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Interviewpartner: Markus Jüllich

Auf ihrem zwölften Studioalbum „Antiserum“ versucht die deutsche Gothic-Metal Band CREMATORY ihrer Musik neue Farbe zu geben. Genau der richtige Zeitpunkt der Band, vertreten durch ihren Drummer Markus, mal wieder auf den Zahn zu fühlen.

:





Wer CREMATORY nach 23 Jahren immer noch nicht kennt, ja der hat leider die Welt verpennt! Electronic Blast Gothic Metal at its best!


Auf eurem neuem Album „Antiserum“ habt ihr zusammen mit Elmar Schmidt von der Hamburger EBM-Band CENTHRON zusammengearbeitet und somit eure, seit dem Comeback dezent vorhandenen Elektro Einflüsse weiter ausgebaut. Wie kam es dazu?

Weiterentwicklung ist das Schlagwort. Wir wollen immer besser und interessanter für unsere Fans werden und bedienen uns hierzu moderner Technik und neuen Ideen. Elmar ist ein guter Freund von unserem Sänger Felix und ein großer CREMATORY Fan. Was lag da näher, als mit Elmar, was die EBM-Elemente anbelangt, zusammen zu arbeiten.


Ein logischer Schritt in der Entwicklung eurer Musik?

Ja, denn wir wollen nicht wie AC/DC 30 Jahre lang die gleiche Scheiße spielen.


War es schwierig, mit einem Neuen an Bord zu arbeiten?

Anfangs ja, aber es ist wie immer, wenn man mal drin ist, dann läuft’s. Elmar hat hervorragende Vorarbeit geleistet und es hervorragend verstanden, das CREMATORY-Feeling aufzunehmen und uns den Weg zu bereiten.

:



Eigentlich seit eurer Anfangstage spaltet ihr die Metal-Szene. Wie steht ihr zu diesem Szene-Gestöhne?

Ist uns eigentlich scheißegal, denn wir sind CREMATORY und machen daher, was wir wollen. Eines habe ich im Leben gelernt – Neid muss man sich hart erarbeiten und wir sind verdammt stolz auf das, was wir gemeinsam mit unseren Fans erreicht haben, denn die Fans sind das Wichtigste für eine Band, denn die entscheiden mit ihren CD-Käufen, wie groß eine Band wird und wie lange sie existiert!


Ihr spielt nun jetzt seit mindestens 23 Jahren zusammen. Ist es nach der ganzen Zeit für euch schwierig, einen gemeinsamen Kurs zu finden, oder ist gerade eine Stammbesatzung dafür gut, das Schiff durch unruhige Zeiten zu fahren?

Wir sind alle eine große Familie und respektieren uns gegeneinander mit allen Macken, die so jeder von uns hat.


Die Tourpläne stehen ja schon. Wie sieht denn die Umsetzung der neuen Elektro-Elemente für die anstehenden Shows aus?

Hervorragend, denn Katrin wird alle Samples auch live spielen und wir können das Album zu 90% auch so live umsetzen, denn wir wollen keine Playback-Bandmaschine, die im Hintergrund läuft. Wir sind eine geile Live Band und das werden wir auch erneut unter Beweis stellen.

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Man entwickelt sich ja stets weiter, eines ist mir aber doch negativ aufgefallen. Mit Matthias habt ihr seit dem Comeback einen starken Gitarristen und Clean Sänger, der ein sehr gutes Englisch hat. Diese Frage geht an Felix. Hand aufs Herz. Warum noch nach den ganzen Jahren der starke englische Akzent?

Das ist wie bei RAMMSTEIN das gerollte R. Wir wollen uns nicht verstellen und daher haben wir kein Problem damit. Nicht immer der einfache Weg ist der beste Weg. Wir stehen zu all unseren Macken, denn das ist das, was uns auch menschlich macht.


Ich bedanke mich für das Interview bei euch und wünsche euch viel Erfolg und vor allem viel Spaß auf der anstehenden Tour. Vielleicht sieht man sich ja in Siegburg im Kubana!

Kubana ist ein geiler Laden und wir spielen schon das zweite mal dort. Wenn Du vorbeikommen möchtest, dann check das über Olly von SPV und ich schreib dich auf die Gästeliste zum gemeinsamen Backstagebierchen.

Dom

Autor: Dominic Kappelhoff [Dom] | 26.02.2014 | 18:49 Uhr

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