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Interviewpartner: Max

Max Cavalera ist einer der „großen Alten“ der Metal-Szene. Mit SEPULTURA gründete er einst eine der wichtigsten Thrash Metal-Bands jenseits der Bay Area und auch nach seinem Ausscheiden blieb der Mann durch seine Arbeit mit dem Nachfolge-Projekt SOULFLY eine einflussreiche Persönlichkeit. Seither mischte Senor Cavalera in unzähligen Projekten und Bands mit, wobei die Thrasher CAVALERA CONSPIRACY und neuerdings auch KILLER BE KILLED davon wohl die namhaftesten sind. Trotzdem liegen SOULFLY nie auf Eis, weshalb die Brasilianer mit „Archangel“ auch gerade ihr zehntes Album vorgelegt haben. Wir haben uns mit dem Bandkopf kurzgeschlossen, um alles über die neue Platte zu erfahren.






Hallo Max und vielen Dank für dieses Interview! Das letzte SOULFLY-Album liegt inzwischen etwa zwei Jahre zurück, allerdings warst Du seither mit KILLER BE KILLED und CAVALERA CONSPIRACY ziemlich beschäftigt...

Ja, das stimmt, ich finde immer etwas zu tun. Ich habe ja auch mein Buch „My Bloody Roots“ veröffentlicht und das ist meiner Meinung nach sehr gut geworden. Mit „Pandemonium“ habe ich im vergangenen Jahr eine neue Platte mit CAVALERA CONSPIRACY rausgebracht und jetzt ist gerade die neue SOULFLY erschienen.


Wie würdest Du Euer neues Album „Archangel“ beschreiben und wo siehst Du Unterschiede zum Vorgänger „Savages“?

Naja, „Archangel“ ist unsere zehnte Platte und wir wollten erneut andere Dinge ausprobieren. Zum Beispiel haben wir diesmal mit Produzent Matt Hyde gearbeitet, mit dem wir noch nie zuvor zu tun hatten. Aber er war für dieses Album einfach perfekt. Auch das Songwriting selbst fällt diesmal etwas anders aus, weil es auch noch von anderen Bands aus dem Extreme Metal-Bereich inspiriert ist. Ich finde, „Archangel“ ist eine sehr intensive und in gewisser Weise auch exotische Platte geworden. Sie ist voll von biblischen Themen. Wir haben schon ein Lyric-Video zu „Sodomites“ sowie „We Sold Our Souls To Metal“ gemacht und sobald wir wieder zuhause sind, werden wir einen Videoclip zu „Archangel“ drehen. Ich bin sehr zufrieden damit, wie die Platte klingt. Sie ist sehr vielseitig und ich denke, sie wird den Leuten gefallen.


Du bist gleichzeitig in sehr vielen Bands aktiv – wie gelingt es Dir, ich auf diese unterschiedlichen Stilrichtungen einzustellen, sodass sie stets ihre eigene Charakteristik bewahren?

Mein Gehirn funktioniert einfach so... Ich widme aber auch jeder meiner Bands die gleiche Aufmerksamkeit. Ich will, dass sie sich voneinander unterscheiden und darum klingen KILLER BE KILLED eben deutlich anders als SOULFLY. Und obwohl es bei CAVALERA CONSPIRACY mit Gitarrist Marc Rizzo eine personelle Überschneidung gibt, sind auch die noch einmal etwas ganz Anderes. Das ist eben recht straighter Metal, wohingegen SOULFLY bemüht sind, sich auf jeder Veröffentlichung neu zu erfinden und etwas neues ins Genre zu bringen. Mit „Archangel“ ist das nicht anders: Ich denke, dass wir mit diesem Album ein ganz neues Kapitel aufschlagen können. Vielleicht können wir ab jetzt ja mehr mit diesen biblischen Themen machen.






Wie kamst Du darauf, Themen aus der Bibel als lyrischen Überbau für Euer neues Album zu wählen?

Das hat mich schon immer fasziniert. Selbst wenn man sich die ersten beiden SEPULTURA-Alben „Bestial Devastation“ und „Morbid Visions“ anguckt, dann hatten wir da ja ein Cover mit der Kreuzigung und Themen wie den Antichristen und solche Dinge. Mich haben diese Geschichten aus der Bibel schon immer interessiert. Das alte Testament ist ein verdammt blutiges Buch voller ziemlich abgefahrener Geschichten. Abraham z.B. wurde von Gott angewiesen, seinen eigenen Sohn zu töten und dann gibt es da die Geschichte um die Vernichtung von Sodom. Da stecken also allerhand Sachen drin, die sich gut zu Metal-Songs verarbeiten lassen. Ich konnte gar nicht widerstehen und musste da was mit machen.


Der Titeltack von „Archangel“ scheint deutlich vom Black Metal inspiriert zu sein. Wie kommt das?

Ich habe in letzter Zeit sehr viel Black- und Death Metal wie MELECHESH oder BEHEMOTH und HOUR OF PENANCE oder BELPHEGOR gehört. Ich liebe diese Form von Extreme Metal. Auf „Archangel“ habe ich ein paar der Elemente aus dem Sound dieser Bands in meinen eigenen integriert. So klingt das natürlich anders als das, was die anderen machen, aber das macht es ja auch gerade cool: Ich hole mir bei diesen Bands Inspiration und dann mache ich etwas Neues damit. Und genau darum geht es bei SOULFLY.


Wie läuft das Songwriting bei SOULFLY ab?

Ich schreibe alle Riffs und manchmal auch den ganzen Song. „Sodomites“ und „Archangel“ waren z.B. schon komplett fertig, ehe wir damit ins Studio gegangen sind. Aber der Rest der Band ist schon auch beteiligt. Obwohl die Riffs alle von mir stammen, bringen sich die anderen natürlich auch mit ihren Ideen ein. Auf dem Album hat also jeder etwas zu sagen und meine ursprünglichen Einfälle verändern sich dadurch noch bis zu den fertigen Songs. Es macht also die gesamte Band ein SOULFLY-Album, obwohl alles mit meinem Riffs beginnt.


Das Artwork von „Archangel“ könnte einer alten Kirche entstammen. Wo habt Ihr es her?

Es stammt von einem Künstler namens Eliran Kantor. Er hat u.a. für Bands wie HATEBREED und TESTAMENT Cover-Artworks entworfen und ich finde, dass er perfekt zu uns passt. Ich habe tatsächlich nur ein einziges Mal mit ihm gesprochen und er wollte nur die grundlegendsten Informationen zu dem, was wir uns vorstellen. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich mir etwas klassisches wünsche, auf dem der Erzengel Michael zu sehen ist und dann will ich, dass er die Welt von SOULFLY irgendwie mit in dieses Bild einbindet. Wir Ihr seht, hat er die Flügel des Engels sowie seine Waffe in das Symbol von SOULFLY geformt und ich finde das wirklich cool. Er lebt in Berlin und ich habe ihn endlich persönlich kennengelernt, als er dort neulich zu unserem Konzert kam. Er ist ein wirklich netter Typ und ich finde, dass er mit unserem Artwork fantastische Arbeit geleistet hat. Besonders auf der Vinyl-Version wird das sehr gut zur Geltung kommen.


Der Festival-Sommer neigt sich allmählich dem Ende – wie war es dieses Jahr für SOULFLY?

Das war großartig. Wir waren gerade erst auf dem „Brutal Assault“ und das war eine unglaubliche Show! Ich mag das Festival auch sehr, weil es sich immer noch nach Underground anfühlt. Da spielen solche Bands wie SOULFLY, MAYHEM, CANNIBAL CORPSE und KREATOR vor 20.000 Leuten als Headliner. Das Publikum dort strahlt eine unglaubliche Energie aus und wir hatten ein tolles Konzert. Der Frontmann von MELECHESH kam zu uns auf die Bühne und wir haben mit ihm „Territory“ gesungen – ich glaube das war eines der besten Konzerte unserer gesamtem Karriere. Unser Konzert auf dem „Rock Harz“-Festival in Deutschland war auch sehr gut und in Belgien haben wir zusammen mit BLACK LABEL SOCIETY und ROB ZOMBIE als Headliner gespielt. Wir hatten diesen Sommer also wirklich coole Festivals und ich hoffe, dass wir nächstes Jahr noch mehr spielen können – mit SOULFLY und KILLER BE KILLED.






Mit „My Bloody Roots“ ist zudem gerade deine Autobiografie erschienen. Wie war es, ein Werk wie dieses zusammenzustellen?

Das war sehr viel harte Arbeit, aber es war auch sehr interessant und in gewisser Weise hatte es auch eine Therapiewirkung. Ich habe all die alten Erinnerungen rausgekramt und geordnet, aber ich hatte dabei auch tatkräftige Hilfe von Joel McIver, mit dem ich das Buch geschrieben habe. Es haben überhaupt sehr viele coole Leute daran mitgearbeitet: Dave Grohl hat das Vorwort geschrieben und Leute wie Mike Patton oder Sharon Osbourne und David Vincent haben alle etwas dazu beigesteuert und kommen darin zu Wort. Einige Leute haben mir erzählt, dass sie das Buch schon drei- oder viermal gelesen haben und das finde ich wirklich cool! Es ist sehr persönlich geschrieben, weil ich meine Geschichte den Fans direkt erzähle und ich denke, dass das auch genau die richtige Atmosphäre schafft. Es deckt von meiner Kindheit über die Anfänge von SEPULTURA sowie den Erfolg und den Split bis zu SOULFLY und CAVALERA CONSPIRACY und einen Teil von KILLER BE KILLED alles ab. Es ist also auch ein sehr vollständiges Buch.


Könntest Du Dir vorstellen, das Buch für ein Hörbuch selbst zu lesen?

Wir haben die Idee schon einige Male hin und her geschoben und ehrlich gesagt würde ich das sehr gerne machen. Es gibt das ja im Augenblick recht häufig und ich sehe mich schon dazu imstande, das ganze Buch für so eine Aufnahme zu lesen.


Damit kommen wir schon ans Ende... Wie sieht es mit Euren anstehenden Tourdaten aus?

Wir werden nächstes Jahr gegen Ende Januar wieder nach Deutschland kommen. Die Tourdaten sollten demnächst im Internet stehen.


Alles klar, vielen Dank!

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 18.08.2015 | 11:14 Uhr

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