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Interviewpartner: Marc Bourgon

Drei Jahre nach „Disgorge Mexico“ – und dicht gefolgt von unter anderem zwei Europatouren sowie der „Unnamed EP“ und der ersten DVD der Bandgeschichte – melden sich FUCK THE FACTS aus dem kanadischen Ottawa mit einer neuen Studioscheibe zurück. Bassist und Sänger Marc Bourgon gibt im Metalnews-Interview gewohnt augenzwinkernd Auskunft zu „Die Miserable“, das am 21. Oktober über Relapse Records erscheint.




Hi Marc! Wie geht’s? Wie verlief das Schreiben von „Die Miserable“? Wann habt Ihr mit den Arbeiten daran begonnen? Diesmal habt Ihr keinen Road Trip unternommen wie vor „Disgorge Mexico“, hm?

Das Album nahm allmählich Form an, als wir die Split-EP mit LENG TCH’E abgeschlossen hatten. Die Ideen für neue Songs entstanden schnell, und wir haben absichtlich viel zu viel geschrieben. Der Grundgedanke bestand darin, einen ganzen Batzen an Songs zu komponieren und dann die besten Stücke herauszufiltern, die daraufhin als unsere nächste Full Length erscheinen sollten. Es zeigte sich aber, dass das viel schwieriger war, als ursprünglich gedacht, sodass wir uns dazu entschlossen, eine Bonus-EP mit den B-Seiten zusätzlich zum Album zu veröffentlichen.


Hat sich die Art, Songs zu schreiben, mit Johnny Ibay als inzwischen festem Gitarrist und Dir am Bass bei FUCK THE FACTS eventuell geändert? Inwiefern konntet Ihr Euch beim neuen Material einbringen?

Bei „Die Miserable“ war das Songwriting ziemlich gleichmäßig zwischen Topon [Anmerk.: Das; Gitarre], Vil [Anmerk.: Mathieu Vilandré; Schlagzeug] und mir aufgeteilt. Johnny hat erst kürzlich begonnen, eigene Songs einzubringen, aber ich bin ziemlich sicher, dass ziemlich viel ‚Ibay’ auf unserer nächsten Veröffentlichung vertreten sein wird.
Topon und Vil jammen viel mehr als Johnny und ich, sodass viele Ideen aus den Proben mit den beiden stammen. Die meiste Zeit über schreiben wir jeweils einzeln an einem Song, teilen diesen dann mit allen und lassen somit die Transformation beginnen. Es ist ziemlich aufregend zu hören, wie sich ein Song entwickelt und jeder dabei seine Kreativität einfließen lässt. Ich finde, dass dies sich damit vergleichen lässt, immer wieder eine neue Band zu entdecken, nur dass diese Band eben Deine eigene ist.


Was kannst Du uns zum Titel der Scheibe, „Die Miserable“, berichten? Ist das ein Statement an all die Idioten auf dieser Welt bzw. an die Leute, die Euch schon mal als Band den Tag versaut haben?

Topon hatte die Idee dazu, als wir die Scheibe Anfang 2010 aufnahmen. Wir waren auf dem Rückweg zum Haus von Mel und Topon, als er es erwähnte. Diese Aufnahmen waren von Problemen, schier endlosen Tagen und einem allumfassenden Gefühl der Hoffnungslosigkeit nur so durchzogen, sodass wir sofort wussten, dass dies eine perfekte Umschreibung für dieses Album sein würde.
Es ist aber weniger ein an Außenstehende gerichtetes Statement, sondern vielmehr eine Bestandsaufnahme, wer wir sind und was wir tun – sowohl als Band als auch als Individuen. Man hört es immer und immer wieder, aber es ist einfach verdammt hart, sich ausschließlich dem Schreiben und Spielen von Musik zu verdingen. Es gibt nicht viel, was jeder von uns noch irgendwie vorzuweisen hätte, was eine ‚gesunde/normale Existenz’ anbelangt. Der Großteil, wenn nicht sogar alles, unserer täglichen Abläufe hat in der einen oder anderen Form etwas mit Musik zu tun. Aspekte wie Bequemlichkeit oder Stabilität gibt es für uns ganz einfach nicht, aber ich könnte es mir ehrlich gesagt auch kein bisschen anders vorstellen.
„Die Miserable“ ist unsere kleine Widmung daran. Die geringste und selbstloseste Art, die wir uns leisten wollten, sich selbst ein bisschen auf die Schulter zu klopfen. Als Topon den Titel erwähnte, fühlte ich mich sofort besser und weniger von diesem ganzen Mist runtergezogen, in den wir uns selbst begeben hatten.




Inwiefern kannst Du musikalische Unterschiede zu „Disgorge Mexico“ ausmachen? Es gibt mehr männlichen Gesang, d.h. mehr Abwechslung zusammen mit Mels Gesang. Was meinst Du?

In musikalischer Hinsicht gibt es auf der Songebene deutlich mehr Vielfalt. „Disgorge Mexico“ war klasse – und ich kann das sagen, da ich darauf nicht gespielt habe – und ich mochte es sehr, als sie mir die Scheibe schickten. „Die Miserable“ ist dafür eine größere Mischung verschiedener Stile und Songs.
„Disgorge Mexico“ wurde von Topon und Vil geschrieben, und zwar hauptsächlich während der Proben. Das jetzige Album wurde viel akribischer im Laufe von gut und gerne zwei Jahren zusammengestellt. Die Songs auf „Die Miserable“ sind deutlich mehr Veränderungen als jene auf „Disgorge Mexico“ durchlaufen, was sie anders und durchdachter klingen lässt. Ich mag wirklich beide dieser Arten, Songs zu schreiben. Der schnelle Weg hat manchmal seine Vorteile, da man nicht zu übertrieben ‚überdenkt’, während der langsamere Ansatz sich so anfühlt, als würde man tatsächlich die eigenen Ideen herauskristallisieren und somit den bestmöglichen Song zustande bringen.
Oh ja, ich steuere auf diesem Album einiges an Geschrei bei. Ich liebe das. Das ist auf alle Fälle eine Veröffentlichung nach meinem Geschmack. Es ist aber schwer, mit Mel mitzuhalten. Sie ist einfach ein verdammter Profi.


Erzähl uns doch mal ein bisschen mehr über beispielsweise „95“, „Census Blank“ oder „A Coward’s Existence“. Worum geht es?

Mel schreibt den Großteil der Texte, und ich spreche kein Französisch, sodass ich nicht Wort für Wort schildern kann, worum es in „95“ geht. Aber selbst wenn ich das könnte, würde ich es wohl nicht machen. Die Hörer sollen sich ein eigenes Bild machen.
„Census Blank“ ist ein Stück, dass Vil auf einem Schiff in Amsterdam geschrieben hat. Das ist definitiv das epische Meisterstück des Albums. Falls wir jemals mal mit einem Orchester spielen müssten, dann bin ich mir sicher, dass es nur die Songs von Vil sein würden, die sich gut umsetzen lassen. Vil ist definitiv der musikalische Meister in dieser Band. Wenn es ein schwieriges Riff gibt, das keiner von uns gut genug spielen kann, dann ist es immer Vil, der es schließlich aufnimmt.
„A Coward’s Existence“ war ein Song, den ich nach einem beschissenen Tag auf der Arbeit geschrieben habe. Von allen Stücken hat dieser hier die ausgeprägtesten Veränderungen durchlaufen. Es klingt nach nichts mehr von dem, was ich ursprünglich als Demo festgehalten hatte. Topon schickte mir immer wieder neue Teile, die er hinzugefügt hatte, und das hat mich immer wieder aufs Neue umgehauen. Jesus Christus, ich glaube, an einem Punkt gab es 100 Spuren für diesen Song. Jetzt ganz ohne Witz. Glücklicherweise haben wir dann aber nicht alle 100 genommen. Aber hey, was soll’s, das ist einfach das, was man mit Computern so anstellen kann.


Wie verliefen die Aufnahmen? Du erwähntest vorhin schon diverse Probleme? Habt Ihr erneut in Eigenregie aufgenommen? Wie verläuft so ein Tag mit FUCK THE FACTS im Studio?

Oh ja, wir haben alles komplett selbst im Keller von Topons Mutter aufgenommen. Im Gegensatz zur „Unnamed EP“ haben wir diesmal sogar das Schlagzeug selbst aufgenommen.
Ein durchschnittlicher Tag im Studio. Schauen wir mal: Ins Studio gehen. Kaffee machen. Ein wenig ins Leere starren. Mit den Aufnahmen beginnen. Kaffee machen. Noch ein wenig mehr aufnehmen. Und dann noch mehr. Kaffee machen. Zu einer völlig unchristlichen Stunde nach Hause gehen. – Und das Ganze dann wieder von vorne.
Diese Sessions waren brutal anstrengend. Wir haben über zwölf Stunden pro Tag gerackert und dabei ein Problem nach dem nächsten bekommen. Meistens ließ sich das auch nicht mehr beheben. Es hat uns wirklich sehr viel abverlangt, aber ich kann jetzt mit einem Lächeln sagen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie so hart an etwas gearbeitet habe. „Die Miserable“ trägt in jeglicher Hinsicht unsere Handschrift und beinhaltet uns wortwörtlich auch selbst. Selbst wenn ich mir das jetzt noch mal durch den Kopf gehen lasse, dann denke ich über die Songs selbst nach. Es war auf jeden Fall die Mühe wert.




Ihr seid ja sehr DIY-orientiert, sodass Mel wieder das komplette Artwork übernommen hat. Was kannst Du uns zu diesem Prozess berichten?

Mel kümmert sich tatsächlich zu 100% darum, sodass ich mich nicht zu ihren Inspirationen diesbezüglich äußern könnte. Ich weiß, dass sie unglaublich viel Zeit investiert hat, um daran zu arbeiten. Der gesamte Text wurde von Hand arrangiert, was echt viel ist, da wir die kompletten Texte im Booklet haben.


Was wird in Sachen Tour passieren? Wann wir die dritte Europatour von FUCK THE FACTS stattfinden?

Wir planen momentan, im März 2012 nach Europa zurückzukehren, falls die Welt bis dahin noch nicht implodiert ist, was sicherlich nicht passieren wird. Ich denke mal, dass wir diesmal versuchen werden, nach Spanien und Portugal zu kommen. Letztes Jahr war Deutschland echt super. Unsere guten Freunde von Agipunk werden sich wieder um die Details kümmern. Das sind einfach die besten Jungs.


Was befindet sich sonst noch am Horizont? Gibt es weitere Pläne für Splits oder EPs? Und eigentlich hätte „Die Miserable“ doch auch viel früher erscheinen sollen, oder? Waren die DVD und die EPs dazwischen der Grund dafür?

So ziemlich. Wir haben die EP als Testballon für das gesamte Album gemacht, was die Aufnahmen anbelangt. Diese Songs haben auch nicht wirklich zu den anderen „gepasst“, sodass wir die „Unnamed EP“ daraus gemacht haben. Wir sind zudem in der Zeit zwischen der „Unnamed EP“ und „Die Miserable“ wie die Bekloppten getourt, was dann noch zu weiteren Verzögerungen führte.
Wir haben schon damit begonnen, neues Material zu schreiben. Ich glaube, im Moment haben wir so sechs bis sieben Songs in der Mache. Sie unterscheiden sich alle sehr von „Die Miserable“, was wiederum spannend ist. Wir sind uns aber noch nicht ganz sicher, was wir mit ihnen machen werden. Ich werde Euch Bescheid geben, sobald wir das wissen.


Wenn Du eine All-Star-Band aus verschiedenen Bands zusammenstellen könntest, wen würdest Du auswählen? Und wie würde die Band lauten?

Hmmm. Gute Frage. Ich werde versuchen, dies so schnell wie möglich zu entscheiden:

Schlagzeug – Will von KEELHAUL
Gitarre – Kurt Ballou von CONVERGE
Bass/Gesang – Jon Weisnewski von AKIMBO
Gitarre – R.J. Ober von MAGRUDERGRIND
Gesang – Champ Morgan von KILL THE CLIENT

Ich würde die Band SCOTT HULL nennen.




Und da wir gerade dabei sind: Seid Ihr noch in anderen Bands und Projekten aktiv? Was geschieht abgesehen von FUCK THE FACTS?

Oh ja, ich spiele noch in einer Band namens GREBER. Wir haben gerade das Songwriting für unsere erste Full Length abgeschlossen. Das besteht nur aus Bass und Schlagzeug. Macht höllisch viel Spaß. Alles schreitet jedoch nur sehr langsam voran, da so viel bei FUCK THE FACTS geschieht.
Ich habe außerdem kürzlich angefangen, Bass in Johnnys anderer Band, PICK YOUR SIDE, zu spielen. Jeff Beckman von HAYMAKER ist für den Gesang zuständig. Das ist einfach der Wahnsinn! Hier spielt die Zeit allerdings keine so große Rolle, da Jibay die gesamte Musik schreibt.


Was sind Deine bisherigen fünf Lieblingsscheiben des Jahres 2011?

Oh verdammt, ich weiß nicht genau. Seht es mir nach, wenn vielleicht etwas von 2010 darunter ist.

DEFEATIST – Tyranny Of Decay [und das Teil ist noch nicht mal erschienen]
DESPISE YOU/AGORAPHOBIC NOSEBLEED – On And On
TORCHE – Songs For Singles
CAVE IN – White Silence
SLENDER LORIS – Goreos


Was war der letzte Film, den Du gesehen hast? Hat er Dir gefallen? Oder kannst Du uns etwas empfehlen? „Captain America“ müsste Dir als Kanadier ja jede Menge Spaß gemacht haben, oder? ;-)

Ach Du Scheiße!!! Ich schaue „Captain America“ gerade im Moment auf meinem Laptop. Ich bin jetzt bei der Hälfte. So schaue ich Filme. Immer nur 15 Minuten am Stück. So ein Trottel. Es ist bis jetzt aber ziemlicher Mist. Ich werde ihn aber trotzdem fertig gucken.
Einer der besseren Filme in letzter Zeit? „ Source Code“ war ganz cool. Ich muss aber sagen, dass der beste Film, den ich kürzlich gesehen habe und den mir Mel und Topon empfohlen hatten, „Hunger“ war. Es gibt darin eine Szene, die über 20 Minuten lang ist, und das ist ein einziges verdammtes Take. Jesus. Dieser Film war echt überwältigend.


Und damit wären wir auch schon wieder am Ende angelangt. Besten Dank erneut für das Interview und alles Gute!

Danke für die Unterstützung durch das Interview. Wir werden im nächsten März wieder in Deutschland unterwegs sein. Kommt zu den Konzerten und hängt ein bisschen mit uns ab. Ganz im Ernst. Das bedeutet das Touren für uns; nette Leute treffen und mit ihnen über Mucke quatschen. Oh verdammt, dies und Fußball. Kommt vorbei und fordert die kanadischen Meister heraus. Wir sind richtig gut, und sogar in Deutschland können wir uns behaupten, und das heißt ja wohl einiges. Ihr seid einfach die Besten im Fußball.

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 06.10.2011 | 21:00 Uhr

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