom/Drone-Truppe BLACK SHAPE OF NEXUS, kurz B.SON, legt am 18. März ihr neues Studioalbum, „Carrier“, und somit den Nachfolger von „Negative Black“ [2012] auf Exile on Mainstream Records vor. Sänger Malte, Gitarrist Geb, Electronics-Beauftragter Jan und Schlagzeuger Marco geben einen Einblick in den Entstehungsprozess von „Carrier“ und den aktuellen Stand der Dinge bei B.SON.




Hi zusammen bei B.SON! Wie läuft's bei Euch einige wenige Wochen vor der Veröffentlichung Eurer neuen Scheibe „Carrier“? Ein paar Shows habt Ihr in letzter Zeit ja auch noch absolviert.

Geb: Danke der Nachfrage! Das neue Jahr läuft ganz gut an und die vergangenen Shows haben ziemlich Spaß gemacht.

Jan: Hatten auf den drei Shows im Januar ja auch eine nette Begleitung durch TREEDEON. Sehr empfehlenswerte Band!

Malte: Meinerseits herrscht eine leichte Anspannung hinsichtlich der kommenden Resonanzen zu „Carrier“. Ich bin gespannt, ob sich unsere eigenen Empfindungen mit denen der Hörer decken ... was bisher nie der Fall war.


Wie lange habt Ihr gemeinsam an „Carrier“ gearbeitet? Habt Ihr bei den Aufnahmen noch etwas spontan verändert? Ich war ehrlich gesagt ein wenig überrascht, weil die Ankündigung des Albums ein bisschen wie aus dem Nichts kam. :-)

Geb: Die Entscheidung, „Carrier“ zu veröffentlichen, kam auch für uns mehr oder weniger aus dem Nichts. Bekanntlich dauert bei uns die Veröffentlichung einer Platte ihre Zeit. An den Songs zu „Carrier“ haben wir schon seit einigen Jahren gearbeitet. Auch die Aufnahmen liegen schon eine Weile zurück. Zunächst war nicht geplant, aus dem Material eine Platte zu machen.
Wir wollten uns stilistisch etwas „ausprobieren“. Ganz ohne Druck und Ambitionen. Mit Ralf haben wir die Songs aufgenommen und wussten nicht so recht, was wir damit machen sollten. Erst als es mit neuen Songs nicht so recht vorangehen wollte und wir befürchteten, dass eine neue B.SON-LP erst 2043 erscheinen würde, kam die Idee auf, dass wir uns die Songs, die nun auf „Carrier“ zu hören sind, noch mal vornehmen sollten. Verändern mussten wir nicht mehr allzu viel.




In einer Vorabinfo Eures Labels hieß es [Zitat Malte]: „[...] ,Carrier’ ist das Resultat einer sich ständig im Zerfall befindenden Band. Eine neue Platte zu machen ist ein unangenehmer und schmerzhafter Prozess [...]“ – Was könnt Ihr uns dazu berichten?

Malte: Die Aussage entstand zu einer Zeit, als wir mit dem finalen Mix beschäftigt waren. Gewohnheitsmäßig geht diese Phase immer mit einer besonders großen Anspannung einher, da dies der Zeitpunkt ist, zu dem für jeden klar wird, wie [un-]zufrieden er mit dem Gesamtergebnis ist. Ich spreche da nicht nur vom Mix, sondern von allem von A bis Z. Songwriting, Recording, individuelle Leistung, Mix und später auch das Mastering. Uns allen liegt die Musik sehr am Herzen, was bei einigen von uns [ich gehöre definitiv dazu] allerdings auch zu extremen Wallungen führen kann, wenn etwas gegen den eigenen Strich läuft. Aber so ist das halt, wenn man zusammen Musik macht. In der Vergangenheit war die Situation des Öfteren durchaus kritisch, was unsere gemeinsame Vision angeht.

Geb: Es ist eben schwierig, sechs Individualisten unter einen Hut zu bringen, und bekanntlich ist man selbst sein härtester Kritiker. In der Phase, die Malte beschreibt, findet im Prinzip mehr Kommunikation statt als beim Schreiben der Songs. Grundlegende Dinge werden noch mal in Frage gestellt und alles in Zweifel gezogen. So war es bisher bei jeder Veröffentlichung. Vermutlich braucht diese Band aber dieses Spannungsfeld.


Was habt ihr diesmal neu ausprobiert? Welche Veränderungen erwarten die Hörer? Ich denke da vor allem an das punkig/crustige und ungewöhnlich schnelle „Lift Yourself“.

Geb: Wir sind und bleiben für den Hörer wohl unberechenbar. Das brauchen wir, ist aber nicht geplant. Wir machen uns keine großen Gedanken und haben keine Agenda für eine neue Platte. Was raus muss, muss raus, und dann kann es auch schon mal sowas wie „Lift Yourself“ sein.

Jan: Im Vergleich zu den älteren Scheiben befindet sich auf „Carrier“ eine stilistisch größere Bandbreite. Da gibt’s mal einen jazzig anmutenden Part, Blastbeats, eine Surfgitarre oder an Krautrock angelehnte Synths. Im Kontrast dazu aber eher repetitive Songstrukturen, oftmals unterlegt von Ambient-Flächen. Öfter mal was anderes ...


Schön ist das Cover übrigens geworden – an und für sich selbstredend, aber vielleicht könnt Ihr uns ja doch noch ein paar Infos zur Entstehung geben? Das Motiv eignet sich ja schon mal prima für ein T-Shirt, gell? ;-)

Geb: OK, den Wink mit dem Zaunpfahl haben wir verstanden. Ich nehm das dann mal so mit ... Jan war seinerzeit in Spanien im Urlaub und Zeuge einer dieser opulenten Prozessionen, wie sie dort an hohen kirchlichen Feiertagen abgehalten werden. Er hat dort einige beeindruckende Fotos gemacht, und dann kam eines zum anderen. Katrin, eine Künstlerin und Tätowiererin aus Berlin und gute Freundin, hat unsere Ideen dann so umgesetzt.


Mit „Triumph Of Death“ ist zudem als letzter Song der Scheibe eine HELLHAMMER-Coverversion am Start. Wie ist es dazu gekommen? Und: Könnte nach dem Tod von Lemmy Ende letzten Jahres auf der nächsten Veröffentlichung dann ein MOTÖRHEAD-Cover vertreten sein?

Geb: Finger weg von Lemmy!!!!! MOTÖRHEAD-Coverversionen können nur in die Hose gehen. Bei jeder Band! Außerdem fände ich das auch ein wenig billig. Hahaha!
Chris aus Villingen-Schwenningen von den Grind-/Powerviolence-Urgesteinen CORROSIVE betreibt ein kleines Label namens Fucking Kill Records, und er plante schon seit Längerem eine HELLHAMMER-Tribute Compilation. Er fragte uns gezielt, ob wir nicht den Song beisteuern wollten. Wir fanden die Idee spannend, zumal es ein gutes Stück Arbeit war, den Song entsprechend zu arrangieren. Nun erscheint der Song sowohl auf „Carrier“ als auch in einem anderen Soundgewand auf der äußerst schicken Tribute Compilation auf Fucking Kill Records.


Im Dezember fand das zweitägige B.SON-Fest in Mannheim statt. Wie habt Ihr diese zwei Tage und die Unterstützung der Band durch die Anwesenden erlebt? So hattet Ihr ja z.B. mit den WEEDMEN [a.k.a. AHAB] auch einen Überraschungsgast dabei. :-) Wird es weitere Ausgaben des Festivals geben?

Geb: Das B·SON-Fest findet schon seit einigen Jahren statt. Wir laden befreundete Bands ein und haben einen netten Abend zusammen. 2015 stand unser 10-Jähriges an, und das wollten wir natürlich mit Menschen begehen, die uns schon seit langer Zeit begleiten. AHAB und B.SON haben etwa zur selben Zeit das Licht der Welt erblickt, und wir haben eine unserer ersten Shows gemeinsam gespielt. Wir haben zwar unterschiedliche Wege beschritten, aber nie den guten und herzlichen Kontakt zueinander verloren. Es war also naheliegend, die Herrschaften einzuladen.
Wir entscheiden das immer spontan, ob oder wie ein B.SON-Fest stattfinden soll. Wie gesagt … nur nicht berechenbar bleiben!

Malte: Das B.SON-Fest ist auch immer eine schöne Gelegenheit, mit der bandeigenen Backline zu prahlen. Hehe. Worüber wir uns wirklich sehr freuen, ist das gemischte Publikum. Krusten, Metaller, Doomheads, Wüstenrocker, Punks. Alle haben eine gute Zeit und die Gelegenheit festzustellen, dass die Mitglieder anderer Szenegattungen dann doch eigentlich wie man selbst sind.


Mitte Januar war auf Eurer Facebook-Seite die Rede von einer eher „idiotischen Merch-Idee“, d.h. eine Festplatte mit einer 24-Stunden-Fassung von „Negative Black“. Und: Habt Ihr das nun umgesetzt bzw. wie seid Ihr ursprünglich auf diese Liebhaber-Idee gekommen?

Malte: Die Festplatte existiert inklusive schöner Verpackung in einer sehr geringen Stückzahl. Wir haben die Platten bereits auf Shows angeboten. Der erste Batch waren 18 Stück. Ich werde noch mal 22 Stück machen. Danach ist Schluss.

Geb: Eine grandiose Idee. Ich bin immer noch hin und weg!

Malte: Nach vielmaligem Hören während nächtlicher Autobahnfahrten kann ich übrigens feststellen, dass man bei der Musik eher zum Schleichen neigt. Man gleitet dahin und merkt plötzlich, dass man nur noch 90 fährt.


Mit wem würdet Ihr gerne mal eine Split-CD/LP aufnehmen? In der Vergangenheit habt Ihr das ja bereits mit CROWSKIN, KODIAK und LAZARUS BLACKSTAR gemacht. Gibt's irgendwelche Pläne diesbezüglich?

Malte: Unsererseits existiert der Wunsch, eine zweite Split mit CROWSKIN aufzunehmen. Wir lieben CROWSKIN!!!

Geb: Die Idee, eine zweite Split mit CROWSKIN zu veröffentlichen, gibt es schon eine Weile. Bisher hat es sich aus unterschiedlichen Gründen noch nicht realisieren lassen.

Jan: Marco wäre bestimmt für eine B.SON/VENOM-Split-LP zu haben … haha!

Malte: Die Idee klingt zwar zunächst etwas ausgelutscht, aber eine Kollaboration mit einem Obertonchor oder einem Chor im Allgemeinen fände ich höchst interessant. Die Wucht und Tiefe, die ein Chor bei guter Akustik entwickeln kann, ist enorm.


Was läuft bei Euch momentan noch nebenher an Projekten? Euer Bassist Stef betreibt ja z.B. Meta Matter Records und spielt noch bei GHOST OF WEM.

Geb: Mit Stef spiele ich noch in der äußerst sympathischen Punk-Band KOPPER. Auftritte gab es noch keine und bisher lediglich ein paar Demoaufnahmen. Es geht langsam voran, aber es wird. Ansonsten gibt es meinerseits noch ein Projekt mit Freunden, das aber erst langsam am Entstehen ist.

Jan: Chris, Daniel [beide von den großartigen VOID OBELISK – checkt das kommende Album auf Meta Matter!] und ich sind gerade immer mal wieder am Aufnehmen von Songs in Richtung GUIDED BY VOICES, BEACH BOYS oder DINOSAUR JR. Das Ganze hat aber momentan eher Projektcharakter.


Wie sehen Eure Tourpläne bezüglich „Carrier“ aus? Wird es bei einzelnen Shows und Festivals bleiben – oder würdet Ihr, wenn sich das anbieten würde, auch mal länger mit z.B. AHAB oder CONAN oder einer anderen Band auf Tour gehen können/wollen?

Marco: Sicher würden wir gerne mal eine längere Tour fahren, vor allem mit den beiden genannten Bands. Leider ist das bei uns aufgrund von Beruf/Familie immer etwas schwierig umzusetzen. Außerdem sind wir ja mittlerweile alte Säcke, und eine zu lange Tour würde uns sicher killen. We are old farts! :-)
Immerhin reicht es aber noch ab und zu mal für eine ausgedehnte Wochenend-Tour, wie zuletzt mit den mighty TREEDEON.

Jan: Beide Bands begleiten uns nun schon längere Zeit freundschaftlich, und man läuft sich immer mal wieder über den Weg. So sang Malte z.B. auch schon auf dem Amplifest einen Song zusammen mit CONAN [war übrigens megagut, checkt mal Youtube!]. Von daher wäre eine Tour sicherlich menschlich und musikalisch passend. Hat sich aber so bisher, auch aus den von Marco genannten Gründen, nicht ergeben.

Malte: Ich schiele gedanklich ja schon lange Richtung britische Inseln. Vielleicht klappt das ja 2017.


Und damit wären wir schon am Ende angelangt. Vielen Dank für Eure Zeit und das Interview! Und: Möchtet Ihr abschließend noch etwas an unsere Leser loswerden?

Marco: Keep calm and listen to VENOM!!! :-)

Jan: Alex, danke für das Interview und Deine fortwährende Unterstützung! Liebe Leser, hört weniger SLAYER, AMON AMARTH und ANTHRAX, sondern checkt lieber junge und spannende Bands wie IMPLORE, SPIRIT CRUSHER, PARAMNESIA, SEHER, EKRANOPLAN, CHEROKEE, DEJECTED MASS, SHEER MAG, WOUND, CHAPEL OF DISEASE, TIDAL SLEEP, RAW oder ZOMBIESLUT …




Foto 1: Bernhard Hoell


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 26.02.2016 | 15:37 Uhr

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