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Interviewpartner: Matthew Greywolf

Für ihr drittes Album „Bible Of The Beast“ nahmen sich die Saarländer POWERWOLF etwas ganz Besonderes vor und wendeten sich an die Musikhochschule Saarbrücken. Das Ergebnis ist ein pompöses Metal-Opus, dem trotz allem auch das nötige Augenzwinkern nicht fehlt. Matthew Greywolf, seines Zeichens Gitarrist des Quintetts, nahm sich die Zeit, unsere Fragen zu beantworten und erzählte uns unter anderem alles über die Arbeit mit einem Konservatorium und die daraus resultierenden Änderungen sowie über den Teufel und was man sonst noch über Religion wissen muss.




Hallo Matthew und erstmal vielen Dank, dass Du Dir Zeit für uns nimmst! Ihr habt gerade Euer neues Album „Bible Of The Beast“ veröffentlicht und nach Aussage der Band handelt es von „den verschiedenen Auftritten des Teufels in der Bibel“. Könnest Du uns das etwas näher erläutern?

Der Teufel ist allgegenwärtig in der Bibel. Viele sind sich nicht bewusst, dass die Bibel nicht nur von Wundern und Tugenden berichtet, sondern vor allem im alten Testament und in der Apokalypse sehr blutig und düster ist. Nimm nur die Offenbarung des Johannes: Dort wird der Teufel vielfach beschrieben. Allerdings heißt er da noch nicht Teufel. Der Teufel als der gehörnte Mann mit Hufen kam erst viel später und wurde durch das spätere Christentum geprägt. In der Bibel wird der Teufel durch das siebenköpfige Ungeheuer verkörpert, oder auch einen brüllenden Löwen, und heißt dort oftmals „Biest“.


Im Bezug auf Religion haben viele Menschen absolut keinen Humor, aber Titel wie „Raise Your Fist, Evangelist“ oder „Resurrection By Erection“ legen nahe, dass zumindest Ihr Euch amüsiert. Würdest Du sagen, dass die Christen von heute oder religiöse Menschen im Allgemeinen über sich lachen können?

Nun, sieh Dir an, was unser verehrter Papst in letzter Zeit so vom Stapel gelassen hat. Wie sonst soll man das sehen, wenn nicht mit Humor? Der alte Mann macht dem Wolf noch kräftig was vor in Sachen grenzwertige Äußerungen, haha… aber zurück zu deiner Frage: Wir sind keine Band, die sich einen Spaß aus Religion macht. Wir sind als Privatmenschen sehr religiös – jeder von uns auf seine Weise, weshalb wir auch nie sagen könnten, dass POWERWOLF für eine bestimmte religiöse Ausrichtung stehen. Wir haben innerhalb der Band die maximale Ökumene, wenn man das so ausdrücken will, beim Wolf fahren Atheisten und Tiefgläubige zusammen in einem Tourbus, haha…. Der Wolf benutzt religiöse Gleichnisse und religiösen Wahnsinn als Grundlage für Songtexte, und wir erlauben es uns, hier und da ein Augenzwinkern einzubauen, aber wir machen uns niemals lustig oder erzählen Witze in unseren Texten. Religiösen Wahnsinn muss man aber hin und wieder mit gesundem Humor sehen, denn wenn man sich wirklich tiefgehend mit Glaube und Religion auseinandersetzt, dann wird man schnell merken, dass vieles etwa im Katholizismus genauso oberflächlich und lächerlich ist wie der Wochenend-Satanismus der Black Metal-Kiddies…. Und beides verlangt hin und wieder danach, vom Wolf mit gewissen lyrischen Spitzen bedacht zu werden.


Für „Bible Of The Beast“ habt Ihr mit der Musikhochschule Saarbrücken zusammen gearbeitet. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und was genau war der Beitrag des Instituts zur neuen Scheibe?

Attilas Gesangslehrer ist Dozent an der Musichochschule Saarbrücken, und da der Mann bekennender POWERWOLF-Fan ist, bot er uns an, einen Chor zusammenzustellen und diesen zu dirigieren. Eine solche Chance bekommt man nicht alle Tage und es war wirklich ein einzigartiges Erlebnis – für uns, und auch für die Chorsänger, haha…. Auf jeden Fall war es das erste Mal, dass an der altehrwürdigen Musikhochschule ein Song wie „St. Satan’s Day“ aufgenommen wurde.


Wie hat sich die Arbeit mit dem Konservatorium auf das Schreiben der Songs ausgewirkt? Waren die Songs bereits fertig, als ihr Euch für die Arbeit mit einem Chor entschieden habt oder habt ihr das Material gemeinsam mit der Musikhochschule arrangiert?

Die Zusage, dass wir mit dem Chor der Musikhochschule arbeiten würden, hatten wir schon recht früh, daher konnten wir schon beim Songwriting selbst Chorpassagen einplanen und schreiben. Im Gegensatz zu „Lupus Dei“, wo die Chöre später als Zusatz auf die schon fertig arrangierten Songs draufgesetzt wurden, konnten wir dieses Mal schon sehr früh planen, wo wir einen Chor einsetzen wollen, und den Song entsprechend schreiben. Die Chorsätze selbst schrieben wir dann zusammen mit Francesco Cottone, Attilas Gesangslehrer, wobei wir die Hauptstimmen schon vorgaben. Francesco hat aber einfach mehr Erfahrung bei der Aufteilung der Stimmen und der Vergabe von Zweit- und Drittstimmen im Chor, weshalb er bei den eigentlichen Aufnahmen der Chorparts die Federführung hatte…


Bereits vor Erscheinen der Platte wurde bekannt, dass Attila sich einen aggressiveren Gesangsstil angeeignet hat, und wenn man sich die Platte anhört, macht das Ergebnis ja auch einen ziemlich guten Eindruck. Welche Bands oder Stilrichtungen haben den Gesang auf „Bible Of The Beast“ beeinflusst?

Mit „Lupus Dei“ sind wir viel getourt und haben auf vielen Festivals gespielt. Dadurch hat Attila sehr viele neue Bands für sich entdeckt. Wir waren mit so unterschiedlichen Bands wie CANDLEMASS und GRAVE DIGGER unterwegs, beide Gesangsstile haben Attila sicherlich beeinflusst. Und dann hat Attila in Wacken 2008 einen wahren Kulturschock erlitten, als er GORGOROTH sah. Er war geschockt und begeistert. Und auch wenn Herr Dorn jetzt sicherlich nicht mit Black- oder Death Metal-Gesang aufwarten würde, so hat es ihm gezeigt, dass man auch mit extremen Gesangsstilen arbeiten kann, und das hat ihn dazu gebracht, auch selbst ein wenig die raue Seite seiner Stimme zu entdecken. Zumal er gerade live ohnehin immer mehr Gas gibt als auf unseren bisherigen Alben. Und da es uns auf „Bible Of The Beast“ wichtig war, trotz allem Chorbombast unser Live-Feeling so authentisch wie möglich einzufangen, waren wir von Attilas Idee, auch auf dem Album rauer zu singen, begeistert und ich denke es passt sehr gut - gerade zu härteren Songs wie „Werewolves Of Armenia“.


Das neue Album wurde von Produzenten-Legende Fredrik Nordström im „Studio Fredman“ produziert. Hattet Ihr diesbezüglich noch andere Optionen oder habt Ihr Euch direkt an Nordström gewandt?

Fredrik Nordström hat das Album nur gemixt, nicht produziert, was schon ein großer Unterschied ist. Produziert haben wir selbst, was zum einen zwar eine große Zusatzbelastung war, zum anderen aber die Freiheit brachte, genau das umzusetzen, was wir wollten. Trotzdem war es wichtig, mit Mr. Nordström beim Mix einen der wohl besten Metal-Produzenten überhaupt zur Verfügung zu haben, zumal Fredrik uns mittlerweile sehr gut kennt und genau weiß, wann wir wie klingen müssen. Zudem hat er es perfekt verstanden, die Chöre und Orgeln so einzubinden, dass trotzdem die Grundlage der Songs, nämlich der Metal an erster Stelle bleibt. Ich mag all diese Produktionen nicht, bei denen die Metal-Band unter all dem Orchesterwahn nicht mehr zu erkennen ist. Auf „Bible Of The Beast“ haben wir es zusammen mit Fredrik geschafft, ein organisches Bild hinzukriegen.


Die bombastische Instrumentierung spielte also eine Rolle bei Eurer Wahl von Fredrik Nordström?

Ja. Fredrik hat mehr als einmal bewiesen, dass er es schafft, komplette Orchestrierungen so zu mixen, dass sie einen Song bereichern, nicht begraben. Die letzte DIMMU BORGIR oder auch die letzte SEPTIC FLESH sind da Paradebeispiele. Aber auch ohne diesen Grund hätten wir wieder mit Fredrik gearbeitet, denn er hat einen ähnlichen Humor wie wir und liegt genau auf unserer Wellenlänge. „Bible Of The Beast“ ist das dritte Album, an dem wir mit Fredrik arbeiteten - wir müssen ihm nichts mehr erklären, er weiß, wie er den Wolf klingen lassen muss…



Wie werdet Ihr die Chöre und Orchester-Arrangements auf der Bühne umsetzen? Habt Ihr schon ein paar der Songs live gespielt?

Wir haben “Raise Your Fist, Evangelist” und “Werewolves Of Armenia” kürzlich bei zwei Shows live vorgestellt und die Reaktionen waren unglaublich. Gerade „Werewolves Of Armenia“ ist wohl ein Song, den wir ab jetzt nie wieder aus unserer Setlist streichen dürfen, haha…. Aber zu Deiner Frage: Wie schon in der Vergangenheit werden live einige Chöre vom Band kommen, denn eine Band wie POWERWOLF kann nicht mal eben einen 25 Leute umfassenden Chor mit auf Tour nehmen. Ich finde das aber auch nicht schlimm, denn live ist das eh zweitrangig. Live ist echt wichtig, dass wir zusammen mit den Leuten eine geile Metal-Party feiern, und unsere Songs würden live auch komplett ohne alle Chöre und Effekte funktionieren und das ist auch wichtig.


Würdest Du sagen, dass „Bible Of The Beast“ der nächste logische Schritt in der Entwicklung von POWERWOLF oder ein besonders ambitioniertes Projekt ist? Könntest Du Dir Chöre und dergleichen auch auf dem nächsten Album vorstellen?

Ich denke nicht, dass sich „Bible Of The Beast“ grundlegend von unseren ersten beiden Alben unterscheidet – zumindest war der Schritt von unserem Debüt „Return In Bloodred“ zu „Lupus Dei“ ein deutlich größerer als jetzt von „Lupus Dei“ zu „Bible Of The Beast“. Das neue Album ist deutlich atmosphärischer und auch komplexer als „Lupus Dei“, aber die CD ist 110% POWERWOLF. Was das nächste Album angeht: Wir planen nie, was wir machen. Wir tun, was uns in dem Moment gefällt, in dem wir ein Album schreiben, und wir machen uns auch keine Gedanken darüber. Im Moment würde ich sagen, dass wir die Chor-Arrangements und den Bombast auf „Bible Of The Beast“ so kompromisslos und konsequent ausgelebt haben, dass wir auf dem nächsten Album andere Facetten des Wolf-Metals ausloten werden – aber ein Wolf ist unberechenbar…


Letzte Frage: Wie sieht es mit Euren Tourplänen für dieses Jahr aus?

Wir werden erst mal so einige Festivalshows spielen, unter anderem das Bang Your Head und das Summer Breeze. Auf beiden Festivals waren wir schon einmal und es ist uns eine Ehre, wiederkommen zu dürfen, das werden sehr besondere Shows für uns. Im Herbst werden wir dann eine Tour dranhängen, wenn es sich ergibt, dass wir ein entsprechend interessantes Angebot bekommen. Wir wollen unserem Publikum etwas Besonderes bieten und das kann man nur, wenn die Vorraussetzungen auf einer Tour stimmen. Wir haben da in der Vergangenheit gute wie schlechte Erfahrungen gemacht und wir werden dieses Mal sehr viel Wert darauf legen, auch in einem Rahmen zu touren, in dem wir den Leuten eine bestmögliche Show bieten können. Wir werden daher nicht das erstbeste Tourangebot annehmen, sondern ausgewählt touren und Shows spielen. Wann und in welchem Umfang und ob als Support oder Headliner wird sich zeigen, wir lassen die Dinge auf uns zukommen. Als Erstes steht jetzt der Festivalsommer an, und wir genießen es immer wieder auf Festivals zu spielen, und auch selbst auf Festivals unterwegs zu sein.


Vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 01.05.2009 | 15:05 Uhr

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