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Interviewpartner: Maurice Swinkels

Die holländischen Tulpen-Thrasher um Frontkeifer Maurice Swinkels sind eine Art Phänomen – seit der Umbenennung von OCCULT in LEGION OF THE DAMNED prescht die Band durch Clubs, Verkaufsregale und Ohren aller Metaller. Wenn die Legion marschiert, kann sich kaum einer dem brutalen, walzenden Sound des Quartetts entziehen. Das sympathische Aushängeschild und Sprachrohr, eben genannter Shouter, nahm sich die Zeit, mit Metalnews über das neue Album zu plaudern und ließ sich auch ein paar lustige Anekdoten aus der Vergangenheit aus den Rippen leiern...



Hey Maurice, wie läuft's LEGION OF THE DAMNED-Lager? Was treibst Du gerade so, außer ein Interview nach dem anderen zu geben?

Darauf warten, dass Du mir auch noch so ein verdammtes Interview schickst, haha. Nein, im Ernst – ein Album zu veröffentlichen bedeutet wirklich Tonnen an Arbeit. Ich verbringe jeden Tag Stunden damit, für die Band zu arbeiten. Ein neues Video, eine neue Homepage, die Bonus-DVD, Interviews und massenweise andere Dinge; Dinge, die man in sehr kurzer Zeit erledigen muss, vor allem, wenn man beachtet, dass das Album Ende September fertig gestellt wurde und bereits am 19. Dezember erscheinen wird. Du kannst Dir sicher vorstellen, wie viel da in den zwei Monaten auf einen zu kommt. Im Moment aber freuen wir uns total darüber, so viele gute Reviews und Pressereaktionen zu bekommen. Ich kann es kaum erwarten, das fertige Produkt endlich in meinen Händen zu halten!


Was waren denn die letzten Jahre für eine Erfahrung für Euch? Seit der Veröffnetlichung von „Malevolent Rapture“ ging es für Euch ja mit einem Affenzahn Bergauf...

Alles ging wirklich verdammt schnell, das muss ich zugeben. Die Jahre sind nur so an einem vorbei geflogen und wir waren die ganze Zeit wirklich extrem beschäftigt. Es ist immer noch überwaltigend, wie seit „Malevolent Rapture“ gelaufen ist. Wir sprechen darüber immer noch sehr oft, aber wir sind mit beiden Beinen absolut auf dem Boden geblieben. Man macht die Musik schließlich für sich selbst und wenn so viele andere Leute das cool finden, ist das natürlich großartig. Wenn wir allerdings 200.000 CD's verkaufen würden, aber dabei keinen Spaß mehr hätten, dann würde ich definitiv die Band verlassen – das ist so Klasse daran, bei LEGION OF THE DAMNED zu sein; alles ist möglich, aber nichts muss! Wir tun, was auch immer wir möchten und das erhält uns den Spaß und den Spirit.


Es gibt auch einen gewissen Unterschied in der Arbeitsmoral von OCCULT und LEGION OF THE DAMNED. Wo Ihr mit OCCULT in ganzen elf Jahren nur fünf Alben veröffentlicht habt, da bringt Ihr mit LEGION jetzt schon das dritte offizielle Album heraus [„Feel The Blade“ nicht einbezogen] und seid ständig auf Tour...!

Ich denke der Hauptunterschied ist die Produktion, auch das Songwriting ist erwachsener geworden, denke ich. Man kann das alte OCCULT-Material und dessen Produktionen nicht damit vergleichen, was wir mit Andy Classen erreicht haben; das ist wirklich ein großer Unterschied. Das Touren, also drei Wochen am Stück on the road zu sein, haben wir mit OCCULT aber auch schon so betrieben. Jedes Jahr haben wir mit OCCULT mindestens ein Mal so etwas gemacht. 1999 waren wir schon mit MORBID ANGEL, GORGOROTH, AMON AMARTH und GOD DETHRONED sowie KRISIUN unterwegs. 2001 dann mit DARK FUNERAL, 2003 dann mit EXODUS, NUCLEAR ASSAULT, AGENT STEEL sowie GRAVE, GOD DETHRONED und MORTICIAN. Auf der anderen Seite, ja, das Ausmaß an Shows, die wir jetzt haben, kann man mit unseren OCCULT-Tagen natürlich nicht vergleichen. Aber wenigstens können wir sagen, dass das alles nicht neu für uns ist und wir bereits Erfahrungen mit den wohl am beschissensten organisierten Touren überhaupt zu tun hatten. Somit ist jetzt alles schon fast echter Luxus für uns, haha!


Wenn wir einen Blick auf „Elegy For The Weak“ bzw. „Feel The Blade“ sowie auf das neue Album werfen, fällt auf, dass Euer Sound wieder etwas in der Zeit zurück geht. „Cult Of The Dead“ ist düsterer, schneller und gemeiner als seine beiden direkten Vorgänger. War es Absicht, etwas aus der Vergangenheit, wieder zurück zu holen und sogar noch einen Schritt weiter zu gehen?

Der Songwriting-Prozess ist für uns immer der selbe geblieben. Wir haben nie etwas daran geändert während wir Songs wie „Demonfist“, „Werewolf Corpse“ der „Legion Of The Damned“ geschrieben haben. Der Prozess ist also auch für Songs wie „Cult of the dead“ oder „Sons of the jackal“ der gleiche geblieben. Wir bereits gesagt, machen wir, was auch immer wir mögen. Wir haben noch nie etwas daran verändert, weil wir das Gefühl gehabt hätten, etwas anders machen zu müssen oder weil die Presse das befürwortet hätte. Somit kann ich nicht wirklich erklären, wie es zu einem Song wie „Cult Of The Dead“ kam, oder was wir da anders gemacht haben. Die Tracks entstanden alle beim Jammen. Es ist einfach das Gefühl, das da mitspielt. Keiner von uns schreibt zu Hause an Material für LEGION OF THE DAMNED. Wir sind immer alle zusammen im Proberaum und jammen rum. Was sich dann echt super anfühlt, behalten wir, was scheiße klingt, wird verworfen. So war das schon immer...


„Cult Of The Dead“ ist aber nicht nur musikalisch brutaler – auch das Artwork, die Promobilder etc. … All das ist wohl das düsterste, was Ihr jemals gemacht habt. Ihr scheint auch sehr gerne mit Heile zu arbeiten, der ja auch schon das Artwork für „Feel The Blade“ gemacht hat. Was macht ihn für Euch so besonders und warum denkst Du, passt seine Kunst zu gut zu LEGION OF THE DAMNED?

Richtig, bei „Feel The Blade“ haben wir zum ersten Mal mit ihm gearbeitet. Unser Manager und ich schauen ständig auf seine Homepage und wir lieben einfach seine Werke. Es ist unglaublich, was er schaffen kann, also haben wir es mit „Feel The Blade“ versucht – es ist einfach der Hammer geworden. Was die Bilder angeht, so würde ich sagen, dass das mittlerweile schon so eine Art Markenzeichen der Band geworden ist. Es ist einfach etwas anderes, als immer nur eine Band in einem alten Fabrikgebäude abzulichten. Ich denke, jeder von uns ist jetzt mehr als 100%ig zufrieden mit allem, was die Veröffentlichung von „Cult Of The Dead“ angeht. Das Artwork ist der Hammer, die Fotos sind fett, die CD ist ein Hammer und ich denke, das nicht nur die Musik alleine wichtig ist; auch alles, was drum herum ist; also Fotos, Artwork, die Promotion etc. … Ich denke, hier waren wir dieses Mal absolut erfolgreich.


Auch die Texte scheinen etwas heftiger zu sein – Worte wie „Blasphemy“ oder „God“ tauchen recht häufig auf. Was ist das Hauptthema des Albums? Oder wolltest Du nur Deine Black Metal-Vergangenheit wieder etwas aufleben lassen? ;)

Das Konzept hinter „Cult Of The Dead“ ist ganz natürlich gewachsen. Als der Titel feststand und das Cover fertig gestellt war, gab das Tony, der die Texte geschrieben hat, mehr als genug Inspiration, einige anti-religiöse und apokalyptische Texte zu schreiben. Das Cover hat das anti-religiöse Element nur noch verstärkt. Es ist ein Statement gegen alles und jeden, der versucht, uns mit abgläubischen unterdrückenden Regeln zu belegen – insbesondere gegen organisierte Religion. Freiheit und Rebellion werden so in jedem Text deutlich. Jeder Text steht für sich selbst, in diesem Sinne ist es also nicht wirklich ein Konzeptalbum.


Ihr werdet mit SONIC SYNDICATE, NEAERA, CALLEJON und LAY DOWN ROTTEN im diesem Dezember auf Tour gehen. Was erwartet Ihr, mit hauptsächlich ziemlich trendigen Bands auf Tour zu gehen und was erwartet Ihr für Euch selbst davon?

Yeah, haha... was können wir da erwarten? Kein Ahnung, ich hoffe, eine Menge Spaß! Wir sind die ältesten auf der Tour, also mal schauen. Es ist eine gute Gelegenheit, neue Fans zu erreichen.


Die Speical Limited Edition von „Cult Of The Dead“ wird einen hölzernen Käsehobel beinhalten – wer kam den auf diese verrückte Idee?

Du weißt sicher ganz genau, welcher verrückte Typ auf diese Idee gekommen ist, haha! Es war unser Manager! Ich liebe die Idee! Es ist so viel origineller, als einfach nur hart und böse zu sein und eine Rasierklinge oder Blut beizulegen – mit uns kannst Du jetzt Käse schneiden!!


Welche Tour war die Beste, die Ihr je gespielt habt? Und warum?

Inwiefern? Komfort oder Erfolg? Jede Tour hatte etwas negatives und etwas positives. Als wir 1999 die MORBID ANGEL-Tour gespielt haben, war das schon echt cool, das einzig Blöde daran war, dass wir als erste auf die Bühne mussten und in manchen Clubs sogar schon spielen spielten, als die Türen noch gar nicht offen waren. Kann man sich das vorstellen? Aber mit Bands wie KREATOR oder CELTIC FROST zu touren ist natürlich auch cool, denn mit diesen Bands bin ich aufgewachsen. Da ist es umwerfend, mit ihnen die Bühne zu teilen und sie zu treffen! Der absolute Hammer!


Erzähl uns doch bitte die witzigste/lächerlichste/bizarrste Tour-Story, die Du während Deiner Zeit in OCCULT / LEGION OF THE DAMNED erlebt hast...

Puh, das ist schwer. Wir sind eigentlich ziemlich friedliche Typen. Nicht die, die 50 Liter Milch in fünf Minuten trinken oder sich total besaufen oder so. Was das angeht, hab ich leider keine Geschichten auf Lager. Nach dem Gig gehen wir meistens was Essen oder bleiben den Rest des Abends in dem Club, trinken Bier, reden mit Fans und haben Spaß. Ich arbeite sogar am Laptop, wenn ich im Tourbus bin. Seeeehr spannend, hahaha... Aber – was negative Dinge angeht, haben wir eine ganze Menge mitbekommen. Das kann ich hier mal erzählen: 1999 auf der Tour mit MORBID ANGEL, haben wir zwei mal[!] Maden in unserem Essen und der Margarine gehabt. Das Ganze ging so weit, dass am Ende jede Band inklusive MORBID ANGEL von einer Würstchenbude ihr Essen bestellte und auf keinen Fall in dem Club essen wollte, haha – das war übrigens in Österreich. Auf der Tour mit DARK FUNERAL war das Erste, was wir erzählt bekamen, als wir in England ankamen, dass unser Bus kaputt sei. Wir waren nicht eine Sekunde in dem Bus und schon war er hinüber. Die Tour war eine Katastrophe, was die Busse anging. Wir hatten in drei Tagen fünf verschiedene Busse – unfassbar!! Nach fünf oder sechs Tagen wurden die Busse allerdings sowies abgeschafft, da die Tour so schlecht lief und wir mussten sie in einem Camper zu Ende bringen. Auf der Tour mit EXODUS war das Witzige, dass so schlechte Promotion gemacht wurde, dass wir in manchen Clubs vor nur 50 Leuten auftragen – kann man sich das vorstellen? Bei solchen Bands wir NUCLEAR ASSAULT, EXODUS, GOD DEHTRONED, GRAVE, MORTICIAN und AGENT STEEL! Nach einer Weile begannen wir, Geld in einen Topf zu werfen und zu wetten, wie viele Leute an dem Abend kommen würden. Es war so lustig, zu sehen, welche Zuversicht Bands wie EXODUS hatten, wenn sie sagten „Ok, 2,- Euro, dass heute 15 Leute kommen werden!“ und jemand anderes sagte „2,- Euro – ich sage 20 Leute!“... eigentlich war das wirklich traurig, aber gleichzeitig auch wieder urkomisch. Eine andere lustige Geschichte auf dieser Tour war, wann immer wir an einer Tankstelle hielten, stürmten plötzlich 80 Metalheads aus drei Bussen die Tanke, um lauter Scheiß und Bier zu kaufen. Einmal war da ein alter Mann, der zu Tode erschrocken war, als auf einmal 80 Leute in seinen Laden kamen und anfingen zu schreien und zu diskutieren, weil die Biertheke geschlossen war und er nichts mehr verkaufen konnte. Ich fand dann den Behälter und einer der AGENT STEEL-Jungs brüllte den alten Tankstellen-Angestellten an „Fuck, Mann! Da versteckst Du also das Bier, Du Wichser!!“ Der Typ hatte eine riesige Angst und rief immer wieder „Kein Bier! Kann nicht verkaufen Bier“, aber wir nahmen es trotzdem und als er die Rechnung nicht fertig machen wollte, gingen wir, ohne zu bezahlen... Mann, der Typ hatte den schlimmsten Tag seines Lebens, das sag ich Dir, hahahaha


Wie sehen denn Eure Pläne nach der Veröffentlichung des Albums und nach Beendigung der Tour aus? Ich wette, Ihr habt das nächste Output schon in der Hinterhand... ;)

Wir werden eine sehr schöne Doppel-DVD veröffentlichen. Ich denke mal so Ende 2009 / Anfang 2010. Was den Rest angeht, schauen wir mal, aber das wird sicher noch geplant...


Was für ein Jahr für die lebenden Legenden! Was denkst Du über „größten“ Rock-/Metal-Alben des Jahres 2008?

TESTAMENT – The Formation Of Damnation - Ein superbes Album!!
JUDAS PRIEST – Nostradamus – Das hab ich gar nicht gehört... ich war noch nie ein großer PRIEST-Fan...
MÖTLEY CRÜE – Saints Of Los Angeles – Ich hab neulich deren Live-DVD gesehen und da mochte ich sie sogar...
METALLICA – Death Magnetic – Cooles Album!
AC/DC – Black Ice – Ich bin überhaupt kein AC/DC-Fan... sowas von überhaupt nicht!!
GUNS N' ROSES – Chinese Democracy – Auch das habe ich nicht gehört. Sie haben ein paar coole Songs, aber ich habe mich nie gesteigert dafür interessiert.


Okay, das war's schon! Danke für Deine Zeit und das Interview! Die letzten Worte sind die Deinen!

Danke Dir und „jetzt mach was, ist schon 11.00 Uhr und es ist noch gar nix passiert!“

shilrak

Autor: Markus Jakob [shilrak] | 12.12.2008 | 01:14 Uhr

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