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Interviewpartner: Marc Hudson

Die britischen Metaller von DRAGONFORCE sind ein Phänomen: Als wäre ihre oftmals fast schon aberwitzige und technisch abgehobene Herangehensweise an den guten alten Power Metal nicht schon spektakulär genug, punktet die Band obendrein seit jeher mit einer nicht minder überzogenen Bühnenshow – Trampolins und Ventilatoren inbegriffen. Vor zwei Jahren vollzog die Truppe eine Wechsel am Mikrofon, allerdings ließ man sich auf dadurch nicht aufhalten und veröffentlichte mit „The Power Within“ gleich die nächste höchst erfolgreiche Platte. Gerade auf Tour machten die Engländer auch im Münchner „Backstage“ Station, wo wir die Gunst der Stunde nutzten und mit Marc Hudson dem neuen Mann am Gesang in den behaglichen Backstage-Räumlichkeiten des gleichnamigen Clubs auf den Zahn fühlten.






Hallo Marc und vielen Dank für Deine Zeit! Wie ist die Tour bisher gelaufen?

Wirklich sehr, sehr gut! Wir sind gerade aus Tokyo zurück, wo wir auf dem „Loudpark“-Festival gespielt haben. Wir haben also die Europatour begonnen, sind dann nach Japan geflogen und jetzt sind wir zurück in Europa, weshalb wir wohl alle ein kleines Jetlag haben, aber das macht nichts [lacht].


Das heutige Konzert ist bis auf die letzte Karte ausverkauft. Hast Du damit gerechnet, dass die Tour so gut laufen würde?

Um ehrlich zu sein habe ich gar keine Erwartungen gehabt. Ich war noch nie hier und kenne auch die Halle nicht, also hätte ich gar nicht gewusst, womit ich rechnen sollte. Aber ich freue mich natürlich sehr, dass der Laden heute Abend richtig voll wird – das ist mit Sicherheit ein gutes Zeichen und es verspricht, ein geiler Abend zu werden.


Nachdem Du ja „der Neue“ bist, müssen wir natürlich am Anfang beginnen: Als Du der Band beigetreten bist, hatten sich DRAGONFORCE schon lange einen Namen gemacht. Hattest Du das Gefühl, in große Fußstapfen zu treten?

Na klar! Die Band, in der ich zuvor gesungen habe, war absolut unprofessionell und hat nur in lokalen Kneipen und dergleichen gespielt. Die Lernkurve, die man vollzieht, wenn man von einer solchen Band bei DRAGONFORCE einsteigt, ist also ziemlich extrem. Die Band hat sich über zehn Jahre hinweg eine solide Fanbase aufgebaut und es war natürlich sehr harte Arbeit, um die Lücke, die mein Vorgänger hinterlassen hat, ausfüllen zu können.


Wie ist das so, wenn man aus einer „unprofessionellen“ Band kommt und Plötzlich ausverkaufte Shows spielt und High Definition-Videos aufnimmt?

Das ist vollkommen irre. Es ist gar nicht so leicht, sich in diese neue Rolle hineinzufinden und rauszubekommen, wie man sich am besten auf der Bühne verhält oder wie man in einem Musikvideo auszusehen hat. Es ist aber alles sehr gut verlaufen und inzwischen ist es ja auch schon zwei Jahre her, dass ich der Band beigetreten bin und die Dinge beginnen, sich zur Normalität zu entwickeln [lacht].


Wie wurdest Du also auf den ersten Konzerten von den Fans empfangen?

Eigentlich sogar sehr gut! „The Power Within“ ist ja das erste DRAGONFORCE-Album, auf dem ich singe, und als es erschien waren die Kritiken durchweg sehr gut - gerade in Deutschland kam die Platte im Hinblick auf die Verkaufszahlen übrigens besser an als irgendein anderes Album der Band. Auch in Japan liefen die Dinge sehr gut – wir waren da z.B. auf der Titelseite des „Burrn!“-Magazins – weshalb man wohl sagen kann, dass das Album überall sehr gut angekommen ist und auch mich persönlich haben die Fans sehr gut aufgenommen.


Gerade solch technische Musik wie die von DRAGONFORCE dürfte in Japan ja von Haus aus gut ankommen…

Ja, das stimmt. Ich wünschte auch, wir hätten mehr Konzerte in Tokyo als nur das eine auf dem „Loudpark“ spielen können. Zumindest auf dieser Tour haben sich wohl vorerst keine anderen Termine ergeben…


Warst Du auf der neuen Platte schon voll am Songwriting beteiligt?

Sofern Ihr mit „neuer Platte“ das aktuelle Album, also „The Power Within“ meint, war ich nicht beteiligt. Sam [Totman, Gitarre, Anm. d. Red.] und Fred [Leclercq, Bass, Anm. d. Red.] hatten alles schon fertig geschrieben, ehe ich der Band beigetreten bin. Ich würde sagen, dass zu diesem Zeitpunkt schon etwa 95% des Albums fertig waren und ich musste dann nur noch die Vocals einsingen und habe vielleicht ein paar Vorschläge gemacht, die insgesamt aber weniger als 5% des fertigen Albums ausmachen [lacht].


Würdest Du sagen, dass dein etwas anderer Gesangsstil den Sound der Band verändert hat?

Ja, mit Sicherheit. Keine zwei Sänger klingen gleich und meine Stimme hat ja auch eine ganz andere Qualität. Z.P.s Stimme ist eher rau und hoch und ich klinge eher klar und hoch. Ich denke, dass Sam sich sehr viel Mühe gegeben hat, meinen kompletten Stimmumfang auszunutzen, weshalb ich schon sagen würde, dass wir durch meine Stimme etwas anders klingen.


Haben die professionellen Aufnahmen zum neuen Album einen neuen Blick aufs Musikmachen vermittelt?

Ja, natürlich. Die Dinge brauchen im Studio meistens länger, als man es erwartet. Aber es war auch eine sehr gute Erfahrung. Ich habe im Studio sehr eng mit Sam zusammen gearbeitet, weil er der Haupt-Songwriter in der Band ist und darum auch weiß, wie die Dinge klingen sollen. Wenn Du bloß ein Demo für deine Kneipen-Band aufnimmst, dann kann man das in einer halben Stunde abhaken, aber um ein anständiges Album aufzunehmen muss man schon eine ganze Menge harter Arbeit investieren.


DRAGONFORCE überzeugen immer wieder durch eine ziemlich aufwändige Bühnenshow. Würde sich das nicht für eine Live-DVD eignen?

Da stimme ich Euch voll und ganz zu! Allerdings muss ich leider sagen, dass ich dafür nicht der richtige Ansprechpartner bin, weil Herman [Li, Gitarre, Anm. d. Red.] sich um diese Dinge kümmert. Es ist auf jeden Fall etwas, das ich gerne machen würde, aber ich weiß nicht, ob irgendetwas in der Richtung geplant ist.


Du hast zuvor bereits andeuten lassen, dass Ihr ein neues Album in Arbeit habt. Was hat es damit auf sich?

Tja, alles, was ich bisher sagen kann, ist dass Fred und Sam bereits ein paar Songs zusammen geschrieben haben. Wir möchten das neue Material schreiben, während wir jetzt gerade auf Tour sind, weil wir hoffen, dass sich die Wartezeiten zwischen den Alben dadurch ein bisschen verkürzen. Die Platte ist also in Arbeit, aber ich kann noch nichts Genaues dazu sagen.


Hast Du das neue Material schon gehört?

Ja, wir haben schon ein paar Demos aufgenommen, die allerdings noch keinen Gesang enthalten. Allerdings kann man jetzt noch nicht absehen, was mal daraus wird, denn bis die Songs wirklich fertig sind kann sich da noch etliches ändern.


Wenn Ihr die Songs erstmals im Backstage-Bereich schreibt sollte sie ja vielleicht auch ein etwas anderes Feeling haben?

Das denke ich auch. Die Tatsache, dass diesmal mehrere Bandmitglieder daran beteiligt sind, wird ebenfalls dafür sorgen, dass die Songs etwas anders klingen. Wenn Sam zuhause arbeitet und die Songs dann mitbringt, ist vieles schon fertig, aber so ist der ganze Prozess etwas organischer. Der Plan ist also, dass wir diesmal alle ganz nach der alten Schule zusammen sitzen und die Songs gemeinsam entwickeln.


Die britische Metal-Szene wird hauptsächlich von Metalcore-Bands dominiert, allerdings gehören DRAGONFORCE da wohl kaum dazu. Wie betrachtest Du die derzeitige Metal-Szene?

Da bin ich vielleicht nicht der richtige Ansprechpartner, denn abgesehen davon, dass ich in dieser Band bin, verfolge ich die aktuellen Entwicklungen in der Musikszene nicht wirklich. Ich habe aber natürlich gemerkt, dass es zurzeit eine Unmenge an Metalcore-Bands aus England gibt, allerdings verstehe ich einfach nicht, warum diese Musik überall so gut ankommt. Es gibt ein paar wirklich talentierte Newcomer aus England – z.B. sind wir jüngst mit THE DEFILED und ALESTORM getourt – aber abgesehen davon habe ich nicht sehr viel Ahnung von der aktuellen Musik-Szene.


Welches Album hast Du zuletzt gekauft?

Das war sogar die neue Platte von RHAPSODY. Und davor habe ich mir glaube ich das letzte Album von DREAM THEATER geholt.


Klingt, als würdest Du eher Progressive Metal bevorzugen…

Ja, das kann man sagen. Ich stehe vor allem auf dieses alte Progressive-Zeug, darunter Bands wie YES, RUSH und GENESIS.


Langsam aber sicher neigt sich das Jahr dem Ende. War es ein gutes Jahr?

Absolut. Es war zwar ein sehr schwieriges Jahr, denn es war das erste Jahr in dem ich wirklich ausgiebig auf Tour war. Es war aber auch wirklich ein gutes Jahr, schließlich ist das Album erschienen [lacht].


Könntest Du Dir Vorstellen, dass das Tourleben irgendwann zur Routine wird?

Nö [lacht]. Ich glaube, man muss mindestes 15 Jahre dabei sein, damit man sich so sehr daran gewöhnt, dass einen nichts mehr umhauen kann. Gerade für einen Sänger ist es wohl ohnehin schwierig, da Routine rein zu bringen, weil jeder Tag ein bisschen anders ist.


Damit sind wir schon fertig! Möchtest du gerne noch etwas hinzufügen?

Wir möchten uns bei allen Fans dafür bedanken, dass sie geholfen haben, dass das Album so einen guten Start hatte und wir freuen uns darauf, Euch alle auf Tour zu sehen!


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 08.11.2012 | 12:08 Uhr

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