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Interviewpartner: Marios Iliopoulos

Nach einigen Rückschlägen wie dem Ausscheiden von Schrei-Legende Tompa Lindberg [ex-AT THE GATES, -SKIT SYSTEM, THE GREAT DECEIVER, DISFEAR etc...] sowie Gus G. [FIREWIND, ex-DREAM EVIL, -MYSTIC PROPHECY] und dem Dropping von Century Media, hat die griechisch-schwedische Kollaboration NIGHTRAGE auf Lifeforce Records und einem neuen Brüllwürfel wieder neu Fuß gefasst. Etwas verändert hat man aber auch den Sound der Band – Mainman Marios weiß einiges zu berichten...




Hey, Marios! Wie geht's Dir? „A New Disease Is Born” ist gerade erschienen – wie fühlt sich das an?

Hi! Hier ist alles gut! Seit heute gibt es unser Album in ganz Europa und das fühlt sich verdammt gut an. Ich meine, die ganze Arbeit, die Zeit und die Mühe, die wir reingesteckt haben, um dieses Album vom Stapel zu lassen – das zahlt sich jetzt alles aus. Wir sind verdammt glücklich, dass wir die Chance haben, wieder ein NR-Album zu veröffentlichen und hoffen, dass es die Fans lieben werden; denn wir haben sehr viel Zeit damit zugebracht, es so perfekt wie möglich klingen zu lassen. Wir wissen, dass diese Songs das Beste sind, das wir aus uns rausholen konnten und, dass wir einen weiteren Schritt gemacht haben, um den NR-Sound variationsreicher und interessanter zu gestalten.


2005/2006 war nicht gerade die leichteste Zeit für NIGHTRAGE – ihr wurdet von CENTURY MEDIA gedroppt, Tompa und Gus haben die Band verlassen... was genau ist passiert und warum?

Ja, da hast Du Recht! Es sind eine Menge Sachen passiert, die so ziemlich jeden davon abgehalten hätten, die Band weiterzuführen, aber ich bin keine schwache Seele und ich habe beschlossen, diese Band nicht aufzugeben – egal, was passiert! Century Media haben nicht mehr an die Band geglaubt, weil wir Tompa und Gus verloren hatten. Aber dieses Deal hatten wir von Anfang an mit denn Jungs – sie werden NIGHTRAGE irgendwann verlassen, weil sie so viel andere Dinge um die Ohren haben. Sie waren ehrlich zu mir und ich sehe sie als meine Freunde, denn sie wissen, wie man sich professionell verhält. Tomas hat einen Job und zwei andere Bands, um die er sich kümmern muss – und Gus hatte mehr Lust auf seine eigene Band FIREWIND! Ich verstehe sie also vollkommen – es gibt da kein böses Blut! Wir mussten musikalisch getrennte Wege gehen und das für die Band eben eine Abwechslung, da ich andere Leute finden konnte, die der Band nun folgen...


Jetzt seid Ihr bei Lifeforce Records untergekommen. Siehst/merkst Du da schon Unterschiede veglichen mit Century Media?

Ja, wir sind dort glücklicher und die stehen auch viel mehr auf unsere Musik! Von Anfang an zeigten sie sehr viel Interesse an der Band und arbeiten wirklich hart, um unseren Namen da draußen bekannt zu machen. Ich freue mich auf die ganzen großartigen Dinge, die uns noch in Zukunft zustoßen werden!


Ihr habt auch einen neuen Sänger – Jimmy Strimell, der auch schon auf Eurer letzten Tour mit BOLT THROWER mit dabei war...

Ja, das ist unser neuer Sänger! Nachdem Tomas die Band verlassen hatte, fanden wir ihn hier in Götheborg – er spielte in diesem Projekt DEATH DESTRUCTION. Er kam ins Studio und zeigte uns, dass er die Skills hatte, um den Job zu übernehmen. Wir machten ein paar Tourneen mit ihm, um ihn live “auszuprobieren” und alles klappte super...


Du bist von Griechenland nach Schweden gezogen – wie ist es, jetzt dort zu leben? Wo sind die Unterschiede, fühlst Du Dich wohl?

Das war die größte und schwierigste Herausforderung meines Lebens. Ich bin hierher gezogen, um die Band zu verwirklichen. Es war nicht einfach, das kann ich Dir sagen und ich stand vielen Schwierigkeiten gegenüber, um zu überleben, aber ich fand alles, wonach ich suchte, um meinen musikalischen Traum wahr zu machen. Nach sechs Jahren fand ich die Balance, nach der ich gesucht hatte; aber es ist immer noch extrem hart, der “Stranger In A Strange Land” zu sein. Ich meine, ich habe mein ganzes Leben in Griechenland verbracht und auf einmal muss ich mich mit einer anderen Kultur und anderen Leuten auseinandersetzen. Manchmal fühle ich mich hier überhaupt nicht wohl, denn ich habe jeden Tag mit seltsamen Leuten zu tun, Leuten, mit denen man nicht zurecht kommen kann... Es ist ein Kampf – vielleicht weil ich Grieche bin und ich mich dagegen wehre, mich zu ändern, denn ich will mich für niemanden ändern. Aber ich muss kämpfen und diesen Traum weiterführen, egal, was es kostet. Ich vermisse mein Land und meine Freunde sehr – wer weiß, vielleicht gehe ich eines Tages zurück und bekomme all die schönen Dinge wieder, die ich in den Jahren verloren habe.


Das erste, an das man denken muss, wenn man „A New Disease Is Born“ hört, ist, dass Ihr Euch Eure Markenzeichen erhalten habt, aber sehr viel Melodie hinzugefügt habt. Des Weiteren klingt das Album auch nicht so brutal wie seine Vorgänger... Deine Gitarrenarbeit scheint sich auch verbessert zu haben, es klingt virtuoser...

Ich denke, es ist immer noch ein NR-ALbum und diesen Eindruck gewinnt man, wenn man das Album zum ersten mal hört. Ich glaube, wir haben die Brutalität beibehalten und die Melodie hat schon immer unseren Sound charakterisiert – außerdem haben wir noch neue Ideen eingebracht, die die anderen Jungs angeschleppt hatten. Ich möchte nicht, dass wir einem trendigen Musikstil folgen, um mehr Alben zu verkaufen. Ich will, dass wir wir bleiben und das tun, was wir tun müssen. Vielleicht macht der Wechsel des Studios unseren anders und klarer – Danke an Jacob Hansen für seine unglaubliche Arbeit und die Zeit, die er in dieses Album gesteckt hat. Dies ist mein bestes Gitarren-Album, dass ich je gemacht habe – ich habe so viel Zeit damit zugebracht, an den Gitarren zu arbeiten, dass ich manchmal Schmerzen davon hatte, stundenlang zu spielen. Ich denke, das Album beweist allen da draußen, dass wir keine großen Namen brauchen, um ein fettes Album zu machen – ich bin so stolz auf meine Gitarrenarbeit und es ist Zeit, dass die Welt die reinen NR-Gitarren hört. Mein Style kommt aus der Hard Rock-Ära und solch großartigen Gitarristen wie Jimmie Hendrix – und danke für die netten Worte...!


Es gibt auch vermehrt cleane Vocals...

Ja, das ist einer der Einflüsse, den die anderen Jungs mit eingebracht haben. Wir hatten zwar schon auf dem ersten Album ein wenig cleane Vocals, aber dieses mal sind sie viel besser und wir waren besser vorbereitet. Ich glaube, sie passen in unseren Sound, ohne das ganze weich klingen zu lassen, Es ist das gewisse Etwas, das sie einbringen, um die Melodie mit der Heaviness schön zu verbinden.


„A New Disease Is Born“- um welche Art Krankheit oder Leiden geht es da...?

Die Krankheit ist, dass wir mit einem neuen Album zurück sind und unseren geliebten Fans neue Musik bringen. Wir wollen zeigen, dass die Band nach all dem immer noch am Leben ist und wir geben Gas, um der Metal-Welt das Beste zu bieten.


Das Artwork [das von Eurem Basser Henric Carlsson gemacht wurde] sieht sehr viel moderner aus, als die vorangegangenen... gibt es einen Grund dafür und war es eher so “mach uns ein geiles Artwork, Alter!”?

Das Artwork kommt von Henric, ja! Wir haben schon länger von dieser Idee gesprochen. Er ist ein fähiger Webdesigner und er macht auch Cover und Logos für einige andere Bands. Er zeigte uns also ein paar seiner Ideen, die wir sehr mochten und dachten dann, dass es Sinn machen würde, sein Cover für das Album zu nehmen. Es ist simples Cover und man bekommt vermittelt, das man hier genau richtig ist – es ist auf jeden Fall ein Metal-Cover!


Wie sehen Eure Pläne für die Zukunft aus?

Wir wollen touren wie Sau um das neue Album zu promoten. Außerdem wollen wir immer mehr, noch bessere Alben veröffentlichen und all unsere Fans treffen. Bisher sind wir für das Metal Healing Festival in Griechenland und das Summer Breeze in Deutschland bestätigt. Momentan bereiten wir eine Europa-Tour vor – Näheres dazu in Kürze.


Nun, das war's schon! Danke für Deine Zeit und dieses Interview! Die letzten Worte sind die Deinen!

Danke für die Chance, Euch ein Interview zu geben! Wir hoffen, dass unsere deutschen Freunde das Album mögen werden und wir freuen uns darauf, Euch alle auf den kommenden Shows zu sehen! In Deutschland haben wir schon immer sehr gerne gespielt!!!

Metal on! - Marios

shilrak

Autor: Markus Jakob [shilrak] | 17.03.2007 | 17:34 Uhr

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