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Band: Metalnews nach 'Cranial' durchsuchen Cranial
Interviewpartner: Michael Melchers

Nach dem doch eher überraschenden, viel beklagten Ende der Würzburger Downtempo-Instrumental-Metaller OMEGA MASSIF im letzten Jahr gibt es nunmehr mit CRANIAL [neben PHANTOM WINTER] ein weiteres Lebenszeichen bzw. eine neue Band, gegründet von ex-OMEGA MASSIF-Gitarrist Michael Melchers, die mit einer Debüt-EP in den Startlöchern steht.

Mehr als Grund genug also, um mit dem CRANIAL-Mainman bei einem Milchkaffee ein Fachgespräch über seine neue Spielwiese, Hobbies mit Herzblut, die Segnungen des digitalen Zeitalters und harmonisches Miteinander zu führen.




Wie ging es nach dem OMEGA MASSIF-Split für Dich weiter bzw. seit wann gibt es CRANIAL?

Nachdem es im Juli 2014 relativ unvermittelt vorbei [gewesen] war, habe ich mir durchaus lange Gedanken gemacht, wie es musikalisch bei mir weitergehen würde. Der OM-Split ging mir in erster Linie an die Nieren, da ich mein einziges Hobby, das ich mit richtig Herzblut verfolgte, nämlich die Musik, vor die Wand gefahren sah - die Trauer um OMEGA selbst hielt sich in Grenzen, das war einfach ausgelutscht. Ich wohne ziemlich abgelegen, will aber musikalisch wirklich nur das machen, worauf ich auch Bock habe und habe mich nie in irgendeiner Band gesehen, die halt gerade einen Gitarristen sucht.
Irgendwann habe ich mich dann einfach aufgerafft und auf beinahe erschreckend simple bzw. fast schon wieder lustige Art und Weise unseren Trommler Cornelius gefunden, indem ich ganz einfach bei einer handelsüblichen Internet-Suchmaschine „Sludge Drummer Würzburg“ eingegeben habe und in einem Forum dann auf seinen Gästebucheintrag gestoßen bin, in dem er eine neue Wirkungsstätte bzw. Band gesucht hat.
Bei Cornelius und mir hat es dann sowohl menschlich, als auch musikalisch eigentlich sofort geklickt, bemerkenswerterweise das wirklich erste Mal in meiner durchaus bereits langjährigen Musikerlaufbahn. Wenn ich mit einer Riffidee ankomme, weiß Cornelius sofort, quasi instinktiv, worauf ich hinaus will bzw. wo es hingehen soll, was wohl in erster Linie an einer breitbasigen Übereinstimmung in den heimischen Plattenschränken liegen dürfte.

Im August 2014 haben wir dann in Würzburgs vermutlich kleinstem Proberaum begonnen, gemeinsam zu jammen und erste Ideen und Songfragmente auszuarbeiten, z.T. mit Riffs aus meiner OMEGA MASSIF-Zeit, die seinerzeit keinen Anklang gefunden hatten, was letztendlich in unseren ersten CRANIAL-Song, „Nightbringer“, gemündet hat. Aufgrund unseren guten Chemie war initial die Idee, als Duo zu spielen, denn zu zweit muss man einfach weniger Kompromisse eingehen. Ich habe dann eine Zeitlang meine Gitarre zusätzlich über Bass-Equipment gespielt, wie das ja derzeit auch andere Bands, wie etwa MANTAR oder GALVANO, bereits durchaus mit Erfolg tun, denn wesentlich mehr Mensch und Technik hätte auch gar nicht in den Proberaum gepasst.


Warum ist CRANIAL dann jetzt doch ein Quartett und wie kommt es zu Eurem Namen?

Eigentlich war uns beiden von Anfang an klar, dass wir auch Vocals dabei haben wollten, allerdings sind wir beide keine Sänger, geschweige denn Shouter.
Als sich dann allerdings eine Option auf einen anderen, größeren Proberaum auftat, haben wir uns also besonnen und uns nach weiteren Bandmitgliedern umgetan, denn mehr Leute bedeuten letztlich klanglich mehr Druck und mehr Raffinesse. Ich habe also einfach mal einen Bekannten und Gitarristen aus früheren Zeiten, Basti, kontaktiert, der lustigerweise übrigens fast zeitgleich mit mir - wenn auch vergeblich - versucht hatte, auf Cornelius' „Drummer sucht Band“-Anfrage zu antworten.
Basti wiederum hat unseren Bassisten, Bandküken Julian, mitgebracht, mit dem er bereits seit längerem vorgehabt hatte, Musik zu machen, der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt, denn die beiden teilen sich nun den Gesang.
Im Februar 2015 sind wir erstmals als Four-Piece in Erscheinung getreten und haben uns auch im gleichen Monat benannt. Die Idee bzw. der Name stammt von Basti, auf jeden Fall hat uns allen sofort sowohl der lautmalerische Charakter, als auch die medizinische bzw. anatomische Bedeutung, „kopfwärts“, gefallen, zumal dieser Begriff für mich als Arzt eine alltägliche Begrifflichkeit darstellt, die aber auch einfach gut zu einer Metalband passt...

Die Bandchemie ist jedenfalls bestens, zumal es heutzutage nicht selbstverständlich ist, vier Leute, die – wie man so schön sagt – sämtlich tagsüber in Lohn und Brot stehen, vielleicht auch Familie haben, zu finden und für ein Hobby, eine Band, zu vereinen und das alles mit dem nötigen Herzblut zu betreiben...



Wie würdest Du den Stil von CRANIAL umreißen? Was macht Euren Bandsound aus, Eure Lyrics?

Letzlich ist unser Stil dem von OMEGA MASSIF nicht so unähnlich, was letztlich nicht sonderlich verwundern dürfte, denn auch dort ist ein nicht unbedingt geringer Teil der Riffs auf meinem Mist gewachsen. Vielleicht Sludge mit atmosphärischem Doom, angereichert mit etwas Metal-Bosheit, insgesamt möglichst wenig Postrock-Gebimmel.
Wir alle vier sind/waren uns immer einig, dass der Gesang bei CRANIAL eher als Stimittel und als eigenes Instrument dient, quasi als I-Tüpfelchen, um die Stimmungen in den Songs zu unterstreichen und zu transportieren. Textlich geht es v.a. um innere Dämonen, die wohl uns allen innewohnen, die Lyrics sind also eher persönlicher Natur und können bei Bedarf im Booklet unserer Tonträger nachgelesen werden.


War denn viel Labelshoppen für den Plattendeal mit Moment Of Collapse notwendig, bei denen demnächst Eure Debüt-EP "Dead Ends" erscheinen soll?

Eigentlich gar nicht, denn gleich nachdem wir uns entschieden hatten, statt rumpeliger Kassettenaufnahmen aus dem Proberaum, die in Zeiten von „Cubase“ und ähnlichen Programmen ohnehin ziemlich obsolet gewesen wären, eine „anständige“ Demo-Aufnahme von zwei Songs als quasi professionelle Referenz anzugehen, haben „Moment Of Collapse“ aus Hamburg Wind davon bekommen, waren sofort Feuer und Flamme und haben uns quasi ungehört für ihr Label gesignt.
Bislang sind wir hochzufrieden mit der Labelarbeit und unser Debüt, "Dead Ends", wird dort nun am 27. November 2015 zeitgleich als einseitig bespielte 12''-Vinyl, als [limitierte!] Musikkassette und als CD erscheinen, nachdem wir ursprünglich „nur“ ein Demo geplant hatten.
„Moment Of Collapse“ werden wahrscheinlich auch das zukünftige Booking für uns übernehmen und haben ja mit u.a. RED APOLLO auch noch einige andere hochkarätige Bands in ihrem Roster.



Gibt es nach dem Split von OMEGA MASSIF eigentlich noch störende Interferenzen mit den anderen, ehemaligen Bandmitgliedern, die ja inzwischen mit ihrem neuen Projekt, PHANTOM WINTER, auch schon tonträgermäßig auffällig geworden sind?

Inzwischen denke ich , dass - angesichts des Tempos der Veröffentlichungen und damit des kreativen Potentials unserer beiden Bands – schon alleine aus künstlerischer Sicht der Split von OMEGA MASSIF ohnehin längst überfällig gewesen ist, v.a. wenn man bedenkt, das unsere letzte gemeinsame LP, „Karpathia“, noch aus dem Jahre 2011 stammt.
Persönliche Differenzen haben ja letzlich nur zwischen uns drei ehemaligen OMEGA MASSIF-Mitgliedern bestanden, so dass es zwischen den beiden neuen Bands nun keine Schwierigkeiten, geschweige denn „beef“ gibt. Leben und Leben lassen sagt der Volksmund.
Übrigens spielen CRANIAL demnächst sogar zusammen mit PHANTOM WINTER, nämlich 2016 erst in Coburg und dann nochmal in Berlin.


Woher stammt Euer Artwork und woher nehmt Ihr Eure Ideen für Merchandise oder Layout? Gibt es Grund zur Hoffnung auf einen Langspieler bzw. irgendwelche Live-Aktivitäten in der nächsten Zeit?

Die Welt bzw. die Szene in und um Würzburg ist ja eher klein und so haben wir uns kurzerhand wieder an Oliver von „Hummelgrafik“ gewandt, der ja auch schon das ganze Artwork und das meiste an Merchandise für OMEGA MASSIF entworfen und umgesetzt hatte. Dazu kommt, dass Basti und Ollo befreundet sind. Ollo weiß ganz genau, was wir wollen, also hat eigentlich alles wieder für ihn gesprochen: diesmal allerdings sollte das Ganze eher in Richtung dieser „Hydrahead“-Geschichten gehen, weg von den ganzen Natur- und Landschaftsmotiven.
Für CRANIAL und für mich ist es einfach extrem motivierend, dass wir in puncto Artwork und Gestaltung komplett undogmatisch und ohne irgendwelche Scheuklappen agieren konnten. Selbiges gilt übrigens v.a. auch fürs Songschreiben - was passt, passt; hier Doublebass, dort ein schwarzmetallisches Lick - solange hinten CRANIAL rauskommt, ist das undogmatische Rumprobieren im Proberaum für mich das Salz in der Suppe.
Nach wie vor liefere ich zwar die Grundideen, die dann aber gemeinschaftlich aufgegriffen, verfeinert und ggf. auskomponiert werden. Derzeit arbeiten wir bereits an neuen Songs und planen für nächstes Jahr auch die Aufnahme unseres Full-Length-Debüts in der Oldenburger „Tonmeisterei“!

Jüngst hatten wir unseren allerersten Live-Auftritt als CRANIAL, zusammen mit SCRAPS OF TAPE in Erlangen und dann noch neulich beim „Halloween Of Doom“ in Darmstadt zusammen mit TREEDEON, GRIM VAN DOOM, GOLDEN GORILLA und SICK EATER, was beides sehr viel Spaß gemacht hat!



Zunächst mal ist aber die Release-Show im Würzburger „Immerhin“, nämlich am 28. November 2015 zusammen mit GHOST OF WEM und unseren Freunden von MT. LOGAN.


Die vorletzte Frage gilt üblicherweise den persönlichen, ewigen Top Five...

Puh, schwierig. Ich bräuchte da allerdings eher sechs, wenn's recht ist.
Also, los geht’s:

Platz 1: WEEZER - dto. [die Blaue!]
Platz 2: CULT OF LUNA - The Beyond
Platz 3: BREACH - Venom
Platz 4: WOLVES IN THE THRONE ROOM - Two Hunters
Platz 5: THE DILLINGER ESCAPE PLAN - Calculating Infinity
Platz 6: BOTCH - We Are The Romans


Die berühmten letzten Worte?

Heavy Metal will never die!

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 20.11.2015 | 15:29 Uhr

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