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Interviewpartner: Marc Bourgon

Wenn es darum ginge, welche Band am fleißigsten ist, wären die Kanadier FUCK THE FACTS sicherlich ganz vorne mit dabei. Allein in diesem Jahr haben die vier Jungs und Frontröhre Mel Mongeon bereits eine weitere Europatour sowie eine EP und eine DVD – beide in Eigenproduktion – an den Start gebracht. Zeit, sich mit Bassist Marc Bourgon kurzzuschließen und nach dem aktuellen Stand sowie den weiteren Plänen von FUCK THE FACTS zu fragen.




Hey Marc, wie ist die Lage bzw. wie Du so nett zu Dir selbst auf der DVD sagst: ‚Hey penis, how does it feel to be awesome?’ Aber mal im Ernst: Ihr seid gerade von einer US-Tour zurückgekommen, unter anderem mit einem Auftritt beim Maryland Deathfest? Hast Du AUTOPSY gesehen?

Au Backe, habe ich das echt gesagt? Ich muss mir glaube ich noch mal die Bonus-DVD anschauen. Ich weiß, dass Topon jede Menge obskuren Kram, den wir aufgenommen hatten, auf das Teil gepackt hat, aber ich bin mir nicht zu 100% sicher, was nun wirklich darauf gelandet ist. Wie sich das aber anhört, dann geht wohl alles in die Richtung, dass ich als lärmender Gigant mit riesigen Muskeln dargestellt werde.
Die Tour durch die Vereinigten Staaten war zweifellos eine Tour durch die USA, nämlich ein bisschen beschissen. Es gab einige gute Shows, und insgesamt war das auch alles in Ordnung, aber eine US-Tour hat einen ganz eigenen Charme, und dafür waren wir dankbar. Wir haben mit einigen großartigen Bands zusammengespielt. Ich mag diesen Überraschungseffekt, wenn mir ab und an eine Band völlig aus dem Nichts komplett in den Hintern tritt. Also nicht wortwörtlich natürlich, aber das ist auch fast passiert. Für die Gerüchteküche namens Internet gibt es aber nichts zu berichten.
Das Maryland Deathfest war der Wahnsinn! Ich war bislang noch nie dort gewesen, aber ich würde auf jeden Fall wieder hinfahren. Das war eine tolle Erfahrung. Und ich habe mir in der Tat AUTOPSY angesehen. Sie haben draußen gespielt und haben eigentlich etwas mies geklungen, aber sie haben auf alle Fälle gespielt. Ich bin mit der Band aber auch gar nicht so wahnsinnig gut vertraut. Asche auf mein Haupt, ich weiß schon. Ich habe mir noch ENTOMBED, GRIDLINK und MAGRUDERGRIND angeschaut. Diese Bands waren abgefahren. Und auch CONVERGE, aber das ist ja selbstredend, oder?


Anfang des Jahres habt Ihr Eure „Unnamed EP“ auf die Menschheit losgelassen, die zeitgleich zu Eurer zweiten Europatour verfügbar war. Ihr habt ja bereits tonnenweise Split-Veröffentlichungen herausgebracht, aber wie kam die Idee für solch eine Eigenproduktion zustande?

Die „Unnamed EP“ begann ursprünglich als ‚schneller’ Weg für uns, um abschätzen zu können, ob wir Aufnahmen in unseren ungemütlichen Buden/Proberäumen selbst abwickeln können oder eben nicht. Wir hatten das neue Studioalbum mehr oder weniger komplett geschrieben und hatten noch einige Songs übrig, die nicht so ganz zum restlichen Album passten. Die einzige Ausnahme stellt „Loss Upon Loss“ dar, das wir für die neue Scheibe noch einmal neu aufgenommen haben.
Wir beschlossen also, diesen Aufnahmeprobelauf zu testen, zumal auch eine 7“ eine gute Idee war, die wir dann mit nach Europa bringen konnten. So entstand das Ganze. Nachdem dies aber anlief, hat sich alles in eine gänzlich andere Richtung weiterentwickelt. Wir wussten alle, dass es wohl so laufen würde; wir arbeiten einfach so. Eine Idee beginnt mit einem ganz simplen Gerüst und entwickelt sich dann langsam zu etwas, das niemand von uns so erwartet hätte. Dieser ‚Aufnahmetest’ hat sich dann also bis hin zur „Unnamed EP“ gemausert.
Das Schlagzeug haben wir in den Raven Street Studios zusammen mit Dave Sarazin innerhalb eines Tages aufgenommen; für die Gitarren, den Bass und den Gesang haben wir dann zwei Wochen in Topons Keller, der gewöhnlich „Superpro Studios“ genannt wird, benötigt. Danach ging alles an Craig Boychuck für den Mix und daraufhin an Alan Douches für das Mastering. Mel hat mit dem Artwork begonnen, und mit der Zeit gab es dann immer mehr Ideen, eine wirklich abgefahrene Aufmachung zu versuchen. Wir stellten alles zusammen und haben dann das Master zum Pressen an Musicol in Ohio geschickt. Nachdem die Scheiben zurückkamen, war das Zusammenpacken echt abgefahren. Zuschneiden, falten, drucken, zusammenstecken – das ganze Programm. Das war für eine Weile wie an einem Fließband, bis wir alle 500 Stück fertig hatten.
Als dann alles eingetütet war, habe ich mich mit einzelnen Leuten und Magazinen in Verbindung gesetzt, zum Beispiel auch mit Euch, um herauszufinden, ob jemand Interesse daran hätte, die EP zu rezensieren und die ganzen Infos zu verbreiten. Das Resultat war großartig. Für eine Eigenproduktion haben wir wesentlich mehr Unterstützung erhalten, als ich das erwartet hatte. Es war cool zu sehen, dass es sich immer noch lohnt, etwas in Eigenregie herauszubringen, selbst wenn Du bei einem gescheiten Label unter Vertrag stehst. Wir sind durch und durch von dieser Do-it-yourself-Denkweise geprägt. Das lässt sich nicht abstreiten. Diese Veröffentlichung anzugehen und umzusetzen, hat uns alle sehr zufrieden gestellt, und wir würden das auf alle Fälle wieder machen.




Du erwähntest gerade die Europatouren: Wie hast Du diese erlebt? Was hat Dir am meisten gefallen? Das Bier welches Landes ist der klare Gewinner? :-)

Es war klasse, in Europa auf Tour zu sein. Die Kultur von Stadt zu Stadt unterscheidet sich so vehement im Vergleich zu Nordamerika. Reise 1000 Kilometer in Kanada oder in den USA; Du wirst immer wieder und überall die gleichen riesigen Einkaufszentren und die schmackhaften Taco Cabanas sehen. Mach das mal in Europa und Du wirst etwas mit einem wesentlich größeren Spektrum, abzüglich der leckeren Burritos, erleben.
Diesmal haben wir die Tour über Agipunk auf die Beine gestellt; das ist ein Punk/Metal-Label aus Italien. Diese Leute sind so DIY, dass wir wie Ozzy Osbourne wirken. Das war anfangs ganz schön angsteinflößend. Ich war derjenige, der mit einem Typen namens Koppa, der die Tour gebucht hat, in Kontakt stand. Ich habe diese ganzen Arrangements und so für uns übernommen, und er sagte, dass sie eigentlich nicht wirklich mit Promotern arbeiten, die irgendetwas fest garantieren können. Also hauptsächlich besetzte DIY-Häuser und kleine Punk-Bars, die das nur über die Abendkasse abwickeln, was in Ordnung ist. Ich glaube, dass wir bei der Grundidee, sich ohne jegliche Sicherheiten in so etwas zu begeben, zumal wir ja auch jeden Tag für den Kleinbus und die Backline bezahlen mussten, verdammt viel Schiss hatten. Ich nahm an, dass wir ab dem dritten Tag jede Menge Kohle aus unseren staubigen Taschen auf den Tisch blättern würden. Wie sich herausstellte, war das aber nicht der Fall. Zu jedem Konzert sind Leute aufgetaucht, wir haben alle gespeist wie die Könige und letztlich haben wir auch nicht unser letztes Hemd hergeben müssen, wie ich das ursprünglich vorhergesagt hatte.
Antwerpen in Belgien war eine tolle Stadt, Prag aber auch. Ich müsste den Tschechen zugestehen, dass sie das beste Bier haben. Deutschland kommt aber direkt dahinter auf dem zweiten Platz, und die besetzten Häuser dort waren toll. Wir haben uns dadurch und über meinen alten Kumpel Flo sogar ein Fußballspiel der Gewerkschaft ansehen können. Das war ziemlich cool.


Außerdem ist kürzlich mit „Disgorge Mexico: The DVD“, ebenfalls eine Eigenproduktion, Eure erste DVD erschienen. Wie hat sich dies ergeben? Welche Probleme musstet Ihr bewältigen?

Ich weiß, dass Topon schon über eine DVD, die gleichzeitig mit „Disgorge Mexico“ erscheint, nachdachte, als Vil, Mel und er damals das Album aufnahmen. Er wollte eine packende visuelle Umsetzung, die zur Musik passt und die zusammen mit dem Album erscheint, aber das für den damaligen Zeitpunkt einfach zu viel verlangt. Sobald „Disgorge Mexico“ auf dem Markt war, haben wir die Release Show in Hull, Quebec, gespielt, d.h. das komplette Album am Stück. Phil von Nictophobic Films kam zusammen mit einem Kumpel vorbei und hat das ganze Set in High Density mitgefilmt. Wir haben ihn bei der Bearbeitung des Videos größtenteils einfach sein Ding machen lassen. Ich habe von dem Kram auch ehrlich gesagt null Ahnung. Insgesamt hat er da tolle Arbeit geleistet. Es gab einige Hindernisse, aber das ist ja immer der Fall. Es hat einige Zeit gekostet, die Live-Aufnahmen abzumischen und diese annehmbar als Hintergrund für die Live-Bilder klingen zu lassen. Das Menü der DVD war dann auch noch mal ein bisschen knifflig. Es hat ein paar Versuche benötigt, damit die ganzen Buttons und das ganze Zeug auch wirklich so funktionierten, wie sie sollten. Aber das war alles kein Weltuntergang.
Das Gesamtergebnis ist bis jetzt echt großartig. Wir hatten eine gute Anzahl an Vorbestellungen und haben kürzlich auch einige Exemplare an Relapse für den Vertrieb weitergegeben. Wir alle haben daran hart gearbeitet und sind froh darüber, dass es nun das Licht der Welt erblickt hat.


Wie war die Zusammenarbeit mit David Hall für den eigentlichen Film? Da sind ja auch einige abgefahrene Sachen enthalten! Erwähnenswert ist auch, dass Ihr die DVD für einen sehr fairen Preis, nämlich zehn Dollar, verkauft, sodass Ihr nach der Aktion hoffentlich nicht komplett pleite seid?

Pleite! Haha, das sind wir immer! Wir versuchen immer, unser Merchandise so preiswert wie möglich zu halten. Ich selbst bin total begeistert davon, etwas für zehn Dollar zu bekommen, da ich ganz ehrlich gesagt auch gar nicht mehr für eine Band, die ich echt gern mag, ausgeben könnte. So uneigennützig es sein mag, sein letztes Hemd beim Merchandise herzugeben [sorry für das Wortspiel], so sind wir halt nicht mehr 15 Jahre alt und können es uns nicht erlauben, alle fünf Minuten in den Miesen zu sein. Dennoch gestalten wie die Preise für alle Sachen durchgehend und immer so niedrig wie nur möglich. Warum auch nicht?
Was die Zusammenarbeit mit David Hall betrifft, so ist er ein toller Typ, der sich mit diesem Film auf „Disgorge Mexico: The DVD“ selbst übertroffen hat. Ich halte momentan den Titel desjenigen, der das Teil am meisten von Anfang bis Ende gesehen hat, nämlich dreimal. Es ist eine sehr intensive Erfahrung, sich das ganze Ding einmal anzuschauen. Ich muss aber zugeben, dass das letzte Mal, als ich es mir reingezogen habe, am unterhaltsamsten war. Das muss irgendwas bedeuten, glaube ich. Was genau? Kann ich auch nicht sagen. Meiner Ansicht nach ist es eine perfekte Zusammenstellung für die Band. Dave hat sich nicht groß um das Drumherum gekümmert. Jetzt immer noch nicht. Wir auch nicht. Immer noch nicht.


Obwohl Ihr ja bei Relapse unter Vertrag steht, Du erwähntest es vorhin schon, legt Ihr sehr viel Wert auf DIY, Underground und Eigenständigkeit – erinnert mich auch ein bisschen an die französischen Death/Grinder INHUMATE. Wie wichtig ist dies für FUCK THE FACTS?

Wir alle spielen schon sehr lange Musik in Underground-Bands und haben auch nicht vor, damit in Kürze aufzuhören [aber wer plant das schon, hm?]. Wir mögen es, Dinge selbst umzusetzen, und bestehen als eine aufeinander eingeschworene Einheit, aber dennoch denken wir nicht wirklich bewusst darüber nach, wo wir uns in der Underground-Szene befinden. Die meiste Zeit machen wir einfach, was wir wollen. So einfach ist das. Keiner von uns hat jemals gesagt: „Wir sollten jetzt mal einige DIY-Veröffentlichungen aufgleisen!“ Das machen wir einfach von Grund auf. Ich denke nicht, dass es besser ist, Musik selbst zu veröffentlichen als durch eine Plattenfirma; es ist nur das, wofür uns diesmal entschieden haben. Alle von uns kommen als Individuen aus einem Hintergrund von Bands, die erbittert für alles kämpfen mussten, was sie dann bekamen, sodass wir ab und zu mal wieder Bock darauf haben, es auf diese Weise zu machen.
Freiheiten sind für die Band aber auf jeden Fall essentiell. Ich weiß, dass wir von Anfang an die Erlaubnis für alle Splits und EPs hatten, die wir unabhängig von Relapse angehen. Sie würden auf ihrer Seite ohnehin nur einige wenige Cents für diese Veröffentlichungen sehen, also braucht es sie auch gar nicht groß zu interessieren.


Erzähle uns mal mehr von den „METALLICA Fridays“, die auch auf der Bonus-DVD vorkommen. Habt Ihr das nur einmal 2008 gemacht oder hat sich das jetzt eingebürgert? Wie stehst Du eigentlich zu den neuen METALLICA-Sachen?

METALLICA Fridays ist ein religiöser Feiertag, der uns von unserem Live-Gitarristen John Ibay vorgestellt wurde. Es ist ein wichtiger Feiertag, der jede Woche zelebriert wird… natürlich freitags. Und wie bei jedem Feiertag auch ist er dazu da, ignoriert und missachtet zu werden, wenn man sich danach fühlt. Es gibt keinen bezahlten freien Tag, also drauf geschissen, oder?
Das Ritual dieses besagten Feiertags besteht darin, sich freitags eins der ersten vier METALLICA-Alben anzuhören, von vorne bis hinten. Und dann zollt man dieser zeitlosen Verkörperung von tollen Kindheitserinnerungen Tribut. [Update: „Garage Days“ hat kürzlich auch METALLICA Fridays-Status erhalten.] Machen wir das jeden Freitag? Nee, eigentlich nicht. Die meiste Zeit, wenn wir uns daran halten, wird Topon dann eins der letzten vier Alben von METALLICA auflegen und uns dazu zwingen, uns über 40 Minuten von klanglichem Müll anzuhören. Habt Ihr Euch jemals die zweite Hälfte von „Load“ angehört? Klassiker!
Das Videomaterial auf der Bonus-DVD stammt von unserer Tour mit PSYOPUS und WAR FROM A HARLOTS MOUTH im Jahr 2008. Wir erzählten ihnen vom Feiertag und Chris Arp, der geschätzte Gitarrist von PSYOPUS, beschloss, dass wir an jedem Freitag der Tour einen Song von METALLICA spielen sollten. Ich habe das an dieser Band schon immer so geschätzt.
– [Dramatischer Einsatz] –
„Hey, lasst uns doch mal einen alten METALLCA-Song covern! Sollten wir nicht eins von unseren eigenen Stücken spielen? Scheiß drauf! Lasst uns das im Van auf dem Weg zum Konzert lernen. Klingt doch gut!“
Ich wurde für den Gesang gewählt. Das war der Hammer. Ich musste einige der Texte lernen. Moment mal, heute ist doch Freitag. Wartet mal, ich lege jetzt erst mal „Master Of Puppets“ auf.


Kommen wir zur Zukunft: Wie sieht es mit dem neuen Album aus? Du erwähntest, dass vieles schon aufgenommen wurde. Was kannst Du uns hierzu berichten?

Die neue Scheibe ist fast komplett aufgenommen. Ich kann es kaum abwarten, das Teil fertig zu stellen. Wir haben den gesamten Januar damit zugebracht, die CD im Kellerstudio einzuspielen. Wir hatten ursprünglich angenommen, schon längst damit fertig zu sein, aber wurden durch die DVD und die EP etwas ausgebremst. Ich mag die Songs total gerne und bin der Meinung, dass das gesamte Material zu überzeugen vermag, also werden wir einfach mal schauen, was Ihr dann davon haltet.
Wir bringen von einem Konzert von 2009 auch noch eine limitierte Auflage auf Tape heraus, die wir gerade fertig stellen. Darauf werden dann auch acht bis neun Minuten an neuem Material enthalten sein. Das Tape gibt es übrigens ebenso als kostenlosen Download, den wir zur Verfügung stellen.
Was den Veröffentlichungstermin angeht, kann ich das gar nicht wirklich sagen. Wir werden einfach abwarten und sehen müssen. Ich tippe aber mal auf Anfang 2011.




Irgendwie gleichermaßen lustig und auch beängstigend: Es gab wohl kürzlich eine Druckerei, die sich geweigert hat, Merchandise von FUCK THE FACTS wegen des „Fuck“ in Eurem Namen herzustellen. Ziemlich lasch, oder? Und ist das neue Shirt mit dem ‚XXX’ beim ‚Fuck’ als Reaktion darauf zu werten?

Oh ja, das war echt total armselig. Sie hatten uns erzählt, dass es in dem Handbuch [‚Morals and Dogma of The Ancient and Accepted Scottish Rite of Stickermakers’] steht, dass niemals jemand einen Kraftausdruck auf irgendwas drucken darf. Nachdem wir mit fragend erhobenen Augenbrauen dastanden, haben wir erst mal tief durchgeatmet, kurz gekichert und sind dann wieder gegangen. Das war das erste Mal innerhalb der letzten acht Jahre, soweit ich weiß. Na ja, was soll’s. Merkwürdigerweise haben wir die Sticker dann in einem anderen Laden, der anscheinend noch nie von dieser ‚Secret Society of Stickermakers’ gehört hatte, drucken lassen, hehe.
Das Logo mit den X für das ‚Fuck’ stammt ursprünglich von einem Konzertposter für den Auftritt in Kingston, das eine Firma namens Ironclad hergestellt hatte. Es gefiel uns, also haben wir ein Shirt daraus gemacht. Das war aber kein Seitenhieb in Richtung der Stickerhersteller.


Kannst Du uns einige kanadische Bands empfehlen, die unsere Leser mal antesten sollten? NEURAXIS und BURIED INSIDE fallen mir zum Beispiel gerade ein.

Diese beiden sind auf alle Fälle gut. Mal gucken: THE GREAT SABATINI, I ACCEPT DEFEAT, KENMODE, BARNBURNER, 50 WATTHEAD, MASSGRAVE und PUTRESCENCE, um nur einige wenige zu nennen.


Bonusfrage: Das klingt jetzt vielleicht blöd, da Ihr ja gerade erst selbst einen Film herausgebracht habt, aber um was für einen Film oder um welches Genres würde es sich handeln, wenn man die Musik von FUCK THE FACTS verfilmen würde? Vielleicht eine Mischung aus „Pi“ und einem Film von Mel Brooks? :-)

Verbindet „Thunder Ninja Kids“, „Inland Empire“, „Inside“ und „Fist Of The Northstar The Animated Movie“ zu einem 30-minütigen Kurzfilm, dann fasst uns das ziemlich gut zusammen.


Vielen Dank, Marc, damit wären wir bereits auf der Zielgeraden. Möchtest Du abschließend noch etwas loswerden?

Danke für das Interview und für die Reviews. Man sieht sich, wenn wir das nächste Mal in Europa unterwegs sind!

Live-Foto: Daniel Blage.

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 07.07.2010 | 11:05 Uhr

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