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Interviewpartner: Max Cavalera

Seit einigen Wochen schon ist das aktuelle SOULFLY Album „Omen“ erhältlich und erzeugt beinahe durchgehend gute Reaktionen in der Presse. Wir haben uns Herrn Max Cavalera geschnappt und vor seinem gestrigen Auftritt in Jena etwas ausgefragt. Auch wenn das Telefonat staubedingt eine halbe Stunde später stattfand, konnten 20 erheiternde Gesprächsminuten erwirkt werden. Lest über die Fussball-Ansichten des sympathischen Brasilianers und seine Meinung über die rote Karte für Kaka. Aber auch über Nervosität und einen gescheiterten Fussballsong.




Hallo Max. Sag, wie geht es dir, ist alles in Ordnung?

Gut, sehr gut. Wir spielen heute Abend in Jena und wir bereiten uns gerade auf die Show vor. Der Soundcheck sollte gerade laufen. Die Tour läuft sehr gut bisher, wir spielen viele Shows, viele Headliner-Auftritte, viele Festivals. Es ist gut, sehr aufregend.


Was hältst du von Deutschland? Tourst du hier gerne?

Oh ja. Wir mögen es sehr hier. Ihr habt ein tolles Publikum, sehr energiegeladen. Es kommen eine Menge Leute zu den Shows, das ist fantastisch; eine verrückte Atmosphäre. Es gibt viel Action in der Menge, viele Leute, die viel Bier trinken (Lacht). Es ist eine tolle Stimmung.


(Lachen)Ja, so ist das in Deutschland. Lass uns etwas über „Omen“ sprechen. Bist du zufrieden mit dem Ergebnis?

Ja, es ist eine sehr akkurate Arbeit geworden. Es ist sehr kraftvoll geschrieben und dafür ausgelegt, live gespielt zu werden. Eine Menge Leute kennen und mögen die Songs. Wir spielen vier Titel der aktuellen Platte, also „Kingdom“, „Bloodbath And Beyond“, „Rise Of The Fallen“ und „Jeffrey Dahmer“. Die Reaktionen darauf waren bisher sehr positiv. Es hat zeimlich viel Spaß gemacht, dieses SOULFLY-Album zu schreiben. Es war das richtige Album zur richtigen Zeit. Die Auswahl an Musik ist auch sehr gut gewählt. Es spiegelt im Grunde genau das wieder, was ich zurzeit persönlich gerne höre. Weniger Tribal-Einflüsse und weniger World Music-Anleihen. Wir gehen mehr zurück in Richtung Metal. Es geht mitten in die Fresse und weist dabei einige Punk- und Hardcore-Einflüsse auf. Das kann man in vielen Songs hören. Ich bin sehr zufrieden damit.


Die Medien-Kritiken sprechen ja für sich. Wie kommst du mit deinen derzeitigen Mitmusikern zurecht?

Gut, wir spielen jetzt seit 2004 gemeinsam. Das ist toll, denn ich kenne die Jungs jetzt ziemlich gut. Wir können nun mehr experimentieren und ich weiß, wie ich das musikalisch Beste aus ihnen heraus holen kann. Das wäre vor einigen Jahren noch nicht gegangen, aber nun sind wir aufeinander eingespielt. Wir fühlen uns alle sehr gut mit dem aktuellen Album und ich denke auch, dass wir alle daran gewachsen sind. Ich mag die Sachen, welche unser Gitarrist Marco Rizzo produziert. Seine Parts auf „Omen“ sind großartig. Es ist sehr aufregend mit einer derartigen Band zu arbeiten.


Haben Sie nun einen größeren Einfluss auf die Riffs?

Nunja, sie liefern eine Menge Ideen ab. Ich schreibe die Songs, aber sie sind eine große Hilfe, wenn es darum geht, die Riffs auszuarbeiten. Sie verpassen ihnen den letzten Schliff. Marco [Rizzo] fügt meistens noch seine Soli hinzu, oder andere Geräusche, um das Ausgangs-Riff interessant zu gestalten. Es ist eine sehr gute Kooperation, die wir in der Band haben.


Das klingt ja gut. Du hast für einen Song auch mit Greg Puciato [THE DILLINGER ESCAPE PLAN] zusammengearbeitet.

Ja, das war wirklich cool. Das ist eine meiner favorisierten Bands, die in den letzten Jahren entstanden sind. Seine Vocals sind wirklich großartig. Ich wollte schon seit einiger Zeit etwas mit ihm gemeinsam machen und mit „Omen“ kam die Chance dazu, also ergriff ich sie. Er war wirklich sehr nett. Ein sehr interessanter und begabter Musiker. Er verpasst diesem Song einen deftigen Arschtritt und lieferte wirklich eine großartige Leistung für „Rise Of The Fallen“ ab. Sehr ausgefallene Gesangsstrukturen und Lyrics, die sich von dem, was ich normalerweise benutze, sehr unterscheiden. Es war eine gute Erfahrung, mit ihm zu arbeiten. Aber auch mit Tommy [Victor] von PRONG. Ich bin ein großer PRONG-Fan. Mit Tommy [Victor] an „Lethal Injection“ arbeiten zu können war eine großartige Sache.




Ich war sehr überrascht, als ich Greg's Stimme hörte. Zuerst dachte ich, du würdest das singen und fand erst im Nachhinein heraus, dass es Greg von THE DILLINGER ESCAPE PLAN war.

Er verpasste dem Song eine Menge hoch-frequenter Vocals. Der THE DILLINGER ESCAPE PLAN Gesangsstil ist wirklich cool.


“Rise Of The Fallen“ ist aber auch sehr Metalcore-esk geworden. War das beabsichtigt?

Ja, das Album wurde schon so angelegt. Es zeigt sehr gut, was ich derzeit höre. Ich stehe vor allem auf Thrash- und Death Metal. Zurzeit höre ich fast ausschließlich Death Metal. Es war eigentlich ein natürlicher Prozess für dieses Album. Mit „Dark Ages“ wurden wir immer härter und härter. Auf „Conquer“ verstärkten wir dies noch ein wenig und mit „Omen“ kam schließlich noch dieser gewisse Punk-Einfluss hinzu. Man kann das bei Titeln wie „Bloodbath And Beyond“ oder „Vulture Culture“ sehr gut heraushören. Dort gibt es eben auch sehr klare Harcore-Anleihen und das wollte ich so auch haben, denn ich liebe diesen Harcore-Stil. Ich mag Bands wie MADBALL, AGNOSTIC FRONT, SICK OF IT ALL oder DISCHARGED. Der Einfluss dieser Musik auf mich ist sehr wichtig.


Es klingt in einem gewissen Maße schon so, als würdet ihr euch auf die Wurzeln zurückbesinnen.

Ja. Das ist auch der Grund dafür, dass ich mir eine kleine Pause von Tribal- und World Music genommen und dies kaum für „Omen“ verwendet habe. Ich wollte ein geradliniges, vorwärtstreibendes Metal- und Punk-Album kreieren. Es ist sehr kraftvoll geworden und sehr gut zum Live-Spielen geeignet. Der Song „Kingdom“ bekommt eine sehr gute Resonanz im Publikum. Die Leute mögen ihn.


Gibt es denn Pläne für ein Live-Video mit einem Song der neuen Platte?

Nein, das nicht. Aber mit der Special-Edition von „Omen“ bekommt man auch eine DVD, „Live at With Full Force Festival“, welche euch circa eine Stunde und fünfzehn Minuten Live-SOULFLY bietet. Das ist sehr gut geworden. Es sind noch einige Mitschnitte von etwaigen 2009er Shows dabei und eine ganze Menge Zeug von der „Conquer“-Tour.


Hast du denn eigentlich Zeit, während der Tour Fussball zu schauen?

Ich versuche so viele Spiele wie möglich zu sehen. Ich schaue nicht nur die Brasilien-Spiele, obwohl die mir natürlich näher gehen. Ich hatte auch das Spiel Deutschland – Australien gesehen. Das war ziemlich gut.


Ja, wohl wahr. Das war nicht schlecht.

Aber auch das Spiel gegen Serbien, das war dann nicht so gut.


Nein, das Spiel gegen Serbien war schrecklich.

Oh ja. Das war ein sehr, sehr verrücktes Spiel. Ich versuche eigentlich irgendwie alle Spiele dieser Meisterschaft zu sehen. Letztens habe ich gesehen, wie Portugal Korea mit 7 – 0 geschlagen hat, das war unglaublich gut. Es ist eine sehr gute Weltmeisterschaft bisher. Frankreich ist aus dem Rennen und ich denke die Meisten sind sehr glücklich damit (lautes Lachen)


(Lachen)Ja, es ist doch recht interessant wie es sich entwickelt. Mal sehen was uns noch erwartet.

Interessant ist es wirklich und es wird ab jetzt immer enger. Die Teams werden immer weniger, mit jedem Spiel. Man kann nur abwarten, was geschehen wird.




Ich hatte mir überlegt, ob ich dich nach deiner Lieblings-Mannschaft befrage, bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass es mit Sicherheit Brasilien sein wird.

Ja, natürlich. Auf jeden Fall (Lacht).


Halte ich dich eigentlich gerade vom Fussball-Schauen ab?

Nur ein wenig, es geht noch so (Lacht). Der Bildschirm zeigt mir, was passiert, also kann ich noch etwas folgen.


Im Moment steht es sowieso noch 0 – 0, da wirst du gerade nicht viel verpassen. [Anm. d. Red.: Portugal – Neuseeland]

(Lacht) In Ordnung, kein Problem.


Ich habe im Internet von dem Gerücht gelesen, dass eine SEPULTURA Re-Union in Planung sei. Wie steht es darum, was ist wahr daran?

Die einzige Wahrheit daran ist, dass ich den Versuch unternommen habe. Ich habe mein Möglichstes getan und (Israel) [Anm. d. Red.: Leider unverständlich] in Brasilien angerufen, um mit ihm zu sprechen. Aber das lief alles nicht so gut. Es war irgendwie lächerlich. Wir haben auch lange Zeit E-Mails geschrieben und darüber nachgedacht, wie wir das machen könnten, aber dafür müsste auch wirklich jeder mitmachen. Und hier liegt das Problem. Wir sind diesbezüglich nicht alle einer Meinung und so kann man das leider nicht anfangen. Wir würden zurzeit eine vierteilige Gruppe mit vier unterschiedlichen Meinungen darstellen, die nicht wirklich miteinander kommunizieren können. Das würde nicht funktionieren. Also für den Moment kann ich sagen, nein, aber für die Zukunft steht immer noch ein vielleicht an. Ich hoffe wir können das irgendwann verwirklichen.


Auf welchen Festivals seid ihr dieses Jahr zu sehen?

In diesem Jahr spielen wir auf dem Wacken Open Air. Das ist das eine Festival in Deutschland.


Wirklich das Einzige dieses Jahr?

Ich glaube ja.


Wie viel Zeit habt ihr noch, bis ihr heute auf die Bühne müsst?

Ungefähr zwei Stunden. In zwei Stunden müssen wir auf der Bühne stehen.


Da könnt ihr euch ja noch etwas ausruhen.

Ja, wie schon gesagt. Wir machen noch Soundcheck, damit wir sichergehen können, dass es ordentlich klingt. Danach sind wir bereit zu rocken (Lacht).


Welche Länder steuert ihr während dieser Tour noch an? Ihr werdet ja nicht nur in Deutschland sein.

Nein, wir sind fast überall. Zu Beginn der Tour waren wir in England, danach in Portugal, um auf dem „Rocking Rio“ Festival in Lissabon zu spielen. Dann waren wir in einigen Teilen der Schweiz, in Finnland, Dänemark, Norwegen und nun sind wir für, soweit ich weiß, zwei Shows wieder zurück in Deutschland. Wenn die vorbei sind, geht es nach Belgien zu dem Graspop Metal Meeting. Dort headlinen wir den Samstag. Im Anschluss fahren wir nach Italien, um auf dem Gods Of Metal Open Air zu spielen. Diese Tour ist ziemlich cool. Es ist ein sehr guter Mix aus Festival-Terminen und Headliner-Shows.


Da seid ihr ja ordentlich auf Achse.

Auf jeden Fall. Und das ist auch sehr gut, denn dadurch haben wir viel Abwechslung zwischen den Tagen und nicht immer das Selbe. Auf den Headliner-Shows ist man dem Publikum immer etwas näher, es besteht eine engere Verbindung. Bei den Festival-Shows ist man viel weiter weg, aber dafür hat man auch umso mehr Leute. Beides ist sehr spannend und wir spielen auch beide Formen gern. Die Tour ist wirklich gut gelungen.




Seid ihr heute allein auf der Bühne oder habt ihr eine Support-Band?

Es wird eine deutsche Support-Band geben, doch mir fällt gerade ihr Name nicht ein. Aber die eröffnen das Konzert heute. [Anm. d. Red.: BURDEN] Wir hatten zwei Auftritte hier in Deutschland, zu welchen THE HAUNTED eröffnet haben. Das ist eine sehr gute Band, die ich wirklich mag. Diese als Opener zu haben war schon ziemlich cool.


Lass uns nochmal kurz auf das aktuelle Album zurückkommen. Ihr habt den Song „Soulfly VII“ auf der Platte. Das ist schon eine richtige Tradition seit der ersten SOULFLY-Veröffentlichung. Wie hat das alles angefangen?

Das erste Mal war eigentlich ein Unfall. Wir hatten eine Jam-Session, woraus dieser Song entstand. Damals entschloss ich mich dazu, ihn „Soulfly I“ zu nennen. Auf dem zweiten Album hatten wir dann „Soulfly II“, einen sehr friedlichen, instrumentalen Song. Danach wurde es eine Art Markenzeichen von uns. „Soulfly VII“ ist einer meiner Lieblings-“Soulfly“-Songs, denn er hat so eine leichte THE POLICE-Affinität. Ein kleiner THE POLICE Mix, bei welchem die Gitarre etwas nach JOE SATRIANI klingt; irgendwas in der Richtung. Er ist sehr schön und melodisch geworden, das ist wirklich mein Favorit unter den „Soulfly“-Songs.


Spielt ihr einige davon auch live?

Nein, die spiele ich niemals live. Wir haben bisher noch nie den richtigen Platz dafür gefunden. Die Shows sind derart Adrenalin-geladen und aufregend, da finden wir keine Stelle, an die er passen könnte. Würden wir ihn in die Mitte der Show setzen, wäre die gesamte Stimmung getötet. Ich denke darauf muss ich noch etwas warten; einen geeigneten Anlass finden.


Vielleicht als Outro.

Möglich, ja.


Du spielst ja nun schon seit einer geraumen Zeit live. Wie sieht es aus, bist du immer noch aufgeregt, wenn es auf die Bühne geht?

Das ist eine Sache, über die ich wirklich sehr glücklich bin. Das ich niemals meine Aufregung verloren habe. Ich bin noch immer ein Fan der Musik und ich werde nervös, wenn es an der Zeit ist, die Bühne zu betreten. Es ist sehr aufregend, wenn man die Geräusche, den Lärm der Massen hört, die vor der Bühne stehen. Das nimmt mich mit und treibt mich richtig an. Das ist es, wofür ich da bin. Ich wurde auf diesen Planten gesetzt, um genau dies zu tun und das ist auch das Einzige, wovon ich weiß, wie es funktioniert und vor allem ist es genau das, was ich tun will. Ich bin glücklich, dass ich meine Begeisterung für diese Musik niemals verloren habe.




Und du machst ja auch definitiv einen guten Job.

Weißt du, es ist schon eine derart lange Karriere. Es sind jetzt 27 Jahre, voll von Höhen und Tiefen, guten und schlechten Zeiten. Aber wenn man das alles zusammen betrachtet, ist es eine unglaubliche Reise.


Ich habe heute wieder einmal eure erste Platte in der Hand gehalten und mir ist wieder der Song „Umbabarauma“ in den Sinn gekommen. Das war doch eigentlich ein Fußball-Song, richtig?

Ja, das war es. Es ist die Geschichte eines afrikanischen Spielers, davon handelt der Songtext. Und dieser heißt „Umbabarauma“. Es wurde von Jorge Ben Jor geschrieben, ein sehr berühmter brasilianischer Sänger und Gitarrist, irgendwann aus den Sechziger, Ende der Fünfziger. Er war ein Mitbegründer der Tropicana-Bewegung und hat auch eine Menge Samba-Projekte ins Rollen gebracht. Er ist so etwas wie eine Legende in Brasilien. Wir haben diesen Song dann 1998 verarbeitet, zu dieser Zeit war ebenfalls eine Weltmeisterschaft und wir hatten uns dazu entschlossen einen Fussball-Song aufzunehmen. Es war sogar der inoffizielle Team-Song für Brasilien, aber das funktionierte nicht so gut. Wir haben verloren. (Lacht)


Ich denke nicht, dass der Song daran schuld war.

(Lacht) Richtig.


Aber in dieser WM schlägt sich Brasilien bisher ziemlich gut.

Das stimmt, sie sind wirklich gut. Ich mag aber den Trainer nicht so sehr. Ich mochte den Trainer von 2002. Er hieß Calati. Der war mir sympathischer als der jetzige. Aber mit den Neuen läuft alles gut bisher. Wir haben diesen neuen Spieler, Luis Fabiano. Er ist ein sehr interessanter Spieler, macht eine menge Tore. Aber das Kaka eine rote Karte im letzten Spiel bekommen hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das war wirklich nicht seine Schuld. Es war lächerlich, wie sich dieser Elfenbeinküsten-Typ da aufgeführt hat [Anm. d. Red.: Abdula Kadar Keita]. Der stand nur da herum und tat so, als hätte er einen Schlag ins Gesicht bekommen, was aber nicht wirklich passiert ist. Morgen gibt es ein Spiel gegen Portugal, das wirklich wichtig ist. Das wird eine echte Feuerprobe für Brasilien, da können sie zeigen, wie gut sie wirklich sind.

Dann wünsche ich viel Erfolg für das Spiel.

Vielen Dank.(Lacht)


Trauriger Weise ist unsere Zeit jetzt vorbei. Ich danke dir für das Gespräch.

Ja, vielen Dank.


Alles gute mit eurer neuen Platte, einen gelungenen Auftritt heute Abend und liebe Grüße an die Band. Bye!

Vielen lieben Dank. Machs gut. Bye Bye!

Necrologue

Autor: Tobias Naumann [Necrologue] | 25.06.2010 | 16:24 Uhr

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