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Turisas
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Interviewpartner: Mathias




Mathias „Warlord“ Nygard ist bester Laune. Kurz zuvor hatte der Frontmann der Finnen Turisas mit seiner Band im Substage in Karlsruhe einen umjubelten Auftritt hingelegt. Seit die Debüt-CD „Battle Metal“ erschienen ist, läuft es für die Band richtig gut. So wurden sie unter anderem für das diesjährige Wacken Open Air bestätigt, was mit Sicherheit einen Höhepunkt in der Karriere von Turisas markieren wird. Doch zunächst stand uns der sympathische Finne in den Katakomben des Substage Rede und Antwort zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsplänen der Band.

Hallo Mathias. Schön dich zu treffen. Könntest du zunächst einmal die Band etwas vorstellen?

Mathias Nygard: Die Band wurde 1997 von mir und unserem Gitarristen Jussi gegründet. Zunächst war das Ganze mehr als eine Art Projekt geplant, da wir zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung waren. Wir haben das damals noch nicht ganz so ernst genommen. Später kamen dann nach und nach die anderen Mitglieder dazu, zuletzt Geiger und Akkordeonspieler. Sie kamen erst zur Band, als wir mit den Aufnahmen für unser erstes Album beschäftigt waren. Allerdings waren dies ein wichtiger Schritt für uns.

Ihr nennt euren Stil „Battle Metal“. Kannst du das etwas ausführlicher beschreiben? Wie seid ihr zu der Bezeichnung gekommen?

Mathias: Nun ja, manche Leute wollen uns in die Folk Metal-Schublade stecken. Natürlich haben wir Geige und Akkordeon in unserem Line-Up und natürlich haben wir Folkelemente und Einflüsse in unseren Songs, allerdings ist unser Material nicht durchgängig Folk. Wir haben auf der einen Seite eben den Folk Metal und auf der anderen Seite Viking Metal. Wir haben eine sehr breite Grundlage, sogar kleinere Parts mit Elektronik- und Jazz-Einflüssen, die dann in den orchestralen Sound einfließen. „Battle Metal“ hat in diesem Zusammenhang keine richtige Bedeutung, allerdings beschreibt es den Gesamtsound relativ gut.

Was sind eure Haupteinflüsse?

Mathias: Es ist sehr schwer jetzt direkt einige Bands auszuwählen. Wir haben jeder einen relativ breiten musikalischen Hintergrund, so dass viele Faktoren unsere Musik beeinflussen. Das reicht von wirklich extremen Black Metal bis hin zu Jazz und Ethno-Musik. Wir sind da wirklich sehr breit gefächert. Allerding shat natürlich jeder seine Vorliebe für den Metal. In dieser Beziehung sind wir jedoch sehr aufgeschlossen und „open-minded“.

Von was handeln die Texte und wie wichtig sind sie für dich?

Mathias: Die Texte handeln meisten von Kriegen, Kämpfen und ähnlichem. Allerdings mag ich diese Fantasysachen nicht unbedingt, wenn im Booklet irgendwelche Karten von dem Land „blablabla“ oder wie auch immer, aufgezeichnet sind. In meinen Augen ist das ziemlich sinnlos. Die Kampfszenarien liefern die Grundlage für die Musik, allerdings versuche ich, etwas mehr daraus zu machen. Das betrifft natürlich auch die Texte. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Musik im Vordergrund steht und erst dann die Texte kommen. Wir spielen dabei mit vielen Gedanken und Bildern, die wir ausdrücken wollen. Somit ist es nicht immer leicht, das Ganze in wenigen Sätzen zusammen zu fassen.

Wie verlief denn die Tour für euch?

Mathias: Die Tour war sehr gut für uns. Das Publikum war bisher großartig, speziell heute Abend war es fantastisch. Allerdings ist ja auch Wochenende, doch auch unter der Woche lief es super und sehr energiegeladen. Allerdings sind wir gerade alle etwas krank, wie du vielleicht an meiner Stimme hören kannst. Aber wir geben immer unser Bestes.

Ist es für euch die erste Tour außerhalb Finnlands?

Mathias: Ja, genau genommen ist es sogar unsere allererste Tour überhaupt. Wir haben bisher in Finnland immer Einzelgigs gespielt. Jetzt können wir zum ersten Mal für eine große Allgemeinheit spielen und eine große Fläche abdecken.

Wie ist denn die Stimmung unter den Bands?

Mathias: Sehr gut. Wir teilen uns einen Bus und verstehen uns ganz gut untereinander. Wir hängen viel zusammen ab und unser Geiger spielt ja auch bei einigen Songs der Apokalyptischen Reiter auf der Bühne mit. Es ist eigentlich alles ziemlich cool. Wir sind ja jetzt erst ca. eine Woche unterwegs und es kommen noch einige Wochen mehr auf uns zu und ich denke, dass der Zusammenhalt unter den Bands in dieser Zeit noch zunehmen wird.

:Wie sehen denn eure Zukunftspläne aus?

Mathias: Zunächst werden wir die Tour beenden. Danach, denke ich, werden wir uns daran machen neues Material zu schreiben und anschließend beschäftigen wir uns mit unserem zweiten Album. Die Aufnahmen sind bei uns immer ein sehr langwieriger Prozess und können schon mal ein Jahr dauern. Aber ich denke, es ist besser alle zwei oder drei Jahre ein sehr gutes Album zu veröffentlichen, als jedes Jahr nur Durchschnittsware abzuliefern um den Namen im Gespräch zu halten. Deshalb setzen wir auf Qualität und nehmen uns die zeit die wir brauchen.

Gibt es denn schon konkrete Release-Pläne für ein neues Album?

Mathias: Nicht direkt. Vielleicht klappt es im Frühjahr 2006. Wir werden auf jeden Fall dieses Jahr noch ins Studio gehen und dann werden wir sehen wie es wird.

Wie seid ihr in Kontakt mit eurem Label Century Media gekommen?

Mathias: Da war eigentlich sehr viel Glück im Spiel und es kam auch relativ unerwartet. Century Media sind ja ein relativ großes Label. Das hat für uns natürlich gute und schlechte Seiten. Aber sie kümmern sich sehr gut um uns.
Auf jeden Fall gab es da einen finnischen Promoter, der mittlerweile bei Spinefarm arbeitet. Wir hatten zu der Zeit einige Angebote, eben unter anderem auch von Spinefarm. Allerdings wollten wir nichts überstürzen. Wir haben uns dann erstmal eine kleine Auszeit genommen und überlegt, was wir machen sollen. Etwa drei Monate später kam dann das Angebot von Century Media. Dieses haben wir dann nach langen Überlegungen angenommen. Die Vertragsunterzeichnung war wirklich ein langer Prozess.

Seid ihr mit deren Arbeit zufrieden?

Mathias: Ja klar. Sie haben natürlich sehr große Bands unter Vertrag, zu denen wir nicht zählen, aber ihre Maschinerie arbeitet sehr effizient. Davon profitieren wir enorm. Vor allem in Europa haben sie sehr viel für uns gemacht. Ich habe dank ihnen so viele Interviews für unser erstes Album gegeben und ich denke, dass sich die Zahl für unser zweites Album verdoppeln wird. Dementsprechend können wir mit ihrer Arbeit sehr zufrieden sein.

Spielt jemand von euch noch in einer anderen Band?

Mathias: Ja klar, aber da ist nichts Ernsthaftes dabei. Das sind fast alles Projekte und so weiter. Turisas ist für alle ganz klar die Nummer 1.

Habt ihr alle nebenbei noch einen festen Job?

Mathias: Ja, wir alle arbeiten nebenher. Es ist definitiv so, dass wir nicht von unserer Musik leben können.

Vielleicht kannst du mir zum Abschluss noch erklären, was es mit dem Phänomen der finnischen Metalszene auf sich hat. Was ist das Besondere daran, dass es so viele gute Bands gibt?

Mathias: Ich denke vor allem, dass die finnische Metalszene zurzeit einen unglaublichen Boom erlebt, ähnlich dem in Schweden oder Norwegen vor etwa zehn Jahren. Denk einfach an die Black Metal Welle aus Norwegen oder den typischen schwedischen Death Metal Sound der damaligen Zeit. In Finnland ist das alles deutlich später passiert. Der Wettbewerb zwischen den einzelnen Bands ist bei uns sehr hart. Bei all den ganzen Bands musst du wirklich gut sein, wenn du etwas erreichen willst. Du musst gut sein, um live auftreten zu können. Das Publikum möchte keinen „Scheiß“ auf der Bühne sehen. Also musst du mit deiner Band üben, üben und üben um immer besser zu werden. Das ist extrem wichtig, um bestehen zu können.

Alles klar. Danke für das Interview. Viel Glück für die Zukunft.

Mathias: Ich danke dir. Auf Wiedersehen.

Calandryll

Autor: Oliver Jung [Calandryll] | 24.03.2005 | 20:07 Uhr

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