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Interviewpartner: Max Cavalera

Große Worte über eine lebende Legende wie Max Cavalera zu verlieren, ist wohl vollkommen unnötig. Der Weltenbummler und Alleinherrscher über SOULFLY bringt dieser Tage sein neuestes Werk auf den Markt und befindet sich mitten in der Tour zum CAVALERA CONSPIRACY-Debüt „Inflikted“ in der Promophase zu „Conquer“. Bei seinem Stopp in Karlsruhe, einen Tag nach einem umjubelten Auftritt auf dem allseits bekannten With Full Force-Festival, sitzt der dauerhaft inspirierte Brasilianer erstmal im Tourbus fest, bevor ein sympathisches und aufschlussreiches Interview beginnt...




Hey Max, wie geht es Dir? Hast Du Dich endlich aus dem Bus befreien können?

Hey! Mit geht’s gut, danke! Ja, ich habs endlich geschafft, aber es war nur für ein paar Minuten... so was Verrücktes, hehe... von wo rufst Du an?


Aus Deutschland – Nähe Stuttgart!

Oh, Deutschland! Wir haben erst gestern auf dem With Full Force gespielt. Das war ziemlich fett! Es ist ein super Festival! Unsere Show war ziemlich cool, aber auch der Rest des Tages war einfach Klasse. Eine Menge geiler Bands haben gespielt – THE EXPLOITED, SLAPSHOT... Es ist eine ziemlich gute Idee, da es mehr Metal, Punk und Hardcore mischt, als irgendein anderes Festival. Es war auf jeden Fall sehr cool dort!


Wie sieht's denn momentan im SOULFLY-Camp aus? Ich kann mir vorstellen, dass es ziemlich stressig sein muss, momentan CAVALERA CONSPIRACY und SOULFLY gleichzeitig zu betreiben...

Ääh... jaaa... aber es findet ja nicht wirklich alles gleichzeitig statt. Es sieht halt für die Leute so aus, als wäre beides nur kurz hintereinander entstanden, aber für mich liegt das alles schon recht weit auseinander. Das CAVALERA-Album ist schon eine ganze Weile her und mit SOULFLY waren wir im November im Studio. Ich weiß das schon zu trennen. Jetzt sind wir mit CAVALERA CONSPIRACY auf Tour, geben Interviews für das SOULFLY-Album und wenn die Tour vorbei ist, stell ich mich wieder komplett auf SOULFLY ein. Die Songs an sich, eine neue Setlist erstellen und solche Sachen...


Euer sechstes Album steht ja, wie bereits erwähnt, in den Startlöchern. Wie sehen Deine Erwartungen aus und wie sind die Reaktionen bisher?

Ziemlich gut eigentlich. Ich habe zwar noch keine Reviews gesehen, aber ich habe mit ziemlich vielen Fans gesprochen und sie scheinen die Ausrichtung des Albums zu mögen, weil es härter und schneller ist. Viele finden es auch gut, dass die Platte von einem so schnellen Song wie „Blood, Fire, War, Hate“ eröffnet wird, was für SOULFLY das erste Mal ist. Außerdem ist David Vincent von MORBID ANGEL am Start, der mich bei dem Song an den Vocals unterstützt, was dem ganzen einen ziemlich heftigen Anstrich gibt. Meine Erwartungen sind also relativ hoch, ich denke, es wird fett, die Songs live zu spielen!


Es fällt schon schnell auf, dass „Conquer“ eines der thrashigeren Alben der Band ist. Es ist näher an Deinen Wurzeln! Hat es damit zu tun, dass das Album recht schnell nach „Inflikted“ entstanden ist, auch wenn Du die beiden Bands trennst, wie Du sagst...?

Nein, ich denke nicht. „Dark Ages“ ging ja auch schon in die Richtung. Das ist einfach die Musik, die ich mir gerne anhöre. „Prophecy“ schlug ja auch schon diesen Weg ein und „Dark Ages“ eben noch viel mehr. Ich habe die Balance gesucht, Experimentelles und Metal zu vermischen. Es gibt sehr viel Schnelles, aber auch langsamere Geschichten, die mir sehr gut gefallen. Man könnte schon von BLACK SABBATH-Einflüssen sprechen...


Glaubst Du, dass SOULFLY-Fans ein Problem mit den Songs haben könnten, eben weil sie – im Gegensatz zu den ersten Alben – so viel thrashiger und traditioneller sind?

Nein, ich glaube eher das Gegenteil wird der Fall sein. SOULFLY ist eine der wenigen Bands, die mit steigender Popularität immer härter wird. Als ich ein Teenager war, hörte ich SLAYER und die wurden immer heftiger – oder auch VENOM und es gefiel immer besser. Ich glaube, bei uns ist es genauso. Wir werden immer mehr wahrgenommen, weil wir härter werden, hehe. Es ist schon komisch, aber es funktioniert. Ich liebe es einfach – ich habe nie die Lust daran verloren, schnell zu spielen und sollte dies einmal eintreten, sollte ich besser aufhören. Aber im Moment macht es mir einfach nur Spaß und wenn es doch passiert, werde ich nicht weitermachen und so tun, als ob, das alles mein Ding wäre, wie es andere Bands machen, nur um irgendwie auf der Bildfläche zu bleiben.


Auf dem Album finden sich auch weniger Tribal- und/oder Folk-Einflüsse, sie sind mehr in den Hintergrund getreten. Woran liegt das?

Das passiert einfach während dem Songwriting. Das geschieht sehr instinktiv, es gibt im Vorfeld keinen Plan oder sowas. Eigentlich sollte das Album ursprünglich auch „Blood, Fire, War, Hate“ heißen, was ja der erste Song ist und von den RED HOT CHILI PEPPERS beeinflusst ist - „Blood, Sugar, Sex, Magic“. Ich wollte sie auf coole Art und Weise auf den Arm nehmen, indem ich eine harte Version davon mache, hehe...


...das wird ja dann bei „For Those About To Rot“ ähnlich gewesen sein, hehe...

Hehe, als ich den geschrieben habe, klang er noch ganz anders. Ich plane meine Alben nicht, sie passieren einfach, sie finden ihren eigenen Weg, was sehr aufregend ist. Das ist für mich das coolste daran, eine Platte zu machen. Ich weiß vorher nie, was aus dem Album wird und was auf dem Weg zur Fertigstellung alles passiert.


Also ist da nichts wirklich mit Absicht passiert...

Nein, überhaupt nicht. Eigentlich noch nie. Das einzige Album in meiner Karriere, von dem ich behaupten kann, dass es irgendwie vorprogrammiert gewesen wäre, ist „Roots“! Da gab es einen Plan, das Album so zu benennen, das ganze Tribal-Zeugs einzubinden, etc. ... aber alle anderen Scheiben in meiner Laufbahn sind einfach so entstanden – ich lasse mich da ganz einfach treiben...


Wie ich aus dem Info-Sheet entnehmen kann, ist vieles auf dem neuen Album inkl. der wenigen Folk-Einflüsse, in Ägypten entstanden. Wie bist Du dieses Mal ausgerechnet auf Ägypten gekommen?

Es war die Chance, eine neue Art Musik und auch eine neue Idee zu entdecken. Jeder weiß ja, worum es bei SOULFLY geht mit den brasilianischen Einflüssen, dann hatten wir auch viele osteuropäische Sachen – Kosovo, Bosnien, Russland... dieses Mal hatten wir die Chance, nach Ägypten zu gehen, was ich für großartig hielt und auch getan habe. Ich möchte auch so weitermachen, denn mehr als alles andere ist es meine Passion für Weltmusik und Metal mit unerforschten Klängen zu verschmelzen. Ich war schon immer ein großer Fan von IRON MAIDENs „Powerslave“ oder auch von SLAYERs Video zu „Seasons In The Abyss“, das sie in Kairo aufgenommen haben. Das hab ich immer geliebt! Oder auch Bands wie NILE, die ich sehr schätze. Die Möglichkeit, nach Ägypten zu gehen, wollte ich also auf keinen Fall verpassen!


Du arbeitest jetzt schon zum dritten mal hintereinander mit Marc Rizzo an der Gitarre zusammen, was ja recht ungewöhnlich ist, da pro Album eigentlich fast immer alle Mitglieder ausgetauscht wurden. Warum behälst Du ihn bisher dabei und wird er auch bei dem nächsten SOULFLY-Release mitwirken?

Ich hoffe doch, aber auch das plane ich eigentlich nicht. Auch wenn ich immer davon gesprochen habe, aber es liegt nicht direkt an mir – einige Änderungen sind einfach passiert. Ich wollte die Band eigentlich immer als Einheit haben und jetzt hab ich seit „Prophecy“ ein ziemlich gutes Line-Up gefunden, es läuft alles wunderbar. Marc Rizzo ist ein großartiger Gitarrist und ich wäre glücklich, wenn die SOULFLY nun weiterhin aus den gleichen Leuten bestünde. Aber wenn es sich aus irgendeinem Grund wieder ändern sollte, werde ich natürlich trotzdem weitermachen. Ich betrachte das Ganze als meine Mission, die ich weiterführen werden. Aber ich muss nochmal betonen, dass ich wirklich glücklich mit Mark, Joe und Bobby bin; es ist super, mit ihnen zu arbeiten.


Nach Gastauftritten von Corey Tayler [SLIPKNOT] oder Chino Moreno [DEFTONES] auf den vergangenen Alben, können wir dieses Mal David Vincent von MORBID ANGEL und auch Dave Peters von THROWDOWN hören. Wie kam es dazu und was hat Dave Peters gesagt, als Du ihn gefragt hast? Es muss ja schon eine ganz schöne Ehre für ihn sein, da er ja ein riesiger Fan Deiner Musik ist...

Den meisten gefielen eigentlich einfach nur die Songs. Aber ich glaube, David Vincent war etwas überrascht, als ich ihn angerufen habe, weil er damit einfach nicht gerechnet hat und ja eigentlich aus dem Death Metal kommt. Die eigentliche Idee war allerdings David Vincent und Cuck Schuldiner von DEATH zu integrieren. Leider ist Chuck aber viel zu früh von uns gegangen, weshalb es dann bei David Vincent geblieben ist; es war dennoch eine großartige Zusammenarbeit und „Blood, Fire, War, Hate“ ist einer meiner Lieblingssongs.


Und wie war es mit Dave Peters? Wie hat er reagiert?

Er war jetzt nicht so sehr überrascht, da wir darüber schon gesprochen hatten, als wir mit THROWDOWN auf Tour waren. Ich sagte ihm, dass ich ihn anrufen würde, sobald wir im Studio sind, da ich einen Old School-Song zwischen SOULFLY und PANTERA machen wollte. Er stand total auf die Idee und war demnach auch nicht ganz so überrascht wie David Vincent. Auch diese Kooperation war einfach super und ich wusste auch bis vor kurzem gar nicht, dass der Song die erste Single des Albums wird.


Ich weiß, dass Du es bestimmt nicht mehr hören kannst, aber es ist ein großes Ding für wohl jeden Metaller da draußen: was kannst Du über den Fortschritt zu einer möglichen SEPULTURA-Reunion sagen? Wird es da mittlerweile konkreter?

Nein, momentan nicht. An mir soll es nicht liegen. Ich habe nie „nein“ gesagt, aber gerade im Moment würden die Leute wohl sagen „warum?“, da CAVALERA CONSPIRACY schon mehr oder weniger den Spirit dessen inne hat. Aber ich gehe da frei nach dem Motto „sag niemals nie“ heran – wenn es passiert, dann passiert es...


Wie sehen denn die Pläne für CAVALERA CONSPIRACY und SOULFLY für die nächste Zeit aus?

Massives Touren! Wir haben auch zwei Videos gemacht, die ich sehr mag, aber wir sind schon eher eine Live-Band als eine Video-Band. Wir wollen soviel wie möglich reisen und an jedem Fleck der Erde spielen, wo man Metal mag – ich werde dort sein, hehe!


So, das war's schon! Dank Dir für Deine Zeit und das Interview! Möchtest Du unseren Leser noch etwas mitteilen?

„Danke Schee“ und vielen Dank für alles! Ich hoffe, Ihr alle steht auf „Inflikted“ und „Conquer“! Wir sehen Euch im Moshpit oder der Wall Of Death!

shilrak

Autor: Markus Jakob [shilrak] | 20.07.2008 | 19:36 Uhr

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