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20/20


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Band: Metalnews nach 'Saga' durchsuchen Saga
Interviewpartner: Michael Sadler

Die kanadische Band SAGA dürfte eigentlich jeder kennen, der sich irgendwann und irgendwie einmal mit Rockmusik beschäftigt hat. In den achtziger Jahren konnten die Kanadier mit so einigen musikalischen Perlen glänzen, sei es mit Hits wie "Wind Him Up" oder "The Flyer", sei es mit immer wieder aufregend guten Live-Shows. Nun haben wir es Ende 2012 und die Band ist immer noch unterwegs. An diesem Herbsttag Ende 2012 gibt die Band ein Stelldichein im hessischen Giessen. Der wieder zur Band zurück gekehrte Sänger Michael Sadler fand ein paar Minuten Zeit für ein kurzes Gespräch.






Hallo Michael. Schön, dass du ein paar Minuten Zeit für metalnews.de hast. Zumal die Zeit vor dem Auftritt eh knapp bemessen ist. Die wievielte Show auf dieser Tour ist das eigentlich genau?

Oh, ich glaube, es ist die Sechste. Ja, stimmt, die Sechste.


Kommen wir gleich zu eurem neuen Album 20/20. Mit Platz dreizehn in den deutschen Charts hattet ihr die höchste Platzierung seit 1985.

Ja, ich weiß. Das war ein Schock, hahaha.


Das motiviert doch sicherlich?

Wir hatten zwar auf einen guten Charteinstieg gehofft. Aber als wir hörten, es sei Platz dreizehn, waren wir doch sehr positiv überrascht.


Also habt ihr noch eine Menge Fans in Deutschland?

Ja. Und ich denke, wir haben das richtige Album zur richtigen Zeit gemacht. Aber Platz dreizehn war schon stark.


Das Cover ist so ganz anders als eure alten Fantasy Motive. Steckt hinter dem neuen Bild eine Bedeutung? Was steckt hinter dem Albumtitel 20/20?

Die bisherigen Bilder standen jeweils für eines der sechzehn Kapitel, die wir in den Alben zum Ausdruck brachten. Doch diese Geschichte war irgendwann zu Ende, vor einer ganzen Weile bereits. 20/20 steht für die perfekte Sehstärke. Es bedeutet, gute Dinge von schlechten zu unterscheiden und nach vorn zu schauen. Außerdem hatte Jim Gilmour letztes Jahr erhebliche Probleme mit seinen Augen [während der letzten Deutschland-Tour], ebenso wie mein Sohn, der ebenfalls etwas an den Augen hatte. 20/20 bedeutet eigentlich, alles klar zu sehen. Die Zukunft klar zu sehen.


Geht es Jims Augen wieder besser?

Wesentlich besser. Er hatte wirklich Angst, sein Augenlicht zu verlieren. Aber es geht ihm wesentlich besser, zum Glück.


Was ist mit Ian? Ich hörte gerade, er sei erkrankt?

Er ist gerade in einer kleinen Klinik in Worpswede. Am Gerücht, es hätte mit Alkohol zu tun, ist nichts dran. Er hat wahnsinnig viel gearbeitet in letzter Zeit, viele Shows gespielt und unheimlich viele Kilometer abgerissen. Er braucht ein paar Tage Auszeit. Aber wir haben einen lokalen deutschen Gitarristen verpflichtet für die Show heute Abend, der ist wirklich gut.


Würdest du sagen, SAGA ist nach 35 Jahren so etwas wie eine Familie geworden? Oder eine Sucht, der du nicht entfliehen kannst?

Wir haben wohl mehr Zeit mit der Band verbracht als mit unseren Familien, weil wir eben so oft touren. Die Hälfte des Geheimnisses einer Band ist das musikalische Können, die andere Hälfte ist das Auskommen miteinander. Glücklicherweise sind wir alle gute Freunde. Wir kämpfen immer zusammen, so wie es gute Freunde und eben Familien tun. Irgendwann haben wir eine heiße Diskussion und fünfzehn Minuten später ist alles vergessen. Du kannst nicht mit jemanden zusammen kämpfen, den du nicht magst. Lass es mich so sagen. Solange dieser Job nicht wie ein Job wirkt, machen wir die Sache einfach. Wenn ich vor einer Show irgendwann einmal nicht nervös bin, werde ich ans Aufhören denken. Denn dann läuft irgend etwas falsch. Denn eigentlich sind wir die glücklichsten Menschen der Welt. Wir haben einen Job, den wir lieben. Darüber sind wir sehr dankbar.


Das neue Album ist meiner Meinung nach eine gelungene Mischung aus progressivem Stoff, aber auch mit typischen SAGA-Hits. Eine Mischung aus allem, was SAGA bisher gemacht haben, aber in einem modernem Sound. Wie würdest du selbst 20/20 einordnen?

Es ist so, dass ich erst wieder zur Band stieß, als die Songs bereits fertig waren. Ich habe mit dem Songwriting selbst nichts zu tun. Zunächst war das etwas frustrierend, fertige Texte vorgesetzt zu bekommen. Doch irgendwie war das mal eine völlig neue Erfahrung für mich. Das hatte etwas von Karaoke. Als ich die Aufnahmen machte, hatte ich das Gefühl, es sei sehr altmodisch. Die typischen SAGA-Chöre sind zurück und so weiter. Aber der Sound ist sehr frisch, sehr modern. Eben wie im Jahre 2012. Moderne Elemente verbunden mit den Schlüsselelementen des typischen SAGA-Sounds.




Es gibt ein neues Mitglied in der Band, das im übrigen heute auch noch Geburtstag hat. Drummer Mike Thorn wurde über YouTube entdeckt?

Wir haben so etwas wie eine Ausschreibung gemacht. Schlagzeuger aus aller Welt waren eingeladen, uns via YouTube ein paar Aufnahmen zu schicken. Ich habe mir alle angeguckt, aber niemand war besser als er. Das war unser Mann. Er hatte all seinen Freunden vorher erzählt, er würde den Job bekommen. Und er bekam ihn. So einfach ist das manchmal, Schlagzeuger bei SAGA zu werden.


Wie gut hat er sich in die Band integriert?

Perfekt. Einen guten Drummer zu finden, ist eine Sache. Aber Mike ist immer gut drauf, er war vom ersten Moment an einer von uns. Er ist sehr enthusiastisch dabei und bringt eine Menge Energie auf die Bühne. Ein echter Gewinn.


Ihr seid dabei auf der sogenannten „Close to the Cruise“. Ein Kreuzfahrtschiff mit einem Haufen guter Bands an Bord. Kannst du mir darüber Aktuelles berichten?

Als wir das Angebot bekamen, waren wir sofort interessiert. Zunächst standen ja nur wir und YES sowie ein paar andere Bands fest. Dann wuchs das Billing immer mehr und unheimlich viele und gute Bands kamen dazu. UK, ASIA, CARL PALMER, TANGERINE DREAM, NEKTAR und viele weitere. Das wird eine sehr interessante Geschichte. Es ist ja so, du bist auf einem Schiff mit all den anderen. Keiner kann weg und jeder besucht die Show des anderen. Jeder auf dem Schiff ist Musikliebhaber, ob als Musiker oder als Fan. Es ist eine großartige Sache für die Fans, so nah bei den Musikern zu sein. Du sitzt beim Lunch neben Carl Palmer zum Beispiel. Und als Band weißt du, dass es so ist und deshalb freue ich mich darauf, zusammen mit Fans und den anderen Bands auf dem Boot zu sein.


Fühlst du dich als Kanadier eher in der karibischen Sonne oder in der Winterlandschaft Kanadas wohler?

Ich lebe ja bereits seit 10 Jahren in L.A. Eigentlich fühle ich mich überall wohl, ich habe auch bereits eine Zeit lang auf den Bahamas gelebt. Aufgewachsen bin ich aber in Toronto, Kanada. Was ich jetzt immer ein wenig vermisse, ist der Wechsel der Jahreszeiten. Wenn es im Sommer so heiß ist, vermisse ich die kalten Winter und umgekehrt. Jeder Platz, an dem die Temperatur immer gleich ist, wird irgendwann langweilig.


20 SAGA-Alben. Was ist dein Favorit?

Das wechselt immer mal wieder. Aber letztendlich, für mich persönlich, ist „Behaviour“ das beste Album. Auf der Platte bin ich mit der Performance meiner Vocals sehr zufrieden. Es sind gute Songs darauf und ich mag einfach das Feeling des Albums. Es ging mir damals sehr gut und immer wenn ich das Album höre, erinnere ich mich an diese Zeit.


Ein Song auf dem neuen Album heißt „Six Feet Under“. Denkt ihr nach all den Schwierigkeiten in den letzten Jahren öfter mal daran, SAGA zu begraben?

Der Titel klingt zwar etwas negativ, doch er hat einen überaus positiven Charakter. Solange du am Leben bist, solange du atmest, willst du nicht begraben werden. Das ganze Album handelt eigentlich von Leben und dessen Ambitionen. „Six Feet Under“ ist sicherlich so etwas wie ein entscheidender Titel davon.


Mal was anderes. Was ist mit der neuen kanadischen Rock-Generation?

Ich bin nicht immer auf dem neuesten Stand, aber es gibt immer wieder neue und junge Rockbands, die ihren Weg machen werden. Die Jungs von heute tragen nicht nur T-Shirts von Justin Bieber, sie tragen die alten LED ZEPPELIN und VAN HALEN Shirts von ihren Eltern.


Michael, ich danke dir für das Interview und wünsche weiterhin viel Erfolg für die nächsten 35 Jahre.

Vielen Dank. Falls wir überhaupt so lange leben, hahaha.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 02.01.2013 | 14:12 Uhr

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