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Interviewpartner: Matt Heafy & Corey Beaulieu

TRIVIUM, eine der wohl fleißigsten und innovativsten Metalcore-Bands dieses Jahrzehnts, starten nach ihrer Australien und Neuseeland Tour mit DISTURBED im vergangenen Frühjahr nun mit frisch vollgetankten Akkus gen Europa, um ihr am 5. August erscheinendes Album „In Waves“ live zu präsentieren. Sänger Matt und Gitarrist Corey haben sich die Zeit genommen, um über kreative Fans, fremde Ess-Kulturen und „schwüle Mädchen“ zu sprechen.

Eure letzte Tour hat euch durch Australien und Neuseeland geführt; im November werdet ihr in Deutschland unterwegs sein. Werdet ihr dann die Gelegenheit haben euch ein bisschen Land und Leute anzusehen?

Matt: Oh ja, das will ich schwer hoffen. Gestern haben wir bereits jede freie Minute genutzt, um uns deutsche Architektur anzusehen. Besonders die alten Kirchen sind wirklich faszinierend – der Kölner Dom ist meine absolute Lieblingskirche weltweit!
Ich denke während der Tour werden wir nicht wirklich viel Zeit für „Sightseeing“ haben, aber natürlich werden wir versuchen so viele Eindrücke wie möglich aus Deutschland mitzunehmen.


Klingt als kommt ein straffer Zeitplan auf euch zu. Habt ihr während einer Tour denn Zeit euch ab und an mit Fans zu unterhalten?

Corey: Ja, das ist uns sehr wichtig. Wir haben einen Fanclub, der in jeder Stadt ein Meet n Greet organisiert. Meistens findet sowas vor der Show statt. Generell machen wir uns nicht rar, sondern haben immer Fans, die nach der Show noch mit uns am Bus rumhängen. Wir machen Fotos mit ihnen, geben Autogramme und freuen uns über ihr Feedback.


Ihr bekommt ja nicht nur im realen Leben Feedback, sondern auch im Internet sind eure Fans extrem aktiv. Habt ihr Zeit euch zum Beispiel die ganzen Youtube-Videos anzusehen?

Matt: Oh ja!! Das ist so abgefahren. Am Tag, an dem „In Waves“ [die gleichnamige erste Singleauskopplung vom Album] veröffentlich wurde, gab es die ersten Coverversionen von Fans innerhalb von wenigen Stunden. Es gab Gitarren-Cover, Bass-Cover, Drum-Cover oder sogar ganze Bands, die den Song nachspielten. Das ist echt cool.

Corey: Einer von unseren Internet-Leuten hat alle Fan-Videos zu einem Video zusammengeschnitten, dass es am Ende so aussah, als würden alle den Song zusammen spielen. Das Video befindet sich auch auf unserer Seite. Das ist großartig! Es gibt so viele Cover bzw. scheint es so, dass sehr viele unserer Fans selbst Musiker sind. Wann immer wir einen neuen Song veröffentlichen ist es wie eine Art Wettbewerb, wer der Erste ist, der eine Coverversion davon hochlädt. Wir hatten sogar mal den Fall, dass wir noch vor der Veröffentlichung eines Songs so ne Art „Gitarren-Workshop“ von dem Track online gestellt haben, und die Leute haben zu den Gitarren-Parts ihre eigenen Drums hinzugefügt. Das war cool zu sehen, welche Ideen unsere Fans haben und wie kreativ sie mit unserem Material umgehen.


Ihr seid im Web anscheinend selbst sehr aktiv – also trifft man tatsächlich euch selbst auf eurer Facebook-Seite an?

Matt: Natürlich, das bedeutet uns viel. Jeder von uns hat außerdem noch seine eigenen Accounts, zum Beispiel Twitter oder Blogs. Ich habe einen „Food-Blog“ - Essen ist für mich ein sehr wichtiges Thema und eine meiner größten Leidenschaften zusammen mit der Musik.




Aber um zurück zur Musik zu kommen: lasst uns noch ein wenig über das neue Album sprechen. Wie lief die Produktion ab – Colin Richardson war mit an Bord, richtig?

Corey: Früher, bevor wir ins Studio gingen, machten wir eine Liste mit Menschen, mit denen wir gerne zusammenarbeiten würden. Dieses Mal war für uns sofort klar, dass wir die Platte mit Colin produzieren wollten. Wir haben Colin schon immer sehr respektiert und lieben den Klang seiner Produktionen. Er hat hat schon früher unsere Alben gemischt, aber dieses Mal war er von Anfang bis Ende an der Arbeit beteiligt und hat den Sound genau so hinbekommen, wie wir ihn uns gewünscht haben. Es hat Spaß gemacht mit ihm zusammenzuarbeiten, denn wir alle sind große Perfektionisten, wodurch wir immer eine positive Atmosphäre im Studio hatten.
Und mit Nick, unsrem neuen Drummer durchzustarten war der Wahnsinn! Er hat den kreativen Prozess mit seinen neuen Ideen vorangetrieben. Er ist ein großartiger Drummer, wodurch unsere Arbeit zu keinem Zeitpunkt limitiert war. Auf diesem Album haben wir unsere Songs zu einem komplett neuen Level gebracht – und das zu einem großen Teil dank Nick.


Nicht nur der Sound hat sich weiterentwickelt, auch mit dem Artwork und den Videos seid ihr an einem neuen Punkt angelangt. Aber das Album ist kein Konzeptalbum, oder?

Matt: Nein, nicht direkt. Das Artwork, die Musik, einfach alles zusammen entwickelte sich unter gegenseitiger Beeinflussung und bildet somit ein geschlossenes Konzept. Ich will aber nicht zu viel meiner eigenen Meinung vorgeben, denn dieses Gesamtwerk bietet jede Menge Spielraum zur Interpretation, und ich freue mich, wenn unsere Fans sich die zeit nehmen, sich ihre eigenen Gedanken zu machen. Wir haben zu Beginn der Produktion bereits mit Freunden und Familienmitgliedern gesprochen, und es war wirklich spannend zu sehen, wie sie an die Sache herangehen. Da gibt es keine falschen oder richtigen Antworten. Auf jeden Fall war dieser ganze Prozess eine wirklich aufregende und inspirierende Erfahrung für uns.


Könntet ihr euch, nachdem ihr euch nun so intensiv mit Videoproduktion und Artwork auseinandergesetzt habt auch vorstellen, euch in anderen „künstlerischen“ Bereichen weiter zu etablieren, und zum Beispiel Filme drehen, wie es zum Beispiel Rob Zombie tut?

Matt: Beim Videodreh war es schon irgendwie irre – ich meine wir mussten zwar eigentlich nur coole Klamotten tragen und cool in die Gegend gucken [lacht], aber da hab ich mir gedacht, dass es wirklich eine super Erfahrung ist. Wenn ich neben der Musik etwas andere tun würde, dann würde ich definitiv in die Filmbranche einsteigen wollen. Übrigens kam für mich bei diesem Album der größte Input von verschiedenen Film Regiesseuren, wie David Lynch [Twin Peaks, Lost Highway, Mulholland Drive] oder Paul Thomas Anderson [„Magnolia“, „There Will Be Blood“]. Auch verschiedene Künstler haben mich beeinflusst, obwohl ich bis vor ca. sechs Jahren noch gar kein Interesse an solchen Dingen hatte. Das war ein langsamer Prozess, und ich habe eine Weile gebraucht um moderne Kunst schätzen und interpretieren zu lernen.
Ich liebe es mir solche Dinge anzusehen, aber ich muss leider eingestehen, dass mir das Können fehlt sie selbst zu kreieren. Mir macht es einfach Spaß Kunst zu betrachten und für mich zu interpretieren, so wie es die Leute hoffentlich mit unserem Album tun werden. Wir selbst versuchen immer noch unser Album zu interpretieren! Wir haben den Künstler, der das Cover entworfen hat gefragt, was um alles in der Welt dieses „Ding“ sein soll. Er antwortete „Es ist, was es ist.“ Mit dieser Antwort werde ich wohl leben müssen.




Seid ihr alle so kunstinteressiert?

Matt: Ich denke jeder von uns hat da sein ganz persönliches Ding gefunden. Ich denke die anderen sind nur nicht ganz so durchgeknallt, wie ich.
Ich habs schon mal angesprochen, aber Essen ist für mich ein absolut essenzielles Thema. Erst kommt die Familie, dann Essen, und dann die Musik.


Essen kommt an zweiter Stelle vor der Musik??

Matt: Du brauchst Essen, um zu leben. Mein Leben lang inspirieren mich verschiedene Ess-Kulturen. Ich zieh da immer eine Parallele: genau so offen, wie ich für Essen aus aller Welt bin, bin ich es auch der Musik gegenüber. Das ist bei vielen Menschen so, denke ich. Diejenigen, die sagen, dass sie sich nur für eine Musikrichtung interessieren, gehen wahrscheinlich egal in welchem Land auf diesem Planeten immer zur selben Fastfood Kette, anstatt das traditionelle Essen vor Ort zu probieren.

Corey: Ja, ich verstehe nicht, wie man sich selbst so limitieren kann. Wenn wir unterwegs sind, probieren wir alles. Wir waren hier in Deutschland mal in einem Restaurant, da war alles aus altem Holz gemacht und das Essen war sehr traditionell. Es fühlte sich an, als wäre man mit der Zeitmaschine hundert Jahre zurückgereist. Wir haben nur darauf gewartet, dass die Hexen und Zwerge aus der nächsten Ecke gesprungen kommen. Das war der Wahnsinn!

Matt: Wir wollen morgen in ein Restaurant, irgendwas mit „Kuuuche“... „Küüüche“. Das ist für mich wirklich eine der größten Herausforderungen, dieses deutsche „Ü“. Wie spricht man das aus?


„Ü.“

Matt: „U“?!


Nein, „Üüüüü.“

Matt: „Uuuuu“, richtig?


Nun ja... ömmm...

Matt: Man hat versucht mir den Unterschied zwischen „schwül“ -das bedeutet „heiß“- und „schwul“ -das bedeutet homosexuell- zu erklären.
[Matt spricht beides immer noch „schwuuul“ aus – kein Unterschied hörbar!].
Eins soll man glaub ich nicht zu Mädchen sagen. Sag ich dann besser „Hallo, ich bin schwül“?

Corey: Du kannst es dir also mit einem Mädchen so richtig vermiesen, wenn du sagen willst, dass sie heiß ist, und dann sagst „Hallo, du bist schwul“, oder?
Aber warte „gay“ [englisch] bedeutet ja nicht nur homosexuell, sondern auch „glücklich“. Wenn ich dann sage „Hi, siehst schwul aus“, kann es auch bedeuten „Hi, du siehst glücklich aus“ ??


Oha... also... [komplettes Sprach-Chaos!] Wenn ihr im November in Deutschland seid sollten wir dafür sorgen, dass ihr einen vernünftigen Deutschlehrer bekommt.

Matt: Das wäre großartig – wir haben es definitiv nötig!


Dann vielen Dank für eure Zeit. Ich freu mich, euch im Herbst wiederzusehen.

Corey: Und wir freuen uns auf Deutschland, euer gutes Essen und eure lustige Sprache!

Mini-Mensch

Autor: Kristina Flieger [Mini-Mensch] | 29.07.2011 | 13:01 Uhr

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