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Interviewpartner: Martin Schulman

Die schwedischen Old-School-Deather DEMONICAL liefern mit „Death Infernal“ ihre inzwischen dritte Full Length auf Cyclone Empire Records ab. Bassist Martin Schulman äußert sich im Interview zum Entstehungsprozess der Scheibe und zu den weiteren Plänen von DEMONICAL.




Hi Martin! „Death Infernal“ erscheint am 15. April. Habt Ihr irgendeine Art von Druck verspürt, schließlich handelt es sich um das berühmt berüchtigte dritte Album?

Nein, es gab keinerlei Druck. Wir hatten aber tatsächlich vor den Aufnahmen zunehmend das Gefühl, dass wir ziemlich starkes Material am Start haben, sodass wir auf eine gewisse Weise ziemlich hohe Ansprüche an uns selbst hatten. Als dann alles fertig aufgenommen war, fanden wir, dass wir ein höllisch gutes Album gemacht haben. Es ist viel besser geworden, als wir uns das erhofft hatten.


Welche Unterschiede gibt es zum Vorgänger, „Hellsworn“? Diesmal sind zum Beispiel keine deutschen Texte vertreten, während Ihr insgesamt etwas melodischer wirkt. „March For Victory“ hat beispielsweise etwas von AMON AMARTH, oder?

Die neue Scheibe ist deutlich abwechslungsreicher. Wir haben darauf Anteile und Spuren von vielen verschiedenen Metal-Stilen, aber ohne dabei zu zerfahren oder unschlüssig zu wirken. Man kann immer noch hören, dass es schwedischer Death Metal ist.
Hah, ich finde, dass „March For Victory“ viel mehr von RUNNING WILD als von AMON AMARTH hat; das ist RUNNING WILD mit einem HM2-Pedal.


Wie läuft eigentlich das Schreiben von Songs bei Euch ab? Probt Ihr viel zusammen, gibt es eine gängige ‚Formel’?

Da zwei Bandmitglieder in Stockholm leben und zwei wiederum mehrere Fahrtstunden entfernt, proben wir nicht wirklich oft. Eigentlich machen wir das nur, wenn etwas ansteht, d.h. ein paar Mal vor einer Tour und einige Wochenenden vor Studioaufnahmen und so weiter. Die Zeiten sind also vorbei, als man zweimal pro Woche in den Proberaum gegangen ist, um zu jammen und sich dann ein paar Bier hinter die Binde zu kippen…
Wie auch immer, auf der aktuellen Scheibe waren es entweder unser Schlagzeuger Ronnie oder ich, die sich die Grundstrukturen zu Hause ausgedacht haben und dann den anderen bei den Proben gezeigt haben. Diese haben wir dann zusammen eingeprobt und manchmal einige notwendige Änderungen vorgenommen. Jeder hat mit kleineren Ideen und Details zu den Songs beigetragen, sodass es, wie schon immer, doch die gesamte Band war, die das Material geschrieben hat. Auch wenn jemand, in diesem Fall hauptsächlich ich, die Basis der Songs und der Riffs geschaffen hat, steht es jedem frei, seine Meinung dazu zu äußern oder eigene Ideen beizusteuern.




Welches Stück auf „Death Infernal“ magst Du am meisten, und warum? Hat Dich das Material als Musiker gefordert?

Das mag jetzt wie ein Klischee klingen, aber auf eine gewisse Art und Weise ist jeder einzelne Song mein Favorit. Es gab ein oder zwei Songs, die sich vor den Aufnahmen ein bisschen wie Füllmaterial anfühlten. Das lag nicht daran, dass sie schlecht waren, sondern es mangelte ihnen vielleicht ein bisschen an dem gewissen Kick für mich. Nachdem sie aber aufgenommen und fertig waren, wurden sie dann aber fast meine Favoriten. Es ist also ziemlich cool und auch interessant, die Entstehung eines Songs zu betrachten – von der Grundidee auf meiner Gitarre und dem Drumcomputer bis hin zum Endergebnis auf dem Album.
Es gibt ehrlich gesagt keinen einzigen Song auf der Scheibe, der eine Herausforderung darstellt. Unser Material ist nicht gerade der anspruchsvollste technische Death Metal, aber das wollen wir auch überhaupt nicht damit bezwecken. Wir streben nach der Brutalität und dem Grundgefühl, und das ist etwas, auf das sich mehr Bands konzentrieren sollten, anstatt sich beim technischen Riffing gegenseitig übertreffen zu wollen.


Was kannst Du uns zu den beiden Bonus-Tracks auf der Limited Edition berichten: „From Northern Shores“ und „Night Of The Graveless Souls“ [EMPEROR]?

Das Stück von EMPEROR sollte ursprünglich auf einem anstehenden Tribut-Album erscheinen, aber es wurde so klasse, dass wir es weiter verbreiten wollten. Daher ist es nun auch auf dem Digipack vertreten. Entgegen unserer bisherigen Aussagen wird das Stück aber nicht auf der Vinylversion zu finden sein, was mit der Spielzeit zu tun hat.
Als wir mit den Aufnahmen begannen, hatten wir beschlossen, zehn Stücke aufzunehmen, aber nur neun auf das reguläre Album zu packen. Wir wollten ein Bonusstück für die limitierten Fassungen haben, als eine Art Extra für unsere treuen Fans. Als dann alle Songs fertig waren, haben wir uns für „From Northern Shores“ entschieden. Nicht dass das Teil ein schlechter Song wäre oder so, aber er fühlte sich einfach genau richtig an, um ein Bonus-Lied zu werden…


Das Artwork von „Death Infernal“ ist ziemlich düster geworden. Was kannst Du uns zu den Hintergründen und der Entstehung erzählen?

Das Artwork und das gesamte restliche Layout wurden von Costin Chioreanu entworfen, mit dem wir bereits auf den Vorgängern zusammengearbeitet haben; er hat auch einige Sachen für die letzten CENTINEX-Alben gemacht. Wie immer haben wir Costin völlig freie Hand gegeben und uns überraschen lassen. Wir haben ihm einige Texte und Farbvorstellungen übermittelt, um eine ungefähre Richtung anzudeuten. Wir haben ihm auch das Foto mit dem Kreuz geschickt, das auf einem Friedhof in Stockholm gemacht wurde. Wir wollten dieses Bild als Kernstück des Artworks haben.




Wie verliefen die Aufnahmen in den Necromorbus Studios? Da Eurer Sänger Sverker der Mitbesitzer ist, hat sich wohl kaum die Frage nach einem anderen Studio gestellt, oder?

Oh ja, wie schon bei den beiden Vorgängern der Fall, so wurde auch „Death Infernal“ in den Necromorbus Studios aufgenommen. Und richtig, Sverker arbeitet dort, sodass es einfach nahe liegend ist, genau dieses Studio zu nutzen. Letztlich ist aber nichts in Stein gemeißelt, sodass wir vielleicht auch mal woanders aufnehmen werden… Momentan ist Necromorbus aber der sinnvollste und beste Ort für uns. Wir haben das Album zwischen September 2010 und Februar 2011 aufgenommen; insgesamt waren es wohl knapp 30 Tage, die wir für die Aufnahmen und den Mix benötigten.


„Death Infernal“ ist Euer drittes Album für Cyclone Empire Records. Wie zufrieden seid Ihr bislang? Brauchen Bands heutzutage eigentlich überhaupt noch Plattenfirmen, wo es doch Home-Studios, das Internet und viele Bands gibt, die selbst ihre Musik vertreiben?

Wir sind sehr zufrieden mit Cyclone Empire. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander und verstehen unsere jeweiligen Ansichten und Meinungen.
Ich bin der Meinung, dass es immer einen Bedarf an Plattenfirmen geben wird, zumindest solange es um die Veröffentlichungen von physischen Alben geht. Okay, wenn man nur die Aufnahmen als Dateien und MP3s auf eine Internetseite lädt, dann brauchst Du vielleicht nicht unbedingt ein Label oder jemanden, der sich darum kümmert. Das kann man dann auch selbst machen. Aber wenn man das Ganze professioneller und auch traditioneller angehen will, dann brauchst Du jemanden, der sich um den ganzen Kram kümmert. Das ist alleine nicht zu schaffen. Davon mal abgesehen taugen Musiker deutlich mehr dazu, ihre Instrumente zu spielen, als geschäftliche Entscheidungen zu treffen, sodass es sicher besser ist, wenn eine Art „Papa“ nach ihnen schaut. Zumindest ist das bei uns so der Fall. Wir haben auch gar keine Lust, uns um all das zu kümmern. Wir machen einfach, was wir am besten können, nämlich Musik, und Cyclone Empire machen das, was sie wiederum am besten können, das Geschäftliche.


Letztes Jahr wart Ihr mit DEATHBOUND unterwegs, und davor mit FACEBREAKER, inkl. einiger Festivals. Wie hast Du dies erlebt?

Wir mögen es sehr, auf Tour zu sein und zu reisen, also versuchen wir, so viel wie möglich unterwegs zu sein. Alle Touren, die wir bis jetzt gespielt haben, sind von mir durch meine eigene Booking-Agentur – Dreamtide Music – aufgegleist worden, sodass ein großer Vorteil ist, die Fäden selbst in der Hand zu halten.


Und bald geht es wieder auf Tour: Was kannst Du uns hierzu sagen?

Das stimmt in der Tat. Wir werden am 3. Mai die „European Death Infernal Tour“ in Stockholm beginnen. Zusätzlich zu uns als Headliner werden noch FERAL aus Schweden und ARROGANZ aus Deutschland dabei sein; zusätzlich werden uns GLORIA MORTI aus Finnland bei den ersten neun Konzerten unterstützen. Ich hoffe und bin der Meinung, dass es eine großartige Tour sein wird. Alle Bands sind brutal und heavy – eine gute Mischung aus Death und Black Metal. Das sollte gut funktionieren. Schaut Euch das auf alle Fälle an, wenn wir in Deutschland unterwegs sind.




Warum ist Death Metal der alten Schule Deiner Meinung nach gerade eigentlich so angesagt? Haben die Fans vielleicht die Nase voll von manchen überproduzierten und hypertechnischen Death-Metal-Veröffentlichungen?

Oh ja, es gibt eine ganz neue Generation von Kids, die nun selbst Bands gegründet haben und die sicher noch gar nicht auf der Welt waren, als die Bands, die sie beeinflussen, aktiv waren. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, warum dieser „Boom“ wieder kommt, aber das ist gut. Es ist gut, dass die Leute den wahren Death Metal erkennen, d.h. der dreckigere und düstere Stil, und nicht dieser überproduzierte Schrott, der überhaupt nichts mit Death Metal zu tun hat.


Auf welche Alben freust Du Dich 2011 am meisten?

Oh je, um ehrlich zu sein, kann ich das gar nicht sagen… Ich höre mir lieber die alten Schmuckstücke von Mitte bis Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger an.


Wie sieht die Zukunft von DEMONICAL aus? Wo würdest Du unbedingt mal mit der Band auftreten wollen?

Kann ich nicht wirklich sagen, wo wir dann sein werden. Ich plane nicht so weit voraus. Hoffentlich und ziemlich sicher werden wir aber immer noch aktiv sein und den Kindern beibringen, wie man Satan anbetet.
Wir wollen überall spielen; schickt uns einfach eine Einladung – und wir werden dort sein.


Wenn man die Musik von DEMONICAL verfilmen würde, was für ein Film oder welches Genre wäre das Deiner Meinung nach?

Hm, ich denke mal, „Swedish Sins Vol. 2“ oder „Buttman Goes To Rio“ wären da eine gute Wahl.


Danke für das Interview und alles Gute!

Besten Dank für die Unterstützung; wir sehen uns alle auf Tour!



soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 23.03.2011 | 21:18 Uhr

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